Tōkyō Skyline / Rainbow Bridge (Bilder/Pictures)

14. December 2017

Ein atemberaubender Geheimtipp für den Abend
A breathtaking insider tip for the evening

Tōkyō Skyline

Manchmal scheut man sich davor, Höhepunkte der Stadt, die (noch) nicht vom Millionenpublikum überrannt werden, auf eine Webseite zu setzen – aber in diesem Fall führt daran kein Weg vorbei. Details zur Tōkyō Skyline und der Rainbow Bridge finden Sie hier:

Tōkyō Rainbow Bridge (東京レインボーブリッジ)
– Der beste Ort, um die Skyline Tōkyōs zu bewundern

Sometimes one hesitates to share a highlight of the city which is (not yet) overrun by millions of visitors on a website – but in this case there is simply no other way. Details of the skyline of Tōkyō and the Rainbow bridge can be found here:

Tōkyō Rainbow Bridge (東京レインボーブリッジ)
– The best place to admire Tōkyō’s skyline

Aber genießen Sie einfach die untenstehenden Bilder – klicken Sie in das Mosaik, um sich eine Diashow anzuschauen!

But now, just enjoy the pictures below – click into the mosaic and have them presented as a slide show!

Zusatzinformation:
Dies ist ein Artikel der “Ohne Worte / Non-Verbal”-Serie – für Näheres zu dieser Serie siehe in der Navigationsleiste unter “Ohne Worte / Non-Verbal“.

Additional Information:
This is a posting of the “Ohne Worte / Non-Verbal” series – for more details on this series, please have a look at “Ohne Worte / Non-Verbal“ on the navigation bar.

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Teien Bijutsukan (庭園美術館) (ergänzt/supplemented)

4. December 2017

 

Tōkyō Metropolitan Teien Art Museum (東京都庭園美術館)

Für alle, denen Architektur und Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts am Herzen liegen – und hier ganz besonders das Art Déco – ist das Teien Kunstmuseum ein Muss. Und weil gerade unlängst wieder die Möglichkeit hatte, nicht nur die Räumlichkeiten der alten Prinzenresidenz, sondern auch die Ausstellungsräume und den herrlichen Garten mit seinem Teehaus (wichtiges Kulturgut Japans!) zu besuchen, haben meine beiden Artikel zu dem Thema ein paar Ergänzungen erfahren. Verwöhnen Sie sich mit einem kleinen Ausflug in die Welt des Art Déco – und falls Sie es nicht bis ins Teien Kunstmuseum schaffen sollten, klicken Sie doch wenigstens den untenstehenden Link an.

For all of you who care for the architecture and art of the first half of the 20th century – Art Deco in particular – the Teien Art Museum is a must. And because lately I had the chance not just to revisit the splendid rooms of the old princely residence, but also the exhibition halls and the gorgeous garden and its tea house (important cultural property of Japan), also my two postings regarding this museum needed to be supplemented. Spoil yourself with a little excursion into the world of Art Deco – and if you can’t make it to the Teien Art Museum itself, at least click on the link below.

Teien Kunstmuseum (庭園美術館) (German version)
– Art Déco vom Feinsten
Oder: Wo französische Lebensart auf japanische Handwerkskunst trifft

Hinweis: Neue Ausstellung im Teien Kunstmuseum (庭園美術館)(German version)
– Decoration never dies, anyway

Teien Art Museum (庭園美術館) (English version)
– Art Deco at its best
or: Where French savoir-vivre meets Japanese craftsmanship

Tip: New Exhibition at the Teien Art Museum (庭園美術館) (English version)
– Decoration never dies, anyway


Tip: New Exhibition at the Teien Art Museum (庭園美術館)

18. November 2017

Decoration never dies, anyway

Teien Art Museum – Decoration never dies, anyway

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

From November 18 this year to February 25, 2018 the Teien Art Museum (庭園美術館) is holding an exhibition of seven contemporary artists that have explored the topic of “decoration” and have integrated it into the Art Déco surrounding, the building of the Teien Art Museum is providing. Don’t miss this fascinating exhibition!

