Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 2)

17. September 2017

Yokohama (横浜)
Tokushima Awa Odori (徳島阿波踊り)

Yokohama Ōsanbashi / Asuka II (横浜大さん橋/飛鳥II)

Unsere Reise beginnt im Hafen von Yokohama (横浜 / よこはま). Und das dortige Passagierterminal „Ōsanbashi“ (大さん橋国際客船ターミナル / おおさんばしこくさいきゃくせんたーみなる) allein ist schon die Reise wert (Sie müssen auch nicht extra an Bord eines Schiffes gehen, um dieses einzigartige Gebäude kennenzulernen). Das zwischen 1988 und 2002 errichtete neue Pier ist dafür ausgelegt, bis zu vier 30.000-Tonnen-Schiffe oder zwei 70.000-Tonnen-Schiffe gleichzeitig abzuwickeln. Sie werden sagen: Na, und was ist mit den noch größeren? Spätestens ab 90.000 Tonnen müssen diese Monsterkähne leider im weit weniger ansehnlichen Frachthafen abgefertigt werden, da ihnen die Durchfahrthöhe der Yokohama Bay Bridge (55 Meter) den Weg versperren würde (hier passt maximal die „Queen Elizabeth 2“ durch). Und auf Deck 12 der Asuka II hat man auch schon (fast) das Gefühl, nach dem unteren Deck der Brücke greifen zu können.

Hier aber zunächst einmal ein paar Eindrücke vom Passagierterminal in Yokohama, besagtem/r „Ōsanbashi“

Während der Fahrt von Yokohama nach Komatsushima (小松島 / こまつしま), dem Hafen, der am zweiten Tag angelaufen wurde, konnten die Decks der Asuka II bei herrlichstem Sonnenschein bestaunt werden:

Und nach der Ankunft im (allerdings wirklich nicht gerade schönen) Hafen von Komatsushima (小松島 / こまつしま) auf der Insel Shikoku (四国 / しこく) in der Präfektur Tokushima (徳島県 / とくしまけん) konnten wir die ersten Blicke auf das Schiff in seiner ganzen Majestät werfen.

Aber dafür hat man nicht den Pazifik befahren. Das Ziel und erste Highlight der Kreuzfahrt war das Awa Odori-Fest in Tokushima (徳島 / とくしま) in der gleichnamigen Präfektur. Wer meine Artikel über Awa Odori kennt, weiß, wovon ich hier spreche – schauen Sie vielleicht noch hier vorbei:

Kagurazaka Awa Odori (神楽坂阿波踊り)
– Sommerliche Ausgelassenheit mitten in Tōkyō

Kōenji Awa-Odori (高円寺阿波踊り)
Tōkyōs größtes Awa-Tanz-Festival – ausgelassener denn je

Aber der Awa Odori (阿波踊り / あわおどり) in Tokushima ist nun mal die „Mutter“ aller Awa Odori-Feste – und zudem noch das wahrscheinlich größte im ganzen Land. Es findet jedes Jahr vom 12. bis zum 15. Januar statt und zieht weit mehr als eine Million Besucher an. Der offiziellen Lesart nach ist der Awa Odori ein traditioneller Tanz, mit dem die Geister der Toten, die in dieser Zeit (Obon / 御盆 / おぼん) in ihre Heimatstädte zurückkehren, willkommen geheißen werden. Diese spezielle Form des volkstümlichen Straßentanzes geht auf das ausgehende 16. Jahrhundert zurück – angeblich erstmals aufgeführt zur Fertigstellung der Burg von Tokushima (徳島城 / とくしまじょう) 1587. Und wenn man sich den Tanz heute betrachtet, kann man sich schon vorstellen, dass er die Ausgelassenheit (na ja, vielleicht auch das Geschwipstsein) der damaligen Festlichkeit repräsentiert. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum der Tanz dann nicht „Tokushima Odori“ hießt, gibt es eine ganz einfache Erklärung: Das, was wir heute „Präfektur Tokushima“ (徳島県 / とくしまけん) nennen, hieß bis 1868 „Provinz Awa“ (阿波国 / あわのくに).
Ein besonderes Erlebnis ist es natürlich, die Tanzgruppen von reservierten Plätzen auf Schauertribünen (1.800 Yen) beobachten zu können. Hier mischen sich „professionelle“ Gruppen, bei denen die Kombination aus Präzision und Geschmeidigkeit des Tanzes eine wahre Freude ist, mit eher laienhaften Gruppen, die einfach Spaß an der Freude haben. Viele Tanzgruppen werden von ihren Arbeitgebern unterstützt – und laufen dann natürlich auch nach Kräften Reklame für sie. Es gab sogar eine vergleichsweise große Tanzgruppe unseres Schiffes, der Asuka II, die sich aus Crew-Mitgliedern und Gästen zusammensetzte.

