Asakusa Samba Carnival – 浅草サンバカーニバル – reloaded

24. August 2018

Rio de Janeiro in Tōkyō

Asakusa Samba Carnival / 浅草サンバカーニバル

Asakusa Samba Carnival / 浅草サンバカーニバル

Wie jedes Jahr im August, wird auch in diesem Jahr Tōkyōs Asakusa-Viertel (浅草 / あさくさ) in ein temperamentvolles Meer der Farben gehüllt – eines der fetzigsten Feste der Stadt, der “Asakusa Samba Carnival” (浅草サンバカーニバル) findet am 25. August 2018 statt (Parade von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr).

Und sollten Sie glauben, brasilianischer Karneval und japanische Sachlichkeiten würden nicht zusammenpassen: Schauen Sie hier und hier, wie ausgelassen es dort zugeht!

Und hier auch noch der Videoclip vom diesjährigen Samba Carnival:

Like every year in August, also this year Tōkyō’s Asakusa district (浅草 / あさくさ) will be swamped in a sea of hot temper and colours – one of the most exiting festivals, the “Asakusa Samba Carnival” (浅草サンバカーニバル) takes place on August 35th, 2018 (parade from 1. pm to 6 pm).

And should you think Brazilian Carnival and Japanese dispassion couldn’t possible match: Have a look here, and here how hilarious this festival is!

And here is also the video clip of this year’s Samba Carnival:

Asakusa Samba Carnival / 浅草サンバカーニバル

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Tōkyō Midtown (東京ミッドタウン) (aktualisiert/updated)

20. July 2018

Ein Höhepunkt in Tōkyōs Hochhauslandschaft
A highlight in Tōkyō’s landscape of highrise buildings

Tōkyō Midtown (東京ミッドタウン)

(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The English text follows the German text)

So schnell, wie Tōkyō sein Gesicht wandelt, so rasch werden auch “statistische” Angaben hinfällig. Grund genug, meinen Artikel über “Tōkyō Midtown (東京ミッドタウン)” mal wieder eines Blickes zu würdigen. Inzwischen könnte der Hochhauskomplex sogar verwechselt werden, weil man im Stadtteil Hibiya ein weiteres “Midtown” errichtet hat, über das zu gegebener Zeit noch zu berichten sein wird.

Tōkyō Midtown (東京ミッドタウン)
– Ein Höhepunkt in Tōkyōs Hochhauslandschaft

As fast as the face of Tōkyō is changing, also any kind of statistical data becomes obsolete. Reason enough to have a look at my posting regarding “Tōkyō Midtown (東京ミッドタウン)” again. One might even be led to confuse this “Midtown” with yet another one that has just recently be opened in Hibiya (Tōkyō). I’ll surely have to write about that one, too.

Tōkyō Midtown (東京ミッドタウン)
– A highlight in Tōkyō’s landscape of highrise buildings

 


Kasai Rinkai Kōen – Tōkyō Sea Life Park (葛西臨海公園 / 東京水族園) (überarbeitet/revised)

9. June 2018

Kasai Rinkai Kōen (葛西臨海公園)

Er gehört zu den Parks, die so weit draußen vor der Stadt liegen, dass man sie bisweilen aus den Augen verliert. Dabei ist der Küstenpark von Kasai (Kasai Rinkai Kōen / 葛西臨海公園) im Tōkyōter Stadtbezirk Edogawa (江戸川区 / えどがわく) ein dermaßen vielfältiges und (zumindest am Wochenende) auch beliebtes Naherholungsgebiet, dass es an der Zeit war, meinen Artikel von 2014 noch einmal zu überprüfen und zu ergänzen.

Lassen Sie sich einladen zu einem Spaziergang an den Gestaden der Bucht von Tōkyō!

Kasai Rinkai Kōen – Tōkyō Sea Life Park (葛西臨海公園 / 東京水族園)
– Maritimes Leben – hautnah erlebt

It is one of those parks that are located so far away from the centre of the city that one keeps on losing track of them. Which is a shame, because the coastal park of Kasai (Kasai Rinkai Kōen / 葛西臨海公園), located in Tōkyōs Edogawa ward (江戸川区 / えどがわく) has such a lot to offer and is (at least at weekends) such a popular recreational area that it was high time to revisit my posting of 2014 and complement it a bit further.

Feel invited for a stroll a the beaches of the Tōkyō Bay!

Kasai Rinkai Kōen – Tōkyō Sea Life Park (葛西臨海公園 / 東京水族園)
– Maritime life – an immediate experience

 


Ōme City (青梅市)

14. April 2018

Cineasten aufgepasst!