Teien Art Museum – Decoration never dies, anyway

Here are some of the exhibits (the rooms in the Teien Art Museum where you can find those works of art are stated in the photos’ inscription):

Akiko und Masako Takada

The Japanese twins create from inexpensive and everyday items and transform them into suggestions of very different and often precious objects.

Kour Pour

The Los Angeles-based artist was born in Britian, where his Iranian father restored Persian carpets. He paints large and colourful canvases that look like fine antique carpets but with unexpected juxtapositions from other cultures and times.

Makiko Yamamoto

The Japanese artist draws windows of strangers’ homes, using her imagination to create lives for the people who live within. She then pulls the residents to her work, inviting them to recreate the scenes she has imagined.

Nynke Koster

This Dutch artist takes molds of interior pieces of historical buildings and creates from them furniture and decorative elements.

Wim Delvoye

The Belgian Artist borrows decorative elements from Gothic cathedrals and reworks them in intricate laser-cut steel sculptures with modern contexts. In addition the exhibition will show works from his Tyre and Suitcase series.

Yoshikazu Yamagata

The Japanese fashion designer creates art that is worn on the body but transcends the boundries of fashion.

The seventh artist of this exhibition, Araya Rasdjarmrearnsook from Thailand is represented in the Annex of the Teien Art Museum. She has created a video-installation which – for good reason – I cannot show here.

But not just because of the current, breathtaking exhibition the Teien Art Museum is a “must” for everyone who is interested in art and architecture – the building alone is worth a visit. For further information (such as opening hours and how to get there) and lots of pictures of it, have a look at the following:

Teien Art Museum (庭園美術館)
– Art Deco at its best
or: Where French savoir-vivre meets Japanese craftsmanship


Hinweis: Neue Ausstellung im Teien Kunstmuseum (庭園美術館)

18. November 2017

Decoration never dies, anyway

Teien Art Museum – Decoration never dies, anyway

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Das Teien Kunstmuseum (庭園美術館) bietet vom 18. November 2017 bis zum 25. Februar 2018 eine Ausstellung sieben zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die sich des Themas “Dekoration” angenommen und es in dem Art Déco-Rahmen, den das Gebäude des Teien Kunstmuseums bietet, umgesetzt haben. Lassen Sie sich die faszinierende Ausstellung nicht entgehen!

Hier ein paar Beispiele der Exponate (die Räume, in denen Sie die Ausstellungsstücke finden sind jeweils in der Bildbeschriftung vermerkt):

Akiko und Masako Takada

Das japanische Zwillingspaar kreiert seine Kunst aus Gegenständen des Alltags und verwandelt sie in kostbar erscheinende Kunstwerke.

Kour Pour

Der Vater des in Los Angeles lebenden, britischen Künstlers war Iraner, der sich mit der Restauration persischer Teppiche beschäftigte – und aus diesem Kulturkreis bezieht Kour Pour seine Inspirationen; seine Kunstwerke sehen auf den ersten Blick wie Teppiche aus – aber schauen Sie sie sich näher an – sie stellen Zeichen und Elemente aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen einander gegenüber.

Makiko Yamamoto

Die Japanerin zeichnet die Fenster von fremden Häusern und stellt sich dabei das Leben, das hinter diesen Fenstern gelebt wird, vor. Anhand dieser Zeichnungen bittet sie diejenigen, die tatsächlich hinter diesen Fenstern leben oder arbeiten, ihre Inspiration “nachzustellen”.

Nynke Koster

Die niederländische Künstlerin nimmt Gummi-Abdrücke von Teilen historischer Gebäude und verwandelt diese Abdrücke in Möbelstücke oder Dekoration.

Wim Delvoye

Der belgische Künstler transformiert Elemente gotischer Kathedralen in Gegenstände gänzlich unerwarteter Form. Außerdem sind in der Ausstellung Teile seiner Serien “verwandelter” Reifen und Koffer zu sehen.

