Bierland Japan – Country of the Beer (2)

30. October 2009

Kirin Bier (キリンビール) – eine meiner beiden Lieblingsbrauereien
Kirin Beer (キリンビール) – one of my two favourite Breweries

(Der englische Text folgt dem deutschen)
(English text follows the German text)

Und weiter geht es mit meiner kleinen Umschau auf dem Biermarkt des zu Unrecht als Land der Tee- und Sake-Kenner verschrienen Landes. Heute geht es um die Köstlichkeiten aus der Kirin Brauerei. Sie ist eine der “verlässlichsten” und einfallsreichsten Großbrauereien. Sprich: Unter den vielen saisonalen Biersorten, die Kirin auf den Markt bringt, sind immer wieder Resultate einer wirklich großen Braukunst. Ich kann mich noch daran erinnern, wie mich z.B. das “Aki Aji” (秋味 / あきあじ / Herbstgeschmack) im letzten Jahr vom Sockel gerissen hat. Ein leider nicht überall angebotener Gaumengenuss ist auch das “Nippon Premium” (ニッポンプレミアム) (da nicht in Dosen verfügbar, leider in der Bildkollektion nicht enthalten) – ein Bier, von dem sich auch so mancher deutscher Braumeister noch eine Scheibe abschneiden kann.

Nun mag gerade der gewiefte deutsche Biertrinker einwenden: “Tjaaa, aber die Japaner brauen ja nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot!” Wenn sich diese Kritik an der Verwendung von Reis erschöpft, trifft sie aber doch nicht allzu sehr ins Schwarze. Schließlich hat man es bei den japanischen Bieren in aller Regel nicht mit Gebräuen zu tun, die durch irgendwelche Geschmacksstoffe oder -Verstärker aufgehübscht wurden.

Let’s continue my little review of the beer market of a country that, not entirely rightfully, is regarded as a country of tea and sake connoisseurs. Today it’s all about the delicious beers provided by the Kirin Brewery. It’s one of the most “reliable” and most inventive national breweries. Among the various seasonal beers coming from Kirin, there are always those which provide evidence for a truly mature art of brewing. I vividly remember the first time I tasted the ”Aki Aji” (秋味 / あきあじ / Autum Taste) last year. I was really astounded by it. One of the best beers I’ve ever had is unfortunately a bit hard to come by: the ”Nippon Premium” (ニッポンプレミアム) (since it’s not available in cans, it’s also not included in my collection below) – even the most gifted German beer brewer could learn a lesson or two from it.

I know, I know, especially the German beer connoisseur will argue: “Well, but the Japanese don’t adhere to the German Purity Law!” But if this critism is purely based on the fact that for some Japanese beer rice is one of the ingredients, it doesn’t really hit the bull’s eye. After all, Japanese beer has – basically – nothing in common with those beers that are “enhanced” by various ingredients which actually shouldn’t be in a beer.

Folgende der unten abgebildeten Biersorten möchte ich hervor heben:

1. Reihe, 3. v.l.: Das Kirin “Free” ist ein alkoholfreies Bier, das auch nicht scheußlicher schmeckt, als die meisten alkoholfreien Biere, die ich kenne – und es schlägt ein alkoholhaltiges, US-amerikanisches Standardbier noch um Längen.

3. Reihe, 3. v.l.: Das Kirin “Strong Seven” (das “seven” steht für 7 % Alkohol) war im letzten Jahr mit großem Tamtam angekündigt worden, hat (mich) dann aber eher enttäuscht, da es andere Kirinsorten mit wesentlich weniger Alkohol auf viel mehr Aroma bringen.

4. Reihe, 4. v.l.: Das Kirin “Zero” ist lediglich alkoholreduziert und enthält keine Kohlenhydrate. Entsprechend “flach” schmeckt es auch.

For some of the beers pictured below, I would like to add a few comments:

 1st row, 3rd f.l.: The Kirin “Free” is an alcohol-free beer that doesn’t taste any more horrible than most of the alcohol-free beers I’ve ever tasted – and it beats by far most of the alcohol-containing US-American standard beers.

3rd row, 3rd f.l.: The Kirin “Strong Seven” (the “seven” indicates 7 % of alcohol) was advertised for tremendously last year when it first hit the market. Despite the marketing effords it kind of disappointed (me), since other beers of Kirin offer a much richer aroma without boosting the level of alcohol.

4th row, 4th f.l.: The Kirin “Zero” has a reduced level of alcohol only, but contains no carbohydrate. The rather flat taste corresponds to it.

Die folgenden Biersorten sind oben zu sehen / the following beers can be seen above:

1. Reihe / 1st row:
- Aki Aji (秋味 / あきあじ / Herbstgeschmack / Autumn Taste)
- Enjuku (円熟 / えんじゅく / Das Vollendete / The Accomplished) * <25 % Malz / Malt
- Free
- Malt Squash *

2. Reihe / 2nd row:
- Nodogoshi ( 喉越し / のどごし / Das durch den Hals rinnende / Going down the throat) * mit Soya-Protein / with soy protein
- Shirokirin (白麒麟 / しろ キリン / Das weiße/saubere Kirin / The white/clean Kirin) *
- Smooth
- Sparkling Hop 2008

3. Reihe / 3rd row:
- Sparkling Hop 2009
- Stout
- Strong Seven * mit Gerstendestillat / with barley spirits
-
Tanrei (淡麗 / たんれい) *

4. Reihe / 4th row:
- Tanrei Alpha ( 淡麗 / たんれい) *
- The Gold
- Toretate Hop (取れ立てホップ / とれたてホップ / frischer Hopfen / fresh hop)
- Zero * <25 % Malz/Malt

* Happōshū (発泡酒 “perlender Alkohol”) „Bier-ähnliches“ mit weniger als 67% Malz – damit wird es geringer besteuert und kostet deutlich weniger als „normales“ Bier, was dem Geschmack aber meist keinen Abbruch tut.