Ōme – Filmplakate (Breakfast at Tiffany’s)

Die Stadt Ōme (青梅 / おうめ), die ganz im Westen der Metropol-Präfektur Tōkyō liegt, gehört vielleicht nicht zu den bekanntesten Orten Japans – aber sie ist deswegen ja gerade für diese Webseite um so interessanter.

Grundsätzliches über Ōme

Spätestens wenn man weiß, dass Ōme die „Patenschaft“ für die deutschen Besucher der olympischen und paralympischen Sommerspiele 2020 in Tōkyō übernommen hat, wird man als Deutscher hellhörig. Vielleicht war man es auch schon vorher, denn schließlich verbindet die Stadt seit 1965 auch eine Städtepartnerschaft mit Boppard am Rhein. Deswegen ist es wahrscheinlich nicht ganz so verwunderlich, wenn man erfährt, dass es – neben einer hervorragenden Sakebrauerei – in Ōme auch Rebstöcke aus Boppard gibt, aus denen ein leichter Riesling mit dem Namen „Drop of Boppard“ gekeltert wird.

Ōme (青梅) – “A Drop of Boppard” (ポッパルドの雫)

Mit ihren mehr als 135.000 Einwohnern und einer Fläche von über 103 qkm gehört sie zu den zwar flächenmäßig mittelgroßen der 26 Städte und 23 Sonderbezirke in der Präfektur Tōkyō, aber zu den eher kleinen, was die Einwohnerzahl anbelangt. Dafür liegt sie aber auch in einer reizvollen Gebirgslandschaft (der Hausberg Ōmes ist der Mitake-san (御岳山 / みたけさん), der es immerhin auf 929 Höhenmeter bringt) im Tal des Tama-Flusses (多摩川 / たまがわ), der in den Bergen der Nachbarpräfektur Yamanashi (山梨県 / やまなしけん) entspringt und 138 km später zwischen Tōkyō und Kawasaki, direkt am Stadtflughafen Tōkyōs (Haneda / 羽田 / はねだ) in die Bucht von Tōkyō mündet.

Retro, wohin das Auge blickt

In den kommenden Artikeln werde ich ein bisschen auf die landschaftlichen und spirituellen Reize Ōmes eingehen. Heute sei der gewiefte Cineast auf Ōme aufmerksam gemacht, denn die Stadt bietet für Spielfilm-Freaks beiderlei Geschlechts ein Schmankerl, das man andernorts wahrscheinlich vergeblich sucht. Bis vor gar nicht mal allzu vielen Jahren, war es in Japan noch durchaus üblich, auf Kinofilme mit handgemalten Plakaten aufmerksam zu machen. Diese auch in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schon etwas schrullig wirkende Art der Werbung, ist inzwischen fast komplett verschwunden – die Straßen der Innenstadt Ōmes lassen diese alten Zeit neu entstehen.
Zu den aufwändig gemalten Filmplakaten gesellen sich auch Persiflagen auf dieselben – wer sich bei Spielfilmen aus alten Tagen ein bisschen auskennt (und es sind durchaus auch internationale Produktionen dabei), wird hier garantiert fündig. Eine kleine Auswahl gefällig?

Erkennen Sie die Originale?

Shōwa Retro-Artikel-Museum (昭和レトロ商品博物館 / しょうわレトロしょうひんはくぶつかん)

Das 1999 eröffnete Museum rundet sozusagen das Stadtbild mit einer umfangreichen Sammlung an Gebrauchsgütern aus der Shōwa-Zeit (1926-1989) ab – einer Zeit, der viele Japaner noch heute nachtrauern und die gerade in Fernsehserien bis zum Erbrechen wieder heraufbeschworen wird, weil zumindest die letzten dreißig Jahre diese Zeit sozusagen die „goldenen Jahre“ Japans waren. Das Museum beinhaltet ebenfalls eine Sammlung der obengenannten, handgemalten Filmplakate.

Ōme – Shōwa Retro-Artikel-Museum (青梅市・昭和レトロ商品博物館)

Ohne weiteres Wissen um das Leben in Japan in den 50er, 60er und 70er Jahre, bleibt die Ausstellung ein bisschen Panoptikum – aber wer in das damalige Lebensgefühl eintauchen möchte, ist hier sicher am richtigen Ort.

Öffnungszeiten des Shōwa-Museums:

Täglich, außer montags: 10 Uhr bis 17 Uhr (fällt ein Feiertag auf Montag, bleibt es am darauffolgenden Werktag geschlossen)

Eintrittsgeld für das Shōwa-Museum:

Erwachsene: 350 Yen
Kinder: 200 Yen

Adresse des Shōwa-Museums

65 Sumie-chō, Ōme-shi, Tōkyō-to 198-0084
〒198−0053 東京都青梅市住江町65

Wie man nach Ōme kommt:

Aus dem inneren Stadtgebiet Tōkyōs kommt man mit Schnellzügen der Chūō-Linie/Ōme-Linie in weniger als einer Stunde von Shinjuku nach Ōme.

