Tip: New Exhibition at the Teien Art Museum (庭園美術館)

18. November 2017

Decoration never dies, anyway

Teien Art Museum – Decoration never dies, anyway

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

From November 18 this year to February 25, 2018 the Teien Art Museum (庭園美術館) is holding an exhibition of seven contemporary artists that have explored the topic of “decoration” and have integrated it into the Art Déco surrounding, the building of the Teien Art Museum is providing. Don’t miss this fascinating exhibition!

Here are some of the exhibits (the rooms in the Teien Art Museum where you can find those works of art are stated in the photos’ inscription):

Akiko und Masako Takada

The Japanese twins create from inexpensive and everyday items and transform them into suggestions of very different and often precious objects.

Kour Pour

The Los Angeles-based artist was born in Britian, where his Iranian father restored Persian carpets. He paints large and colourful canvases that look like fine antique carpets but with unexpected juxtapositions from other cultures and times.

Makiko Yamamoto

The Japanese artist draws windows of strangers’ homes, using her imagination to create lives for the people who live within. She then pulls the residents to her work, inviting them to recreate the scenes she has imagined.

Nynke Koster

This Dutch artist takes molds of interior pieces of historical buildings and creates from them furniture and decorative elements.

Wim Delvoye

The Belgian Artist borrows decorative elements from Gothic cathedrals and reworks them in intricate laser-cut steel sculptures with modern contexts. In addition the exhibition will show works from his Tyre and Suitcase series.

Yoshikazu Yamagata

The Japanese fashion designer creates art that is worn on the body but transcends the boundries of fashion.

The seventh artist of this exhibition, Araya Rasdjarmrearnsook from Thailand is represented in the Annex of the Teien Art Museum. She has created a video-installation which – for good reason – I cannot show here.

But not just because of the current, breathtaking exhibition the Teien Art Museum is a “must” for everyone who is interested in art and architecture – the building alone is worth a visit. For further information (such as opening hours and how to get there) and lots of pictures of it, have a look at the following:

Teien Art Museum (庭園美術館)
– Art Deco at its best
or: Where French savoir-vivre meets Japanese craftsmanship

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Hinweis: Neue Ausstellung im Teien Kunstmuseum (庭園美術館)

18. November 2017

Decoration never dies, anyway

Teien Art Museum – Decoration never dies, anyway

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Das Teien Kunstmuseum (庭園美術館) bietet vom 18. November 2017 bis zum 25. Februar 2018 eine Ausstellung sieben zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die sich des Themas “Dekoration” angenommen und es in dem Art Déco-Rahmen, den das Gebäude des Teien Kunstmuseums bietet, umgesetzt haben. Lassen Sie sich die faszinierende Ausstellung nicht entgehen!

Hier ein paar Beispiele der Exponate (die Räume, in denen Sie die Ausstellungsstücke finden sind jeweils in der Bildbeschriftung vermerkt):

Akiko und Masako Takada

Das japanische Zwillingspaar kreiert seine Kunst aus Gegenständen des Alltags und verwandelt sie in kostbar erscheinende Kunstwerke.

Kour Pour

Der Vater des in Los Angeles lebenden, britischen Künstlers war Iraner, der sich mit der Restauration persischer Teppiche beschäftigte – und aus diesem Kulturkreis bezieht Kour Pour seine Inspirationen; seine Kunstwerke sehen auf den ersten Blick wie Teppiche aus – aber schauen Sie sie sich näher an – sie stellen Zeichen und Elemente aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen einander gegenüber.

Makiko Yamamoto

Die Japanerin zeichnet die Fenster von fremden Häusern und stellt sich dabei das Leben, das hinter diesen Fenstern gelebt wird, vor. Anhand dieser Zeichnungen bittet sie diejenigen, die tatsächlich hinter diesen Fenstern leben oder arbeiten, ihre Inspiration “nachzustellen”.

Nynke Koster

Die niederländische Künstlerin nimmt Gummi-Abdrücke von Teilen historischer Gebäude und verwandelt diese Abdrücke in Möbelstücke oder Dekoration.

Wim Delvoye

Der belgische Künstler transformiert Elemente gotischer Kathedralen in Gegenstände gänzlich unerwarteter Form. Außerdem sind in der Ausstellung Teile seiner Serien “verwandelter” Reifen und Koffer zu sehen.

Yoshikazu Yamagata

Der japanische Modedesigner kreiert “tragbare Kunst”, die aber die Ketten der Mode sprengt.

Die siebte Künstlerin, deren Werk Sie im Annex finden können, die Thailänderin Araya Rasdjarmrearnsook, ist mit einer Videoinstallation vertreten, die ich hier aus verständlichen Gründen nicht abbilden kann.

Aber natürlich ist das Teien Kunstmuseum nicht nur aktueller Ausstellungen wegen ein Muss für jeden, der sich für Kunst und/oder Architektur interessiert, sondern schon allein des Gebäudes wegen. Für weitere, reich bebilderte Informationen zum Museumsgebäude selbst, aber auch zu den Öffnungszeiten und den Anfahrtswegen, schauen Sie doch einmal hier vorbei:

Teien Kunstmuseum (庭園美術館)
– Art Déco vom Feinsten
Oder: Wo französische Lebensart auf japanische Handwerkskunst trifft


Shinjuku Gyoen Chrysanthemen (新宿御苑菊花壇展) (Hinweis/tip)

1. November 2017

Verpassen Sie nicht die diesjährige Ausstellung!
Don’t miss this year’s exhibition!

Wie jedes Jahr schmücken sich die kaiserlichen Gärten von Shinjuku (lies und sprich: Shinjuku Gyoen / 新宿御苑 / しんじゅくぎょえん) während der ersten beiden Wochen im November mit einer der schönsten Chrysanthemenausstellungen des Landes. Auch in diesem Jahr findet die Ausstellung vom 1. bis zum 15. November statt – wie immer in dem Teil des Parks, der im japanischen Stil gehalten ist.

