Tottori (鳥取): Wakasa (若桜) (dt.)

19. February 2017

Schmuckstück, versteckt in den Bergen

Wakasa, Kura Dōri (若桜・蔵通り)

Wakasa, Kura Dōri (若桜・蔵通り)

Eine englische Version dieses Artikels ist in Vorbereitung.
An English version of this posting is in preparation.

Am Ende einer nicht elektrifizierten Bahnlinie, der „Wakasa Bahn“ (若桜鉄道 / わかさてつどう), die regelmäßig auch noch von einer alten Dampflok bedient wird, befindet sich der Ortskern von Wakasa (若桜 / わかさ), einer Gemeinde, die sich, verteilt auf einzelne Ortsflecken, in mehrere Täler erstreckt. Umgeben von Bergen mit einer Höhe zwischen 1200 und 1500 Metern und gut 30 km südöstlich von der Stadt Tottori entfernt.

Geschichtliche Bedeutung hat das Städtchen nie erlangt, es aber in alten Tagen mit seinem Holzreichtum zu einer gewissen Stattlichkeit gebracht. Aus der Kamakura-Zeit (1185-1333) ist bekannt, dass Holz und Reis den Fluss hinab ans Meer gebracht und von dort verschifft wurde. Während der Edo-Zeit (1603-1868) wurde der Reisanbau intensiviert – der Wasserreichtum der Gebirgslandschaft bildete die ideale Grundlage dafür, sorgte aber auch für teilweise verheerende Überschwemmungen (namentlich in den Jahren 1815 und 1888). Heute ist Wakasa in erster Linie für seine Dampflok, aber auch für seinen besonders leckeren Rettich berühmt.

Die 19,2 km lange Strecke der „Wakasa Bahn“ verbindet seit dem 1. Dezember 1930 Wakasa mit dem Bahnhof Kōge (郡家駅 / こうげえき) in Yazu (八頭町 / やずちょう) und von dort mit der Hauptstadt der Präfektur. Bis 1974 wurden auch Güter auf dieser Strecke transportiert, heute verkehren nur noch Personenzüge. Ich gehe etwas genauer auf diese Bahnstrecke ein, weil die Gemeinde besonders stolz auf ihre alte Dampflok der Baureihe JNR Class C12 ist, von denen zwischen 1932 und 1947 ganze 282 Stück gebaut wurden. Das hiesige Exemplar stammt aus dem Jahr Shōwa 13 (lies und sprich: 1938) und ist voll funktionstüchtig. Dagegen wirkt die aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts stammende, ebenfalls eher museale Diesellok aus der Baureihe JNR Class DD16 fast schon modern. Besonders stolz ist mal auch auf eine Drehscheibe aus den Anfangsjahren der Eisenbahn und das historische Bahnhofsgebäude, das noch aus dem Jahre 1930 erhalten ist und bis heute genutzt wird.

Lageplan des Bahnhofs von Wakasa:

Wer aber der Meinung sein sollte, man müsse historischer Eisenbahnen wegen nicht unbedingt nach Japan reisen (die modernen Eisenbahnbetriebe sind hier ja auch wesentlich eindrucksvoller), ist in Wakasa dennoch nicht fehl am Platze. Der Ort gehört nämlich auch zu den eher beschaulichen und – Göttin sei Dank – nicht verbauten. Zwei Straßen im Zentrum (und in Bahnhofsnähe) möchte ich hervorheben:

Die Kura Dōri (蔵通り / くらどおり).

Sie verläuft direkt zwischen einer langen Reihe alter Lagerhäuser (蔵 / くら) und dem Tempelviertel von Shimomachi (下町 / しもまち) mit den besonders altertümlich wirkenden buddhistischen Tempeln Shōei-ji (正栄寺 / しょうえいじ) und Saihō-ji (西方寺 / さいほうじ), die wesentlich älter wirken, als die restliche Bebauung Wakasas.

Wakasa, Saihō-ji (若桜・西方寺)

Wakasa, Saihō-ji (若桜・西方寺)

Dieses Viertel haben wir heute sozusagen einem Großbrand im Jahre 1885 zu „verdanken“, dem Großteile der Stadt zum Opfer gefallen waren. Danach wurde der Bau von Gebäude im feuerfesten „Kura“-Stil forciert (ähnlich, wie das ja auch in Kawagoe geschehen ist). Auch für die Tempelgebäude war großzügiger Abstand von einander und der nächsten Straße vorgeschrieben.