Mehr über Ōme:

Ōme City – Mitake-san (青梅市・御岳山)
– Wanderschaft, Pilgerschaft und Kulturgüter


The Flower Market of Ōta (大田市場の「花市場」)

2. March 2018

Japan’s central wholesale market for flower auctions

Ōta Flower Market (大田市場の「花市場」)

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

It is more or less known that Japan has a somewhat different relationship with nature (in the cities some may come to the conclusion that one should rather say “no relationship with nature” – but that wouldn’t be a fair statement). And it is probably also no secret that flowers play an entirely different part in the daily life of the people, compared with those, let’s say, in Germany. Some may even be aware of the fact that the flowers’ price tag is usually in a rather “exorbitant” range.

As with vegetables, fruits and other groceries, also the quality standards for flowers are extremly high in Japan. “Immaculacy” that the magic word here. Ask Japanese for their opinion about products offered in European supermarkets – the honest ones will admit that they find the quality of fresh fruits and vegetables discraceful. Of course, one could challenge this attitude, but this is not the place to discuss the value (or rather the lack of it) of optically spotless vegetables. It is just mentioned here to demonstrate that some things are simply different in Japan.

The Japanese flower market is home to about 40,000 different kinds of flowers – and every year some two- to threethousand are being added. Japan is said to know the best methods for the creation of new flower varitions. At the same time, the integration of flowers into daily life, observing seasonal particularities is more or less a must. For more than a thousand years Japan has cultivated its approach towards flowers – finding its point of culmination in the high art of flower arrangement, ikebana.

And apart from all that, Japan ist one of the biggest producers of flowers. The county counts a many as 60,000 families occupied with growing flowers. Most of those establishments are, however – as large parts of the Japanese agricultural efforts – rather tiny (if compared with other global players) and therefore hardly competetive. While the portion of imported flowers was more or less stable in the range of single-digit percentages up until a few decades ago, it has in the meantime soared to 25% or more. With that, Japan is the third-larges importer of flowers – after the USA and the European Union.

The flower market of Tōkyō, located in the very south of the metropolis on a man-made island in the Ōta ward’s (大田区 / おおたく) Tōkai nichōme area (東海二丁目 / とうかいにちょうめ) (opened in September 1990), is the biggest in the country and, after the two gigantic flower markets in the Netherlands, the third-largest in the world. As far as the logistics are concerned it may not be state of the art, but the flower auctions that are being held here in the early morning hours have such a flair that laymen may mistake the location for the control centre of Cape Canaveral – and not for a place for dealing in one of the most beautiful things mother nature has to offer.

There are two large auction halls:

One is run by “Flower Auction Japan” (株式会社フラワーオークションジャパン / かぶしきがいしゃフラワーオークションジャパン), “FAJ” in short.

Flower Auction Japan (株式会社フラワーオークションジャパン) – Auction Hall

And the other one by “Ōta Floriculture Auction Co., Ltd.” (株式会社大田花き / かぶしきがいしゃおおたかき).

Ota Floriculture Auction Co., Ltd. (株式会社大田花き) – Auction System

And this good thing about it is: Once you’ve found the flower market (and this posting is hopefully helping you with that), the balconies for visitors and also the auction halls, you seem to be quite welcome as a visitor. In the areas dedicated to  vistors you can watch the market’s activities without disturbing the busy surroundings of the flower auctions. The auction halls may not always be accessible to visitors. While I was there, one was kindly asked to refrain from visiting the “Ota Floriculture Auction”.

The core of the flower market are the auction halls and, of corse, the centres for logistics, ensuring that that flowers not only find their way to the market, but also do those dealers who have bought them during the auctions:

While visiting the flower market, it is highly likely that you will be slightly confused by the mixture of bustling activity and the almost silence of the auctions. And maybe you will also realise (what you may have seen in the flower shops of Tōkyō already) that the colour preferences of the Japanese are slightly different from those in Western countries. There is a certain tendency towards pastel-coloured flowers.

The outer areas of the flower market (but still close to the actual trading) feature some flower shops run by the wholesalers for “professional” demand:

In close neighbourship to the flower market you will also find Tōkyō’s second biggest fish market, the fruits market and the vegetables market.

Address of the flower market:

2-2-1, Tōkai, Ōta-Ku, Tōkyō 143-0001, Japan

Opening hours:

On weekdays from the very early morning hours.

Auctions for cut flowers:
Monday, Wednesday and Friday from 7 am to 11 am

Auctions for pottet plants:
Tuesday and Thursday from 7:30 am to 9 am

(These times are just approximated times – depending on the season, auctions may end much earlier – try to be there between 7:30 am and 8 am to be on the safe side.)