Weitere Informationen und Eindrücke können Sie hier sammeln:

Chrysanthemen / Chrysanthemum Festival
– Wenn sich der Shinjuku Gyoen besonders herausputzt

Shinjuku Gyoen: Chrysanthemen (新宿御苑観菊) (Bilder/Pictures)
– Wie immer im November: Die kaiserlichste aller Blüten

As every year during the first two weeks of November, the Imperial Gardens of Shinjuku (i.e. Shinjuku Gyoen / 新宿御苑 / しんじゅくぎょえん) present one of the most beautiful chrysanthemum exhibitions of the country. Also this year the exhibition is held from November 1 to November 15 – and as always in the Japanese style part of the park.

For further information and impressions, please have a look at the following:

Chrysanthemen / Chrysanthemum Festival
– When Shinjuku Gyoen is dressing up for the occasion

Shinjuku Gyoen: Chrysanthemen (新宿御苑観菊) (Bilder/Pictures)
– As always in November: The most imperial of all flowers


Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 4)

30. September 2017

Die Burg von Takamatsu (高松城)
Ritsurin Kōen (栗林公園)

Der vierte Tag der Kreuzfahrt brachte ein Erkundung der näheren Umgebung mit sich. Hier stand als erstes auf dem Programm:

Die Burg von Takamatsu (高松城)

Die Burg von Takamatsu (高松城)

Die Burg, die sich auch „Tamamo Castle“ (玉藻城 / たまもじょう) genannt wird, geht auf ein Lehen an Chikamasa Ikoma (生駒親正 / いこまちかまさ) aus dem Jahre 1587 zurück, das ihm von Hideyoshi Toyotomi (豊臣秀吉 / とよとみひでよし) gewährt worden war. Sie galt außerdem als eine von Japans drei größten Wasserburgen.

Im darauffolgenden Jahr begann Ikoma mit dem Bau der Festungsanlage, bei der offensichtlich nur spekuliert werden kann, wer für deren Architektur verantwortlich zeichnete (Takatora Todo, Yoshitaka Kuroda oder Tadaoki Hosokawa stehen zur Auswahl). Takamatsu blieb für 54 Jahre unter der Regentschaft der Ikoma, bis diese nach Yajima in der Provinz Dewa (出羽国 / でわのくに) (in der heutigen Präfektur Akita / 秋田県 / あきたけん) versetzt wurden. 1642 übernahm Yorishige Matsudaira (松平頼重 / まつだいらよりしげ) die Burg mit einem jährlichen Einkommen von 120.000 koku (1 koku entspricht in etwa 180 Litern Reis, bzw. ursprünglich einmal knapp 280 Liter – die Menge Reis, die als ausreichend angesehen wurde, einen Menschen für ein Jahr zu ernähren) – 12 mal mehr, als die Ikoma in Yajima bekamen. Von da an blieb die Burg für 228 Jahre im Besitz der Matsudaira bis zum zweiten Jahr der Meiji-Restauration (1869).

1644 hatte Yorishige Matsudaira eine Renovierung angemahnt, 1670 war auch der Hauptturms der Burg (天守閣 / てんしゅかく) erneuert. Nach 1671 wurde begonnen, den östlichen Teil der Festungsanlage (東の丸 / ひがしのまる) und den nördlichen Teil der Befestigungsanlage (北の丸 / きたのまる) neu zu errichten und schließlich von der zweiten Generation der Matsudaira, von Yoritsune Matsudaira fertiggestellt. Bei der Gelegenheit wurde auch das Haupttor vom Süden in den Südwesten verlegt und der Palast, der sowohl Regierungssitz als auch Residenz war, im San-no maru errichtet.

Die Burg von Takamatsu (高松城)

Die Burg von Takamatsu (高松城)

In der Edozeit war die Burg von drei Wassergräben umgeben (die die Anlage an drei Seiten schützten – die Nordflanke der Burg grenzte direkt an die See – das ist heute nicht mehr der Fall, da im Norden der Burg schon in der Meiji-Zeit Land aufgeschüttet wurde; heute wird das Wasser für die Gräben unter der Straße hindurch zugeführt), und das komplette Areal der Festung belief sich auf 660.000 Quadratmeter. In der frühen Meiji-Zeit wurde der äußere Graben zugeschüttet. Und als die Gegend mehr und mehr dem urbanen Lebensraum zugeführt wurde, wurde auch der mittlere Graben nach und nach geschlossen. So bleiben vom ehemaligen Burgareal heute nur noch 80.000 Quadratmeter übrig. Die Burg gehört seit 1954 der Stadt Takamatsu und wurde 1955 als nationaler historischer Ort anerkannt.

Interessant ist vielleicht noch, dass der Honmaru (本丸 / ほんまる) (der Bergfried der Burg) nur über die hölzerne Saya-Brücke (鞘橋 / さやばし) zu erreichen ist – und auch in alten Tagen war. Man hätte also nur die Brücke opfern müssen und hätte sich im Bergfried unangreifbar gemacht. Die ursprünglich nicht überdachte Brücke muss irgendwann vor 1823 ein Dach erhalten haben. Außerdem sagt man, dass die alte Saya-Brücke 1884 durch eine neue ersetzt wurde, als man die Burg schleifte – seither ruht die Brücke auf Steinpfeilern (früher Holzpfeilern). 1971 wurde die Brücke, die inzwischen stark verwittert war, ersetzt – und das geschah teilweise nach 2006 auch noch einmal, als die Festungsmauern des Bergfrieds abgetragen und erneuert wurden. Seit 2011 ist diese Grundmauer wieder in neuwertiger Schönheit zu sehen.