* Happōshū (発泡酒 “sparkling spirits”) „beer-like“ drink with less than 67 % malt – ensuring that less tax is to be paid than for „normal“ beer, which doesn’t necessarily impair the taste.

Sehen Sie auch /please also see:
Bierland Japan – Country of the Beer (1)
Echigo Bier (エチゴビール) aus Niigata (新潟)
Echigo Beer (エチゴビール) from Niigata (新潟)


Bierland Japan – Country of the Beer (1)

25. October 2009

Echigo Bier (エチゴビール) aus Niigata (新潟)
Echigo Beer (エチゴビール) from Niigata (新潟)

(Der englische Text folgt dem deutschen)
(English text follows the German text)

Japan ist natürlich in erster Linie berühmt für seine raffinierte Tee-Kultur und seine Sake-(Reiswein)-Braukunst. Aber im Grunde sollte es ebenso berühmt sein für seinen Reichtum an Biersorten. Auch wenn der nationale Biermarkt von den vier großen Brauereien des Landes - Asahi (アサヒビール), Sapporo (サッポロビール), Kirin (キリンビール) und Suntory (サントリービール) - beherrscht wird, gibt es eine Vielzahl an kleinen, lokalen und regionalen Brauereien.

Ich fange meine kleine Serie japanischer Biere mit drei Beispielen von der “Landbrauerei Echigo-Bräu” (mit dem deutschen Namen wird sie auf der Dose genannt, in Japanisch schreibt sie sich “エチゴビール”) in Niigata (新潟 / にいがた) an. Glücklicherweis hatte ich diese drei Dosen in Tōkyō erwerben können. Schon die Beschriftung der Dosen macht klar, woher die ersten Braumeister des Landes kamen: Aus Deutschland!

Ich hoffe, hier wird jetzt keine detailierte Beschreibung des Geschmacks der Biersorten erwartet – schließlich ist nichts so sehr Geschmacksache wie der Geschmack – ich möchte hier vielmehr zeigen, wie einfallsreich das Design der Bierdosen in Japan ist. Übrigens: Bier wird in Japan noch immer überwiegend in Dosen verkauft. Ein Dosenpfand ist unbekannt – aber man trennt die Dosen schon zu Hause vom restlichen Müll.

Japan may be world famous for its refined tea culture and the art of brewing sake (rice wine), but it should just as well be famous for its abundance of beers. Even though the national beer market may be dominated the four big breweries – Asahi (アサヒビール), Sapporo (サッポロビール), Kirin (キリンビール) and Suntory (サントリービール) – there is also a multitude of small local and regional breweries.

I’m starting my little series of Japanese beers with three examples coming from the “Echigo” brewery (エチゴビール) in Niigata (新潟 / にいがた). Luckily, I was able to get these three samples in Tōkyō. Have a look hat the cans! And if you know a little German you will also be able to guess where the first master brewers came from: Germany, of course!

Don’t expect a detailed description of the taste of the beers – after all “taste is a matter of taste” - I merely want to share with you the wide variety of beers and the beauty of the design of the cans they are provided in. By the way: The can is still the standard container for beer in Japan.

Die Bilder (zum Vergrößern anklicken) zeigen (von oben nach unten) jeweils die Vorder- und Rückseiten sowie eine Seitenansicht der Bierdosen folgender Sorten:
The pictures below (click to enlarge) show (from top to bottom) the front and back of the cans as well as the sides of the following sorts of beer:

Echigo Blond (エチゴ ビアブロンド) (5% Alc.)
(ein süffiges Helles / a mild lager)
Echigo Koshihikari (エチゴ こしひかり ビール) (5% Alc.)
(mit besonders hochwertigem Reis gebraut / brewed with high quality rice)
Echigo Pilsener (エチゴ ピルスナー) (5% Alc.)
(nach Pilsener Brauart gebraut /Pilsener style beer)

Sehen Sie auch/please also see:
Bierland Japan – Country of the Beer (2)
Kirin Bier (キリンビール) – eine meiner beiden Lieblingsbrauereien
Kirin Beer (キリンビール) – one of my two favourite Breweries


Yokohama Landmark Tower

8. October 2009

Japans (immer noch) höchster Wolkenkratzer
Japan’s (still) tallest Skyscraper

(Der englische Text folgt dem deutschen)
(English text follows the German text)

00 Yokohama Minato Mirai

Auf der Emporis-Liste rangiert der Yokohama Landmark Tower (横浜ランドマークタワー, Yokohama Randomāku Tawā) auf Platz 54 der höchsten Gebäude dieser Welt. Mit seinen 295,8 Metern Höhe, die sich auf 70 oberirdische Stockwerke verteilen, ist er allerdings noch immer (und das schon seit 1993!) Japans höchstes Gebäude (nicht Japans höchsten Bauwerk! – das ist seit über 50 Jahren der Tōkyō Tower). Bis 2010 soll allerdings in Shinjuku (Tōkyō) ein 77-stöckiges Hochhaus entstehen und dann die japanische Spitzenposition einnehmen.

Yokohama Landmark Tower (横浜ランドマークタワー)

Yokohama Landmark Tower (横浜ランドマークタワー)

On the Emporis list Yokohama Landmark Tower (横浜ランドマークタワー, Yokohama Randomāku Tawā) ranks as 54th-talest Building of the World. With its 295,8 meters of height (70 floors above ground), however, it’s still (since 1993!) Japan’s tallest building (even though Tōkyō Tower hasn’t been surpassed for more than 50 years – but that’s more a “steel construction” than a “building”). By 2010, however, a 77-stories skyscraper in Shinjuku (Tōkyō) is supposed to outrank the Landmark Tower.