Basically the market is open from 5 am to 3 pm (even though trading activities start as early as 2 am), but closed on Sundays and certain other days.

Open hours of the visitors’ centre:
On weekdays from 9 am to 12 am and from 1 pm to 4 pm (closed on Saturdays, Sundays and Holidays)

How to get there:

It the easist to take the Tōkyō Monorail (東京モノレール / とうきょうモノレール) to “Ryūtsū Center” (流通センター / りゅうつうセンター) (“Distribution Centre”). After leaving the station turn right and cross the canal alongside the Kannana Dōri (環七通り / かんななどおり) in eastern direction. After the bridge turn right into southern direction. The building of the flower market is decorated with a huge flower symbol on its roof (walking time from the station: about 10 minutes).

There are usually also taxis at the station “Ryūtsū Center” – turn left at the station’s gate and tell the taxi driver:
「大田市場の”花市場”」 / 「おおたしじょうの”はないちば」/ Ōta shijō no hana ichiba


Der Blumenmarkt von Ōta (大田市場の「花市場」)

25. February 2018

Japans zentraler Großhandelsmarkt für Blumenauktionen

Ōta Flower Market (大田市場の「花市場」)

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Dass Japan einen besonderen Bezug zur Natur pflegt (in den Städten drängt sich der Verdacht auf, dass man eigentlich „keinen Bezug“ schreiben müsste – was natürlich nicht stimmt), ist bekannt. Und dass Blumen im japanischen Alltag eine ganz andere Rolle spielen als beispielsweise in Deutschland, ist sicher auch kein Geheimnis (wie auch die Tatsache, dass Blumen in Japan fast unerschwinglich teuer erscheinen).

Wie auch bei Gemüse, Obst und anderen Lebensmitteln, sind die Standards auch bei Blumen extrem hoch in Japan. Makellosigkeit ist hier in erster Linie gefragt. Das Warenangebot in deutschen Supermärkten wird von Japanern oft als Zumutung empfunden. Es soll an dieser Stelle nicht über Sinn und Unsinn dieser Haltung diskutiert werden. Sie wird nur erwähnt, um zu veranschaulichen, warum in Japan ein paar Dinge nun mal ein bisschen anders sind als anderswo.

Auf dem japanischen Blumenmarkt „tummeln“ sich ungefähr 40.000 verschiedene Sorten – und jährlich kommen zwei- bis dreitausend neue hinzu. Japan werden die besten Verfahren zur Entwicklung neuer Blumenvariationen nachgesagt. Gleichzeitig ist die jahreszeitliche Einbindung von Blumen in das tägliche Leben praktisch ein Muss. Seit mehr als tausend Jahren hat Japan seinen ganz besonderen Umgang mit Blumen kultiviert – seinen Höhepunkt findet diese Kultur nicht zuletzt in der hohen Kunst des Blumensteckens, des Ikebana.

Außerdem ist Japan selbst einer der großen Blumenproduzenten der Welt. Man zählt allein ca. 60.000 Familien, die sich mit der Aufzucht von Blumen beschäftigen (viele Betriebe sind allerdings – wie auch in vielen anderen Teilen japanischer Landwirtschaft – im globalen Vergleich regelrecht winzig und nicht nur deswegen kaum konkurrenzfähig). Während noch vor wenigen Jahrzehnten der Anteil an importierten Blumen im einstelligen Prozentbereich „dümpelte“, ist die Importquote längst auf über 25% gestiegen. Damit ist Japan der drittgrößte Importeur – nach den USA und der Europäischen Union.

Der Blumenmarkt, ganz im Südosten Tōkyōs auf einer der vielen künstlichen Inseln in der Bucht von Tōkyō im Stadtteil Ōta (大田区 / おおたく) und dort in Tōkai nichōme (東海二丁目 / とうかいにちょうめ) gelegen (eröffnet im September 1990), ist der größte des Landes und, nach den beiden Blumenmärkten in Holland, der drittgrößte der Welt. Er ist, was die Logistik rund um die Blumen anbelangt, ganz bestimmt nicht der modernste, aber die Auktionen, die hier in den frühen Morgenstunden durchgeführt werden, finden in einer Atmosphäre statt, die den Unbedarften doch eher an das Kontrollzentrum in Cape Canaveral erinnern dürften, als an den Handel mit einem der schönsten Dinge, die die Natur für uns hervorbringt.

Es gibt zwei große Auktionshallen:

Eine davon wird von “Flower Auction Japan” (株式会社フラワーオークションジャパン / かぶしきがいしゃフラワーオークションジャパン), abgekürzt „FAJ“ betrieben.