Lage der Burg:

Öffnungszeiten:

April und Mai: 5:30 Uhr bis 18:30 Uhr
Juni bis August: 5:30 Uhr bis 19 Uhr
September: 5:30 Uhr bis 18:30 Uhr
Oktober: 6 Uhr bis 17.:30 Uhr
November: 6:30 Uhr bis 17 Uhr
Dezember und Januar: 7 Uhr bis 17 Uhr
Februar: 7 Uhr bis 17:30 Uhr
März: 6:30 Uhr bis 18 Uhr

(Bitte beachten Sie, dass das Osttor von April bis September von 7 Uhr bis 18 Uhr und von Oktober bis März von 8:30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet ist.)

Eintrittsgeld:

Erwachsene (ab 16 Jahren): 200 Yen
(Gruppen von 20 und mehr Personen: 140 Yen)
Kinder (6 bis 16 Jahre): 100 Yen
(Gruppen von 20 und mehr Personen: 70 Yen)
Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.

Jahreskarten (Erwachsene, ab 16 Jahren): 1.200 Yen
Jahreskarten (Kinder, 6 bis 16 Jahre): 600 Yen

Von der Burg von Takamatsu sind es glücklicherweise nur ein paar Minuten mit der Bahn bis zu einem der größten Highlights dieser Region, dem Ritsurin Kōen (栗林公園 / りつりんこうえん) – von der gleichnamigen Bahnstation läuft man keine 10 Minuten.

Ritsurin Kōen (栗林公園)

Takamatsu – Ritsurin Kōen (高松・栗林公園)

Der Ritsurin Park (wörtlich übersetzt: Kastanienwäldchen-Park), der unter den als besonderes Kulturdenkmal des Landes ausgezeichneten Landschaftsgärten die größte Fläche besitzt (750.000 qm), kombiniert auf raffinierte Weise sechs Teiche mit 13 künstlich angelegten Bergen im Hintergrund. Als Anlage diente seit der frühen Edo-Zeit den Feudalherrschern zum Spazieren und Genießen unterschiedlicher Szenerien. Kein Wunder also, dass der Ritsurin Kōen mit seiner geschickten Flächennutzung und seinen Pflanzen- und Steinarrangements durch eine besondere Eleganz besticht.

Takamatsu – Ritsurin Kōen (高松・栗林公園)

Er ist reich an Landschaftsbildern, die sich der jeweiligen Jahreszeit anpassen – wie z.B. der Pflaumen- und Kirschblüte im Frühling, der Schwertlinien und Lotos im Sommer, dem Ahorn im Herbst und den Kamelien im Winter. Die hier blühenden Blumen bringen die abwechslungsreiche Schönheit, die auch als „mit jedem Schritt einen neue Landschaft“ bezeichnet wird, noch mehr zur Geltung.

Es wird angenommen, dass die Entstehung des Parks in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit der Anlage eines Gartens im südwestlichen Teil (in der Nähe von Shōfuda) durch die ansässige, einflussreiche Familie Satō begann . Anschließend erfolgte um das Jahr 1625 die Gestaltung des Bereiches um den südlichen See (南湖 / なんこ) (der auch heute noch den wahrscheinlich eindrucksvollsten Teil des ganzen Gartens ausmacht) durch den Feudalherrn von Sanuki (讃岐国 / さぬきのくに), Takatoshi Ikoma (生駒高俊 / いこまたかとし) und wurde im Jahre 1642 von dem neu ernannten Feudalherrscher Yorishige Matsudaira (松平頼重 / まつだいらよりしげ) (einem älteren Bruder von Mitsukuni Tokugawa / 徳川光圀 / とくがわみつくに) weitergeführt. Die Namen sind Ihnen ja von der weiter oben beschriebenen Burg schon bekannt.

In den folgenden 100 Jahren, bis zum fünften Herrscher aus dem Geschlecht der Matsudaira (Yoritaka Matsudaira / 松平頼恭 / まつだいら よりたか), nahmen die Machthaber wiederholt Ausbesserungsarbeiten vor und führten den Park 1745 zu seiner Vollendung. Der Park wurde über einen Zeitraum von 228 Jahren und elf Generationen hinweg bis zur Meji-Restauration von Matsudaira-Herrschern als Nebenresidenz genutzt.

1871 wurde das Lehen Takamatsu abgeschafft, und der Park ging in den Besitz der neu gebildeten Regierung über. Am 16. März 1875 wurde der Park als Präfekturbesitz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und besteht in dieser Form bis heute.

D.h. man hat schon seine Zweifel an dem „seit 1875 bis heute“, denn der ganze Park ist in einem dermaßen peinlich sauberen Zustand, dass man eher den Eindruck gewinnen könnte, er sei gestern erst erschaffen worden.

Takamatsu – Ritsurin Kōen – Hokko (高松・栗林公園・北湖)

Wie oben erwähnt, zählt der Garten zu den „Orten besonderer landschaftlicher Schönheit Japans (日本の特別名勝 / にほんのとくべつめいしょう) – seit 1953.

Wie man hinkommt:

Mit der Kotohira-Linie (琴平線 / ことひらせん) der Takamatsukotohira Eisenbahn (高松琴平電気鉄道 / たかまつことひらでんてつどう) – etwas „griffiger“ auch „Kotoden Kotohira-Linie“ (琴電琴平線 ことでんことひらせん) genannt – z.B. von der Station Takamatsu-Chikkō (高松築港駅 / たかまつちっこうえき) (direkt neben der Burg von Takamatsu) drei Stationen nach Ritsurin Kōen (栗林公園 / りつりんこうえん).

