U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette – updated

9. July 2019

Kampagne/Campaign 2019/2020

U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette (07/2019)

Der vierte Monat des neuen Fiskal- und Geschäftsjahres hat begonnen – und damit wächst und gedeiht die neue Benimm-Kampagne. Nachdem sich die Regenzeit dem Ende zuneigt, ist nun der Umgang mit der Kleinelektronik – wie schon öfter – Gegenstand der Ermahnung.

The forth month of the new fiscal and business year has just begun – and with it the new manner campaign is thriving and prospering. And while the “rainy season” is about to come to an end, the thoughtful handling of electronic devices seems to have slipped the public awareness..

Bringen Sie sich mit den Benimm-Postern der vorangegangenen Monate und Jahre mal wieder auf den neuesten Stand!
U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette“!
Why don’t you bring yourself up to speed again by having a look at the manner posters of recent months and years?
U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette“.

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Horimono (彫物) – Tattoo

25. June 2019

A documentary film that challenges Japanese tattoo stereotypes

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German Version of this posting you can find here.

If you know the postings on this website about the Toguri Museum of Art (戸栗美術館), Ashigara (足柄), Minami Ashigara (南足柄) oder Manazuru (真鶴), also the name “Alice Gordenker” will ring some bells. Now Alice Gordenker is planning a short documentary film that challenges Japanes tattoo stereotypes, for which she as started a crowdfunding project. I would like to draw your attention to this project:

The documentary will largely be recorded at the Afuri Jinja (阿夫利神社) on the Oyama (大山) mountain – one of the most popular destinations already during the Edo period (1603 to 1868).

Afuri Jinja (阿夫利神社)

Afuri Jinja (阿夫利神社)

Afuri Jinja (阿夫利神社)

Should you wish to support this project, please participate in the crowdfunding and click here.


Horimono (彫物) – Tätowierungen

25. June 2019

Eine Film-Dokumentation zum gesellschaftlichen Umgang mit Tätowierungen in Japan

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Wenn Sie z.B. die Artikel über das Toguri Kunstmuseum (戸栗美術館), Ashigara (足柄), Minami Ashigara (南足柄) oder Manazuru (真鶴) kennen, die auf dieser Webseite zu finden sind, dann wird der Name “Alice Gordenker” bei Ihnen schon einen wohligen Klang haben. Besagte Alice Gordenker plant eine Film-Dokumentation zum gesellschaftlichen Umgang mit Tätowierungen in Japan und hat hierzu eine Crowdfunding-Aktion gestartet, auf die auf diesem Wege aufmerksam gemacht werden soll:

Drehort wird u.a. der Afuri Jinja (阿夫利神社) auf dem Berg Oyama (大山) sein – schon zur Edo-Zeit (1603 bis 1868) eines der beliebtesten Ausflugsziele.

Afuri Jinja (阿夫利神社)

Afuri Jinja (阿夫利神社)

Afuri Jinja (阿夫利神社)

Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, beteiligen Sie sich am Crowdfunding – klicken Sie bitte hier.

 


Gyoshū Hayami (速水御舟) im Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)

13. June 2019

Aus Anlass seines 150. Geburtstages: Die Kunst von Gyoshū Hayami

Es ist inzwischen ja fast schon so etwas wie eine “schöne Tradition”, dass ich an dieser Stelle auf aktuelle Ausstellungen im Yamatane Kunstmuseum (山種美術館 / やまたねびじゅつかん) – einem meiner liebsten Museen – hinweise. Besonders gern mache ich das, wenn die Werke eines Künstlers zur Ausstellung kommen, der wie kaum ein zweiter die Welt der Nihonga (日本画 / にほんが) bereichert und immer wieder neue Wege in dieser Kunstrichtung beschritten hat: Gyoshū Hayami (速水御舟 / はやみぎょしゅう).

Für eine eingehendere Einführung in die Welt der Nihonga schauen Sie sich bitte auch folgende Artikel an, in denen auch immer wieder Werke von Gyoshū Hayami auftauchen:

Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)
– Meisterwerke beweisen die Fortführung einer alten japanischen Tradition
(Dieser Artikel enthält auch weitere Details zur Person des Gyoshū Hayami.)