Die Aufnahmen, die Sie hier sehen können, entstanden während der ersten abendlichen Tanzzeit zwischen 18 Uhr und 20 Uhr.

Und wem statische Bilder dieses quirligen Tanzvergnügens nicht genug sind, kann sich hier meinen halbstündigen Mitschnitt der Gesamtveranstaltung anschauen:

Sehen Sie auch die anderen Kapitel dieser Reisebeschreibung (Links werden im Laufe der anstehenden Veröffentlichungen ergänzt)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 1)
– Das Kreuzfahrtschiff – ganz japanisch

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 3)
– Seto Ōhashi (瀬戸大橋)
– Kurashiki (倉敷)
– Zentsū-ji (善通寺)
– Takamatsu-Feuerwerk (高松祭り花火大会)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 4)
– Die Burg von Takamatsu (高松城)
– Ritsurin Kōen (栗林公園)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt  (Teil 5)
– Die Heimreise

 

Advertisements

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 1)

11. September 2017

Das Kreuzfahrtschiff – ganz japanisch

Asuka II (Takamatsu Hafen)

Asuka II (Takamatsu Hafen)

Japaner stehen nicht gerade in dem Ruf, Weltmeister im Urlaubmachen zu sein. Und diejenigen unter uns, die schon ein paar Jahre in Japan und mit Japanern leben, wissen, dass Urlaubmachen auch nicht unbedingt zum „guten Ton“ gehört, vielen sogar fast etwas peinlich ist, da berufsmäßige Emsigkeit nun mal das höchste aller Lebensideale darstellt (zumindest ist das der Nimbus, von dem man oft den Eindruck gewinnt, er werde wie eine Monstranz vor dem eigenen Tun und Lassen einher getragen).

Andererseits gibt es auch wahrscheinlich kein Land (von Deutschland vielleicht mal abgesehen), in dem Klischee und Wirklichkeit dann aber doch immer wieder so weit von einander abweichen, dass man Zweifel an beiden bekommen darf.

Langer Rede kurzer Sinn: Natürlich machen Japaner auch Urlaub! Und natürlich versuchen sie dabei, eine möglichst gute Zeit zu haben. Sie lassen sich nur vielleicht nicht ganz so viel Zeit dafür. Deswegen kann ich heute über eine Kreuzfahrt berichten, die in deutschen Augen vielleicht lächerlich kurz wirken mag, in Japan aber doch in die Kategorie „Jahresurlaub“ fällt. Es geht um eine Kreuzfahrt mit dem ganzen Stolz der japanischen Kreuzfahrtindustrie, mit der Asuka II (飛鳥II / あすかII), die vom 11. bis zum 16. August von Yokohama (横浜 / よこはま) nach Shikoku (四国 / しこく) und wieder zurück führte.

Wenden Sie sich nicht gleich gelangweilt ab unter dem Motto: „Kreuzfahrt? Kenn’ ich schon!“ Gerade wenn Sie sich als gewiefter Kreuzfahrer bezeichnen, werden Sie merken: Japanische Kreuzfahrten sind ein bisschen anders! Und wenn Sie mit Kreuzfahrten bisher nichts an der Mütze hatten, bekommen Sie im Laufe dieses Artikels vielleicht einen etwas anderen Blick auf diese Form des Reisens.