Takamatsu – Ritsurin Kōen – Touristenbüro (高松・栗林公園)

Öffnungszeiten:

Täglich geöffnet

Dezember und Januar: 7 Uhr bis 17 Uhr
Februar: 7 Uhr bis 17:30 Uhr
März: 6:30 Uhr bis 18 Uhr
April, Mai, September: 5:30 Uhr bis 18:30 Uhr
Juni, Juli, August: 5:30 Uhr bis 19 Uhr
Oktober: 6 Uhr bis 17:30 Uhr
November: 6:30 Uhr bis 17 Uhr

Eintrittsgeld:

Erwachsene: ¥410/adult (bei Gruppen von 20 oder mehr Personen: ¥320)
Kinder: ¥170 (bei Gruppen von 20 oder mehr Personen: ¥140)
Mehrfachkarten: ¥4.100 für 11 Eintrittskarten
Jahreskarte: ¥2.570 (pro Person)
Jahreskarte: ¥5.140 (für max. drei Personen)

Freier Eintritt: 1. Januar (Neujahrstag), 16. März (Eröffnungs-Jahrestag)

Sehen Sie auch die anderen Kapitel dieser Reisebeschreibung (Links werden im Laufe der anstehenden Veröffentlichungen ergänzt)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 1)
– Das Kreuzfahrtschiff – ganz japanisch

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 2)
– Yokohama (横浜)
– Tokushima Awa Odori (徳島阿波踊り)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 3)
– Seto Ōhashi (瀬戸大橋)
– Kurashiki (倉敷)
– Zentsū-ji (善通寺)
– Takamatsu-Feuerwerk (高松祭り花火大会)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt  (Teil 5)
– Die Heimreise


Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 2)

17. September 2017

Yokohama (横浜)
Tokushima Awa Odori (徳島阿波踊り)

Yokohama Ōsanbashi / Asuka II (横浜大さん橋/飛鳥II)

Unsere Reise beginnt im Hafen von Yokohama (横浜 / よこはま). Und das dortige Passagierterminal „Ōsanbashi“ (大さん橋国際客船ターミナル / おおさんばしこくさいきゃくせんたーみなる) allein ist schon die Reise wert (Sie müssen auch nicht extra an Bord eines Schiffes gehen, um dieses einzigartige Gebäude kennenzulernen). Das zwischen 1988 und 2002 errichtete neue Pier ist dafür ausgelegt, bis zu vier 30.000-Tonnen-Schiffe oder zwei 70.000-Tonnen-Schiffe gleichzeitig abzuwickeln. Sie werden sagen: Na, und was ist mit den noch größeren? Spätestens ab 90.000 Tonnen müssen diese Monsterkähne leider im weit weniger ansehnlichen Frachthafen abgefertigt werden, da ihnen die Durchfahrthöhe der Yokohama Bay Bridge (55 Meter) den Weg versperren würde (hier passt maximal die „Queen Elizabeth 2“ durch). Und auf Deck 12 der Asuka II hat man auch schon (fast) das Gefühl, nach dem unteren Deck der Brücke greifen zu können.

Hier aber zunächst einmal ein paar Eindrücke vom Passagierterminal in Yokohama, besagtem/r „Ōsanbashi“

Während der Fahrt von Yokohama nach Komatsushima (小松島 / こまつしま), dem Hafen, der am zweiten Tag angelaufen wurde, konnten die Decks der Asuka II bei herrlichstem Sonnenschein bestaunt werden:

Und nach der Ankunft im (allerdings wirklich nicht gerade schönen) Hafen von Komatsushima (小松島 / こまつしま) auf der Insel Shikoku (四国 / しこく) in der Präfektur Tokushima (徳島県 / とくしまけん) konnten wir die ersten Blicke auf das Schiff in seiner ganzen Majestät werfen.

Aber dafür hat man nicht den Pazifik befahren. Das Ziel und erste Highlight der Kreuzfahrt war das Awa Odori-Fest in Tokushima (徳島 / とくしま) in der gleichnamigen Präfektur. Wer meine Artikel über Awa Odori kennt, weiß, wovon ich hier spreche – schauen Sie vielleicht noch hier vorbei:

Kagurazaka Awa Odori (神楽坂阿波踊り)
– Sommerliche Ausgelassenheit mitten in Tōkyō

Kōenji Awa-Odori (高円寺阿波踊り)
Tōkyōs größtes Awa-Tanz-Festival – ausgelassener denn je

Aber der Awa Odori (阿波踊り / あわおどり) in Tokushima ist nun mal die „Mutter“ aller Awa Odori-Feste – und zudem noch das wahrscheinlich größte im ganzen Land. Es findet jedes Jahr vom 12. bis zum 15. Januar statt und zieht weit mehr als eine Million Besucher an. Der offiziellen Lesart nach ist der Awa Odori ein traditioneller Tanz, mit dem die Geister der Toten, die in dieser Zeit (Obon / 御盆 / おぼん) in ihre Heimatstädte zurückkehren, willkommen geheißen werden. Diese spezielle Form des volkstümlichen Straßentanzes geht auf das ausgehende 16. Jahrhundert zurück – angeblich erstmals aufgeführt zur Fertigstellung der Burg von Tokushima (徳島城 / とくしまじょう) 1587. Und wenn man sich den Tanz heute betrachtet, kann man sich schon vorstellen, dass er die Ausgelassenheit (na ja, vielleicht auch das Geschwipstsein) der damaligen Festlichkeit repräsentiert. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum der Tanz dann nicht „Tokushima Odori“ hießt, gibt es eine ganz einfache Erklärung: Das, was wir heute „Präfektur Tokushima“ (徳島県 / とくしまけん) nennen, hieß bis 1868 „Provinz Awa“ (阿波国 / あわのくに).
Ein besonderes Erlebnis ist es natürlich, die Tanzgruppen von reservierten Plätzen auf Schauertribünen (1.800 Yen) beobachten zu können. Hier mischen sich „professionelle“ Gruppen, bei denen die Kombination aus Präzision und Geschmeidigkeit des Tanzes eine wahre Freude ist, mit eher laienhaften Gruppen, die einfach Spaß an der Freude haben. Viele Tanzgruppen werden von ihren Arbeitgebern unterstützt – und laufen dann natürlich auch nach Kräften Reklame für sie. Es gab sogar eine vergleichsweise große Tanzgruppe unseres Schiffes, der Asuka II, die sich aus Crew-Mitgliedern und Gästen zusammensetzte.

