Isshin-ji (一心寺) (dt.)

26. March 2020

Ōsakas Tempel, der wie kein zweiter Tradition und Moderne verbindet

Isshin-ji (一心寺) - Sanmon / 山門)

Isshin-ji (一心寺) – Sanmon (山門)

Eine englische Version dieses Artikels ist in Vorbereitung.
An English version of this posting is in preparation.

Zu den Orten, die ich bei Aufenthalten in Ōsaka meistens besuche, gehört der Isshin-ji (一心寺 / いっしんじ), ein buddhistischer Tempel, von dem man sagt, dass er im Jahre 1185 von Hōnen (法然 / ほうねん) gegründet worden sein soll. Dieser Hōnen gilt als der Stifter der dem Amidismus (auch Amitabha-Buddhismus genannt) zugehörigen Schule der Jōdo-Sekte (Schule des Reinen Landes) des japanischen Buddhismus.

Isshin-ji (一心寺)

Isshin-ji (一心寺)

Zu größerer Bedeutung gelangte der Isshin-ji in den Jahren 1614/15, als Ieyasu Tokugawa (徳川家康 / とくがわいえやす), der seit 1603 als erster Tokugawa-Shōgun über ganz Japan regierte, seine letzten großen Widersacher, den Toyotomi-Klan, in der Burg von Ōsaka belagerte (und letztlich auch zu Fall brachte). In dieser Zeit hatte er mit seinen Truppen auf dem Gelände des Isshin-ji gelagert. Nach seinem Sieg über die Toyotomi wurde er zum Patron des Tempels. Aus dieser Zeit stammen auch das Teezimmer nach einem Entwurf von Enshū Kobori (小堀遠州 / こぼりえんしゅう), einer der Baumeister der frühen Tokugawa-Zeit, der auch dafür verantwortlich zeichnete, dass er den zweiten und dritten Shōgun aus dieser Familie in die hohe Kunst der Teezeremonie einwies.

Der beliebte Kabuki-Schauspieler Ichikawa Danjūrō ​​VIII wurde 1854 auf dem Gelände beigesetzt, was zur zusätzlichen Popularisierung des Tempels beigetragen hat. Mitte der 1880er Jahre gab es über fünfzigtausend Gräber, weswegen der Oberpriester 1887 – zum Teil aus Platzgründen – einen Bildhauer mit der Herstellung einer ersten Amida-Statue beauftragte, der aus der Asche der Verstorbenen und Harz erstellt wurde. Bombenangriffe während des 2. Weltkrieges zerstörten den Tempel und die bis dahin fertiggestellten sechs Statuen.

Diese sogenannten Okotsu Butsu (お骨佛 / おこつぶつ) (wörtlich „Knochenbuddhas“) gehen eigentlich auf eine vier Meter große, farbenfrohe Jizō-Statue aus dem Jahr 1700 zurück, die aus zerriebenen Knochen bestand. Die heute vorhandenen sieben Statuen repräsentieren folgendes:

  • Nr. 7 aus dem Jahr 1948 besteht aus Fragmenten der ersten sechs Statuen und der Asche weiterer 220.000 Menschen,
  • Nr. 8 aus dem Jahr 1957 aus der Asche von 160.000 Menschen,
  • Nr. 9 aus dem Jahr 1967 aus der Asche von 150.000 Menschen,
  • Nr. 10 aus dem Jahr 1977 aus der Asche von 127.619 Menschen,
  • Nr. 11 aus dem Jahr 1987 aus der Asche von 145.664 Menschen,
  • Nr. 12 aus dem Jahr 1997 aus der Asche von 150.726 Menschen und
  • Nr. 13 aus dem Jahr 2007 aus der Asche von 163.254 Menschen

Die jährliche Bestattungszeremonie am 21. April zieht wiederum Zehntausende von Gläubigen an.