Yoshikazu Yamagata

Der japanische Modedesigner kreiert “tragbare Kunst”, die aber die Ketten der Mode sprengt.

Die siebte Künstlerin, deren Werk Sie im Annex finden können, die Thailänderin Araya Rasdjarmrearnsook, ist mit einer Videoinstallation vertreten, die ich hier aus verständlichen Gründen nicht abbilden kann.

Aber natürlich ist das Teien Kunstmuseum nicht nur aktueller Ausstellungen wegen ein Muss für jeden, der sich für Kunst und/oder Architektur interessiert, sondern schon allein des Gebäudes wegen. Für weitere, reich bebilderte Informationen zum Museumsgebäude selbst, aber auch zu den Öffnungszeiten und den Anfahrtswegen, schauen Sie doch einmal hier vorbei:

Teien Kunstmuseum (庭園美術館)
– Art Déco vom Feinsten
Oder: Wo französische Lebensart auf japanische Handwerkskunst trifft


Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 2)

17. September 2017

Yokohama (横浜)
Tokushima Awa Odori (徳島阿波踊り)

Yokohama Ōsanbashi / Asuka II (横浜大さん橋/飛鳥II)

Unsere Reise beginnt im Hafen von Yokohama (横浜 / よこはま). Und das dortige Passagierterminal „Ōsanbashi“ (大さん橋国際客船ターミナル / おおさんばしこくさいきゃくせんたーみなる) allein ist schon die Reise wert (Sie müssen auch nicht extra an Bord eines Schiffes gehen, um dieses einzigartige Gebäude kennenzulernen). Das zwischen 1988 und 2002 errichtete neue Pier ist dafür ausgelegt, bis zu vier 30.000-Tonnen-Schiffe oder zwei 70.000-Tonnen-Schiffe gleichzeitig abzuwickeln. Sie werden sagen: Na, und was ist mit den noch größeren? Spätestens ab 90.000 Tonnen müssen diese Monsterkähne leider im weit weniger ansehnlichen Frachthafen abgefertigt werden, da ihnen die Durchfahrthöhe der Yokohama Bay Bridge (55 Meter) den Weg versperren würde (hier passt maximal die „Queen Elizabeth 2“ durch). Und auf Deck 12 der Asuka II hat man auch schon (fast) das Gefühl, nach dem unteren Deck der Brücke greifen zu können.

Hier aber zunächst einmal ein paar Eindrücke vom Passagierterminal in Yokohama, besagtem/r „Ōsanbashi“

Während der Fahrt von Yokohama nach Komatsushima (小松島 / こまつしま), dem Hafen, der am zweiten Tag angelaufen wurde, konnten die Decks der Asuka II bei herrlichstem Sonnenschein bestaunt werden:

Und nach der Ankunft im (allerdings wirklich nicht gerade schönen) Hafen von Komatsushima (小松島 / こまつしま) auf der Insel Shikoku (四国 / しこく) in der Präfektur Tokushima (徳島県 / とくしまけん) konnten wir die ersten Blicke auf das Schiff in seiner ganzen Majestät werfen.

Aber dafür hat man nicht den Pazifik befahren. Das Ziel und erste Highlight der Kreuzfahrt war das Awa Odori-Fest in Tokushima (徳島 / とくしま) in der gleichnamigen Präfektur. Wer meine Artikel über Awa Odori kennt, weiß, wovon ich hier spreche – schauen Sie vielleicht noch hier vorbei:

Kagurazaka Awa Odori (神楽坂阿波踊り)
– Sommerliche Ausgelassenheit mitten in Tōkyō

Kōenji Awa-Odori (高円寺阿波踊り)
Tōkyōs größtes Awa-Tanz-Festival – ausgelassener denn je