Werfen wir also zunächst einen Blick auf das Schiff, die Asuka II und vergleichen wir sie dabei mit ein paar anderen Schiffen (zum Vergrößern anklicken):

Die Zahlen führen einen ein bisschen aufs Glatteis, weil sie den Eindruck erwecken, als sei das Rennen für die Asuka II gelaufen. Schauen Sie aber genauer hin – und die Gegebenheiten an Bord untermauern eine eher gegenteilige Erkenntnis: Kein anderes der oben aufgeführten Schiffe bietet z.B. so viel „Platz pro Passagier“ wie die Asuka II. Dass die „Color Fantasy“ hier am schlechtesten abschneiden muss, liegt daran, dass sie kein Kreuzfahrtschiff, sondern ein (allerdings vergleichsweise luxuriöses) Fährschiff ist und nur deswegen in der Liste erscheint, weil ich sie kenne.

Die ursprüng­lich als „Crystal Harmony“ im Jahre 1990 für die Reederei „Crystal Cruises“ in Dienst gestellt worden (ihr fünf Jahre später in Dienst gestelltes Schwesterschiff, die „Crystal Symphony“ ist heute noch unter ihrem ursprünglichen Namen auf den Weltmeeren unterwegs). Bis 2015 war „Crystal Cruises“ ein Tochterunternehmen von Nippon Yūsen Kaisha (日本郵船会社 / 日本ズ失せんかいしゃ), kurz NYK genannt. Und seit Februar 2006 fährt das bei der Gelegenheit in „Asuka II“ umgetaufte Schiff für NYK direkt. Es gilt heute als das größte japanische Kreuzfahrtschiff.
Für Kreuzfahrer wahrscheinlich weniger interessant: Der Eigentümer des Schiffes, besagte NYK, ist eine der ältesten und größten Reedereien der Welt. Und was besonders den deutschen Leser und Globetrotter interessieren wird: Das ursprünglich von NYK betriebene, wesentlich kleinere Vorgängerschiff der „Asuka II“, die „Asuka“, ist derzeit als „Amadea“ für „Phoenix Reisen“ in Bonn unterwegs und hat es als neues „Traumschiff“ zu deutscher TV-Berühmtheit gebracht.

Und vielleicht erinnert sich der eine oder die andere noch an dieses Kleinod brillanter Seefahrtsgeschichte von NYK, das in Yokohama vor Anker liegt und dort als Museum besichtigt werden kann:

Yokohama: Hikawa Maru (氷川丸)
– Das bewegte Leben der „Königin des Pazifiks“

So weit so gut. Und warum ist die Asuka II nun japanischer als andere Schiffe?

Nun, das fängt schon mit der Bordsprache auf der hier beschriebenen Kreuzfahrt an. Sie war Japanisch! Alle Hinweise (auch Sicherheitshinweise!) und Bordzeitungen werden auf Japanisch angeboten. Wer die Sprache nicht wenigstens ansatzweise in Schrift und Wort beherrscht, wird also nur eingeschränkte Freude am Aufenthalt an Bord haben. Und insofern darf es auch nicht verwundern, dass auch die Passagiere an Bord ganz überwiegend japanisch sind (außer mir waren nur zwei weitere „erkennbar“-nichtjapanische Fahrgäste an Bord).

Was man auf anderen Schiffen dieser Welt wahrscheinlich eher vergeblich sucht (oder erst ab einer bestimmten Kabinenklasse findet), gehört hier zum Standard in allen Kabinen: Washlet (für Nichtjapaner: Toilette mit eingebauter Dusche) und Badewanne. Und die typisch japanische Bäderanlage mit Waschplätzen und heißen Sitzbädern darf auf der Asuka II natürlich auch nicht fehlen, ja hat sogar sozusagen einen Logenplatz auf Deck 11. Innenkabinen gibt es an Bord der Asuka II nicht. Werfen wir einen Blick in das Innere der von mir bewohnten Kabinenklasse „E Balkon“ auf Deck 8 (dem „Horizon Deck“):

Auf hohem Standard bewegt sich auch die Organisation der Abläufe an Bord – wie immer, wenn es darum geht, etwas größere oder ganz große Menschenmengen zu „kanalisieren“, zeigt sich das besondere japanische Talent. „Reibungslosigkeit“ ist hier das Schlagwort.