Auffallend auch: Die Kuradōri ist durchgängig mit Wasserdüsen im Pflaster versehen, über die im Winter heißes Quellwasser versprüht wird, das die Straße schnee- und eisfrei hält.

Parallel zur Kuradōri verläuft

Die Kariya Dōri (カリヤ通り / かりやどおり).

Und die ist sozusagen die Hauptstraße der kleinen Stadt mit gut erhaltenen, alten Stadthäusern, einer Vielzahl alt eingesessener Geschäfte und u.a. auch einer Sakebrauerei. Auch die Bebauung dieser Straße geht auf die strikten Bauregeln zurück, die nach dem verheerenden Großbrand von 1885 erlassen worden waren. Eines der atemberaubendsten „features“, das in dem Zusammenhang entstanden ist, sind allerdings die Wasserläufe rechts und links der Fahrbahn, die vor einigen Häuser zu Becken verbreitert wurden, ja deren Wasser teilweise sogar in die Eingangsbereiche der Häuser geleitet wird, wo man u.a. prächtige Karpfen hält (die sich besonders über Essensreste vom in den Becken gespülten Geschirr freuen).

Drei der Gebäude in der Kariya Dōri möchte ich hervorheben:

Da ist zunächst das kleine „Shōwa Spielzeug-Museum“ (昭和おもちゃ館 / しょうわおもちゃかん):

Kein Museum von Weltruf, aber wenn Sie sich für Spielsachen, Haushaltsgeräte und Elektronik der Shōwa-Zeit (1926-1989) interessieren und in einem altmodischen Süßigkeitenladen kramen wollen, sind Sie hier richtig.

Geöffnet täglich außer dienstags von 10 Uhr bis 17 Uhr.
Eintritt: Erwachsene: 200 Yen / Kinder bis einschließlich 12 Jahre: 100 Yen.

Lageplan des Shōwa Spielzeug-Museums:

Sie interessieren sich für Sake? Dann statten Sie der „Ōta Sake-Brauerei“ (太田酒造場 / おおたしゅぞうじょう) einen Besuch ab. Diese im Jahr 1909 gegründete Brauerei profitiert von der besonders hohen Qualität des Brauwassers und arbeitet auch heute noch nach der Maxime „Klasse statt Masse“ – die Produktion beschränkt sich auf eine Menge, die gerade mal für 10.000 Standardflaschen (1,8 Liter = 一升瓶 / いっしょうびん) ausreicht.

Über die Präfekturgrenzen hinaus bekannt ist der Markenname der Ōta-Brauerei: „Benten Musume“ (辨天娘 / べんてんむすめ).
Dabei schien das Schicksal der Brauerei schon 1992 besiegelt, als man (aufgrund des drastischen Bevölkerungsrückgangs in der ländlichen Gemeinde) nicht mehr genügend Sake-Braumeister zur Aufrechterhaltung der Produktion fand und diese einstellen musste. Erst 2002 konnte die Produktion wieder mit zunächst 1.080 Litern Sake aufgenommen werden.
Und seit 2010 ist man so stolz darauf, seinen Sake nur mit lokalen Ingredienzien herzustellen, dass man auch die Namen der Reisbauern auf seinen Sakeflaschen mit angibt.
Ich mache sonst ja eher keine plumpe Reklame auf dieser Seite – aber die Brauerfamilie war dermaßen gastfreundlich, dass ich mich zu einer Ausnahme hingerissen fühle.

Lageplan Ōta Sake-Brauerei:

Und da Sightseeing ja bekanntlich hungrig macht, gönnen Sie sich einen kleinen Imbiss, z.B. im “Dining Café Arata” (ダイニングカフェー新 / あらた) – Voraussetzung ist, sie mögen Schweinefleisch, denn das ist die Spezialität des Hauses. Das Restaurant ist in einem ganz besonders prächtigen und gut ausgestatteten, traditionellen Stadthaus untergebracht.

Lageplan des Restaurants “Arata”:

Ebenfalls auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich der besonders mystisch wirkende Tempel Fudōin Iwayadō (不動院岩屋堂 / ふどういんいわやどう), der auf eine Gründung im Jahre 806 zurückgeht und bis ins Mittelalter Teil eines größeren Temple-Ensembles war (wobei andere Quellen von einer Errichtung in der Muromachi-Zeit (1333-1392) sprechen). Es wird gesagt, dass er als einziges Gebäude die Zerstörungen des Jahres 1581 (Hideyoshi Toyotomis Überfall auf Inaba) überstanden hat. In den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde umfangreich restauriert und das Bauwerk 1953 als wichtiges Kulturgut des Landes anerkannt. Außerdem gehört er zu den 100 populärsten Gebäuden der Präfektur. Und das aus gutem Grund, denn schon der Umstand, dass er in 13 Metern Höhe in eine Höhle eingepasst wurde, macht ihn bemerkenswert.