Aber der Awa Odori (阿波踊り / あわおどり) in Tokushima ist nun mal die „Mutter“ aller Awa Odori-Feste – und zudem noch das wahrscheinlich größte im ganzen Land. Es findet jedes Jahr vom 12. bis zum 15. Januar statt und zieht weit mehr als eine Million Besucher an. Der offiziellen Lesart nach ist der Awa Odori ein traditioneller Tanz, mit dem die Geister der Toten, die in dieser Zeit (Obon / 御盆 / おぼん) in ihre Heimatstädte zurückkehren, willkommen geheißen werden. Diese spezielle Form des volkstümlichen Straßentanzes geht auf das ausgehende 16. Jahrhundert zurück – angeblich erstmals aufgeführt zur Fertigstellung der Burg von Tokushima (徳島城 / とくしまじょう) 1587. Und wenn man sich den Tanz heute betrachtet, kann man sich schon vorstellen, dass er die Ausgelassenheit (na ja, vielleicht auch das Geschwipstsein) der damaligen Festlichkeit repräsentiert. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum der Tanz dann nicht „Tokushima Odori“ hießt, gibt es eine ganz einfache Erklärung: Das, was wir heute „Präfektur Tokushima“ (徳島県 / とくしまけん) nennen, hieß bis 1868 „Provinz Awa“ (阿波国 / あわのくに).
Ein besonderes Erlebnis ist es natürlich, die Tanzgruppen von reservierten Plätzen auf Schauertribünen (1.800 Yen) beobachten zu können. Hier mischen sich „professionelle“ Gruppen, bei denen die Kombination aus Präzision und Geschmeidigkeit des Tanzes eine wahre Freude ist, mit eher laienhaften Gruppen, die einfach Spaß an der Freude haben. Viele Tanzgruppen werden von ihren Arbeitgebern unterstützt – und laufen dann natürlich auch nach Kräften Reklame für sie. Es gab sogar eine vergleichsweise große Tanzgruppe unseres Schiffes, der Asuka II, die sich aus Crew-Mitgliedern und Gästen zusammensetzte.

Die Aufnahmen, die Sie hier sehen können, entstanden während der ersten abendlichen Tanzzeit zwischen 18 Uhr und 20 Uhr.

Und wem statische Bilder dieses quirligen Tanzvergnügens nicht genug sind, kann sich hier meinen halbstündigen Mitschnitt der Gesamtveranstaltung anschauen:

Sehen Sie auch die anderen Kapitel dieser Reisebeschreibung (Links werden im Laufe der anstehenden Veröffentlichungen ergänzt)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 1)
– Das Kreuzfahrtschiff – ganz japanisch

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 3)
– Seto Ōhashi (瀬戸大橋)
– Kurashiki (倉敷)
– Zentsū-ji (善通寺)
– Takamatsu-Feuerwerk (高松祭り花火大会)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 4)
– Die Burg von Takamatsu (高松城)
– Ritsurin Kōen (栗林公園)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt  (Teil 5)
– Die Heimreise

 


Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 1)

11. September 2017

Das Kreuzfahrtschiff – ganz japanisch

Asuka II (Takamatsu Hafen)

Asuka II (Takamatsu Hafen)

Japaner stehen nicht gerade in dem Ruf, Weltmeister im Urlaubmachen zu sein. Und diejenigen unter uns, die schon ein paar Jahre in Japan und mit Japanern leben, wissen, dass Urlaubmachen auch nicht unbedingt zum „guten Ton“ gehört, vielen sogar fast etwas peinlich ist, da berufsmäßige Emsigkeit nun mal das höchste aller Lebensideale darstellt (zumindest ist das der Nimbus, von dem man oft den Eindruck gewinnt, er werde wie eine Monstranz vor dem eigenen Tun und Lassen einher getragen).

Andererseits gibt es auch wahrscheinlich kein Land (von Deutschland vielleicht mal abgesehen), in dem Klischee und Wirklichkeit dann aber doch immer wieder so weit von einander abweichen, dass man Zweifel an beiden bekommen darf.