Vergleichbar mit anderen Schiffen dürfte die große Anzahl an philippinischen Crewmitgliedern sein, die aber natürlich auch hier an die Bordsprache „Japanisch“ gebunden sind.

Bevor wir auf die Reise gehen, schauen wir uns doch mal an, mit welchen Einrichtungen das Schiff aufwartet (klicken Sie die Bilder an und lassen Sie sich weitere Informationen anzeigen).

Restaurants und Cafés: 

Asuka II – Restaurants

Lounges & Bars: 

Asuka II – Lounges & Bars

Entertainment: 

Asuka II – Entertainment

Zeitvertreib:

Asuka II – Zeitvertreib

Sport & Bewegung:

Asuka II – Sport & Bewegung

Entspannung & Körperpflege:

Asuka II – Entspannung & Körperpflege

Shopping:

Asuka II – Shopping

Kultur & Bildung:

Asuka II – Kultur & Bildung

Sonstiges:

Außerdem gibt es auf dem Hauptdeck (Deck 5) natürlich auch eine freundliche Reception (レセプション) an der wirklich atemberaubenden „Asuka Plaza“ (アスカプラザ) und ein „Medical Center“ (メディカルセンター) auf Deck 4, dem „Tender Deck“ (タンダーデッキ).

Haben Sie doch nicht genug Kleidung eingepackt? Auch das ist kein Problem. Auf allen Kabinendecks gibt 24 Stunden am Tag gratis zu benutzende Waschmaschinen (inkl. Waschmittel und Weichspüler), Trockner und Bügeleisen. Falls Sie bisher noch keinen Kontakt mit japanischen Waschmaschinen hatten: Das ist ihre Chance! Und glauben Sie mir: Sie werden Ihre Miele anschließend noch mehr zu schätzen wissen!

Wenn Sie sich diese Arbeit ersparen möchten, können Sie Ihre Kleidung natürlich auch in die bordeigene chemische Reinigung geben – die dann allerdings nicht gratis ist.

Nach meinem laienhaften Dafürhalten, ist für alles gesorgt, was zu einer komfortablen Reise gehört. Es kann also heißen: Leinen los! – Teil 2 nimmt Sie mit auf den Weg… Und dann gibt es auch weitere Bilder von der äußeren Erscheinung des Schiffs selbst.

Sehen Sie auch die anderen Kapitel dieser Reisebeschreibung (Links werden im Laufe der anstehenden Veröffentlichungen ergänzt)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 2)
– Yokohama (横浜)
– Tokushima Awa Odori (徳島阿波踊り)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 3)
– Seto Ōhashi (瀬戸大橋)
– Kurashiki (倉敷)
– Zentsū-ji (善通寺)
– Takamatsu-Feuerwerk (高松祭り花火大会)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt (Teil 4)
– Die Burg von Takamatsu (高松城)
– Ritsurin Kōen (栗林公園)

Asuka II (飛鳥II) – eine Kreuzfahrt  (Teil 5)
– Die Heimreise


Amputierte Venus (切断ビーナス) & Health Angels (ヘルスエンジェルス) (dt.)

31. May 2017

Junge Frauen treten aus ihrem eigenen Schatten – und
hinaus ins Rampenlicht

Amputee Venus (切断ビーナス) – Health Angels (ヘルスエンジェルス)

An English version of this posting you can find here.
Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.

Einige Leser dieses Blogs – besonders diejenigen, die über ein ordentliches Langzeitgedächtnis verfügen – erinnern sich vielleicht an einen Artikel, der hier am 18. Februar 2015 veröffentlicht wurde:

Amputierte Venus (切断ビーナス)
– Befähigung, nicht Behinderung

(Wenn Sie sich für weitergehende Details zur Gruppe “Amputierte Venus”/”Amputee Venus” interessieren oder sich vielleicht doch nicht mehr ganz so genau daran erinnern, was dort geschrieben stand, schauen Sie doch auch (noch) einmal in diesen Artikel.)

Am 28. Mai 2017 hatte ich nun die Gelegenheit, die jungen Frauen von “Amputee Venus” noch einmal zu treffen, als sie sich auf dem Yotsuya-Campus der Sophia Universität (上智大学 / じょうちだいがく) in Tōkyōs Stadtteil Chiyoda (千代田区 / ちよだく) mit einer Modenschau und Podiumsdiskussion präsentierten.