Die Aufnahmen, die Sie hier sehen können, entstanden während der ersten abendlichen Tanzzeit zwischen 18 Uhr und 20 Uhr.

Und wem statische Bilder dieses quirligen Tanzvergnügens nicht genug sind, kann sich hier meinen halbstündigen Mitschnitt der Gesamtveranstaltung anschauen:

Sehen Sie auch die anderen Kapitel dieser Reisebeschreibung (Links werden im Laufe der anstehenden Veröffentlichungen ergänzt)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 1)
– Das Kreuzfahrtschiff – ganz japanisch

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 3)
– Seto Ōhashi (瀬戸大橋)
– Kurashiki (倉敷)
– Zentsū-ji (善通寺)
– Takamatsu-Feuerwerk (高松祭り花火大会)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 4)
– Die Burg von Takamatsu (高松城)
– Ritsurin Kōen (栗林公園)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt  (Teil 5)
– Die Heimreise

 


Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 1)

11. September 2017

Das Kreuzfahrtschiff – ganz japanisch

Asuka II (Takamatsu Hafen)

Asuka II (Takamatsu Hafen)

Japaner stehen nicht gerade in dem Ruf, Weltmeister im Urlaubmachen zu sein. Und diejenigen unter uns, die schon ein paar Jahre in Japan und mit Japanern leben, wissen, dass Urlaubmachen auch nicht unbedingt zum „guten Ton“ gehört, vielen sogar fast etwas peinlich ist, da berufsmäßige Emsigkeit nun mal das höchste aller Lebensideale darstellt (zumindest ist das der Nimbus, von dem man oft den Eindruck gewinnt, er werde wie eine Monstranz vor dem eigenen Tun und Lassen einher getragen).

Andererseits gibt es auch wahrscheinlich kein Land (von Deutschland vielleicht mal abgesehen), in dem Klischee und Wirklichkeit dann aber doch immer wieder so weit von einander abweichen, dass man Zweifel an beiden bekommen darf.

Langer Rede kurzer Sinn: Natürlich machen Japaner auch Urlaub! Und natürlich versuchen sie dabei, eine möglichst gute Zeit zu haben. Sie lassen sich nur vielleicht nicht ganz so viel Zeit dafür. Deswegen kann ich heute über eine Kreuzfahrt berichten, die in deutschen Augen vielleicht lächerlich kurz wirken mag, in Japan aber doch in die Kategorie „Jahresurlaub“ fällt. Es geht um eine Kreuzfahrt mit dem ganzen Stolz der japanischen Kreuzfahrtindustrie, mit der Asuka II (飛鳥II / あすかII), die vom 11. bis zum 16. August von Yokohama (横浜 / よこはま) nach Shikoku (四国 / しこく) und wieder zurück führte.

Wenden Sie sich nicht gleich gelangweilt ab unter dem Motto: „Kreuzfahrt? Kenn’ ich schon!“ Gerade wenn Sie sich als gewiefter Kreuzfahrer bezeichnen, werden Sie merken: Japanische Kreuzfahrten sind ein bisschen anders! Und wenn Sie mit Kreuzfahrten bisher nichts an der Mütze hatten, bekommen Sie im Laufe dieses Artikels vielleicht einen etwas anderen Blick auf diese Form des Reisens.

Werfen wir also zunächst einen Blick auf das Schiff, die Asuka II und vergleichen wir sie dabei mit ein paar anderen Schiffen (zum Vergrößern anklicken):

Die Zahlen führen einen ein bisschen aufs Glatteis, weil sie den Eindruck erwecken, als sei das Rennen für die Asuka II gelaufen. Schauen Sie aber genauer hin – und die Gegebenheiten an Bord untermauern eine eher gegenteilige Erkenntnis: Kein anderes der oben aufgeführten Schiffe bietet z.B. so viel „Platz pro Passagier“ wie die Asuka II. Dass die „Color Fantasy“ hier am schlechtesten abschneiden muss, liegt daran, dass sie kein Kreuzfahrtschiff, sondern ein (allerdings vergleichsweise luxuriöses) Fährschiff ist und nur deswegen in der Liste erscheint, weil ich sie kenne.

Die ursprüng­lich als „Crystal Harmony“ im Jahre 1990 für die Reederei „Crystal Cruises“ in Dienst gestellt worden (ihr fünf Jahre später in Dienst gestelltes Schwesterschiff, die „Crystal Symphony“ ist heute noch unter ihrem ursprünglichen Namen auf den Weltmeeren unterwegs). Bis 2015 war „Crystal Cruises“ ein Tochterunternehmen von Nippon Yūsen Kaisha (日本郵船会社 / 日本ズ失せんかいしゃ), kurz NYK genannt. Und seit Februar 2006 fährt das bei der Gelegenheit in „Asuka II“ umgetaufte Schiff für NYK direkt. Es gilt heute als das größte japanische Kreuzfahrtschiff.
Für Kreuzfahrer wahrscheinlich weniger interessant: Der Eigentümer des Schiffes, besagte NYK, ist eine der ältesten und größten Reedereien der Welt. Und was besonders den deutschen Leser und Globetrotter interessieren wird: Das ursprünglich von NYK betriebene, wesentlich kleinere Vorgängerschiff der „Asuka II“, die „Asuka“, ist derzeit als „Amadea“ für „Phoenix Reisen“ in Bonn unterwegs und hat es als neues „Traumschiff“ zu deutscher TV-Berühmtheit gebracht.

Und vielleicht erinnert sich der eine oder die andere noch an dieses Kleinod brillanter Seefahrtsgeschichte von NYK, das in Yokohama vor Anker liegt und dort als Museum besichtigt werden kann:

Yokohama: Hikawa Maru (氷川丸)
– Das bewegte Leben der „Königin des Pazifiks“

So weit so gut. Und warum ist die Asuka II nun japanischer als andere Schiffe?