Direkt rechts neben dem Fudōin Iwayadō kommt man am nicht weniger verträumt unter hohen Bäumen und vor einer steilen Felsfand stehenden Iwaya Jinja (岩屋神社 / いわやじんじゃ) vorbei – der schon aufgrund seines surreal wirkenden, grün bemoosten Zugangs ungewöhnlich wirkt.

Lageplan des Fudōin Iwayadō:

Wenn Sie in Tottori sind, sollten Sie also ein paar Gründe haben, einen Abstecher in dieses leicht zu erreichende Gebirgsdorf zu machen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie sich seinem Charme und der Freundlichkeit seiner Bewohner kaum entziehen können werden.

Und wenn Sie an weiteren Orten und Einrichtungen in Tottori interessiert sind, schauen Sie doch auch mal hier vorbei:

Kurayoshi (倉吉)
– Die Stadt der weißen Mauern und roten Dächer

Kotoura-chō (琴浦町)
– Bayerische Stuckmeister, aufgepasst!

Tottori Sand-Museum (砂の美術館)
– Eine Weltreise in Sand


Ta’asobi at the Kitano Jinja (北野神社の田遊び)

14. February 2017

A Shintō ceremony that is not only time-honored, but also popular

Ta'asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Ta’asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

Since the very old days Shintō dieties are being worshipped in Japan, whenever the wellbeing or success of people or organisations is invoked. Ceremonies for rich fishing results or an abundant harvest are among them just as well.

Ta'asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Ta’asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Ta'asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Ta’asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

One of the most traditional ceremonies was held last Saturday (as every 11th of Febuary) in Tōkyō’s Itabashi district (板橋区 / いたばしく) – and once again it was the OAG (Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens) and its expert member, Luise Kahlow, that made the visit to this ceremony possible and ever so much more worth it:

The Ta’asobi (田遊び / たあそび) at the Kitano Shrine (北野神社 / きたのじんじゃ) (Tokumaru Kitano-Schrein / 徳丸北野神社 / とくまるきたのじんじゃ, to be exact) in Tokumaru Rokuchōme (徳丸六丁目 / とくまるろくちょうめ).

This almost 1 ½ hours lasting ceremony that became a registered cultural asset in 2007, has been performed for hundreds of years (the shrine itself is able to look back on a history of more than 1000 years). And if you witness these ritual actions, you may just as well gain the impression that these ceremonies haven’t been changed ever since.

The Ta’asobi consists of various acts/ceremonies that are designed to ask the dieties of harvest for their help:

  • Chōho shirabe (町歩調べ):
    Making sure of the rice fields’ locations and counting them
  • Ta uchi (田打ち):
    Preparing the paddy
  • Ta unai (田うない):
    Ploughing the paddy
  • Shiro kaki (代掻き):
    Ploughing and watering the paddy
  • Tane maki (種まき):
    Sowing the seeds (that was surely the longes ritual)
  • Tori oi (鳥追い):
    Driving the birds away (using the sasara (簓 / ささら)-ratchet)
  • Haru ta unai (春田うない):
    Ploughing the furrows

During a brief intermission, everyone on stage and in the audience was invited to a cup of “sacred sake” (o-miki / お神酒 / おみき).

  • Ueda shiro kaki (植田代掻き):
    Ploughing and watering the paddies with a cow; to show gratitude for the cow’s effords, air is fanned at it
  • Saotome (早乙女):
    Four planting girls with blades of rice (symbol: neelde- and plum twig); the girls are being thrown in the air (as a symbol for healthy grow of the girls as well as the rice plants)
  • Tarōji Yasume (田郎次やすめ):
    Man and paunched woman entertain the audience with jokes
  • Koma (駒):
    Wild colt
  • Shishi (獅子):
    The lion is supposed to drive away harmful insects and to bless the paddies
  • Hamaya (はま矢):
    Man with spears
  • Ine kari (稲刈り):
    Mowing the rice
  • Inemura tsumi (家むら積み):
    Arranging the sheaf

Have a look at the 12 minutes of cut together of the festive ceremony – and don’t be sad, if you cannot distinguish all the different rituals. But you’ll surely realise that the “saotome” is the part that provides most fun for the children.