Flower Auction Japan (株式会社フラワーオークションジャパン) – Auction Hall

Die andere von “Ōta Floriculture Auction Co., Ltd.” (株式会社大田花き / かぶしきがいしゃおおたかき).

Ota Floriculture Auction Co., Ltd. (株式会社大田花き) – Auction System

Und was das Schöne daran ist: Wenn man den Blumenmarkt von Ōta erst mal gefunden hat (und dieser Artikel hilft hoffentlich dabei) und die für Besucher eingerichteten Balkone und Auktionshallen ausfindig gemacht hat, steht er wirklich allen Besuchern offen. Und sie können sich in dem geschäftigen Umfeld der Blumenauktionen auch bewegen, ohne den Geschäftsbetrieb zu beeinträchtigen. Die Autionshallen stehen den Besuchern allerdings nicht regelmäßig zur Besichtigung offen. Während meines Besuches war z.B. gebeten worden, vom Besuch der “Ota Floriculture Auction” Abstand zu nehmen.

Herzstück des Blumenmarktes sind die beiden Aktionshallen und natürlich die Logistikzentren, die für den An- und Abtransport der Blumen sorgen, die in den beiden Auktionshallen gehandelt wurden:

Sie werden wahrscheinlich auch über die fast unwirklich wirkende Mischung aus Geschäftigkeit und reibungslosem, ja bisweilen fast geräuschlosem Handel staunen. Und wahrscheinlich wird Ihnen auch auffallen (was Sie aber vielleicht auch schon aus den zahllosen Blumengeschäften in Japan kennen), dass die Farb-Präferenzen der Japaner ganz anders sind als beispielsweise in Europa. Die Tendenz geht hier ganz eindeutig mehr zu pastellfarbenen Tönen.

Am Rande des eigentlichen Handelsgeschehens, bieten einige der Großhändler auch Blumengeschäfte für den “professionellen” Bedarf:

In nächster Nachbarschaft zum Blumenmarkt befindet sich übrigens auch der zweitgrößte Fischmarkt Tōkyōs, der Obstmarkt und der Gemüsemarkt.

Adresse des Blumenmarktes:

2-2-1, Tōkai, Ōta-Ku, Tōkyō 143-0001, Japan

Öffnungszeiten:

Werktags ab den frühen Morgenstunden.

Schnittblumenversteigerungen montags, mittwochs und freitags 7 Uhr bis 11 Uhr morgens.
Topfpflanzenversteigerungen dienstags und donnerstags ab 7:30 Uhr bis 9 Uhr morgens.

(Diese Zeiten sind nur ungefähre Zeiten – je nach Saison enden die Versteigerungen auch schon früher – richten Sie sich auf ca. 7:30 Uhr bis 8 Uhr ein).

Der Markt ist grundsätzlich von 5 Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags geöffnet, allerdings sonntags und an ausgewählten Tagen geschlossen.

Öffnungszeiten des Besucherzentrums:
Wochentags von 9 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 16 Uhr (samstags, sonn- und feiertags geschlossen)

Wie man hinkommt:

Nehmen Sie am besten die Tōkyō Monorail (東京モノレール / とうきょうモノレール) nach „Ryūtsū Center“ (流通センター / りゅうつうセンター) („Verteilzentrum“). Nach dem Verlassen der Bahnstation halten Sie sich nach rechts und überqueren Sie mit der Kannana Dōri (環七通り / かんななどおり) den Wasserarm in östlicher Richtung und biegen Sie nach der Brücke gleich wieder nach rechts in südlicher Richtung ab. Das Gebäude des Blumenmarktes ist an dem Blumenemblem auf dem Dach zu erkennen (Gehzeit insgesamt ca. 10 Minuten).

An der Station „Ryūtsū Center“ stehen meist auch Taxis bereit (links neben dem Ausgang der Bahnstation). Sagen Sie dem Taxifahrer:
「大田市場の”花市場”」 / 「おおたしじょうの”はないちば」/ Ōta shijō no hana ichiba


Hinweis: Themen-Ausstellung im Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)

8. January 2018

Zum 150. Jubiläum von Taikan Yokoyama ― Die Elite der Künstlerwelt Tōkyōs

Taikan Yokoyama: Yanshan-Rolle (Yamatane Kunstmuseum)

Nicht zum ersten Mal möchte ich auf eine neue Ausstellung des Yamatane Kunstmuseums hinweisen – vorangegangene Hinweise und Details über das Museum finden Sie hier:

Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)
– Meisterwerke beweisen die Fortführung einer alten japanischen Tradition

Hinweis: Neue Ausstellung im Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)
– Eine Welt voller Blumen – von der Rimpa-Schule zu zeitgenössischer Kunst

Schöne Frauen im Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)
– Shōen Uemura und auserlesene “Bijinga” – Gemälde schöner Frauen

Dieses Mal gilt mein Hinweis einem Pionier moderner Nihonga-Malerei, Taikan Yokoyama* (横山大観 / よこやまたいかん) (1868-1958). In einer Sonderausstellung zum 150. Geburtstag und 60. Todestag des großen Künstlers, zeigt das Yamatane Kunstmuseum seine komplette Kollektion von Werken Yokoyamas.