Langer Rede kurzer Sinn: Natürlich machen Japaner auch Urlaub! Und natürlich versuchen sie dabei, eine möglichst gute Zeit zu haben. Sie lassen sich nur vielleicht nicht ganz so viel Zeit dafür. Deswegen kann ich heute über eine Kreuzfahrt berichten, die in deutschen Augen vielleicht lächerlich kurz wirken mag, in Japan aber doch in die Kategorie „Jahresurlaub“ fällt. Es geht um eine Kreuzfahrt mit dem ganzen Stolz der japanischen Kreuzfahrtindustrie, mit der Asuka II (飛鳥II / あすかII), die vom 11. bis zum 16. August von Yokohama (横浜 / よこはま) nach Shikoku (四国 / しこく) und wieder zurück führte.

Wenden Sie sich nicht gleich gelangweilt ab unter dem Motto: „Kreuzfahrt? Kenn’ ich schon!“ Gerade wenn Sie sich als gewiefter Kreuzfahrer bezeichnen, werden Sie merken: Japanische Kreuzfahrten sind ein bisschen anders! Und wenn Sie mit Kreuzfahrten bisher nichts an der Mütze hatten, bekommen Sie im Laufe dieses Artikels vielleicht einen etwas anderen Blick auf diese Form des Reisens.

Werfen wir also zunächst einen Blick auf das Schiff, die Asuka II und vergleichen wir sie dabei mit ein paar anderen Schiffen (zum Vergrößern anklicken):

Die Zahlen führen einen ein bisschen aufs Glatteis, weil sie den Eindruck erwecken, als sei das Rennen für die Asuka II gelaufen. Schauen Sie aber genauer hin – und die Gegebenheiten an Bord untermauern eine eher gegenteilige Erkenntnis: Kein anderes der oben aufgeführten Schiffe bietet z.B. so viel „Platz pro Passagier“ wie die Asuka II. Dass die „Color Fantasy“ hier am schlechtesten abschneiden muss, liegt daran, dass sie kein Kreuzfahrtschiff, sondern ein (allerdings vergleichsweise luxuriöses) Fährschiff ist und nur deswegen in der Liste erscheint, weil ich sie kenne.

Die ursprüng­lich als „Crystal Harmony“ im Jahre 1990 für die Reederei „Crystal Cruises“ in Dienst gestellt worden (ihr fünf Jahre später in Dienst gestelltes Schwesterschiff, die „Crystal Symphony“ ist heute noch unter ihrem ursprünglichen Namen auf den Weltmeeren unterwegs). Bis 2015 war „Crystal Cruises“ ein Tochterunternehmen von Nippon Yūsen Kaisha (日本郵船会社 / 日本ズ失せんかいしゃ), kurz NYK genannt. Und seit Februar 2006 fährt das bei der Gelegenheit in „Asuka II“ umgetaufte Schiff für NYK direkt. Es gilt heute als das größte japanische Kreuzfahrtschiff.
Für Kreuzfahrer wahrscheinlich weniger interessant: Der Eigentümer des Schiffes, besagte NYK, ist eine der ältesten und größten Reedereien der Welt. Und was besonders den deutschen Leser und Globetrotter interessieren wird: Das ursprünglich von NYK betriebene, wesentlich kleinere Vorgängerschiff der „Asuka II“, die „Asuka“, ist derzeit als „Amadea“ für „Phoenix Reisen“ in Bonn unterwegs und hat es als neues „Traumschiff“ zu deutscher TV-Berühmtheit gebracht.

Und vielleicht erinnert sich der eine oder die andere noch an dieses Kleinod brillanter Seefahrtsgeschichte von NYK, das in Yokohama vor Anker liegt und dort als Museum besichtigt werden kann:

Yokohama: Hikawa Maru (氷川丸)
– Das bewegte Leben der „Königin des Pazifiks“

So weit so gut. Und warum ist die Asuka II nun japanischer als andere Schiffe?