Yokohama Minato Mirai (横浜みなとみらい)

Yokohama Minato Mirai (横浜みなとみらい)

Aber unabhängig von seiner relativen Höhe ist der Landmark Tower ein Gebäude der Superlative:
Er beherbergt vom 49. bis 70. Stockwerk das höchste Hotel Japans, das „Royal Park Hotel“. In den Stockwerken darunter befinden sich Büroräume und ein großes Einkaufszentrum, das auf den Namen „Landmark Plaza“ hört und etwa 160 Geschäfte und Boutiquen Platz bietet.
In der luftigen Höhe des 69. Stockwerks (273 Meter) befindet sich die höchste Aussichtsplattform Japans (allerdings „im“ Gebäude – also: nicht im Freien), der so genannte „Sky Garden“, der mit dem schnellsten Aufzug des Landes (und dem zweitschnellsten der Welt), der mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h nach oben schießt, erreicht werden kann. Sprich: Die Fahrzeit ganz nach oben beträgt erstaunliche 40 Sekunden. Vielleicht fühlt man sich deswegen so klein, wenn man oben ankommt…..

Landmark Plaza

Landmark Plaza

Nippon Maru Memorial Park

Nippon Maru Memorial Park

Irrespective of its relative height the Landmark Tower is a building of superlatives:
Between its 48th and 70th floor it houses the highest hotel in Japan, the “Royal Park Hotel”. The floors below provide ample space for offices and a gigantic shopping centre, named “Landmark Plaza” – home for some 160 shops and boutiques.
And the 69th floor as a whole is the highest observation platform in the whole of Japan (273 meters), the so-called “Sky Garden” which can be reached with the fastest elevator of the country (the second-fastest in the world). With a speed of 45 km/h it practically “shoots” the visitor to this upper level in astonishing 40 seconds. Keep your hand on the hand-rail…..

Yokohama Minato Mirai - Cosmo World

Yokohama Minato Mirai - Cosmo World

Natürlich ist der Landmark Tower nicht einfach nur als Gebäude interessant, sondern ist wohl auch einer der faszinierendsten Aussichtspunkte des ganzen Landes. Bei schönem Wetter kann man (theoretisch) bis zu 80 km weit blicken – nicht selten ist der Fuji zu sehen und noch öfter kann man die Wolkenkratzer von Tōkyō am nördlichen Horizont erahnen (wie natürlich auch der Landmark Tower als Solitär im Häusermeer der zweitgrößten Stadt Japans, Yokohama, von Tōkyō aus zu sehen ist).
Aber auch die nähere Umgebung des Landmark Tower ist so atemberaubend, dass man sich nicht zu grämen braucht, wenn man bei seinem Besuch nicht ganz so klares Wetter geboten bekommt. Nicht ganz Schwindelfreie seien aber beruhigt: An allen Aussichtsfenstern hat man genügend Abstand zum „Abgrund“ – der ganze „Sky Garden“ (der übrigens nur mit sehr viel Fantasie als „Garten“ bezeichnet werden kann) ist zudem sehr großzügig angelegt. Hier wäre Platz genug für vier Tennisplätze. Der „Sky Garden“ bietet zu dem einen 180° Rundblick nach allen Himmelsrichtungen, einen Andenkenladen („Tower Shop“) und ein Café („Sky Café“).

Nippon Maru Memorial Park

Nippon Maru Memorial Park

Nippon Maru

Nippon Maru

The Landmark Tower is not just interesting as a building, but also because it provides to most fascinating views the country has to offer. If weather conditions allow it, the view goes (theoretically) some 80 km – providing a breathtaking view of Mt. Fuji and very often of the skyscrapes of Tōkyō on the northern horizon (as the Landmark Tower itself can be seen from Tōkyō, being a solitaire in the ocean of buildings of Japan’s second-largest City, Yokohama).
But not to worry if the weather isn’t that spectacular when you visit the Landmark Tower – also the nearby areas provide the most breathtaking views. And even if you are not completely free from giddiness: There is always ample room between the windows and where you stand or sit – the whole “Sky Garden” (which, by the way, only very remotely resembles a “garden”) is spacious enough even for larger groups of visitors. Four tennis courts would fit in here. It provides a 180° panorama view, a souvenir shop (“Tower Shop”) and a coffee shop/bar („Sky Café“).

Yokohama

Yokohama

Yokohama Stadium

Yokohama Stadium

Yamashita Park / Hikawa Maru

Yamashita Park / Hikawa Maru

Bank of Yokohama

Bank of Yokohama

Yokohama (Nordost / North East)

Yokohama (Nordost / North East)

Yokohama Nishi-ku

Yokohama Nishi-ku

Und über all das, was es in Yokohama noch so zu sehen gibt, wird es zu gegebener Zeit auch den einen oder anderen Artikel geben.

And naturally, there will be articles about all the other sights of Yokohama in due course.

Landmark Tower 69th Floor: Sky Garden

Landmark Tower 69th Floor: Sky Garden

Gebühren für die Auffahrt in den „Sky Garden“:
Erwachsene (incl. Schüler der Mittelstufe oder älter): ¥1000
Schüler ab der Mittelstufe und Senioren über 65 Jahren: ¥800
Schüler: ¥500
Kinder über 4 Jahren: ¥200

Öffnungszeiten des „Sky Garden“:
10:00 Uhr bis 21:00 Uhr – an allen Tagen des Jahres
10:00 Uhr bis 22:00 Uhr – samstags und während der Sommerferien
Auffahrt ist bis 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten möglich
(Die Öffnungszeiten können bei großem Andrang geändert werden.)