Schöne Frauen im Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)
– Shōen Uemura und auserlesene “Bijinga” – Gemälde schöner Frauen

Hinweis: Neue Ausstellung im Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)
– Eine Welt voller Blumen – von der Rimpa-Schule zu zeitgenössischer Kunst

Hinweis: Themen-Ausstellung im Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)
– Zum 150. Jubiläum von Taikan Yokoyama ― Die Elite der Künstlerwelt Tōkyōs

Yamatane Kunstmuseum – Wasserdarstellungen (山種美術館 – 水を描く)
– Entfliehen Sie der Sommerhitze – eine wahrlich “coole” Ausstellung

Mit der aktuellen Ausstellung, die vom 8. Juni bis 4. August 2019 zu sehen ist, wird ein umfassender Überblick über das breite Spektrum des Schaffens von Gyoshū Hayami gegeben. Dass das Yamatane Kunstmuseum eine der größten Sammlungen des Meisters sein Eigen nennen darf, muss vielleicht erklärt werden:

Der Gründer des Museums, Taneji Yamazaki (1893-1983) war gerade mal ein Jahr älter als Gyoshū Hayami, hatte ein ganz besonderes Faible für die Bilder des Meisters, hatte aber in der vergleichsweise kurzen Lebensspanne Hayamis nie die Gelegenheit gehabt, ihn persönlich kennenzulernen. Wann immer sich die Gelegenheit geboten hatte, Bilder von Hayami zu erwerben, hatte er dies getan, um damit z.B. die Schmuckecke (tokonoma / 床の間) im Wohnraum seines Hauses zu schmücken. Im Laufe der Jahre waren so immerhin 15 Werke Hayamis in den Besitz von Taneji Yamazaki gekommen.

Gyoshū Hayami war bereits im zarten Alter von 24 Jahren “senior member” der Japan Art Instituts geworden und wurde von Hihonga-Titanen wie Taikan Yokoyama und Kokei Kobayashi hoch geachtet. Hayami war u.a. dafür bekannt, dass er sich keinem festgefahrenen Stil verpflichtet fühlte und immer wieder neue Felder der Malkunst beschritt. Auf diese Weise hat er der japanischen Malerei neue Impulse gegeben. Während seines kurzen Lebens (2. August 1894 bis 20. März 1935) schuf er ungefähr 700 Bilder – die meisten davon befanden sich in den Händen privater Sammler, waren der Öffentlichkeit also selten zugänglich. Deswegen wurde Hayami auch als “Phantom-Maler” bekannt.

1976 wurde Taneji Yamazaki angeboten, 105 Bilder Hayamis aus der Sammlung der inzwischen insolvent gewordenen Firma Ataka & Co. zu übernehmen. Das muss ein Angebot gewesen sein, das er nicht hatte ausschlagen können. Und somit erhöhte sich die Gesamtzahl der Werke des Meisters in seinem Besitz auf 120. Kein Wunder, dass das Yamatane Kunstmuseum (inoffiziell) auch “Gyoshū-Museum” genannt wird. Zu dieser Sammlung gehören auch die beiden “Wichtigen Kulturgüter Japans” (重要文化財) “Flammentanz / Tanz in den Flammen”(炎舞 / えんぶ) und “Verstreute Kamelienblütenblätter” (名樹散椿).

Übrigens: Lassen Sie sich von meiner unorthoxen Namensschreibung nicht verwirren. Ich schreibe hier (wie auch in anderen Artikel) die Namen im Deutschen in der Reihenfolge “Vorname – Nachname” und spreche vom Künstler mit seinem Familiennamen.

Schauen Sie sich die derzeitige Ausstellung anhand einiger Beispiele bei einem Rundgang durch die Abteilungen an. Wie zu jeder Ausstellung im Yamatane Kunstmuseum gehört auch zu dieser Ausstellung eine “Kollektion” von Konfekten, die von den Kunstwerken der Ausstellung inspiriert wurden. Auf diese können Sie sich hier auch schon mal Appetit holen:

Abschnitt 1:
Der Anfang – Aus der Malschule

#5
Mt. Fuji (kleines, vorbereitendes Gemälde)
Tinte und helle Farben auf Papier, Taishō-Zeit (1916)

Abschnitt 2:
Bewältigung der Klassiker

#8
Pfirsich-Blüten
Farbe auf goldblattiertem Papier, Taishō-Zeit (1923)

Hayami ist bekannt für den Realismus seiner Bilder. Und obwohl er die für Nihonga typischen Pigment-Farben benutzte, versuchte er doch immer wieder, seinen Bildern die Anmutung von Ölgemälden zu geben. Hier hat er sich obendrein noch von der Kunstakademie der Sung-Dynastie inspirieren lassen, deren Grundlage die extake Beobachtung und Wiedergabe der Natur bildete.