Yokoyama war in eine Samurai-Familie in der Mito Domäne in der damaligen Hitachi-Provinz (heute Präfektur Ibaraki) geboren worden. Im Jahre 1889, die Familie war inzwischen verarmt und schlug sich mehr schlecht als recht mit Sakehandel durchs Leben, schrieb er sich in die erste Ausbildungsklasse der „Kunstakademie Tōkyō“ (東京美術学校 / とうきょうびじゅつがっこう) ein, wo er bei solchen Größen wie Kanzan Shimomura (下村観山), Shunsō Hishida (菱田春草), Gahō Hashimoto (橋本雅邦) und unter der Leitung von Tenshin Okakura (岡倉天心) unterrichtet wurde.

Im Jahre 1898 folgte er Okakura, der die Kunstakademie verlassen hatte (sprich: die Akademie hatte Okakuras künstlerischen Auffassungen nicht geteilt und sich deswegen von ihm getrennt), und beteiligte sich an dessen Gründung einer privaten Kunstschule, der „Japan Art Academy“ (日本美術院 / にほんびじゅついん), die er auch nach dessen Tod im Jahre 1913 am Leben zu erhalten maßgeblich mithalf.
Später gab er sich ganz der Schaffung innovativer Nihonga hin. In seinem Werk überschneiden sich Zeiten und Kulturen (japanische, ostasiatische und westliche) miteinander. Für die Entwicklung von Nihonga in der Meiji-Zeit steht er sozusagen symbolisch.

Besondere Wichtigkeit hat das Werk Yokoyamas für das Yamatane Kunstmuseum, weil dessen Gründer, Taneji Yamazaki, sich dem Künstler eng verbunden fühlte. Deswegen kann diese Ausstellung alle vierzig Werke Yokoyamas, die sich im Besitz des Museums befinden, erstmals seit 1966 wieder komplett präsentieren.

Auch die anderen Künstler, die in der Ausstellung zu sehen sind, pflegten enge Verbindungen zum Museumsgründer. Dazu gehören Kokei Kobayashi (小林古径), Yukihiko Yasuda (安田靫彦) und Seison Maeda (前田青邨). Deswegen bietet die Ausstellung eine einmalige Gelegenheit, die Entwicklung des modernen Nihonga, die von Yokoyama maßgeblich geprägt wurde, zusammen mit den Werken anderer führender Künstler der Tōkyōter Künstlerwelt zu betrachten.

Hier ein paar ausgewählte Werke, die mir freundlicherweise vom Yamate Kunstmuseum zur Verfügung gestellt wurden.

* Bitte beachten Sie, dass ich die Namen in der im Deutschen üblichen Reihenfolge „Vorname, Nachname“ belassen habe und auch die Künstler im übrigen Text mit ihrem Familiennamen nenne – im Japanischen wird grundsätzlich eher der Vorname verwendet; Taikan Yokoyama hat seine Bilder deswegen auch mit “Taikan” signiert.

Abschnitt 1:
Yokoyama als Pionier des Nihonga

Yanshan-Rolle (1910)
Tinte auf Papier

Taikan Yokoyama: Yanshan-Rolle (Yamatane Kunstmuseum)

Tao Yuan-ming (1913)
Tinte und Farbe auf Papier mit Blattgold

Taikan Yokoyama: Tao Yuan-ming (Yamatane Kunstmuseum)

Tao Yuan-ming war ein chinesischer Poet, der während der Zeit der “Sechs Dynastien” (3. bis 6. Jahrhundert n.Chr.) lebte und sich von seinem Beruf als Hofbeamter in seinen Heimatort für ein abgeschiedenes Leben zurückzog. Yokoyama hat eine besondere Vorliebe für Tao Yuan-ming und porträtierte ihn wiederholt. Dieses Gemälde bezieht sich auf ein berühmtes Gedicht Tao Yuan-mings (“Die Rückkehr”) und zeigt den Poeten bei Sonnenuntergang vor dem Stamm einer Kiefer, die nahenden Wolken über den Bergen und die in ihre Nester zurückkehrenden Vögel betrachtend. Dass Yokoyama hier mit den einfachen Formen der Rimpa-Schule experimentierte, kann an der Darstellung des Poeten erkannt werden.