Nun, das fängt schon mit der Bordsprache auf der hier beschriebenen Kreuzfahrt an. Sie war Japanisch! Alle Hinweise (auch Sicherheitshinweise!) und Bordzeitungen werden auf Japanisch angeboten. Wer die Sprache nicht wenigstens ansatzweise in Schrift und Wort beherrscht, wird also nur eingeschränkte Freude am Aufenthalt an Bord haben. Und insofern darf es auch nicht verwundern, dass auch die Passagiere an Bord ganz überwiegend japanisch sind (außer mir waren nur zwei weitere „erkennbar“-nichtjapanische Fahrgäste an Bord).

Was man auf anderen Schiffen dieser Welt wahrscheinlich eher vergeblich sucht (oder erst ab einer bestimmten Kabinenklasse findet), gehört hier zum Standard in allen Kabinen: Washlet (für Nichtjapaner: Toilette mit eingebauter Dusche) und Badewanne. Und die typisch japanische Bäderanlage mit Waschplätzen und heißen Sitzbädern darf auf der Asuka II natürlich auch nicht fehlen, ja hat sogar sozusagen einen Logenplatz auf Deck 11. Innenkabinen gibt es an Bord der Asuka II nicht. Werfen wir einen Blick in das Innere der von mir bewohnten Kabinenklasse „E Balkon“ auf Deck 8 (dem „Horizon Deck“):

Auf hohem Standard bewegt sich auch die Organisation der Abläufe an Bord – wie immer, wenn es darum geht, etwas größere oder ganz große Menschenmengen zu „kanalisieren“, zeigt sich das besondere japanische Talent. „Reibungslosigkeit“ ist hier das Schlagwort.

Vergleichbar mit anderen Schiffen dürfte die große Anzahl an philippinischen Crewmitgliedern sein, die aber natürlich auch hier an die Bordsprache „Japanisch“ gebunden sind.

Bevor wir auf die Reise gehen, schauen wir uns doch mal an, mit welchen Einrichtungen das Schiff aufwartet (klicken Sie die Bilder an und lassen Sie sich weitere Informationen anzeigen).

Restaurants und Cafés: 

Asuka II – Restaurants

Lounges & Bars: 

Asuka II – Lounges & Bars

Entertainment: 

Asuka II – Entertainment

Zeitvertreib:

Asuka II – Zeitvertreib

Sport & Bewegung:

Asuka II – Sport & Bewegung

Entspannung & Körperpflege:

Asuka II – Entspannung & Körperpflege

Shopping:

Asuka II – Shopping

Kultur & Bildung:

Asuka II – Kultur & Bildung

Sonstiges:

Außerdem gibt es auf dem Hauptdeck (Deck 5) natürlich auch eine freundliche Reception (レセプション) an der wirklich atemberaubenden „Asuka Plaza“ (アスカプラザ) und ein „Medical Center“ (メディカルセンター) auf Deck 4, dem „Tender Deck“ (タンダーデッキ).

Haben Sie doch nicht genug Kleidung eingepackt? Auch das ist kein Problem. Auf allen Kabinendecks gibt 24 Stunden am Tag gratis zu benutzende Waschmaschinen (inkl. Waschmittel und Weichspüler), Trockner und Bügeleisen. Falls Sie bisher noch keinen Kontakt mit japanischen Waschmaschinen hatten: Das ist ihre Chance! Und glauben Sie mir: Sie werden Ihre Miele anschließend noch mehr zu schätzen wissen!

Wenn Sie sich diese Arbeit ersparen möchten, können Sie Ihre Kleidung natürlich auch in die bordeigene chemische Reinigung geben – die dann allerdings nicht gratis ist.

Nach meinem laienhaften Dafürhalten, ist für alles gesorgt, was zu einer komfortablen Reise gehört. Es kann also heißen: Leinen los! – Teil 2 nimmt Sie mit auf den Weg… Und dann gibt es auch weitere Bilder von der äußeren Erscheinung des Schiffs selbst.