Das Veranstaltungsprogramm begann mit einer Modenschau, die sechs junge Frauen der Gruppe “Amputee Venus” auf der zentralen Bühne und einem Laufsteg zeigten – stürmisch bejubelt von den Zuschauern und ihren zahlreichen Fans.

Nach der Modenschau wurde auch noch eine Modiumsdiskussion geboten, zu der sich u.a. zwei junge Frauen der Gruppe “Amputee Venus”, Makiko Sugawa (須川まきこ) und Hitomi Ōnishi (大西瞳) genauso zur Verfügung gestellten hatten, wie Herr Fumio Usui (臼井二美男). Fumio Usui stellt seit vielen Jahren künstliche Gliedmaße für die Tetsudō Kōsaikai (鉄道弘済会 / てつどうこうさいかい) her und ist (u.a.) mit dem “AJPS (Association Japonaise de la Presse Sportive) Award 2015” für seine Weiterentwicklung von Beinprothesen und sein Engagement für die “Health Angels” (ヘルスエンジェルス), einen Sport-Clup für Amputierte, ausgezeichnet worden. Seinem Einsatz für diesen Club der “Health Angels” sind einige Kandidaten für die Teilnahme an Paralympics-Veranstaltungen zu verdanken.

Kein Wunder also, dass es in der Diskussion nicht nur um die Besonderheiten eines Lebens mit Beinprothesen ging und um die vielen technischen Fortschritte, die über die Jahre in der Konstruktion solcher künstlicher Gliedmaße gemacht wurden, sondern natürlich auch um die Herausforderungen und Befriedigung, die aus sportlicher Ambition entstehen. Dass die Paralympics in Tōkyō im Jahre 2020 hier ein besonderes Ziel für einige der an diesem Tag Anwesenden darstellt, versteht sich praktisch von selbst.

Amputee Venus auf Facebook:

https://de-de.facebook.com/amputee.venus/

Ort des Geschehens:

Sophia Universität
Yotsuya Campus
7-1 Kioichō
Chiyoda-ku
Tōkyō 〒102-8554

上智大学
四谷キャンパス
〒102-8554東京都千代田区紀尾井町7-1


Amputee Venus (切断ビーナス) & Health Angels (ヘルスエンジェルス) (Engl.)

29. May 2017

Amputee ladies are stepping forward proudly – again

Amputee Venus (切断ビーナス) – Health Angels (ヘルスエンジェルス)

A German version of this posting you can find here.
Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.

Some of readers of this blog – especially those with a longer memory – may remember the following article that was posted here on 17 February 2015:

Amputee Venus (切断ビーナス)
– Ability not Disability

(For further details about the “Amputee Venus”, please have a look at this posting again.)

On 28 May 2017 I had a chance of seeing the young ladies of “Amputee Venus” again, when they presented themselves on the Yotsuya (四谷 / よつや) campus of the Sophia University (上智大学 / じょうちだいがく) in Tōkyō’s Chiyoda ward (千代田区 / ちよだく).

The programme was started off with a fashion show with six of the “Amputee Venuses” on the centre stage of the campus and a runway next to it – cheered by the spectators and a crowd of fans.

The fashion show was followed by a “talk show” on stage, featuring also two of the “Amputee Venuses”, Makiko Sugawa (須川まきこ) and Hitomi Ōnishi (大西瞳), as well as Fumio Usui (臼井二美男). Fumio Usui has been creating artificial limbs for the Tetsudō Kōsaikai (鉄道弘済会 / てつどうこうさいかい) and was (among other rewards) awarded the AJPS (Association Japonaise de la Presse Sportive) Award 2015 for his services in developing artificial legs and leading the amputee sports club “Health Angels” (ヘルスエンジェルス) that has been producing several of Japan’s candidates for the Paralympics.
Hence, the talk was not just about day-to-day life with artifical limbs and the technical advancements made over the years, but also about the athletic challenges and rewards. Naturally, some of the people present were very much looking forward to Tōkyō’s 2020 Paralympic!