Sakuemons Haus (1916)
Farbe auf Seide mit rückseitigem Blattgold

Taikan Yokoyama: Sakuemons Haus (Yamatane Museum of Art)

Auf diesem Bild erkennen wir einen Bauern, der nach seines Tages Arbeit in den Feldern nach Hause zurück kommt. Im Stall sehen wir sein Pferd, das offensichtlich den nahenden Herrn wahrgenommen hat. Yokoyama hat wiederholt Techniken angewandt, bei denen Objekte ohne gezeichnete Konturen erscheinen. Auf diese Weise hat er einerseits die Modernisierung von Nihonga vorangetrieben, gleichzeitig aber auch Stile gepflegt, die als vage und unklar kritisiert wurden. In der Taishō-Zeit (1912-1925) kehrte er jedoch zu traditionellen Stilen und Techniken zurück. In diesem Bild erinnert die Art und Weise, wie er Blätter gemalt hat, an die heutigen Manga, gleichzeitig referenziert das kräftige Grün des Laubes aber auch in die Lebendigkeit von Yamato-e (大和絵 / やまとえ), den Stil der Heian-Zeit (9. – 12. Jahrhundert).

Mt. Kisen (1919)
Farbe auf Papier

Taikan Yokoyama: Mt. Kisen (Yamatane Kunstmuseum)

Dieses Bild, von dem man glaubt, dass es eine Studie für einen zweiteiligen Wandschirm darstellt, zeigt den Berg Kisen in Uji (宇治 / うじ) südlich von Kyōto (in Gedichten eines Heian-zeitlichen Mönchs bekannt geworden). Die Ockerfarbe, die durch das rötliche Blattgold auf der Papierrückseite entsteht, ist Resultat der verwendeten Papierart (mit rötlichem Blattgold auf der Rückseite). Man geht davon aus, dass Yokoyama diese Technik angewandt hat, um den roten Farbton der Böden Kyōtos zum Ausdruck zu bringen.

Das Papier hierzu hatte Yokoyama eigens herstellen lassen. Dabei wurde die oberste Schicht des geschöpften Papiers nach dem Auftragen des Blattgoldes entfernt, um die Strahlkraft des durchscheinenden Schimmers zu erhöhen.

Uhu (1926)
Tinte und helle Farben auf Seide

Taikan Yokoyama: Uhu (Yamatane Kunstmuseum)

Shunsō Hishida (菱田春草) (1874-1911)
Rückkehr von einem Angelausflug (1901)
Farbe auf Seide

Shunsō Hishida: Rückkehr von einem Angelausflug (Yamatane Kunstmuseum)

Indem sie mit neuen Techniken experimentierten, schufen die Nihonga-Meister Bilder, auf denen die Ansichten ganz ohne mit Tusche gezeichneten Konturen dargestellt wurden. Statt dessen wurde viel mit ausdrucksstarken Schatten gearbeitet, um Atmosphäre und Lichteffekte zu erzeugen – ein Stil, der wie oben schon erwähnt, als vage und unklar kritisiert wurde. Dieses Bild von Hishida stammt aus dieser Zeit.

 

Abschnitt 2:
Die Essenz der Kunst Yokoyamas

Hirtenstar (1927)
Farbe auf Papier

Taikan Yokoyama: Hirtenstar (Yamatane Kunstmuseum)

Der Hirtenstar wird in China als glücksbringender Vogel geachtet. Auch Yokoyama hat diese Vogelart wiederholt gemalt. In diesem Beispiel wurde der Vogel, in einem Feigenbaum sitzend, in Sumi-Tinte ausgeführt.

Mt. Fuji, der heilige Berg (1937)
Farbe auf Seide

Taikan Yokoyama: Mt. Fuji, der heilige Berg (Yamatane Kunstmuseum)

Da dieses Bild das Werk Taikan Yokoyamas am besten repräsentiert, wurde es auch als “Eröffnungs-Bild” für diese Ausstellung gewählt. Beim Betreten der Ausstelllungsräume läuft man direkt auf es zu und hat so die drei Elemente, die man von diesem großen Maler Japans wissen sollte, direkt vor sich: Den Namen “Taikan” (mit dem er seine Bilder signierte), den Fuji (sein bevorzugtes Sujet) und Nihonga (die Stilrichtung, die er ganz maßgeblich mitgeprägt hat).

Frühlings-Fluss und Herbstfarben (1938)
Farbe auf Seide

Taikan Yokoyama: Frühlingsfluss und Herbstfarben (Yamatane Kunstsmuseum)

Frühlingsmorgen (1939)
Farbe auf Seide

Taikan Yokoyama: Frühlingsmorgen (Yamatane Kunstmuseum)

Wie auch auf diesem Bild, hat Yokoyama vorzugsweise die Blüten der Wildkirsche (山桜 / やまざくら) gemalt (dieser Kirschbaum trägt schon zur Blütezeit Blätter).