Öffnungszeiten des „Sky Cafés“:
10:00 Uhr bis 21:00 Uhr (letzte Bestellung: 20:30 Uhr) – an allen Tagen des Jahres
10:00 Uhr bis 22:00 Uhr (letzte Bestellung: 21:30 Uhr) – samstags
Telefon: +81 (45) 224-3031

Öffnungszeiten des „Tower Shop“:
10:00 Uhr bis 20:30 Uhr – an allen Tagen des Jahres
Telefon: +81 (45) 222-5544

Adresse:
Yokohama Landmark Tower
2-2-1 Minato Mirai
Nishi Ku
Yokohama 220-8172

Admission Fees:
Adult (older than high school students): ¥1000
High school student / adults over 65 years of age: ¥800
School children / Junior high school students: ¥500
Children (over 4 years old): ¥200

Opening Hours of the “Sky Garden”:
10:00 a.m. – 9:00 p.m. on every day of the year.
10:00 a.m. – 10:00 p.m. on Saturdays and during the summer vacation
Admission ends 30 minutes before closing time.
(Closing time may be changed by congestion.)

Opening Hours of the „Sky Café“:
10:00 a.m. – 9:00 p.m. (last order: 8:30 p.m.) – on every day of the year
10:00 a.m. – 10:00 p.m. (last order: 9:30 p.m.) – on Saturdays
Telephone: +81 (45) 224-3031

Landmark Tower 68th Floor: Tower Shop

Landmark Tower 68th Floor: Tower Shop

Opening Hours of the „Tower Shop“:
10:00 a.m. – 8:30 p.m. – on every day of the year
Telephone: +81 (45) 222-5544

Address:
Yokohama Landmark Tower
2-2-1 Minato Mirai
Nishi Ku
Yokohama 220-8172

Wie man von Tōkyō hinkommt:
Die Tōkyū Tōyoko Linie (東急東横線 / とうきゅうとうよこせん) verbindet z.B. auf ihrer ca. 24 km langen Strecke Shibuya (渋谷 / しぶや) mit Yokohama (横浜 / よこはま). Für die Fahrt von Shibuya Bahnhof (渋谷駅 / しぶやえき) nach Yokohama Minato Mirai Bahnhof ( 横浜みなとみらい駅 / よこはまみなとみらいえき) benötigt man mit dem Expresszug (急行 / きゅうこう / Kyūkō) ca. 35 Minuten.
Fahrtkosten: 440 Yen (Stand: 2009).

Shibuya Station / 渋谷駅

Shibuya Station / 渋谷駅

How to get there from Tōkyō:
You can take, for example, the Tōkyū Tōyoko Line (東急東横線 / とうきゅうとうよこせん) that connects on its 24 km of tracks Shibuya (渋谷 / しぶや) with Yokohama (横浜 / よこはま). For a trip from Shibuya station (渋谷駅 / しぶやえき) to Yokohama Minato Mirai station ( 横浜みなとみらい駅 / よこはまみなとみらいえき) the express train (急行 / きゅうこう / Kyūkō) takes about 35 minutes.
Fare: 440 Yen (as of 2009).

 

Yokohama Minato Mirai Station / 横浜みなとみらい駅

Yokohama Minato Mirai Station / 横浜みなとみらい駅


Takao-san (高尾山)

26. September 2009

Ein (manchmal) überlaufenes Refugium
A (sometimes) crowded hideway
(Der englische Text folgt dem deutschen)
(English Text follows the German Text) 00 Takaosan Yakuōin Yūkiji

Selbst dem eingefleischtesten Stadtmenschen kann es passieren, dass ihm die Betonwüste Tōkyōs zu viel wird, dass die zauberhaften Parks und Gärten der Stadt nicht mehr genug “Grün” bieten und man sich einfach nach einer kräftigeren Ladung “Natur” sehnt.
Für all jene ist der “Hausberg Tōkyōs”, der Takao-san (高尾山 / たかおさん) das wohl populärste Ziel. Er liegt am Rand des östlichen Stadtteils Hachiōji (八王子 / はちおうじ), eines Vorortes mit etwa 600.000 Einwohnern und ist kinderleicht vom Zentrum Tōkyōs in weniger als einer Stunde von Shinjuku Bahnhof aus zu erreichen (weitere Details für die Anreise sind im Abschnitt „Wie man zum Takao-san kommt“ am Ende des Artikels zusammen gefasst). 

Takao-san - Cable Car/Seilbahn

Takao-san - Cable Car/Seilbahn

It may happen at times that the concrete jungle of Tōkyō gets too much for even the most confirmed urbanite, when the lovely parks and gardens are simply not “green enough” any more, when one yearns for a stronger “touch of nature”. One of the most popular destinations for all those is Mt. Takao (高尾山 / たかおさん) – in the eastern part of Tōkyō, in the city of Hachiōji (八王子 / はちおうじ), a suburb with roughly 600,000 inhabitants. It’s easy to reach from the centre of Tōkyō, and less than an hour away from Shinjuku Station (for further details, please refer to the “how to get there”-section below).