Amputee Venus on Facebook:

https://de-de.facebook.com/amputee.venus/

Location of the event:

Sophia University
Yotsuya Campus
7-1 Kioichō
Chiyoda-ku
Tōkyō 〒102-8554

上智大学
四谷キャンパス
〒102-8554東京都千代田区紀尾井町7-1


Tōkyō Olympics 2020 – something is moving!

26. April 2017

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (2 Jan. 2017)

Since the International Olympic Committee has decided that the summer Olympics and Paralympics of 2020 shall be held in Tōkyō, there have been repeated postings about Olympic locations in Japan’s capital during the course of the last few years.

Tōkyō Olympics 2020 vs. 1964 (国立競技場)
– Wo neue Großartigkeit entstehen soll, muss alte weichen

Tōkyō Olympics 2020 vs. 1964 (Olympiapark Komazawa / 駒沢オリンピック公園)
– 1964 der letzte Schrei – aber noch lange kein altes Eisen

Tōkyō Olympics 2020 vs. Kasumigaoka Appartements
– Und der Gewinner ist….?

And even just a bit more than a year ago, the place of the old olympic stadium wasn’t much more of a “great void”:

Alea iacta est – Tōkyō Olympics 2020
– From the great void to the big lesson…

However, in the meantime things are moving at the old/new construction site. Preparatory work for the erection of the new Olympic Stadium for the summer games of 2020 has reached a point, that changes in the terrain become visible to the bare eye – and it all happens in a fairly short period of time. Have a closer look (click to enlarge) at the panoramic views below, captured since March 2017 – and compare them with the panorama see above, captured in January 2017!

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (4 Mar. 2017)

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (19 Apr. 2017)

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (11 May 2017)

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (9 June 2017)

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (15 July 2017)

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (3 August 2017)

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (22 August 2017)

Have a closer look! Do you see the the first signs of the stadium’s stands on the middel of the photograph?

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (22 August 2017)

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (8 September 2017)

Let’s be surprised how the new stadium will develop over the next two years!

Location of the event:


Tōkyō Olympics 2020 – es bewegt sich was!

20. April 2017

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (2.1.2017)

In den vergangenen Jahren, seit das Internationale Olympische Komitee sich für die Vergabe der olympischen Sommerspiele und Paralympics nach Tōkyō entschieden hat, habe ich gelegentlich über olympische Spielstätten in Japans Hauptstadt berichtet.

Tōkyō Olympics 2020 vs. 1964 (国立競技場)
– Wo neue Großartigkeit entstehen soll, muss alte weichen

Tōkyō Olympics 2020 vs. 1964 (Olympiapark Komazawa / 駒沢オリンピック公園)
– 1964 der letzte Schrei – aber noch lange kein altes Eisen

Tōkyō Olympics 2020 vs. Kasumigaoka Appartements
– Und der Gewinner ist….?

Und noch vor einem guten Jahr gab es vom alten Nationalstadion nicht mehr als eine “Leerstelle” zu berichten:

Alea iacta est – Tōkyō Olympics 2020
– Von der großen Leere zur großen Lehre…

Inzwischen haben die Arbeiten zur Errichtung des neuen Olympiastadions für die Sommerspiele 2020 ein Stadium erreicht, das selbst über einen kurzen Zeitraum verfolgt, sichtbare Veränderungen offenbart. Schauen Sie sich die folgenden Panoramaaufnahmen, die ich seit März 2017 fortgeführt habe, in der Vergrößerung an – und dann berücksichtigen Sie die Panoramaaufnahme oben, die im Januar 2017 entstand!

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (4.3.2017)

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (19.4.2017)

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (11.5.2017)

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (9.6.2017)

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (15.7.2017)

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (3.8.2017)

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (22.8.2017)

Schauen Sie genau hin! Können Sie die ersten Ansätze der Zuschauertribünen in der Bildmitte erkennen?

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (22.8.2017)

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (8.9.2017)

Lassen wir uns überraschen, wie sich der Stadionneubau in den kommenden beiden Jahren entwickelt!