Place of the Event:

Tokumaru Kitano-Schrein
6-34-3 Tokumaru
Itabashi-ku
Tōkyō 〒175-0083

徳丸北野神社
〒175-0083 東京都板橋区徳丸6-34-3

 

 


Ta’asobi am Kitano Jinja (北野神社の田遊び)

12. February 2017

Eine ebenso altehrwürdige wie volkstümliche Shintō-Zeremonie

Ta'asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Ta’asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

In Japan werden seit uralten Zeiten die shintōistischen Götter in Zeremonien anrufen, wenn es darum geht, sich ihr Wohlwollen und ihre Unterstützung zu sichern. Zeremonien für reichen Fischfang oder eine gute Ernte gehören natürlich auch dazu.

Ta'asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Ta’asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Ta'asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Ta’asobi (田遊び), Kitano Jinja (北野神社), Itabashi (板橋)

Ein besonders „urige“ Zeremonie gab es am gestrigen Samstag (wie immer am 11. Februar) im Tōkyōter Stadtteil Itabashi (板橋区 / いたばしく) zu erleben – die OAG (Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens) und deren Expertin, Luise Kahlow, haben den Besuch erst ermöglicht und doppelt lohnend gemacht:
Das Ta’asobi (田遊び / たあそび) am Kitano-Schrein (北野神社 / きたのじんじゃ) (genauer: Tokumaru Kitano-Schrein / 徳丸北野神社 / とくまるきたのじんじゃ) in Tokumaru Rokuchōme (徳丸六丁目 / とくまるろくちょうめ).

Diese fast 1 ½-stündige Zeremonie, die seit 2007 als staatliches Kulturgut anerkannt ist, wird seit vielen Jahrhunderten aufgeführt (der Schrein selbst blickt auf eine über tausenjährige Geschichte zurück). Und beim Anblick der Zeremonie möchte man beinahe glauben, dass die Riten sich seit ewigen Zeiten nicht mehr geändert haben.

In mehreren Schritten wird hierbei um die Hilfe der Erntegeister gebittet:

  • Chōho shirabe (町歩調べ):
    Vergewissern, wo die Reisfelder sind und sie zählen
  • Ta uchi (田打ち):
    Feld vorbereiten
  • Ta unai (田うない):
    Ackerfurchen ziehen
  • Shiro kaki (代掻き):
    Pflügen und Wässern des Feldes
  • Tane maki (種まき):
    Samen säen (das war der eindeutig längste Ritus)
  • Tori oi (鳥追い):
    Vögel vertreiben (mit der sasara (簓 / ささら)-Ratsche)
  • Haru ta unai (春田うない):
    mit Hacke Ackerfurchen ziehen

Pause, in der unter den Zuschauen “heiliger Sake” (o-miki / お神酒 / おみき) verteilt wurde.

  • Ueda shiro kaki (植田代掻き):
    Pflügen und Wässern des Feldes mit Kuh; der Kuh zum Dank für die harte Arbeit Luft zufächeln
  • Saotome (早乙女):
    vier Reispflanzmädchen mit Reispflanze in der Hand (Symbol: Nadel- und Pflaumenzweig); in die Luft werfen der Mädchen (Symbol für gutes Wachstum der Kinder und der Reispflanzen)
  • Tarōji Yasume (田郎次やすめ):
    Mann und Weib mit dickem Bauch machen Späße mit dem Publikum
  • Koma (駒):
    wildes Fohlen
  • Shishi (獅子):
    Shishi soll Schädlinge verhindern, bringt Segen
  • Hamaya (はま矢):
    Mann mit Speeren
  • Ine kari (稲刈り):
    Reismahd
  • Inemura tsumi (家むら積み):
    Reisgarbe aufstellen

Schauen Sie sich einen 12-minütigen Zusammenschnitt der zeremoniellen Handlungen an – und seien Sie nicht traurig, wenn Sie die eine Zeremonie u.U. nicht von der anderen unterscheiden können. Das Saotome ist ganz eindeutig der Teil des Ritus, der zumindest den Kindern am meisten Spaß macht.

Ort der Veranstaltung:

Tokumaru Kitano-Schrein
6-34-3 Tokumaru
Itabashi-ku
Tōkyō 〒175-0083

徳丸北野神社
〒175-0083 東京都板橋区徳丸6-34-3

 

 


Kotoura-chō (琴浦町) (Engl.)

7. February 2017

Stucco plasterers of the world – watch out!