#9
Nach dem großen Kantō-Erdbeben
Farbe auf Papier, Taishō-Zeit (1923)

Hayami besuchte, zusammen mit seinem Schwager, die “Japan Art Institut Exhibition”, als das große Kantō-Erdbeben die Stadt erschütterte. Er war von der Naturkatastrophe so mitgenommen, dass er für lange Zeit nicht davon ablassen konnte, die schrecklichen Szenen nach dem Beben zu malen und zu skizzieren. Von einem seiner Schüler weiß man, dass er sein Lieblingspigment, Karminrot, vorzugsweise für Berge und Schutt verwendete. Dieses Gemälde ist zu Lebzeiten Hayamis nie öffentlich gezeigt worden, sondern verblieb bis nach seinem Tod unentdeckt in seinem Atellier.

#10
Persimonen/Kaki
Farbe auf Papier, Taishō-Zeit (1923)

#11
Mittag im Frühling
Farbe auf Seide, Taishō-Zeit (1924)

Auf diesem Bild hat Hayami ein Bauernhaus in der Präfektur Saitama wiedergegeben, in dem er von 1923 bis 1924 gelebt hatte. Ursprünglich hatten die Tauben auf dem Dach des Hauses namensgebend für das Bild sein sollen.
Als er dieses Bild auf der “Japan Art Exhibition” zeigte, würde es für seine Akkuratesse und das handwerkliche Können belobigt. Besonders seine Darstellung von Schatten (unter dem Dach und im Eingang des Hauses) war ungewöhnlich für Nihonga.

#12
Neuntöter-Nest
Farbe auf Papier, Taishō-Zeit (1925)

#13
Flammentanz / Tanz in den Flammen
Farbe auf Seide, Taishō-Zeit (1925)

Dieses Bild gilt nicht umsonst als einer der Höhepunkte im Schaffen Hayamis – und nicht umsonst ist es immer wieder “Titelbild” der Ausstellungen des Yamatane Kunstmuseums.
Hayami hatte den Sommer des Jahres 1925 in Karuizawa verbracht. Dort hat er fast an jedem Abend ein Feuer entfacht und die Motten beobachtet, die den Feuerschein umtanzten. Ungewöhnlich ist die “Lebendigkeit” der Darstellung, die durch ein Spiel mit Schärfe und Unschärfe erreicht wird.
Die Darstellung des Feuers hingegen orientiert sich an klassischer buddhistischer Malerei. Die dunklen Farben, die Hayami für den Hintergrund verwendete, sind das Ergebnis seiner Experimentierfreude. Er selbst hat behauptet, dass er nicht in der Lage sei, dieses Bild kein zweites Mal zu malen, weil er diese Farben nicht erneut herstellen könne.

Und ein Konfekt, inspiriert von diesem Meisterwerk, wird während der Ausstellung auch im Café des Museums feilgeboten.

#14
Insekten-Leben – Spinnennetz unter dem Laub
Farbe auf Seide, Taishō-Zeit (1926)

#17
Senjogahara, Nikkō (Skizze)
Tinte und helle Farben auf Papier, Taishō-Zeit (1926)

#21
Feigen
Farbe auf Papier, Taishō-Zeit (1926)

#23
Smaragdgrünes Moos und saftig-grüner Rasen
Farbe auf goldblattiertem Papier, Shōwa-Zeit (1928)

In diese grandiosen Wandschirm-Malereien hat Hayami Elemente des Malstils der Rimpa-Schule einfließen lassen – kräftige Farben und simplifizierte Formen. Seine Könnerschaft im Umgang mit den Nihonga-Pigmentfarben und -Materialien wird hier aufs Meisterlichste dokumentiert.