Takao-san Wanderkarte/Hiking Map

Takao-san Wanderkarte/Hiking Map

Man kann den Gipfel des Takao-san auf neun verschiedene Arten erreichen: Eine Seilbahn und ein Sessellift, die den Besucher ungefähr auf halbe Höhe des Berges bringen (und dabei auch den steilsten Teil des Auf- oder Abstiegs ersparen), und sieben verschiedene Wege für vergleichsweise leichte Wanderungen – bei der Ausrüstung muss man lediglich an ein paar bequeme Laufschuhe denken.
Mein Vorschlag: Man nehme die „Inariyama-Route“ (稲荷山コース / いなりやまコース) (3,1 km / 90 Minuten) auf der Westseite des Berges für den Aufstieg. Auch wenn dieser Aufstieg vielleicht ein bisschen felsiger und anstrengender als die anderen ist, so empfand ich ihn doch immer als besonders angenehm, auch weil er der am wenigsten überlaufene ist. Auf dem Weg nach oben eröffnen sich atemberaubende Blicke hinunter nach Hachiōji und – falls man Glück hat – bis nach Shinjuku im Osten und Mt. Fuji im Südwesten. Der Wanderweg Nr. 6 (3,3 km, auch ungefähr 90 Minuten) hat ebenfalls seinen Charme, da er vorbei an einem kleinen Schrein und einem romantischen Wasserfall führt und sich über den ersten Teil des Aufstiegs entlang eines Bergbachs den Berg hinauf windet.
Große Übersichtstafeln an den Talstationen der Seilbahn und des Sessellifts erleichtern übrigens die Orientierung und die Auswahl des gewünschten Wanderweges.

Blick nach Hachiōji / View to Hachiōji

Blick nach Hachiōji / View to Hachiōji

Herbst am Takao-san / Autumn on Mt. Takao

Herbst am Takao-san / Autumn on Mt. Takao

There are nine different ways to reach the summit of Takao-san: a cable car and a lift take you half way up (sparing you the steepest part of your hiking tour) and seven different trails suited for every kind of fairly easy hiking – all you should consider is a pair of comfortable walking shoes. My recommendation would be: Take the „Inariyama Route“ (稲荷山コース / いなりやまコース) (3.1 km / 90 minutes) on the west side of the mountain for your way up, even though it is maybe the a bit more rocky than the others, but it’s most likely the most enjoyable way up – and one of the less crowded ones. The way opens spectacular views back to Hachiōji and – if you’re lucky – to Shinjuku in the east and Mt. Fuji in the south west. Route no. 6 (3.3 km, also about 90 minutes) has its charm, too, as it passes a small shrine and very romantic waterfall and follows the way of a small mountain creek.
There are large maps around the area of the cable car/lift stations to make orientation easy.

Inariyama-Route (稲荷山コース)

Inariyama-Route (稲荷山コース)

Aber egal, wie beschaulich auch der Aufstieg gewesen sein mag – man ist gut beraten, sich vor dem Erreichen des Gipfels auf Menschenmengen vorzubereiten (schließlich besuchen über 2,5 Millionen Wanderer den Berg jedes Jahr – Tendenz: steigend, nachdem der Berg in den Michelin-Führer aufgenommen wurde). Dort findet man eine Anzahl kleiner Restaurants und Läden und meist auch eine Heerschar von Bergbesuchern, die sich des Picknicks im Freien erfreuen.
Mit einer Höhe von nur 599 Metern, würde man den Takao-san sicher nicht als „spektakulär“ bezeichnen, aber immerhin ragt der Berg praktisch aus Meerspiegel-Höhe auf. Außerdem bietet der Gipfel des Takao-san den fanastischsten Blick auf den Mt. Fuji – sofern die Witterung dies gestattet (siehe auch den Abschnitt „Besondere Aussichten“, unten).

Auf dem Gipfel / At the summit

Auf dem Gipfel / At the summit

Takao-san

Takao-san

No matter how peaceful your way up was – be prepared to see a rather crowded top of Takao-san (after all, the mountain sees more than 2.5 million visitors every year – and numbers are increasing, since the mountain has been rewarded in the Michelin-Guidebook). Here you’ll find small restaurants and shops and lot of people enjoying their pick-nick. With an altitude of just 599 meters one wouldn’t call Takao-san “spectacular”, but remember that it all starts at almost sea level. If you’re lucky and the weather permits it, you can enjoy the most fascinating view to Mt. Fuji (see also the section “Special Views” below).

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Spätestens auf dem Rückweg sollte man aber die besonders gut ausgebaute Route Nr. 1 wählen (3,8 km, reine Gehzeit auf dem Weg nach unten: ca. 40 Minuten), weil dieser vorbei an den eigentlichen Attraktionen führt: Den ausgedehnten Schrein- und Tempelanlagen am Osthang des Berges. Kernstück der Tempelanlagen ist der Yakuōin-Tempel (offiziell: Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺 / たかおさんやくおういんゆうきじ), bei dem man davon ausgeht, dass er im Jahre 744 von Gyoki Bosatsu auf Weisung des Kaisers Shomu errichtet worden ist. Wie der Name des Tempels schon sagt: Er ist dem Buddha der Medizin gewidmet.
In ihrer langen Geschichte hat die Tempelanlage mehrere verheerende Zerstörungen erfahren (große Feuer in den Jahren 1504, 1677 und 1929, ein Taifun im Jahre 1717). Dennoch konnten mehr als 2.500 Dokumente bewahrt werden, die bis weit ins japanische Mittelalter zurück datieren. U.a. lässt sich in den hier verwahrten Unterlagen nachverfolgen, dass die Wälder des Takao-san lange Zeit als Lieferanten des Bauholzes für Burgen und Schlösser her gehalten haben.
Heute kann man sich darüber freuen, dass die Gebäude des Tempels wieder hergestellt sind und teilweise in den prächtigsten Farben erstrahlen – und praktisch an allen kommt man während seines Abstiegs vom Takao-san vorbei (oder eben auch während des Aufstiegs, wenn man hierfür den Weg Nr. 1 gewählt hat). Für mich zählen die Tempel am Takao-san zu den romantischsten in Japan, weil sie mit den Wäldern und der Landschaft eine ganz besonders harmonische Symbiose eingehen. Und natürlich zeigen die Farben des Herbstes alle in ihrem besten Licht.