Nun, das fängt schon mit der Bordsprache auf der hier beschriebenen Kreuzfahrt an. Sie war Japanisch! Alle Hinweise (auch Sicherheitshinweise!) und Bordzeitungen werden auf Japanisch angeboten. Wer die Sprache nicht wenigstens ansatzweise in Schrift und Wort beherrscht, wird also nur eingeschränkte Freude am Aufenthalt an Bord haben. Und insofern darf es auch nicht verwundern, dass auch die Passagiere an Bord ganz überwiegend japanisch sind (außer mir waren nur zwei weitere „erkennbar“-nichtjapanische Fahrgäste an Bord).

Was man auf anderen Schiffen dieser Welt wahrscheinlich eher vergeblich sucht (oder erst ab einer bestimmten Kabinenklasse findet), gehört hier zum Standard in allen Kabinen: Washlet (für Nichtjapaner: Toilette mit eingebauter Dusche) und Badewanne. Und die typisch japanische Bäderanlage mit Waschplätzen und heißen Sitzbädern darf auf der Asuka II natürlich auch nicht fehlen, ja hat sogar sozusagen einen Logenplatz auf Deck 11. Innenkabinen gibt es an Bord der Asuka II nicht. Werfen wir einen Blick in das Innere der von mir bewohnten Kabinenklasse „E Balkon“ auf Deck 8 (dem „Horizon Deck“):

Auf hohem Standard bewegt sich auch die Organisation der Abläufe an Bord – wie immer, wenn es darum geht, etwas größere oder ganz große Menschenmengen zu „kanalisieren“, zeigt sich das besondere japanische Talent. „Reibungslosigkeit“ ist hier das Schlagwort.

Vergleichbar mit anderen Schiffen dürfte die große Anzahl an philippinischen Crewmitgliedern sein, die aber natürlich auch hier an die Bordsprache „Japanisch“ gebunden sind.

Bevor wir auf die Reise gehen, schauen wir uns doch mal an, mit welchen Einrichtungen das Schiff aufwartet (klicken Sie die Bilder an und lassen Sie sich weitere Informationen anzeigen).

Restaurants und Cafés: 

Asuka II – Restaurants

Lounges & Bars: 

Asuka II – Lounges & Bars

Entertainment: 

Asuka II – Entertainment

Zeitvertreib:

Asuka II – Zeitvertreib

Sport & Bewegung:

Asuka II – Sport & Bewegung

Entspannung & Körperpflege:

Asuka II – Entspannung & Körperpflege

Shopping:

Asuka II – Shopping

Kultur & Bildung:

Asuka II – Kultur & Bildung

Sonstiges:

Außerdem gibt es auf dem Hauptdeck (Deck 5) natürlich auch eine freundliche Reception (レセプション) an der wirklich atemberaubenden „Asuka Plaza“ (アスカプラザ) und ein „Medical Center“ (メディカルセンター) auf Deck 4, dem „Tender Deck“ (タンダーデッキ).

Haben Sie doch nicht genug Kleidung eingepackt? Auch das ist kein Problem. Auf allen Kabinendecks gibt 24 Stunden am Tag gratis zu benutzende Waschmaschinen (inkl. Waschmittel und Weichspüler), Trockner und Bügeleisen. Falls Sie bisher noch keinen Kontakt mit japanischen Waschmaschinen hatten: Das ist ihre Chance! Und glauben Sie mir: Sie werden Ihre Miele anschließend noch mehr zu schätzen wissen!

Wenn Sie sich diese Arbeit ersparen möchten, können Sie Ihre Kleidung natürlich auch in die bordeigene chemische Reinigung geben – die dann allerdings nicht gratis ist.

Nach meinem laienhaften Dafürhalten, ist für alles gesorgt, was zu einer komfortablen Reise gehört. Es kann also heißen: Leinen los! – Teil 2 nimmt Sie mit auf den Weg… Und dann gibt es auch weitere Bilder von der äußeren Erscheinung des Schiffs selbst.

Sehen Sie auch die anderen Kapitel dieser Reisebeschreibung (Links werden im Laufe der anstehenden Veröffentlichungen ergänzt)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 2)
– Yokohama (横浜)
– Tokushima Awa Odori (徳島阿波踊り)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 3)
– Seto Ōhashi (瀬戸大橋)
– Kurashiki (倉敷)
– Zentsū-ji (善通寺)
– Takamatsu-Feuerwerk (高松祭り花火大会)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 4)
– Die Burg von Takamatsu (高松城)
– Ritsurin Kōen (栗林公園)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt  (Teil 5)
– Die Heimreise


Beautiful Women at the Yamatane Museum of Art (山種美術館)

3. September 2017

Shōen Uemura and Quintessential “Bijinga” – Paintings of Beautiful Women

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

In spring this year, I drew your attention to a special exhibition of the colourful world of flowers and blossoms at the Yamatane Museum of Art…

Tip: New Exhibition at the Yamatane Museum of Art (山種美術館)
– A World of Flowers – from the Rimpa School to Contemporary Art

… and today it is all about another marvellous exhibition that was opened on 29th August 2017 and that can be seen until 22nd October 2017. It is dedicated to the ultimate beauty of Japanese women (and the occasional shapeliness of the just as occasional man).

Before we have a closer look at the new exhibition, you may wish to make yourself accquainted (again) with the Yamatane Museum of Art (山種美術館 / やまたねびじゅつかん) and its prime genre of art, the “nihonga” (日本画 / にほんが):

Yamatane Museum of Art (山種美術館)
– Masterpieces demonstrate the continuation of an old Japanese tradition

Thanks to the Yamatane Museum of Art (special thanks to the Director and CEO of the Museum, Ms. Taeko Yamazaki and Ms. Takahashi and Ms. Noda of the Yamatane Museum of Art), I am again in the position to show you some of the highlights of the present exhibition (please click on the pictures in this posting to enlarge them and to enjoy further detail).