#26
Kirschblüten im Dunkeln
Farbe auf Seide, Shōwa-Zeit (1928)

#27
Kirschbaum in Gion, Kyōto (Skizze)
Zeichenstift und helle Farben auf Papier, Shōwa-Zeit (1929)

#35
Kirschbäume am Dōjō-ji (Skizze 1)
Helle Farben auf Papier, Shōwa-Zeit (1929)

#40
Grüne Pflaumen
Farbe auf goldgrundiertem Papier, Shōwa-Zeit (1929)

#42
Rote Pflaumenblüten und weiße Pflaumenblüten
Farbe auf Seide, Shōwa-Zeit (1929)

Abschnitt 3:
Zehnmonatige Reise nach Europa &
Experimente mit dem Malen menschlicher Figuren

#50
Chinesisch Oper (Skizzen)
Zeichenstift und helle Farben auf Papier, Shōwa-Zeit (1930)

#68
Ruinen bei Odeon
Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit (1931)

#72
Weiblicher Akt (Zeichnung 1)
Conte auf Papier, Shōwa-Zeit (1933)

Hayami war sich dessen bewusst, dass die meisten Nihonga-Maler sich mit Zeichnungen und Skizzen menschlicher Körper schwer taten. Das lag u.a. auch daran, dass es zu jener Zeit schwierig war, Modelle zu finden, die sich nackt zeichnen ließen.

#73
Weiblicher Akt (Zeichnung 2)
Conte auf Papier, Shōwa-Zeit (1933)

#74
Weiblicher Akt (Zeichnung 3)
Conte auf Papier, Shōwa-Zeit (1933)

Abschnitt 4:
Das Anvisieren neuer Höhepunkte

#85
Chrysanthemen
Farbe auf Seide, Shōwa-Zeit (1931)

Die Chrysanthemen dieses Bildes waren Pate bei der Kreation dieses Konfekts:

#89
Frühling breitet sich aus
Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit (1933)

#90
Duft der Nacht
Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit (1933)

#91
Camelien
Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit (1933)

#94
Ballonblumen
Tinte und Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit (1934)

#95
Pfingstrosen
Farbe auf Seide, Shōwa-Zeit (1934)

Und gleich auch noch das passende Konfekt zum Bild:

#96
Schwarze Pfingstrosen
Tinte und Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit (1934)

Nach seiner Rückkehr aus Europa schuf Hayami Meisterwerke der “Vogel & Blume”-Malerei. Dabei entstanden auch solche Werke, wie dieses, die mit schwarzer Tinte (墨 / すみ) ausgeführt wurden.

#97
Auberginen im Herbst
Tinte und Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit (1934)

#98
Weißer Hibiskus
Tinte und Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit (1934)

Auch dieses Gemälde stand Pate für eine Konfekt-Kreation:

#99
Pfingstrosen (Skizze 1)
Zeichenstift und helle Farben auf Papier, Shōwa-Zeit (1934)

Trotz seiner Meisterschaft war Hayami oft unzufrieden mit seinen eigenen Werken. “Meine Werke haben ihre Prinzipien verloren!” oder “Meine Bilder werden viel zu schnell fertig – das ist ein Problem”, hörte man ihn lamentieren. Seiner Frau gestand er: “Es ist so einfach, Bilder zu malen, die von den Leuten gelobt werden. Aber ich werde ab jetzt keine Bilder mehr malen, die sich verkaufen lassen – bereite Dich schon mal darauf vor!”

#100
Pfingstrosen (Skizze 2)
Zeichenstift und helle Farben auf Papier, Shōwa-Zeit (1934)

#111
Mohnblumen (Skizze 1)
Zeichenstift, Buntstift und helle Farben auf Papier, Shōwa-Zeit (1934)

#113
Mohnblumen (Skizze 3)
Zeichenstift, Buntstift und helle Farben auf Papier, Shōwa-Zeit (1934)

Leider ist Gyoshū Hayami viel zu früh gestorben, um den Plan, sich für eine Weile auf die Halbinsel Izu zurückzuziehen, um sich ganz auf seine Arbeit zu konzentrieren, umsetzen zu können. Man kann nur spekulieren, welche neuen Wege er von dort aus gegangen wäre.

Hier sehen wir auf einem Jugendbild aus dem Jahre 1911 Gyoshū Hayami (links) mit seinen Schulkameraden Keison Ushida und Seiju Omoda von der Andagō Malschule.