Neben dem weitläufigen Friedhof, der sich im Süden an das Tempelgelände anschließt…

… sollen zwei Gebäude an dieser Stelle gesondert hervorgehoben werden:

Der Kaizandō (開山堂 / かいざんどう)…

Isshin-ji (一心寺) - Kaizandō (開山堂)

Isshin-ji (一心寺) – Kaizandō (開山堂)

Isshin-ji (一心寺) - Kaizandō (開山堂)

Isshin-ji (一心寺) – Kaizandō (開山堂)

…und der Nenbutsudō (念佛堂 / ねんぶつどう)

Isshin-ji (一心寺) - Nenbutsudō (念佛堂)

Isshin-ji (一心寺) – Nenbutsudō (念佛堂)

Neben einigen traditionellen Gebäuden (die Haupthalle aus dem Jahre 1966 wurde gerade im vergangenen Jahr erst wieder in einen neuwertigen Zustand versetzt – wie weiter oben auf den Bildern der Haupthalle zu erkennen ist), gibt es auf dem Gelände des Tempels auch hochmoderne Gebäude, von denen das Haupttor (Sanmon / 山門 / さんもん oder auch Niōmon / 仁王門 / におうもん) das wohl auffälligste ist.

Isshin-ji (一心寺)

Isshin-ji (一心寺)

Dieses Tor stammt aus dem Jahre 1997 – und nicht nur seine eigentliche Konstruktion aus Stahl und Glas ist ungewöhnlich, sondern auch die beiden Wächterstatuen. Diese Skulpturen stammen von dem berühmten japanischen Bildhauer Mineo Kanbe (神戸峰男 / かんべみねお) (geboren am 10. August 1944) und stellen die Schutzgottheiten dar (Niō / 仁王 / におう oder Kongōrikishi / 金剛力士 / こんごうりきし genannt). Dabei handelt es sich, wie auch hier, (fast) immer um eine Deva der „A-Form“ (阿形 / あぎょう), einer Deva mit geöffnetem Mund, die den Laut „a“ verkörpert und um eine Deva der „Un-Form“ (吽形 / うんぎょう), einer Deva mit geschlossenem Mund. Damit beziehen sie sich auf den ersten und den letzten Laut des Sanskrit-Alphabets (aber gleichzeitig auch die erste und letzte Silbe des japanischen Silbenalphabets) – repräsentieren also den Anfang und das Ende aller Dinge. Ähnlich des „A“ und des „O“ (Alpha/Omega), das wir ja auch von den alten Griechen kennen.

Nicht nur eingefleischte Sozialdemokraten mögen sich beim Anblick der beiden Wächterfiguren an die Willy-Brandt-Statue im Willy-Brandt-Haus in Berlin erinnert fühlen, die von Rainer Fetting angefertigt wurde.

Adresse des Isshin-ji:

2-8-69 Ōsaka, Tennōji-ku
Ōsaka 543-0062

〒543-0062
大阪府大阪市
天王寺区逢阪2丁目8−69

Wie man hinkommt:

Vom Bahnhof Tennōji (天王寺駅 / てんのうじえき) (Ausgang Nr. 6, wenn Sie mit der U-Bahn anreisen, bzw. Nordausgang, wenn sie mit Bahnen von Japan Rail anreisen) sind es etwa 15 Gehminuten zum Tempel.
Vom Bahnhof Shitennōji-mae Yūhigaoka (四天王寺前夕陽ヶ丘 / してんのうじまえゆうひがおか) der U-Bahnlinie „Tanimachi“ (谷町線 / たにまちせん) sind es etwa 12 Minuten in südlicher Richtung.

Öffnungszeiten:

Das Gelände des Isshin-ji ist gewöhnlich von 5 Uhr morgens bis 18 Uhr abends frei zugänglich.

Ganz in der Nähe – nur fünf Gehminuten entferntfinden Sie den:

Shitennō-ji (四天王寺)
– Japans ältester buddhistischer Tempel

Shitennō-ji (四天王寺)

Shitennō-ji (四天王寺)

 


U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette – updated

6. March 2020

Kampagne/Campaign 2019/2020

U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette (03/2020)

U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette (03/2020)

Mit dem zwölften Poster des Jahrgangs 2019/2020 kommt wieder eine Benimmkampagne der Tokyo Metro zu ihrem Abschluss. Zeit, sich alle zwölf Poster (und warum auch nicht gleich die der vorangegangenen Jahre?) anzuschauen.