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

At least for your way down you should take route Nr. 1 which is particularly well-constructed and convenient (3.8 km, walking time on the way down about 40 minutes), because this is the one that brings you to the real attactions of Takao-san: the large grounds of shrines and temples on the estern mountainside. The core of these sacred grounds is the Yakuōin-Temple (officially: Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺 / たかおさんやくおういんゆうきじ), which is believed to be constructed in the year 744 by Gyoki Bosatsu at the behest of the Emperor Shomu. As the name of the temple already indicates, it is dedicated to the Buddha of medicine.
In its long history, the temple has seen various ruinous destructions (devastating fires in 1504, 1677 and 1929, a typhoon in 1717). Nevertheless, more than 2.500 historic documents could be preserved, dating back into Japan’s middle ages. Among other things the documents also show that the forests around Takao-san were, for a very long period of time, a source for timber for castles, palaces and other buildings.
Today the visitor can enjoy the skilfully restored buildings of the temple. Some of them shining in the most gorgeous colours. And while descending from the top of Takao-san one passes each and every one of them (or while ascending, should one chose route no. 1 for the way up to the summit of Takao-san). For me, the temples of Takao-san belong to the most romantic in Japan, as they form a particularly harmonic symbiosis with the forests and the landscape. And, naturally, the colours of autumn bring out the best in all of them.

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Takaosan Yakuōin Yūkiji (高尾山薬王院有喜寺)

Fahrpreise für Seilbahn / Sessellift:
Erwachsene
(Mittelstufe-Schüler oder älter)
Einfache Fahrt: ¥470
Berg- und Talfahrt: ¥900

Kinder (3 Jahre oder älter)
Einfache Fahrt: ¥230
Berg- und Talfahrt: ¥450

Cable Car / Lift Fares
Adults
(Junior Highschool or older)
One-Way : ¥470
Round-Trip : ¥900

Children (3 years or older)
One-Way : ¥230
Round-Trip : ¥450

Betriebszeiten der Bergbahnen
Seilbahn
Erste Bahn: 8:00 Uhr – und danach alle 15 Minuten
Letzte Bahn: 17:00 Uhr / 18:30 Uhr (je nach Saison und Wochentag)

  • Während des „Beer Mount“ (Sommer-Bierfest, 1. Juli bis 30. September) wird der Seilbahnbetreib bis 21:40 Uhr aufrecht erhalten.
  • Während der “Diamond Fuji View” Saison (20. bis 24. Dezember) gibt es zusätzliche, viertelstündig verkehrende Seilbahnen von 17:15 bis 18:00 Uhr, sofern die Witterung das Beobachten des Sonnenuntergangs über dem Berg Fuji erlaubt.

Sessellift
Erster Lift: 9:00 Uhr
Letzter Lift: 16:00 Uhr / 16:30 Uhr (je nach Saison; sonntags je nach Bedarf).

  • Während des „Beer Mount“ (Sommer-Bierfest, 1. Juli bis 30. September) steht der Sessellift je nach Bedarf zur Verfügung.

Operating Hours of the Cable Car/Lift
Cable Car
First: 8.00 a.m. and then every 15 Minutes
Last: 5:00 p.m. / 6:30 p.m. (depending on season/day of the week)

  • During the „Beer Mount“ (summer beer festival, 1st July – 30th September), last cable car: 9:40 p.m.
  • During the Diamond Fuji view season (20th to 24th December) there will be additional cable cars at 5:15 p.m., 5:30 p.m., 5:45 p.m. and 6:00 p.m., unless the weather doesn’t allow to watch sunset over Mount Fuji.

Lift
First 9:00 a.m.
Llast 4:00 p.m./4:30 p.m. (depending on the season, on Sundays depending on the demand).

  • During the „Beer Mount“ (summer beer festival, 1st July – 30th September), lift will operate in line with the festival’s demand  

 

Takao-san - Route 1

Takao-san - Route 1

 

Takao-san - Route 1

Takao-san - Route 1

Takao-san - Route 1

Takao-san - Route 1

Besondere Aussichten:
Diamant-Fuji
(ダイヤモンド富士)-Blick (wenn die Sonne genau über dem Fuji-san untergeht)
Beobachtungszeit: während der Wintersonnenwende im Dezember, zwischen 16:00 und 16:30 Uhr
Beobachtungsorte: Gipfel des Takao-san und der Momijidai (もみじだい) (Herbstlaub-Aussichtspunkt) auf der Westseite des Bergs.

Special Views:
Diamond Fuji
(ダイヤモンド富士) View (when the sun sets exactly over Mr. Fuiji)
Viewing Season: Around the Winter Solstice in December.
Viewing time: Around 4:00 p.m. to 4:30 p.m.
Viewing spots: Summit of Mt. Takao and Momijidai (もみじだい) (area for viewing the autumn foliage) on the west side of the mountain.
  