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

I have promised you proof that the Tottori prefecture (鳥取県 / とっとりけん) is worth more than just a visit. And here is another piece of it:

Everyone who has been to villages and towns in southern Bavaria (Germany) has seen quite something of stucco and the so called “Lueftelmalerei” (can someone translate that for me?) – and, yes, I know there is stucco and “Lueftelmalerei” outside Bavaria as well. But who would have expected something gorgeous like that in Japan, apart from the rather baroque temples and shrines of Nikkō (日光 / にっこう)?

Click the miniatures to open a slide show.

Nevertheless, during the course of the centuries a very particular form of Japanese stucco has been developed. It is called “kote-e” (鏝絵 / こてえ) which could literally be translated with “trowel painting” – and that’s what it actually is. Its origin may date back more than 2,000 years, when the first techniques for covering walls with plaster were engineered. During the Edo period the plastering of walls (mainly erected from natural fiber and wood) was largely promoted in order to support the fire resistance of buildings.

Applying ornamental decoration to the walls – mostly the exterior walls of buildings – became something of a fashion, particularly for those who felt compelled to show the world how rich they were. One of the characteristics of kote-e is, that it largely consists of symbols of luck and prosperity.

The use of colours is – even in our days – rather restricted, but only as far as the number of different colours is concerned. Otherwise kote-e are mostly gorgeously colorful, while being limited to the traditional base colours: red, vermilion, blue, yellow, ochre and black.

That doesn’t just look pretty, it sometimes even has very practical and profane purposes. Have a look at the “wave”-design on the roof below. It actually does represent a stylised wave, hence: water. And its purpose is to protect the building from fire. Naturally, one has to have imperturbable faith, to make it work…

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

In the Mitsu (光 / みつ) district of Kotoura (琴浦町 / ことうらちょう),  which you can see here, the traditional art of kote-e has been cultivated for a long time and is being continued as a kind of means to make the village more attractive. There is virtually no building in Mitsu that would do without a piece of ornamental adornment. The old store houses (倉 / くら) are the ones that have been decorated most lavishly.

The genealogy of the kote-e masters of Mitsu goes back to the early years of the Meiji era:

  • Shōzou Toyoshima (豊島庄蔵 / とよしましょうぞう) 1878 to 1968
  • Teiichi Yoshida (吉田貞一 / よしだていいち) 1900 to 1985
  • Katsushige Yoshida (吉田勝重 / よしだかつしげ) born in 1928(the oldest son of Teiichi Yoshida)
  • Sadao Noguchibara (野口原貞夫 / のぐちばらさだお) born in 1931

As you can see: You don’t have to travel all the way to the Ōita prefecture (大分県 / おおいたけん), which is said to feature particularly many places with kote-e. Tottori offers just the same – and even in an utterly un-touristic environment. The photographs you can see here were all taken at Kotoura, Tottori.

There is another interesting feature you can discover in Mitsu: There is a – mostly subterranean – stream flowing through the village. This flow of fresh water is also diverted into open pools in front of many houses and used for e.g. washing fruits and cleaning vegetables.

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Close the the southern outskirts of the village you will find a small museum that features items (stencils, patterns, tools etc.) that are being used for kote-e. You can learn quite a bit about the craftsmanship of the local stucco masters.

How to get there:

Take the JR San’in main line (JR山陰本線 / さんいんほんせん) that runs between the cities of Tottori (鳥取 / とっとり) and Yonago (米子 / よなご) to Akasaki station (赤崎 / あかさき). This is, by the way, the same line on which you can reach Kurayoshi (倉吉 / くらよし).

Mitsu is located 1.8 km southwest of Akasaki station at the prefectural road no. 30 (県道30号線 / けんどう30ごうせん) and can be reached e.g. by taxi. For the current schedule of regular taxis please have a look at this website (which was current when this posting was made) – or just treat yourself to a little walk…

Should you wish to obtain a guided tour of Mitsu (which is, unfortunately, only available in Japanese for the time being), please have a look at the local tourist office’s website:

http://www.kotoura-kankou.com

By the way, I could not find any restaurant or coffee shop in Mitsu when I visited it.