With the twelfth poster of the volume 2019/2020 another manner campaign of the Tokyo Metro comes to an end. It’s about time to have look at all twelve posters again (and while you’re at it, why not checking the posters of the campaigns of previous years?).

Hier ist der Link dazu!
Here is the link for it!

U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette


Tōkyō Paralympics 2020 – Someity (ソメイティ)

8. February 2020

Tōkyōs Maskottchen für die Sommer-Paralympics 2020 präsentiert die Sportarten
Tōkyō’s mascot for the summer Paralympics 2020 is presenting the sports

(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The English text follows the German text)

Someity (ソメイティ)

Someity (ソメイティ)

Natürlich gehören zu olympischen und paralympischen Spielen Maskottchen – besonders in dem Land, in dem man den Eindruck gewinnen könnte, sie seien hier erfunden worden: in Japan.

Auf insgesamt 23 Postern werden die 22 Sportarten der Sommer-Paralympics 2020 von deren Maskottchen, Someity ( ソメイティ), präsentiert. Da sich der Name des Maskottchens u.a. von einer Kirschblütenart (somei yoshino / 染井吉野 / そまいよしの) ableitet, darf man sich nicht wundern, dass das Maskottchen pink ist und Ohren und Sensoren in der Form von Kirschblütenblättern hat (was nicht als ein Hinweis auf dessen Geschlecht zu deuten ist – die Maskottchen für die olympischen Sommerspiele und die paralympischen Sommerspiele sind – wie sich das gehört – geschlechtsneutral). Andererseits klingt der Name ganz absichtlich nach dem englischen “so mighty”, was wiederum auf des Maskottchens enorme mentale und physische Stärke hinweist.

Tokyo Paralympics 2020

Tokyo Paralympics 2020

Of course, mascots belong to the Olympic and Paralympic games – especially in the country where you might get the impression that they were invented here: in Japan.

The 22 sports of the Summer Paralympics 2020 are being presented by their mascot, Someity (ソ メ イ テ ィ) – pronounced soh-may-tee – on a total of 23 posters. Since the name of the mascot comes from a cherry blossom species (somei yoshino/ 染井吉野 / そまいよしの), one should not be surprised that the mascot is pink and has ears and sensors in the shape of cherry blossom petals (which should not be interpreted as an indication of its gender – the mascots for the Summer Olympics and the Paralympic Summer games are – as they should be – gender neutral). On the other hand, the name intentionally sounds like “so mighty”, which in turn indicates the mascot’s enormous mental and physical strengths.

Hier nun die von Someity präsentierten Sportarten im Überblick (die Poster geben auch Auskunft über die Veranstaltungstage und die Veranstaltungsorte):
Here is an overview of the sports, as presented by Someity (the posters also provide information about the days and the location of the respective event):


Narita-san Shinshō-ji (成田山新勝寺) (überarbeitet/updated)

1. February 2020

Narita-san, Dai Hondō / Sanjū no tō (大本堂 / 三重塔)

Es ist schon wieder über zwei Jahre her, dass ich den prächtigen Narita-san Shinshō-ji (成田山新勝寺) in der Nähe von Tōkyōs “anderem” internationalen Flughafen in der Präfektur Chiba (千葉県 / ちばけん) zum ersten Mal besucht habe. Höchste Zeit, dem Tempel erneut meine Aufwartung zu machen und den ihm gewidmeten Artikel noch einmal zu überarbeiten. Schauen Sie doch mal wieder vorbei!

Narita-san Shinshō-ji (成田山新勝寺)
– Unerwartete Grandiosität vor den Toren Tōkyōs

It has been more than two years since my first visit to the gorgeous Narita-san Shinshō-ji (成田山新勝寺), located close to Tōkyō’s “other” international airport in the Chiba prefecture (千葉県 / ちばけん). High time to pay this temple another visit and to update my related posting. Have a look again!