Zum Abschluss noch ein paar Blicke in die modernen Ausstellungsräume des Yamatane Kunstmuseums:

Eintrittsgebühr:

Reguläre Ausstellungen:
Erwachsene: 1.000 Yen (800 Yen pro Person für Gruppen von 20 oder mehr Besuchern)
Oberschüler und Studenten: 800 Yen (700 Yen pro Person für Gruppen von 20 oder mehr Besuchern)
Mittelschüler und Jüngere: Eintritt frei
Inhaber von Behindertenausweisen und je eine Begleitperson: Eintritt frei

Diese Ausstellung:
Erwachsene: 1.200 Yen (1.000 Yen pro Person für Gruppen von 20 oder mehr Besuchern)
Oberschüler und Studenten: 900 Yen (800 Yen pro Person für Gruppen von 20 oder mehr Besuchern)
Mittelschüler und Jüngere: Eintritt frei
Inhaber von Behindertenausweisen und je eine Begleitperson: Eintritt frei

Wollen Sie dieselbe Ausstellung ein zweites Mal besuchen, bringen Sie bitte Ihr (reguläres) Ticket vom vorangegangenen Besuch mit. Mit Vorlage dieses Tickets erhalten Sie einen “Wiederholer-Rabatt”.

Wie man hinkommt:

Nehmen Sie die Bahnen von Japan Rail (JR) oder der Tōkyō Metro Hibiya-Linie nach Ebisu (恵比寿 / えびす) und halten Sie sich von dort in östlicher Richtung, um zur Meiji Dōri (明治通り / めいじどおり) zu gelangen. Überqueren Sie die Meiji Dōri in nordöstlicher Richtung und folgen Sie der rechten Straßenseite einige hundert Meter (sie kommen dabei am “Ebisu Prime Square” und dem eindrucksvollen Gebäude der “Papas Company” vorbei).

 

 


Sanja Matsuri 2019 – 三社祭 (Video)

18. May 2019

Tokyos großes Fest – ein paar Szenen jenseits der Hauptorte
Tokyo’s great festival – a few scenes beyond the centre

Das alljährlich am dritten Wochenende im Mai stattfindende Sanja Matsuri lockt auch in diesem Jahr wieder viele Besucher an. Ein paar Szenen vom Rande des großen Festes zeigen die etwas beschaulicheren Seiten des Vergnügens.

The Sanja Matsuri, which takes place every year on the third weekend in May, attracts many visitors again this year. A few scenes from the outscirts of the big festival show the more cosy sides of the event.

Wie man hinkommt:
Am einfachsten kommt man mit den U-Bahnlinien “Ginza-sen” (銀座線 / ぎんざせん) oder “Asakusa-sen” (浅草線 / あさくさせん) zur Station “Asakusa” (浅草 / あさくさ).

How to get there:
The easiest way is by subway lines “Ginza-sen” (銀座線 / ぎんざせん) or “Asakusa-sen” (浅草線 / あさくさせん) to Station “Asakusa”-station (浅草 / あさくさ).

Wenn Sie mehr über das Sanja Matsuri erfahren möchten, sehen Sie auch:
If you want to learn more about the Sanja Matsuri, please also have a look at:

Sanja Matsuri (三社祭)
Ein Fest für die Götter, das Volk, die Augen und das Ohr
A festival for the gods, the people, the eyes and the ear

Sanja Matsuri (三社祭) (Video)

Sanja Matsuri 2017 (三社祭) (Video)
– Am Rande des großen Festes:
– Ein Augen- und Ohrenschmaus mit Taiko (太鼓)
– On the outskirts of the great festival:
– A feast of taiko (太鼓) for the eyes and the ears


The New Emperor’s First General Audience

16. May 2019

The people are cheering – and the law enforcement services show all their skills

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

Visit of the General Public to the Imperial Palace after the Accession to the Throne

Everyone who knows my postings about the audiences of the Heisei Tennō on the occasion of his birthdays (they can be found here and here) knows that these events are not just mere mortals’ opportunities to enter the grounds of the Imperial Palace in Tōkyō, but also to get at least a little bit closer to the Emperor himself. At the same time, the imperial audiences are also very impressively demonstrating how carefully such events are being planned and prepared in Japan and how much organisational skill must be put into practice by the law enforcement authorities in order to “channel” the masses of people that usually show up on such occasions. And of course, there is also a considerable portion of that almost proverbial “Japanese discipline” that one has to consider – it does not really come as a surprise that such major events go off without a hitch.