Ort des Geschehens:


Tottori Folk Crafts Museum (鳥取民芸美術館)

5. March 2017

Have a look and be amazed – thanks to Shōya Yoshida

Tottori Mingei Bijutsukan (鳥取民芸美術館)

Tottori Mingei Bijutsukan (鳥取民芸美術館)

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

You don’t know Shōya Yoshida (吉田璋也 / よしだしょうや)? The term “folk crafts” doesn’t ring any bell? Well, with question marks like that on your minde you may not be in the best of companies, but you are just admitting to gaps in education that can easily and joyfully be closed by this little posting.

In order to really understand the Folk Crafts Museum of Tottori (鳥取民芸美術館 / とっとりみんげいびじゅつかん) and its more than 5,000 exhibits which is going to be introduced here, you need to know a bit about its “founding father”, Shōya Yoshida.

Yoshida, who was born on 17th January 1898 in the city of Tottori, the capital of the prefecture (he died on 13th September 1972), was a physician. In Japan he is regarded as one of the key figures when it comes to the “Folk Crafts” movement (民芸運動 / みんげいうんどう), that was developed in the late 20s and early 30s of the 20th century by Sōetsu (Muneyoshi) Yanagi (柳宗悦 / やなぎむねよし). The aim of this movement was to make the poeple aware of the beauty of traditional articles of daily use and to appreciate them beyond the prevailling taste of the time. Yanagi’s slogan was: objects created by average people rise above the criteria of “beauty” and “uglyness”.

The basic philosophy of the folk crafts movement is not entirely without a touch of a bad after taste, as it also encompasses also some nationalistic undertones that can neither be denied nor just explained with the main stream conception of society and history of its time.

Albeit, Shōya Yoshida is – among other things – still renowned in our days for his breathtaking designs that are modern and timeless at the same time. Some potters are still cultivating them. Probably the most famous of his pottery designs is the “ushinotoyaki”-(牛ノ戸焼 / うしのとやき) that still has such a modern touch that you might think it was invented just yesterday. Yoshidas perception of beautiful dishes for daily use is still living on, e.g. in the pottery workshops of the “Inshū Nakaigama” (因州中井窯 / いんしゅうなかいがま) in Nakai Kawaramachi, Tottori. The workshop’s head, Mr. Akira Sakamoto (坂本章 / さかもとあきら) in managing the place already in the third generation. The workshop’s kiln was built in 1945 by Toshiro Sakamoto (坂本俊郎 / さかもととしひろ) and became Shōya Yoshida’s official production site in 1952.

Here are some impressions from the pottery workshop::

If the visit to the folk crafts museum has put you in the right mood for shopping, just turn next door and pay the “Takumi Craft Shop” (たくみ工芸店 / たくみこうぎてん) a visit. There you can also buy the ceramic craft works coming from Akira Sakamoto’s workshop.

Address of the Museum:

Tottori Folk Crafts Museum
651 Sakaemachi, Tottori-shi,
Tottori-ken 〒680-0831

〒680-0831
鳥取県鳥取市栄町651
鳥取民芸美術館

Opening hours of the Museum:

Daily (except on Wednesdays): 10 am to 5 pm
Closed during the New Year holidays and during the installation of new exhibitions.

Admission fee:

Adults: 500 Yen
University students: 300 Yen (student ID necessary)
Seniors from 70 years of age and pupils: frei

Opening hours of the Takumi Craft Shop:

Daily (except on Wednesdays): 10 am to 6 pm
Closed during the New Year holidays.

Address of the pottery workshop and kiln “Inshū Nakaigama” (因州中井窯)

Inshū Nakaigama
Nakai 243-5
Kawaramachi, Tottori-shi
Tottori-ken, 〒680-1224
http://nakaigama.jp

因州中井窯
〒680-1224鳥取県鳥取市河原町243-5
http://nakaigama.jp

Further information about interesting places and venues in Tottori you can find here:

Kurayoshi (倉吉)
– The town of white walls and red roofs

Kotoura-chō (琴浦町)
– Stucco plasterers of the world – watch out!

Tottori Sand Museum (砂の美術館)
-Travel Around the World in Sand

Tottori: Sand Dunes (鳥取砂丘)
– The Sahara, in the middle of Japan?

Tottori: Wakasa (鳥取・若桜)
– A gem, hidden in the mountains