Narita-san Shinshō-ji (成田山新勝寺)
– Unexpected splendidness at the gates of Tōkyō


Akasaka Palast / Akasaka Palace (赤坂離宮/迎賓館) (überarbeitet/updated)

22. January 2020
Akasaka Palast/Palace – 赤坂離宮/迎賓館

Akasaka Palast/Palace – 赤坂離宮/迎賓館

Der ehemalige Palast des japanischen Kronprinzen, der inzwischen längst zu einem Repräsentationsgebäude für die japanische Regierung geworden ist, war schon vor Jahren Gegenstand einer Veröffentlichung auf “Ways to Japan“. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Artikel den neuen Gegebenheiten anzupassen und die zusätzlichen Möglichkeiten eines Besuches des Palastgeländes aufzuzeigen. Schauen Sie also wieder einmal vorbei:

Akasaka Palast / Gästehaus für Staatsgäste (赤坂離宮/迎賓館) (German version)
– 
Absolutistisches Barock, wo man am wenigsten damit rechnet

A posting on the former palace of the Japanese Crown Prince, which has long since become a representative building for the Japanese government, was published several years ago on “Ways to Japan“. It was time to have scrutinise this article again and to adjust it in accordance with the additional options now avaiblable for a visit to the palace grounds. Why don’t you have a look again:

Akasaka Palace / State Guest House (赤坂離宮/迎賓館) (English version)
– Absolutist baroque, where one wouldn’t expect it

 

 

 


Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (5)

18. January 2020

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ)

Ein sicherer Hafen für alle, die auch in Japan nicht auf Steaks verzichten wollen

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) - Steak-/Hacksteak-Set

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) – Steak-/Hacksteak-Set

Es ist heutzutage (zumindest in Deutschland) vielleicht nicht mehr politisch korrekt, ausgerechnet für Rindersteaks lobende Worte zu finden. Sie werden aber nach wie vor gegessen (von vielen auch ohne einen Anflug schlechten Gewissens). Und ich habe auch noch nicht davon gehört, dass jemand nach dem Genuss eines saftigen Steaks, von einem göttlichen Bannstrahl getroffen, tot umgefallen wäre. Eingefleischte Veganer (hmmm, über den Begriff muss ich noch mal nachdenken…) und Vegetarier müssen ja nicht weiterlesen.

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) - 300 g "Wild Steak"

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) – 300 g “Wild Steak”

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) - 200 g "Cut Steak"

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) – 200 g “Cut Steak”

Japan ist bekannt für seine Rindfleischspezialitäten und auch für die gesalzenen Preise, die dafür verlangt werden. Auch in Japan ist gutes wagyū (和牛 / わぎゅう), also „japanisches Rindfleisch“ (in Deutschland auch gern fälschlicherweise pauschal als „Kobe Beef“ bezeichnet), mit einem üppigen Preisschild versehen. Wenn überhaupt, wird es eher in kleinen Mengen verzehrt (wer es einmal probiert hat, weiß, dass von einem 500-Gramm-Steak davon eigentlich auch nur abgeraten werden kann – nicht nur aus finanziellen Gründen) – 100 Gramm sind schon ganz ordentlich.

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) - 200 g Filet

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) – 200 g Filet

Natürlich gibt es auch in Japan Menschen, die sich gern mal etwas reichlicher mit rotem Fleisch verwöhnen möchten. Das kann man in Form eines deftigen „yakiniku“ (焼肉 / やきにく) tun – mehr dazu in folgendem Artikel:

Yakiniku (焼肉) – Korean Barbecue
– Japanische Variante eines koreanischen Nationalgerichts

Oder eben auch in der Form von fertig zubereiteten Steaks. Letztere Form dürfte ganz allgemein zu den etwas kostspieligeren gehören. Seit 2013 gibt es in Japan allerdings die Steakhaus-Kette „Ikinari! Steak“ (いきなり!ステーキ) (was man mit „Plötzlich! Steak“ übersetzen könnte, auch wenn das etwas holprig klingt), die fleischliche Gelüste auch schon mit einem vergleichsweise kleinen Budget zu stillen versucht. In den einfach eingerichteten Restaurants (ursprünglich nur als Steh-Restaurants geführt, seit 2015 aber auch mit Filialen mit Sitzplätzen) wird sowohl US-amerikanisches Rindfleisch verarbeitet, als auch japanisches. Und da es auf Steaks spezialisiert ist, ist die Gefahr, dort mit der in Japan nicht ganz so seltenen Rindfleisch-Schuhsohle „verwöhnt“ zu werden, extrem gering.