This time’s exhibition has its emphasis on works of Shōen Uemura (上村 松園 / うえむらしょうえん) (born on 23 April 1875 in Kyōto; deceased on 27 August 1949), the first female Japanese painter of national and international repute. She also was the first female painter at the Imperial Academy of Fine Arts, as well as the first woman to be awarded Japan’s prestigious Order of Culture. In 1944 she was appointed a court painter to the Imperial Household Agency. Many of her works are Important Cultural Assets (重要文化財 / じゅうようぶんかざい) of Japan. And even though the breathtaking beauty of her paintings would hardly support the assumption, during World War II she was an ardent partiot and nationalist.

The museum’s founder and first director, Taneji Yamazaki (山崎種二 / やまざきたねじ) (1893-1983) and Shōen Uemura had close ties. Thanks to their friendship, the museum’s collections comprise eighteen of her works – all of them can be admired in this exhibition. The works by artists other than Shōen include bijinga (paintings of beautiful women) by ukiyo-e artists. They include images of slender and elegant young women in fashionable kimono – each single of them would make a visit to the museum worthwhile.

I am showing you some examples here, but I have to admit: None of the photographs does any credit to these works of art. You should really go there and have a look for yourself!

Yamatane Museum of Art (山種美術館), Taeko Yamazaki (山崎妙子)

On 30th August 2017 the new exhibition was presented by the Director of the museum herself, Ms Taeko Yamazaki (山﨑妙子 / やまざきたえこ).

Shōen Uemura

( 上村松園) (1875 – 1949)

Firefly
Colour on silk,  Taishō period, 1913, Yamatane Museum of Art

Have a very close look! Can you find the firefly in the picture?

Shōen Uemura ( 上村松園) (1875 – 1949) Firefly (detail)

Here is a tip: Follow the direction the young lady is looking!
If you know a little bit about Japanese traditional clothing, you even know in with time of the day the scene is set. The young beauty is wearing her obi (the wide textile belt that keeps her kimono together) in the front. Which means: She is planning to go to sleep (otherwise she would wear it in the back) – and, of course, that’s also why she is preparing the mosquito-net in order to ensure a good night sleep, undisturbed by mosquitoes.

Already more than 100 years earlier, the great artist Utamaro Kitagawa (喜多川歌麿) used an astonishingly similar theme in his picture “Women Inside a Mosquito-net during a Thunderstorm”, that can now be found in the Gerhard Pulverer Collection befindet:

Utamaro Kitagawa (喜多川歌麿), “Women Inside a Mosquito-net during a Thunderstorm” (Gerhard Pulverer Collection)

Firefly
Colour on silk, Shōwa period, 1929, Yamatane Museum of Art

Here, again, you can give the photo a closer inspection. Try to find the firefly! How about following the young lady’s eyes… That worked to perfectly before.

Shōen Uemura ( 上村松園) (1875 – 1949) Firefly (detail)

This painting also served as an inspiration for one of the five pieces of Japanese confectionery that have been created for this exhibition and that can be purchased in the foyer of the museum.

Yamatane Museum of Art (山種美術館), Confectionery

Evening
Colour on silk, Shōwa period, 1935, Yamatane Museum of Art

Tedious Hours
Colour on silk, Shōwa period, 1941, Yamatane Museum of Art

Shōen Uemura ( 上村松園) (1875 – 1949): Tedious Hours

As in the paintings before, also observe the fine transparency of the hair decoration.

Scene from the Nō Play “Kinuta”
Colour on silk, Shōwa period, 1938, Yamatane Museum of Art

Based on the costume and especially on the hair style, one can tell that this painting shows a woman in the Tokugawa period (in this case: late 17th/early 18th century). In reference to the Nō Play “Kinuta” (a “kinuta” is a tool for washing/cleaning the textile of a kimono) the woman is a symbol of a wife, wearily awaiting the return of her husband, who hears her beating the “kinuta” from afar.

By the way: This is the only exhibit that can be photographed during regular visiting hours.

Eikyū Matsuoka

(松岡映丘) (1881 – 1938)

Saigū no Nyōgo, Poetess
Colour on silk, Shōwa period, ca. 1929 – 1932, Yamatane Museum of Art

Saigū no Nyōgo lived during Heian period (794–1185) and was the beautiful grandchild of the Emperor Daigo. She was renowned for her brilliant koto play and is regarded as one of the “Thirty-Six Immortal Poets” of the 11th century. Even though this painting was created less than hundred years ago, Matsuoka’s style resembles the paintings of those times long gone.

Kokei Kobayashi

(小林古径) (1883 – 1957)

River Breeze
Colour on silk, Taishō period, 1915, Yamatane Museum of Art

Kokei Kobayashi (小林古径) (1883 – 1957): River Breeze

Ningyū Koyatsu

(小谷津任牛) (1901 – 1966)

Evening, from “Morning and Evening” (The Tale of Tanabata”)
Colour on silk, Shōwa period, 1951, Yamatane Museum of Art

Ningyū Koyatsu (小谷津任牛) (1901 – 1966): “The Tale of Tanabata”

The background for this large folding screen is the “Legend of Tanabata” – ths story of a romantic love of a young cowboy and a weaver girl. They were allowed to meet only once a year – on the 7th day of the 7th month (otherwise, the young man would have diverted too much of the girl’s attention – attention she was supposed to pay to her loom). For the remainder of the year both youngsters were separated by our galaxy, the milkyway. And to make things even more galactic, the weaver girl was Orihimeboshi (織姫星 / おりひめぼし) literally: the star of the weaver princess – which is Vega in the constellation of Lyra. And the cowboy was Hikoboshi ( 彦星 / ひこぼし), Altair in the constellation of Aquila.