Sehen Sie auch die anderen Kapitel dieser Reisebeschreibung (Links werden im Laufe der anstehenden Veröffentlichungen ergänzt)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 2)
– Yokohama (横浜)
– Tokushima Awa Odori (徳島阿波踊り)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 3)
– Seto Ōhashi (瀬戸大橋)
– Kurashiki (倉敷)
– Zentsū-ji (善通寺)
– Takamatsu-Feuerwerk (高松祭り花火大会)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 4)
– Die Burg von Takamatsu (高松城)
– Ritsurin Kōen (栗林公園)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt  (Teil 5)
– Die Heimreise


Amputierte Venus (切断ビーナス) & Health Angels (ヘルスエンジェルス) (dt.)

31. May 2017

Junge Frauen treten aus ihrem eigenen Schatten – und
hinaus ins Rampenlicht

Amputee Venus (切断ビーナス) – Health Angels (ヘルスエンジェルス)

An English version of this posting you can find here.
Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.

Einige Leser dieses Blogs – besonders diejenigen, die über ein ordentliches Langzeitgedächtnis verfügen – erinnern sich vielleicht an einen Artikel, der hier am 18. Februar 2015 veröffentlicht wurde:

Amputierte Venus (切断ビーナス)
– Befähigung, nicht Behinderung

(Wenn Sie sich für weitergehende Details zur Gruppe “Amputierte Venus”/”Amputee Venus” interessieren oder sich vielleicht doch nicht mehr ganz so genau daran erinnern, was dort geschrieben stand, schauen Sie doch auch (noch) einmal in diesen Artikel.)

Am 28. Mai 2017 hatte ich nun die Gelegenheit, die jungen Frauen von “Amputee Venus” noch einmal zu treffen, als sie sich auf dem Yotsuya-Campus der Sophia Universität (上智大学 / じょうちだいがく) in Tōkyōs Stadtteil Chiyoda (千代田区 / ちよだく) mit einer Modenschau und Podiumsdiskussion präsentierten.

Das Veranstaltungsprogramm begann mit einer Modenschau, die sechs junge Frauen der Gruppe “Amputee Venus” auf der zentralen Bühne und einem Laufsteg zeigten – stürmisch bejubelt von den Zuschauern und ihren zahlreichen Fans.

Nach der Modenschau wurde auch noch eine Modiumsdiskussion geboten, zu der sich u.a. zwei junge Frauen der Gruppe “Amputee Venus”, Makiko Sugawa (須川まきこ) und Hitomi Ōnishi (大西瞳) genauso zur Verfügung gestellten hatten, wie Herr Fumio Usui (臼井二美男). Fumio Usui stellt seit vielen Jahren künstliche Gliedmaße für die Tetsudō Kōsaikai (鉄道弘済会 / てつどうこうさいかい) her und ist (u.a.) mit dem “AJPS (Association Japonaise de la Presse Sportive) Award 2015” für seine Weiterentwicklung von Beinprothesen und sein Engagement für die “Health Angels” (ヘルスエンジェルス), einen Sport-Clup für Amputierte, ausgezeichnet worden. Seinem Einsatz für diesen Club der “Health Angels” sind einige Kandidaten für die Teilnahme an Paralympics-Veranstaltungen zu verdanken.

Kein Wunder also, dass es in der Diskussion nicht nur um die Besonderheiten eines Lebens mit Beinprothesen ging und um die vielen technischen Fortschritte, die über die Jahre in der Konstruktion solcher künstlicher Gliedmaße gemacht wurden, sondern natürlich auch um die Herausforderungen und Befriedigung, die aus sportlicher Ambition entstehen. Dass die Paralympics in Tōkyō im Jahre 2020 hier ein besonderes Ziel für einige der an diesem Tag Anwesenden darstellt, versteht sich praktisch von selbst.

Amputee Venus auf Facebook:

https://de-de.facebook.com/amputee.venus/

Ort des Geschehens:

Sophia Universität
Yotsuya Campus
7-1 Kioichō
Chiyoda-ku
Tōkyō 〒102-8554

上智大学
四谷キャンパス
〒102-8554東京都千代田区紀尾井町7-1