 

Takao-san guchi (高尾山口)

Takao-san guchi (高尾山口)

 

Wie man zum Takao-san kommt:
Die Züge der Keiō Linie (京王線) von Shinjuku Bahnhof (新宿駅) bringen am schnellsten und am billigsten zum Takao-san. Die Fahrt dauert weniger als eine Stunde bis nach Takao-san guchi Bahnhof (高尾山口駅) und kostet nur ¥370 (Stand: 2008). Und wer eine Suica hat, braucht sich um die Preisgestaltung ohnehin nicht zu kümmern.
Außerdem kann man mit der JR Chūō Linie (中央本線) von Shinjuku Bahnhof nach Takao-san Bahnhof (高尾山駅) fahren. Diese kostet aber ungefährt das Doppelte des Keiō-Fahrpreises. Außerdem muss man für die eine Station bis Takao-san guchi Bahnhof in Takao-san Bahnhof umsteigen (Fahrpreis: ¥120). Allerdings ist diese Variante für Inhaber eines Japan Rail-Passes die günstigere Variante.
Von Takao-san guchi Bahnhof sind es nur noch ein paar Minuten zu Fuß zum Ausgangspunkt der Wanderwege auf den Takao-san. Dort befinden sich auch die Talstationen der Seilbahn und des Sesselliftes.

How to get to Takao-san:
The Keiō Line (京王線) is the fastest and cheapest way from Shinjuku Station (新宿駅). The journey takes less than one hour to Takao-san guchi Station (高尾山口駅) and costs only ¥370 (2008). If you have your Suica with you, you won’t have to worry about the fares.
Also there is the JR Chūō Line (中央本線) from Shinjuku to Takao-san Station (高尾山駅) which costs about double the price of the Keiō Line and requires to you to change trains here for one more stop to go to Takao-san guchi Station (¥120). But visitors with the Japan Rail Pass may still prefer this route.
From Takao-san guchi Station it’s just a few minutes walk up to the starting point of all the hiking trails up to the summit of Takao-san – also the cable car and the lift start from there.

Und für alle, die sich weniger für die Natur interessieren, gibt es gleich gegenüber dem Bahnhof Takao-san guchi das “Trick Art Museum” (siehe unten).
And for all those who are less interested in nature, just opposite of Takao-san guchi station you’ll find the “Trick Art Museum” (see below).
  

 

Takao-san guchi - Trick Art Museum

Takao-san guchi - Trick Art Museum

 

 

 

 


Automatische Erfrischung / Automated Refreshment

6. September 2009

Getränkeautomaten in Japan
Vending Machines in Japan

(Der englische Text folgt dem deutschen)
(English text follows the German text)

00 Vending Machines

Was für den Alltag in Japan schon seit vielen Jahren zur Selbstverständlichkeit geworden ist, wirkt in den Augen so manchen Europäers noch immer als ziemlich „exotisch“: Getränkeautomaten an wirklich jeder Straßenecke, in jeder Bahn- und U-Bahnstation. Und dabei stehen oft nicht einfach nur einsame Automaten in einer Ecke, sondern mitunter auch schon mal ganze Armeen. Die Auswahl ist so groß, dass sie auf den ersten Blick zu verwirren vermag. Und sie wird nicht übersichtlicher, wenn man bedenkt, dass die Automaten nicht nur Kaltgetränke, sondern auch Heißgetränke anbieten (je nach Jahreszeit überwiegen entweder die Kaltgetränke oder die Heißgetränke). Vom Erfrischungsgetränk, über Vitamin- und Joghurtgetränke, über Tees, bis hin zu den verschiedensten Kaffees.

Even though Japanese have been taking them for granted for a great number of years, in the eyes of most Europeans it still looks rather „exotic“: Vending machines for soft drinks on virtually every street corner, every train- or subway station. And they are not standing around in boring solitude, very often they come in groups of machines. There is such a vast range of different machines that one may have difficulties in making the right choice. And it’s not being made easier by the fact that the machines offer both, cold and hot drinks (depending on the season either more cold or more hot drinks). There is everything from the standard refreshment drink, to yoghurt drinks, vitamine drinks, all sorts of teas and coffees.

Letztere wurden bis vor ein paar Jahren überwiegend gesüßt und mit Milch angeboten; inzwischen kommen allerdings immer mehr Kaffees „schwarz“ in die Automaten. Und wenn man bei diesen Automaten von „Heißgetränken“ spricht, so ist das durchaus wörtlich zu nehmen: Manche Kaffeedosen werden so heiß ausgeworfen, dass die Hände sich freuen würden, wenn sie mit einer natürlichen Asbestbeschichtung versehen wären. In den (auch in Tōkyō) kalten Wintermonaten ein willkommener Handwärmer

The latter used to be strongly sweetened and whitened with lots of milk a few years ago. In the meantime the choice of purely black coffees has been increased. And „hot drinks“ from these vending machines really mean hot. Some of the canned coffees are so hot that you’d prefer to have your hands covered with asbestos. During the winter months (which are, by the way, also cold in Tōkyō), a welcome hand-warmer. No, and they don’t come with the American style warning: „The beverage you’re about to enjoy may be hot!“

Dafür sind Bier- und Sakeautomaten in den vergangenen Jahren seltener geworden, seit die 24 Stunden geöffneten „Convenience Stores“ (die es in der Stadt übrigens ebenfalls an jeder Straßenecke gibt) auch mit Lizenzen zum Verkauf alkoholischer Getränke ausgestattet wurden. Ebenfalls verschwunden sind die Automaten, die zu Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts den Automatenverkauf mit dem Slogan „no bending vending“ (sinngemäß: Verkauf ohne Bücken) furore machen wollten. Bei diesen Automaten wurden die Dosen und Flaschen in Brusthöhe „angeliefert“. Inzwischen kommt man beim Automateneinkauf um das Bücken aber nicht herum. Eine Übung, die Japanern ja ohnehin leicht fallen sollte.
Da es in Japan weder Dosen- noch Flaschenpfand gibt (Japaner entsorgen ihren Abfall auch ohne Pfand-Terror so, wie sich’s gehört), wird der Automatenverkauf auch nicht vor zusätzliche Hindernisse gestellt. Ein weiteres Indiz für die unvergleichliche Disziplin in Japan: Es geschieht praktisch nie, das man einen Automaten sieht, der Opfer von Vandalismus geworen wäre.