On May 4, 2019, the day of the first general audiences of the new Emperor Naruhito, who had been enthroned on May 1, 2019, it was no different. There were a total of six audiences, granted at hourly intervals from 10 o’clock in the morning to 3 o’clock in the afternoon (each with a different “cast” on the audience balcony). Those general audiences attracted a total of 141,000 visitors. And thanks to the vast area available in the outer gardens of the Imperial Palace, these masses could be channelled in the smoothest way possible – not only to two checkpoints (one for hand luggage control and one for body searches), but also guided to the appropriate “waiting positions” in adequate “portions”. And while being guided through that course, everyone had the chance to grab a Japanese flag.

And since all of this (unlike audiences granted at the birthdays of the Heisei Emperor and his New Year’s greetings) took place at almost summerly spring temperatures, the waiting time of just under 2 ½ hours (other groups were said to have been queueing up over three hours ) was quite entertaining.

As with other general audiences, the palace grounds were accessed via the main gate (Nijūbashi) and then left via the other gates of the site – hence, there was no contraflow in the movements of the masses.

Visit of the General Public to the Imperial Palace after the Accession to the Throne

In addition to the pictures to be seen here, I have also taken a technically not very sophisticated video clip of the event (camera work out of the crowds, is an art that not everyone knows how to handle…).


Erste große Audienz des neuen Kaisers

10. May 2019

Das Volk jubelt – und die Ordnungskräfte zeigen ihr ganzes Können

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Visit of the General Public to the Imperial Palace after the Accession to the Throne

Jeder, der meine Artikel über die Audienz des Heisei Tennō aus Anlass seiner Geburtstage kennt (sie sind hier und hier zu finden) weiß, dass es sich bei diesen Veranstaltungen nicht nur um eine Möglichkeit handelt, als Normalsterblicher einmal auf das Gelände des Kaiserpalasts in Tōkyō zu gelangen, sondern auch, um dem Kaiser „persönlich“ zumindest ein bisschen näher zu kommen. Gleichzeitig stellen die Kaiseraudienzen auch sehr eindrücklich unter Beweis, wie sorgsam solche Events in Japan geplant und vorbereitet werden und wie viel organisatorisches Können von den Ordnungskräften an den Tag gelegt werden muss, um die jeweils zu erwartenden Menschenmassen zu „kanalisieren“. Und natürlich ist die ganz grundsätzliche, fast schon sprichwörtliche japanische Disziplin nicht gänzlich unbeteiligt, wenn solche Großereignisse reibungslos über die Bühne gehen.

Am Tag der ersten Generalaudienzen des am 1. Mai 2019 inthronisierten neuen Kaisers Naruhito, am 4. Mai 2019 war das nicht anders. Zu den insgesamt sechs Audienzen, die von morgens um 10 Uhr bis nachmittags um 15 Uhr im stündlichen Abstand gegeben wurden(mit jeweils anderer Besetzung auf dem Audienz-Balkon), waren insgesamt 141.000 Besucher gekommen. Und dank des riesigen Areals, das in den äußeren Gärten des Kaiserpalasts zur Verfügung steht, konnten diese Massen auf reibungsloseste Art und Weise nicht nur zwei Kontrollpunkten (einer für die Handgepäckkontrolle und einer für Körperkontrolle) zugeführt, sondern auch „portionsweise“ aufgestellt und in Warteposition gebracht werden. Und mit Papierfähnchen der japanischen Flagge wurde man bei dieser Gelegenheit auch ausgestattet.

Und da das alles (anders als bei den Geburtstagen des Heisei-Kaisers und seinen Neujahrs-Audienzen) bei fast schon sommerlich zu nennenden Frühlingstemperaturen über die Bühne ging, war die Wartezeit von knapp 2 ½ Stunden (andere Gruppen sollen über drei Stunden lang angestanden haben) durchaus kurzweilig.

Wie auch bei anderen Generalaudienzen wurde das Palastgelände über das Haupttor (Nijūbashi) betreten und danach über die anderen Tore des Geländes wieder verlassen – es kam also kein „Gegenverkehr“ auf.

Visit of the General Public to the Imperial Palace after the Accession to the Throne

Neben den hier zu sehenden Bildern, gibt es auch wieder einen technisch nicht besonders ausgereiften Videoclip von der Veranstaltung zu sehen (Kameraführung aus den drängenden Massen heraus, ist eine Kunst, auf die sich nicht jeder versteht).