Does that story ring a bell? If so, that might be due to a 2015-posting on this website:

Asagaya Tanabata Festival (阿佐ヶ谷七夕祭り)
– Lots of colours and a tragic love in the universe

Eigetsu Kitazawa

(北沢映月) (1907 – 1990)

Deep in Thought
(Ichiyō Higuchi, a Meiji-period Woman Novelist)
Colour on paper, Shōwa period, 1973, Yamatane Museum of Art

Eigetsu Kitazawa (北沢映月) (1907 – 1990): Deep in Thought

The Meiji-period novelist and poet Ichiyō Higuchi held a deep affection for her teacher Tōsui Nakarai. One snowy day they were discussing novels at Tōsui’s home when the hour grew late. Tōsui urged Ichiyō to stay the night, saying he would sleep elsewhere. But Ichiyō said there was no need and made her way home.

Eigetsu chose to paint Ichiyō because she admired that ensitivity and sense of propriety, and depicted her with snow in the background and characters from her novels.

Should, by any chance, this face ring a bell in your memory, don’t be surprised. It is the same face that is gracing the 5.000-Yen-bill.

Togyū Okumura

(奥村土牛) (1889 – 1990)

Maiko, Apprentice Geisha
Colour on silk, Shōwa period, 1954, Yamatane Museum of Art

Meiji Hashimoto

(橋本明治) (1904 – 1991)

Maiko, Apprentice Geisha
Colour on silk, Shōwa period, 1976, Yamatane Museum of Art

Meiji Hashimoto (橋本明治) (1904 – 1991): Maiko, Apprentice Geisha

Also this painting inspired to one of special confectioneries created for this exhibition.

Yamatane Museum of Art (山種美術館), Confectionery

Utamaro Kitagawa

(喜多川歌麿) (1753?-1806)

Seven Beauties of the Gay Quarters: Shinohara of the Tsuruya
Large format, polychrome woodblock print on paper, Edo period, ca. 1794 – 1795, Yamatane Museum of Art

Utamaro Kitagawa (喜多川歌麿) (1753?-1806): Seven Beauties of the Gay Quarters

The name of Utamaro Kitagawa sounds familiar to you – of course. Even if you are not an expert in Japanese paintings, you may remember a recent posting related to him:

Okada Museum of Art (岡田美術館)
– The reunification of three masterpieces by Utamaro Kitagawa

Shunsō Hishida

(菱田春草) (1894 – 1911)

Women Viewing Cherry Blossoms
Colour on silk, Meiji period, 1894, Yamatane Museum of Art

Shunsō Hishida (菱田春草) (1894 – 1911): Women Viewing Cherry Blossoms

Eisaku Wada

(和田英作) (1874 – 1959)

Girl in a Yellow Dress
Oil on canvas, Shōwa period, 1931, Yamatane Museum of Art

Eisaku Wada (和田英作) (1874 – 1959): Girl in a Yellow Dress

Terukata Ikeda

(池田輝方) (1883 – 1921)

Evening Shower
Colour on silk, Taishō period, 1916, Yamatane Museum of Art

Terukata Ikeda (池田輝方) (1883 – 1921): Evening Shower

After the Edo-period artist Itchō Hanabusa had created his paintings on the subject of “taking shelter from the rain”, it became a favourite theme for genre paintings depicting the lives of common people. The painting you can see above – it actually right side part of two large folding screen – shows six persons gathered in a shrine hall filled with votive plagues. The lightweight fabrics and cool colour combinations of their clothing suggest summer.

Terukata Ikeda (池田輝方) (1883 – 1921): Evening Shower

The second part of the folding screen (i.e. the left one) is dominated by a shrine gate (torii) and a gingkgo tree growing vigorously above it. You also see a young woman of the townsmen class in a privat conversation with a young man, perhaps a servant. Terukata Ikeda has captured, with rich lyricism, the complex patterns of human relationships that can come about by chance in momentary encounters.

Japanese Confectionery – matching the exhibition

And finally, let’s also have a look at the Japanese confectionery that was created to match the current exhibition.

Address of the Museum:

Yamatane Museum of Art
3-12-36 Hiro-o, Shibuya-ku
Tōkyō 150-0012

₸150-0012
東京都渋谷区広尾3-12-36
山種美術館

http://www.yamatane-museum.jp

Opening Hours of the Museum:

Open daily, except on Mondays (closed on the day after a national holiday) from 10:00 am to  5:00 pm (last admission at 4:30 pm).
Also closed during the New Year holidays (29 December – 2 January) and for exhibition installations.

This exhibition can be visited from 29th August 2017 to 22nd October 2017.

Admission Fees:

For the exhibition “Uemura Shōen and Quintessental Bijinga, Paintings of Beautiful Women”:

  • Adults: 1,000 Yen (800 Yen per person for groups of 20 or more visitors)
  • University and high school students: 800 Yen (700 Yen per person for groups of 20 or more visitors)
  • Middle school and younger children: free of charge
  • Disability ID Holders and one person accompanying them are admitted free of charge.
  • If you want to see the same exhibition once again, bring along your (regular) ticket from your first visit and you well receive a “repeater discount”.

How to get there:

Take the lines of Japan Rail (JR) or the Tōkyō Metro Hibiya line to Ebisu (恵比寿 / えびす) and head in eastern direction towards the Meiji Dōri (明治通り / めいじどおり). Cross the Meiji Dōri in north-eastern direction and follow the right side of the street for some hundred metres (passing the “Ebisu Prime Square” and the impressive building of “Papas Company”)..

And since you want to be a good citizen, here are some of the rules you want to adhere to, when you visit the Yamatane Museum of Art:

  • Do not touch the artworks and cases.
  • Hold the hand of young children.
  • Keep quite in the gallery.
  • Do not run in the gallery.
  • No photographing, video recording, or copying the artworks in the gallery.
  • When taking notes in the gallery, use pencils only – no pens, no ink.
  • Swith off your mobile phone in the gallery.
  • No eating or drinking in the gallery (that includes water, candy and chewing gums).
  • No smoking anywhere in the museum.