Should you wish to learn more about the fascinating Tottori prefecture, why don’t you also have a look at the following:

Kurayoshi (倉吉)
– The town of white walls and red roofs

Tottori Sand Museum (砂の美術館)
-Travel Around the World in Sand


Saizeriya (サイゼリヤ) – updated

6. February 2017
gegrillte Miesmuscheln (399 Yen) (2017)

gegrillte Miesmuscheln / grilled mussels (399 Yen) 2017

Es sind manchmal die am wenigsten eindrucksvollen Beiträge auf dieser Seite, die die meisten “Klicks” erhalten. Mein Beitrag über die Restaurantkette “Saizeriya” gehört auf jeden Fall dazu. Das war mir Grund genug, den Artikel mit weiteren Beispielen der dort aufgetragenen Speisen und Getränke zu versehen. Schauen Sie doch mal wieder vorbei:

Saizeriya (サイゼリヤ) (German version)
– Italienische Küche für jedermann

It is sometimes the least impressive postings on this website that receive the most “clicks”. The one concerning the restaurant chain “Saizeriya” is one of those. Reason enough to review the posting and to add some further samples of the food and drinks that are being served there. Why don’t you have a look again:

Saizeriya (サイゼリヤ) (English version)
– Italian cuisine for everyone


Kotoura-chō (琴浦町) (dt.)

6. February 2017

Bayerische Stuckmeister, aufgepasst!

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Ich hatte Beweise dafür versprochen, dass die Präfektur Tottori (鳥取県 / とっとりけん) mehr als einfach nur einen Besuch wert ist. Und hier kommt ein weiterer:

Wer bayrische Dörfer und Städte kennt, ist mit Stuckarbeiten und Lüftelmalerei vertraut (ja, ich weiß, Stuck und Lüftelmalerei gibt es auch andernorts). Weniger oder auch gar nicht würde man damit in Japan rechnen, wo es jenseits der Prachtbauten von Nikkō (日光 / にっこう) nur wenig an barock anmutender Herrlichkeit zu sehen gibt.

Klicken Sie auf die Miniaturen, um eine Diashow zu öffnen.

Aber im Laufe der Jahrhunderte hat sich eine landestypische Form der Stuckarbeiten, die man Kote-e (鏝絵 / こてえ) nennt und die man wörtlich mit „Spachtel-Bilder“ übersetzen könnte, herausgebildet. Ihren Ursprung kann man wahrscheinlich schon vor mehr als 2.000 Jahren suchen, wenn sich die Technik der Mauerverkleidung mit Mörtel herausbildete. In der Edo-Zeit wurde das Verkleiden der sonst aus Naturfasern bestehenden Wände mit Mörtel gefördert, um die Feuerfestigkeit von Mauern und Gebäuden zu erhöhen.

Die Verzierung der Wände – namentlich der Außenmauern von Gebäuden – mit diesen Kote-e wurde regelrecht Mode. Besonders für diejenigen, die ihren Reichtum dadurch signalisieren wollten. Kennzeichnend für die Kote-e ist, dass sie in aller Regel glückbringende Symbole darstellen.

Bei der Verwendung von Farben geht man auch heute noch restriktiv vor – allerdings nur was deren Vielfalt anbelangt. Die Kote-e sind in aller Regel besonders farbenfroh, beschränken sich aber ganz überwiegend auf die ursprünglichen Grundfarben: Rot, Zinnoberrot, Blau, Gelb, Ocker und Schwarz.

Das sieht nicht nur hübsch aus, es erfüllt bisweilen auch noch ganz profane Zwecke. So z.B. das “Wellen-Design” das auf dem unten stehenden Dach zu sehen ist. Es ist tatsächlich die stilisierte Darstellung von Wellen, also Wasser, und hat die Aufgabe, das Haus vor Feuer zu schützen. Natürlich muss man ganz fest dran glauben, damit’s auch hilft…

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Im Ortsteil Mitsu (光 / みつ) der Gemeinde Kotoura (琴浦町 / ことうらちょう), das wir hier sehen, hat man diese alte Kunst für lange Zeit gepflegt und führt diese als Teil eines Bestrebens, das Dorfbild zu bereichern, bis heute fort. In Mitsu gibt es praktisch kein Haus, das nicht von dekorativen Stuckarbeiten verziert wäre. Besonders prächtig sind die alten Speicherhäuser (倉 / くら) herausgeputzt.

Die Stammbaum der Stuck-Meister von Mitsu geht bis in die Meiji-Zeit zurück:

  • Shōzou Toyoshima (豊島庄蔵 / とよしましょうぞう) 1878 bis 1968
  • Teiichi Yoshida (吉田貞一 / よしだていいち) 1900 bis 1985
  • Katsushige Yoshida (吉田勝重 / よしだかつしげ) 1928 geboren (der älteste Sohn von Teiichi Yoshida)
  • Sadao Noguchibara (野口原貞夫 / のぐちばらさだお) 1931 geboren

Glauben Sie also nicht, sie müssten unbedingt in die Präfektur Ōita (大分県 / おおいたけん) fahren, wo es besonders viele Orte geben soll, die Koto-e zeigen. Tottori bietet das auch – und noch dazu in völlig untouristischem Rahmen. Die Bilder, die Sie hier sehen können, stammen allesamt von dort.