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) - 200 g Wagyu Rumpsteak

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) – 200 g Wagyu Rumpsteak

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) - 300 g Filet

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) – 300 g Filet

Folgende Besonderheiten zeichnen die Restaurantkette aus:

  • Die Speisenkarten weisen zwar Steaks in gewissen Standardgrößen aus, aber außerhalb der Mittagessenszeiten kann der Gast sein Steak in nahezu jeder gewünschten Größe bestellen (es wird dann grammgenau abgerechnet).
  • Es wird nur „echtes“ Steakfleisch verarbeitet – kein Formfleisch.
  • Wagyū wird (je nach Angebot) oft mindestens 20 Tage abgehangen, bevor es zur Zubereitung kommt.
  • Man empfiehlt die Zubereitungsart „rare“, um den Geschmack des Fleisches am besten genießen zu können (aber man brät natürlich auch durch oder grillt „medium“).
  • An den Tischen stehen verschiedene Soßen (Steaksoße, Wasabi, Knoblauch, Senf u.a.) zur Verfügung – außerdem Besteck mit überraschend gut schneidenden Messern.
  • Man bietet „japanische Gastfreundschaft“ – also keine Gaucho- oder Wildwest-Romantik.

    Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) - Yotsuya Sanchome

    Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) – Yotsuya Sanchome

  • Und es gibt eine „Niku Mileage Card“ (“niku” ist das japanische Wort für “Fleisch”), anhand der die in der Restaurant-Kette verzehrten Gramm-Mengen an Fleisch aufgezeichnet werden und dem eifrigen Sammler im Laufe der Zeit Vergünstigungen bringen.

Neben verschiedenen Steaks, Hacksteaks und Menü-Sets kann man unter verschiedenen Beilagen (z.B. Mais, Brokkoli, sautiertem Knoblauch, Kartoffeln etc.) wählen. Alkoholfreie Getränke sind ebenso vorhanden wie Alkoholika (Bier und durchaus bezahl- und trinkbarer Wein).

Seit dem 16. Januar 2020 kollaboriert „Ikinari! Steak“ mit einem „role-playing game“ das bei den Japan Game Awards mit dem „Award for Excellence in the Future Division“ auf der Tōkyō Game Show 2019 ausgezeichnet wurde. Insider kennen sicher „dragon nyo ku 7“ (龍が如く7 / りゅうがごとくセブン).
Damit will die Restaurantkette u.a. auch gegen zuletzt schwindende Besucherzahlen ankämpfen. Nach vielen Jahren der Expansion, ist nun erstmals auch von Restaurantschließungen die Rede. Natürlich ist das bei Ikinari!Steak gepflegte Geschäftsprinzip anderen nicht verborgen geblieben. Und offensichtlich belebt Konkurrenz das Geschäft eben doch nicht.

Webseite des Restaurantbetreibers:

HOME

Speisenkarte des Restaurants:

メニュー

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) - Menü-Seite (Dez. 2019)

Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) – Menü-Seite (Dez. 2019)

Sehen Sie auch: 

Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (1)
– Origin Bentō – オリジン弁当
 

Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (2)
– Soba Masudaya – おそば増田屋

Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (3)
– Curry House CoCo Ichibanya – カレーハウスCoCo壱番屋 

Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (4)
– Bentō vom Kaufhaus Isetan / Isetan Department Store’s Bentō

Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (5)
– Ikinari! Steak (いきなり!ステーキ) (German only)

Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (6)
– Sushi – 寿司 (Bilder/Pictures)

U-Bahnen in Tōkyō (Teil 4)

8. January 2020

Beispiel: Ginza-Linie (銀座線)
Teil 1: Bahnhof Shibuya (渋谷駅)

Shibuya Bahnhof - U-Bahnlinie "Ginza" (渋谷駅、銀座線)

Shibuya Bahnhof – U-Bahnlinie “Ginza” (渋谷駅、銀座線)

Shibuya Bahnhof - U-Bahnlinie "Ginza" (渋谷駅、銀座線)

Shibuya Bahnhof – U-Bahnlinie “Ginza” (渋谷駅、銀座線)