On the other hand the number of vending machines for beer and sake has seen a rapid decline in recent years, since also 24-hour convenience stores (which you’ll find on every corner as well – at least in the cities) also have been provided with licenses to sell liquor.
Also the vending machines which had entered the market in order to „revolutionize“ it with the slogan „no bending vending“ in the early 90ies of the last century seem to have vanished. Which is a shame, since they really delivered the bottles and cans in breast height. Now also Japanese vending machines are back to the good old days, i.e. you’ll have to bend down, if you want to get your drink. Well, Japanese are used to taking a bow, are they not?
And there can be no doubt about the extraordinary discipline of people in Japan: You’ll hardly ever see a vending machine that has been damaged by vandalism.

Übrigens sind die Getränke aus den Automaten landesweit nicht auffallend teurer als in den Geschäften – in der Regel kosten sie weniger als einen Euro. Mit Wechselgeld gibt es an diesen Automaten auch niemals Schwierigkeiten. Sie alle akzeptieren Münzgeld und Scheine, die meisten sogar die „Suica“ (mit der deutschen „GeldKarte“ vergleichbar – ursprünglich von Japan Rail für das „fahrscheinlose“ Bezahlen im Nahverkehr in Umlauf gebracht; mein Artikel zu dem Thema gibt weitere Informationen). Und auch wenn es letztendlich eine Geschmacksfrage bleibt, bin ich der Meinung, dass gerade die schwarzen Dosenkaffees in den letzten Jahren immer besser geworden sind.

By the way, drinks from vending machines are not considerably more expensive than those you’d buy in a store – most of them cost less than one Euro. And you’d also have no problems with change with these machines. They all accept coins, bills and the ever-popular „Suica“ (originally distributed by Japan Rain for automated train-fare payments; have a look at my article on the topic). And even though it’ll be a matter of taste, I’m still of the opinion that especially the back canned coffees have become better and better lately.

Im Folgenden zeige ich ein paar Automaten verschiedener Getränkehersteller. Das Angebot der Hersteller unterscheidet sich nicht wesentlich – letzten Endes entscheidet der persönliche Geschmack und nicht selten vielleicht auch die ansprechende Art der Verpackungsgestaltung.
Übrigens: blau markierte Getränke kommen kalt aus der Maschine, rot markierte heiß.

Below you’ll see some examples of vending machines of different beverage companies. There isn’t such a great difference in the products the companies offer – in the end it’ll be a matter of personal taste which ones you’ll like better, or the way the cans and bottles have been designed.
By the way: drinks marked with blue are sold cold, red ones hot.

Automaten der Firma Asahi / Asahi Vending Machines 01 Asahi

02 Asahi

03 Asahi

Automaten der Firma Coca Cola / Coca Cola Vending Machines

04 Coca Cola

05 Coca Cola

Automaten der Firma JT / JT Vending Machines

07 JT

08 JT

Automaten der Firma Kirin / Kirin Vending Machines

09 Kirin

10 Kirin

Automaten der Firma Sapporo / Sapporo Vending Machines

11 Sapporo

Automaten der Firma Suntory / Suntory Vending Machines

12 Suntory

Automaten der Firma Ito-en / Ito-en Vending Machines

15 Itoen

16 Itoen

Automaten der Firma Yakult / Yakult Vending Machines

14 Yakult

Zum Abschluss kommt noch ein Automat, der auch in Japan eher zu einer Seltenheit gehört: ein „Hot Menu“-Automat, an dem frisch zubereitete, heiße Speisen gezogen werden können.

And finally I would like to show another kind of vending machine that’s rather a rarity, even in Japan: A „Hot Menu“-machine from which you can buy freshly prepared hot food.

 17-Hot-Menue

Der oben abgebildete Automat bietet z.B.:

  1. 150 Gramm Pommes Frites zu 350 Yen
    Zubereitungsdauer 110 Sekunden
  2. Acht Takoyaki (Oktopusstücke in Teig) zu 420 Yen
    Zubereitungsdauer 120 Sekunden
  3. Zwei Nikuman („Dampfnudel“ mit Hackfleischfüllung), zwei Shumai (Nudeltaschen mit Fleischfüllung) zu 400 Yen
    Zubereitungszeit 95 Sekunden
  4. 230 Gramm gebratener Reis zu 420 Yen
    Zubereitungszeit 130 Sekunden
  5. Drei Reisbällchen (195 Gramm) zu 400 Yen
    Zubereitungszeit 120 Sekunden
  6. Zwei Hotdogs (140 Gramm) zu 420 Yen
    Zubereitungszeit 85 Sekunden

The vending machine in the picture above offers:

  1. 150 grams of French fries, 350 Yen
    time for preparation: 110 seconds
  2. Eight Takoyaki (pieces of octopus fritter), 420 Yen
    time for preparation: 120 seconds
  3. Two Nikuman (dumpling stuffed with minced meat), two Shumai (pasta dumplings with meat filling), 400 Yen
    time for preparation: 95 seconds
  4. 230 grams of fried rice, 420 Yen
    time for prepartion: 130 seconds
  5. Three Onigiri (rice balls, 195 grams), 400 Yen
    time for preparation: 120 seconds
  6. Two Hotdogs (140 grams), 420 Yen
    time for preparation: 85 seconds