Eine interessante Einrichtung gibt es in Mitsu auch noch: Die Ortschaft wird von einem Wasserlauf durchzogen, der überwiegend unterirdisch kanalisiert wurde. Vor sehr vielen Häusern ist dieser Wasserlauf aber offen und zu einem Becken verbreitert, wo z.B. Gemüse gewaschen und geputzt werden kann.

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

Tottori, Kotoura-chō: Kote-e (鳥取県琴浦町・鏝絵)

In einem kleinen Museum am südlichen Ortsrand werden Gegenstände (Schablonen, Vorlagen, Werkzeuge für die Stuckarbeiten etc.) ausgestellt und veranschaulichen die Kunstfertigkeit der hier arbeitenden Meister.

Wie man hinkommt:

Mit der JR San’in Hauptlinie (JR山陰本線 / さんいんほんせん) die zwischen den Städten Tottori (鳥取 / とっとり) und Yonago (米子 / よなご) verkehrt, zum Bahnhof Akasaki (赤崎 / あかさき). Auf der gleichen Strecke gelangen Sie auch nach Kurayoshi (倉吉 / くらよし)

Mitsu liegt 1,8 km südwestlich des Bahnhofs Akasaki an der Präfekturstraße Nr. 30 (県道30号線 / けんどう30ごうせん) und ist z.B. mit dem Taxi zu erreichen. Über die aktuellen Fahrzeiten der regelmäßig verkehrenden Taxis informieren Sie sich bitte dieser Internetseite (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell) – oder laufen Sie die kurze Strecke zu Fuß.

Falls Sie sich für eine Führung durch Mitsu interessieren sollten (diese werden derzeit nur in Japanisch angeboten), können Sie sich auf der Internetseite des Fremdenverkehrsbüros kundig machen:

http://www.kotoura-kankou.com

Gastronomische Betriebe konnte ich übrigens bei meinem Besuch in Mitsu nicht finden.

Und wenn das Ihr Interesse an der Präfektur Tottori geweckt hat, hier ist mehr:

Kurayoshi (倉吉)
– Die Stadt der weißen Mauern und roten Dächer

Tottori Sand-Museum (砂の美術館)
– Eine Weltreise in Sand

Tottori: Wakasa (鳥取・若桜)
– Schmuckstück, versteckt in den Bergen


Tsuwano (津和野): Yōmei-ji (永明寺) (Engl.)

4. February 2017

The Domain Lord’s Temple

Tsuwano (津和野), Yōmei-ji (永明寺)

Tsuwano (津和野), Yōmei-ji (永明寺)

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

Not to worry, my small series of postings related to the Tottori prefecture (鳥取県 / とっとりけん) has not come to an end yet! It just so happened that I had a chance to visit the Shimane prefecture (島根県 / しまねけん) in January and don’t want to miss the chance to at least give a little glimpse of what this region has to offer.

The old castle town of Tsuwano (津和野 / つわの), close to the southern border of the Shimane prefecture, that is also (and very rightfully) calling itself “Little Kyōto“, has been twinned with Berlin’s Mitte district in 1995 (so, don’t be surprised if you occasionally meet the famous “little lamp man”, called “Ampelmann” that made the transition from the old East German traffic lights to those in unified Germany’s capital).

Tsuwano (津和野)

Tsuwano (津和野)

Naturally, the town of Tsuwano has a much longer history. From the 13th century onwards the city was protected by a mighty castle – initially to guard off Mongolian invaders. Only at the end of the Tokugawa shōgunate the castle was slighted. In our days the impressive foundation walls of the complex on top of Tsuwano’s landmark mountain still let us have an impression of the historical significance of the place.

If you know a bit about Japanese literature and military tradions of the late 19th and early 20th century, you may have encountered the name of one of the sons of the town (especially, if you are German), Ōgai Mori ( 森鷗外 / もりおうがい). More about this extraordinary person in Japanese history can be learnt from the following posting (sorry, it’s in German only):

Ōgai Mori (森鷗外)
Literatur, Medizin, 27.000 Tote & Goethes Faust

But let’s return to today’s topic.