Das Stadtviertel rund um den Bahnhof Shibuya (渋谷駅 / しぶやえき) ist ja nun schon seit vielen Jahren eine Großbaustelle – anders als anderswo auf der Welt, bedeutet diese Großbaustelle an einem Verkehrsknotenpunkt hier aber nicht, dass die Fahrgäste unter unwägbaren Einschränkungen im Zugverkehr zu leiden haben. Schon seit Jahren werden Bahnstrecken auf neue Gleise verlegt – ohne, dass der reguläre Fahrbetrieb beeinträchtigt wurde. Eher schon unter den sich fast täglich ändernden Wegen um die diversen Baustellen (die aber – fast – immer verständlich ausgeschildert waren und sind)
Nachdem am 1. November 2019 mit dem „Shibuya Scramble Square (渋谷スクランブルスクエア / しぶやするらんぶるすくえあ) ein neuer Solitär im Collier der Hochhäuser direkt in dem komplett umgestalteten Viertel der Öffentlichkeit übergeben wurde (der u.a. mit einer der spektakulärsten Aussichtsetagen in der Stadt aufwarten kann, dem „Shibuya Sky“), kam es zwischen dem 28. Dezember 2019 und dem 2. Januar 2020 aber doch zu einer kleinen Ausnahme im geregelten Bahnverkehr: Man hatte das stark reduzierte Verkehrsaufkommen während des Jahreswechsels dazu genutzt, die alte U-Bahnstation „Shibuya“ der Tōkyō Metro-Linie „Ginza“ (im dritten Obergeschoss des Tōkyū-Kaufhauses) zu schließen und am 3. Januar in ihrem neuen Zuhause wiederzueröffnen.

Die neue U-Bahnstation überspannt nun die Meiji Dōri (明治通り/ めいじどおり) zwischen dem Hochhauskomplex „Hikarie“ und dem alten Tōkyū-Kaufhaus, und ersetzt endlich die engen und nicht besonders bequem zugänglichen Bahnsteige des alten Bahnhofs der Ginza-Linie. Mit 12 Metern Breite ist sie ungefähr doppelt so breit, wie die alten Bahnsteige – ein Segen für diesen Endhaltepunkt einer U-Bahnlinie in diesem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt der Stadt. Shibuya ist der 4.-belebteste Bahnhof Japans und einer der belebtesten der Welt (über 2.000.000 Fahrgastbewegungen in diversen hier zusammentreffenden Bahnlinien täglich).

Dadurch, dass sich das M-förmige Dach ohne wesentliche Säulen über der Bahnhofshalle erhebt, ist die Station besonders „durchlässig“ und kann von beiden Enden des Bahnsteiges betreten und verlassen werden.

Noch ist offenkundig, dass die Station ihren finalen Bauzustand noch nicht erreicht hat. Bis zu den olympischen Sommerspielen 2020 sollen noch weitere Verbesserungen an der Station hinzukommen, wozu auch die in Tōkyō inzwischen üblichen Sicherheitsschiebetüren an der Bahnsteigkante gehören werden. Aufzüge werden auch noch eingebaut.

Am westlichen Ausgang der Station klafft derzeit noch eine unübersehbare Baulücke, die voraussichtlich nach Abriss und Neubau des Tōkyū-Kaufhauses geschlossen wird.

Shibuya Bahnhof - U-Bahnlinie "Ginza" (渋谷駅、銀座線)

Shibuya Bahnhof – U-Bahnlinie “Ginza” (渋谷駅、銀座線)

Lage des Bahnhofs:

(Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels die U-Bahnlinie „Ginza“ bei Googlemaps noch parallel zum neuen Streckenverlauf wenige Meter südlich eingezeichnet war)

Weitere Artikel zu U-Bahn-Stationen:

U-Bahnen in Tōkyō
– Teil 1: Fukutoshin-Linie – Kita-Sandō
– Teil 2: Fukutoshin-Linie – Shibuya
– Teil 3: Fukutoshin-Linie – Shinjuku-sanchōme

Weitere Artikel zum Umbau des Bahnhofsgebietes von Shibuya:

Hikarie (Bilder/Pictures)
– Der erste, grandiose Schritt zur kompletten Neugestaltung des Bahnhofsviertels von Shibuya