Göttlicher Geist: Mt. Fuji (1952)
Tinte und helle Farben auf Seide

Taikan Yokoyama: Göttlicher Geist: Mt. Fuji (Yamatane Kunstmuseum)

Dieses Bild war im Grunde Auslöser für die Eröffnung des Yamatane Kunstmuseums, da es dem Museumsgründer unter der Bedingungen von Taikan Yokoyama verkauft wurde, dass er ein Museum für Nihonga eröffnet. Der Fuji fesselte zeitgenössische und moderne Maler, genau wie die Maler der Heian-Zeit – als er mehr und mehr Gegenstand künstlerischer Betrachtung wurde. Yokoyama allein hat in seinem Leben mehr als zweitausend Bilder des Fuji geschaffen.

Abschnitt 3:
Die Elite der Künstlerwelt Tōkyōs

12
Kokei Kobayashi (小林古径) (1883-1957)
Ochsen (1943)
Farbe auf Papier

Kokei Kobayashi Kokei: Ochsen (Yamatane Kunstmuseum)

Yukihiko Yasuda (安田靫彦) (1884-1978)
Minamoto no Yoshitsune in Hiraizumi (1965)
Farbe auf Papier

Yukihiko Yasuda: Minamoto no Yoshitsune in Hiraizumi (Yamatane Kunstmuseum)

Kaii Higashiyama (東山魁夷) (1908-1999)
Jahresende (1968)
Farbe auf Papier

Kaii Higashiyama: Jahresende (Yamatane Kunstmuseum)

Higashiyama hat sich die Worte des Literaturnobelpreisträgers Yasunari Kawabata (川端康成 / かわばたやすなり) (1899-1972) zu Herzen genommen, als er dieses Gemälde – als Teil einer Serie von Gemälden über Kyōto –  schuf: “Male Kyōto jetzt, oder es wird verschwinden!”. Wir alle wissen, wie wahr diese Worte waren.

Der Blick fällt vom Dach des “Kyōto  Hotels” (heute “Hotel Ōkura”) auf die von Schnee bedeckten, traditionellen “machiya”-Häuser Kyōtos in der Neujahrsnacht. Der azurblaue Farbton dieses Bildes ist als “Higashiyama-Blau” bekannt. Man glaubt förmlich, das Geräusch des schweren Schneefalls hören zu können, ja vielleicht sogar den Klang der Tempelglocken in der Neujahrsnacht. Das “Markenzeichen” des Yamatane Kunstmuseums wurde übrigens von diesem Blauton inspiriert, der mit Mineralfarben erzeugt wurde, die Higashiyama besonders geliebt hat.

Dauer der Ausstellung:

3. Januar 2018 bis 25. Februar 2018

Öffnungszeiten:

10 Uhr bis 17 Uhr (letzter Einlass: 16:30 Uhr)

(geschlossen am 9. Januar, 13. Februar und an Montagen, außer 8. Januar und 12. Februar)

Eintrittsgelder:

Erwachsene: 1.000 Yen
Schüler der Oberstufe und Studenten: 800 Yen
Kinder und Schüler bis zur Mittelstufe: Eintritt frei
Behinderte mit Ausweis und eine Begleitperson: Eintritt frei

Für Gruppen von 20 und mehr Personen, für im Vorverkauf erworbene Tickets, für wiederkehrende Besucher dieser Ausstellung und Besucher im Kimono werden Nachlässe gewährt.

 

Wenn Sie sich eingehender mit Leben und Werk Taikan Yokoyamas befassen möchten, ist sicher des Künstlers Wohnhaus in Tōkyō für Sie von Interesse (aber auch dann, wenn traditionelle japanische Wohnarchitektur Ihr Steckenpferd sein sollte):

Yokoyama Taikan Memorial Hall (横山大観記念館 / よこやまたいかんきねんかん)

1-4-24 Ikenohata, Taitō-ku, Tōkyō 〒110-0008

Eintrittsgebühr:

Erwachsene: 800 Yen
Schüler der Mittel- und Oberstufe: 650 Yen
Kinder und Grundschüler: 300 Yen
Behinderte: 650 Yen
Jahreskarte: 2.200 Yen

Öffnungzeiten:

10 Uhr bis 16 Uhr (letzter Einlass: 15 Uhr)

Das Gebäude ist grundsätzlich nur Donnerstag bis Freitag und an Feiertagen zu besichtigen. Da von dieser Regel aber auch abgewichen wird, schauen Sie vor einem Besuch des Museums vorsichtshalber auf dessen Webseite (leider nur auf Japanisch) nach. Längere Betriebsferien sind 2018 im Sommer (17.7.2018 bis 31.8.2018) und im Winter (25.12.2018 bis 11.1.2019) vorgesehen.