The particularly mystical temple Yōmei-ji (永明寺 / ようめいじ), located in the northwest of Tsuwano’s skirts of the forest, is one of the kind that immediately strikes the visitor by transporting him/her into another world. One really gets the impression of being confronted with a building that has remained untouched throughout the centuries since its erection in 1420. It is probably the gorgeous thatched roof of the main hall of the temple, but also the outstanding style of the belfry (it may as well have provided the pattern for Kyōto’s (京都 / きょうと)  famous “Temple of the Silver Pavilion” (銀閣寺 / ぎんかくじ) (properly: Jishō-ji (慈照寺 / じしょうじ)) that foster this impression.

The Yōmei-ji was the family temple of the Domain Lords of Tsuwano – the families of the Yoshimi (吉見 / よしみ) until 1601, the Sakazaki (坂崎 / さかさき) from 1601 to 1617 and the Kamei (亀井 / かめい) from 1617.

During the Edo period (1603 bis 1868) the temple was one of the two largest of the Zen-Buddhist Sōtō sect. At that time the Yōmei-ji had 77 sub-temples in the region – with the one we are seeing here as their head quarter. However, during the rule of the last Daimyō of the Kamei clan towards the end of the Edo period the importance of the temple went into a decline, when the Kamei decided so follow Shintō rites and ceremonies henceforth.

Interesting – but maybe also just a bit confusing – is the fact that the Yōmei-ji also features a tomb of Ōgai Mori. If you are one of those readers with a strong memory, you may remember from the posting linked to above that the grave of the author of “The Dancing Girl” can be found in Tōkyō’s Mitaka distict (三鷹 / みたか) at the graveyard of the Zenrin-ji (禅林寺 / いぇんりんじ) in Shimo-Renjaku (下連雀 / しもれんじゃく). In both locations the tombs do without any of the honorary titles of the deceased and with just stating his birth name, Rintarō Mori (森林太郎 / もりりんたろう).

In the meantime I was able to shed some light on the mysterious double grave. Are you interested in the dramatic details? Here they are:

Ōgai Mori’s mortal remains were entombed on 13 July 1922 at the graveyard of the Kōfuku-ji (弘福寺 / こうふくじ) in Tōkyō’s Mukōjima (向島 / むこうじま). As the temple was victim of the Great Kantō Earthquake of 1923 and heavily devastated, the grave was moved to the Zenrin-ji (禅林寺 / ぜんりんじ) in the western district of Mitaka (三鷹 / みたか). The grave remained there, even after the Kōfuku-ji was re-erected in 1933.

In the early 50s there was quite some boom about eveything related to Ōgai Mori’s lilfe and work. And together with this, also his native town thought it should have a grave of its great son. After consultations with Mori’s oldes son, Otto, the former mayor of Tsuwano (at that point of time he was the director of the museum of local history and the head of the association for the preservation of the memorials and art treasures of Tsuwano) travelled to Tōkyō. On 24 May 1953, in a ceremony of “dividing the bones” (分骨 / ぶんこつ) part of Mori’s remains were transferred into a separate urn and brought to Tsuwano, where the formed mayer was welcomed on 31 May 1953. This urn was entombed on 9 July 1953 (31 years after Mori’s death) at the Yōmei-ji.

However, it is known from Otto, Mori’s oldest son, that there were actually no bones of Mori taken from the grave in Mitaka, but only part of the earth; the representatives from Tsuwano were obviously satisfied with such a more “symbolic” gesture.

How to get there:

I’m going to restrict myself to transportation by train:

Should you start your trip from the region, consider travelling by Japan Rail from Masuda (益田 / ますだ) to Tsuwano station (津和野駅 / つわのえき) (travel time roughly 30 minutes).
Should you approach Tsuwano from other areas in Japan, you might take Japan Rail from Shin-Yamaguchi (新山口 / しんやまぐち) (it is a regular shinkansen stop) to Tsuwano station (津和野駅 / つわのえき) (travel time about one hour).

You can reach Shin-Yamaguchi by shinkansen from the Tōkyō area in about 4 1/2 hours. From the Ōsaka area travel time is not even 2 hours.

Please observe: If you are travelling by Japan Rail Pass, shinkansen travel times might be a bit longer, as you won’t be able to enjoy the faster trains of the “Nozomi” class of the shinkansen.

The temple itself is conveniently located 450 southwest of Tsuwano station.

Opening hours:

Daily from 8:30 am to 5 pm
No fixed closing days

Admission fees:

Adults: 300 Yen
Middle school students (and older): 200 Yen
Elementary school students: 150 Yen