Tōkyō Olympics 2020 – something is moving!

26. April 2017

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (2 Jan. 2017)

Since the International Olympic Committee has decided that the summer Olympics and Paralympics of 2020 shall be held in Tōkyō, there have been repeated postings about Olympic locations in Japan’s capital during the course of the last few years.

Tōkyō Olympics 2020 vs. 1964 (国立競技場)
– Wo neue Großartigkeit entstehen soll, muss alte weichen

Tōkyō Olympics 2020 vs. 1964 (Olympiapark Komazawa / 駒沢オリンピック公園)
– 1964 der letzte Schrei – aber noch lange kein altes Eisen

Tōkyō Olympics 2020 vs. Kasumigaoka Appartements
– Und der Gewinner ist….?

And even just a bit more than a year ago, the place of the old olympic stadium wasn’t much more of a “great void”:

Alea iacta est – Tōkyō Olympics 2020
– From the great void to the big lesson…

However, in the meantime things are moving at the old/new construction site. Preparatory work for the erection of the new Olympic Stadium for the summer games of 2020 has reached a point, that changes in the terrain become visible to the bare eye – and it all happens in a fairly short period of time. Have a closer look (click to enlarge) at the two panoramic views below, captured in March 2017 and April 2017 – and compare them with the panorama see above, captured in January 2017!

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (4 Mar. 2017)

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (19 Apr. 2017)

Let’s be surprised how the new stadium will develop over the next two years!

Location of the event:


Hinweis: Neue Ausstellung im Yamatane Kunstmuseum (山種美術館)

22. April 2017

Eine Welt voller Blumen – von der Rimpa-Schule zu zeitgenössischer Kunst

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一): Vögel und Blumen der vier Jahreszeiten, Farbe auf blattvergoldetem Papier, Edo-Zeit, 19. Jahrhundert, Yamatane Kunstmuseum

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
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Aufmerksame Leser meiner Artikel erinnern sich vielleicht an eine großartige Ausstellung, über die zu berichten ich im Oktober vergangenen Jahres das Vergnügen hatte. Seinerzeit beging das Yamatane Kunstmuseum seinen 50. Gründungstag mit der Ausstellung:

“Die Zerstörung und Erschaffung von Nihonga – Hayami Gyoshū: Eine Retrospektive” (速水御舟の全貎 -日本画の破壊と創造)

Vom 22. April 2017 bis zum 18. Juni 2017 bietet das Museum eine weitere Ausstellung seiner einmaligen Sammlungen: Eine Welt voller Blumen – von der Rimpa-Schule zu zeitgenössischer Kunst.

Dank des Yamatane Kunstmuseums, bin ich in der Lage, Ihnen hier ein paar der Höhepunkte der Ausstellung im Detail vorzustellen (klicken Sie die in diesem Artikel veröffentlichten Bilder an, um sie zu vergrößern und die feinen Details zu genießen).

Diese Ausstellung widmet sich ganz der Faszination der Japaner für den Wechsel der Jahreszeiten – die hier ihren Ausdruck in einem bunten Reigen an Blüten, Blumen und den Segnungen der Natur findet. Sie führt den Besucher von der eleganten Welt der Blumen, wie sie Hōitsu Sakai so eindrucksvoll festgehalten hat, zur lebendigen Wiedergabe prächtiger Farben, die uns Kiitsu Suzuki beschert hat – auch nach Jahrhunderten vermögen es diese Kunstwerke aus der Rimpa-Schule, uns mit ihrem Farb- und Detailreichtum zu erstaunen.

Hōitsu Sakai ( 酒井 抱一) (1761 – 1828):
Der Mond und Pflaumenbäume, Farbe auf Seide, Edo-Zeit, 19. Jahrhundert, Yamatane Kunstmuseum

Hōitsu Sakai ( 酒井 抱一): Der Mond und Pflaumenbäume, Farbe auf Seide, Edo-Zeit, 19. Jahrhundert, Yamatane Kunstmuseum

Ein roter Pflaumenbaum windet sich um die langen Zweige eines Pflaumenbaums mit weißen Blüten, während der Vollmond zwischen ihren oberen Zweigen durchscheint. Die Kombination von Mond und Pflaumenblüte war eines der beliebtesten Themen von Hōitsu. Mehrere solche Werke, basierend auf schwarzer Tusche (wie hier), aber auch andere Kompositionen sind bekannt. Um den Mond darzustellen, benutzte er eine besondere Technik, die sich Sotoguma-Tintenmalerei nennt. Hierbei wird die Goldfarbe (金泥 / きんでい) nicht benutzt, um die Fläche des Mondes selbst darzustellen, sondern seinen Hintergrund. Durch die sehr feine Anwendung der Goldfarbe wird deutlich, dass Hōitsus Anliegen es war, das Mondlicht als ein nur schwaches Leuchten darzustellen.

Hōitsu Sakai ( 酒井 抱一) (1761 – 1828):
Chrysanthemen mit Vogel, Farbe auf Seide, Edo-Zeit, 19. Jahrhundert, Yamatane Kunstmuseum

Hōitsu Sakai ( 酒井 抱一): Chrysanthemen mit Vogel, Farbe auf Seide, Edo-Zeit, 19. Jahrhundert, Yamatane Kunstmuseum

Hōitsu war in seinen Sechzigern, als er eine Reihe von Gemälden mit Vögeln und Blumen für die zwölf Monate des Jahres schuf, die auf den Gedichten des berühmten Dichters der frühen Kamakura-Zeit, Fujiwara no Teika (藤原定家 / ふじわらのたいか), basierten. Kameda Ryōrai (亀田 綾瀬 / かめだ りょうらい), ein Gelehrter der chinesisch-konfuzianischer Klassiker, lieferte die Inschrift für eine Reihe dieser Gemälde, von denen das Yamatane Kunstmuseum zwei besitzt. Das September-Bild zeigt Chrysanthemen, ein Thema, das mit dem Chrysanthemen-Festival verbunden ist. Das Chrysanthemen-Fest ist eines der fünf saisonalen Feste, das am neunten Tag des neunten Monats nach dem alten Mondkalender begangen wird. Hier sind die Chrysanthemen mit einem Blauschwanz (Tarsiger Cyanurus) zu sehen, der seine weiße Brust zeigt.

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一) (1796–1858):
Pfingstrosen, Farbe auf Seide, Edo-Zeit, 1851, Yamatane Kunstmuseum

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一): Pfingstrosen, Farbe auf Seide, Edo-Zeit, 1851, Yamatane Kunstmuseum

Dieses Gemälde zeigt drei Farben von Pfingstrosenblüten in all ihrer Pracht. Anders als im charakteristischen Rimpa-Stil mit seinen vereinfachten Blütenblättern und den mit Tarashikomi-Technik (溜し込み / たらしこみ) mehrfach übermalten Flächen der Stiele, sehen wir hier eine besonders sorgfältige Darstellung feiner Details, die an den Stil chinesischer Hofmalerei erinnert. Als eines der wenigen erhaltenen Werke Kiitsus, die mit einem Datum versehen sind, ist es von besonderem Wert.

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一) (1796–1858):
Vögel und Blumen der vier Jahreszeiten, Farbe auf blattvergoldetem Papier, Edo-Zeit, 19. Jahrhundert, Yamatane Kunstmuseum

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一): Vögel und Blumen der vier Jahreszeiten, Farbe auf blattvergoldetem Papier, Edo-Zeit, 19. Jahrhundert, Yamatane Kunstmuseum

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一): Vögel und Blumen der vier Jahreszeiten, Farbe auf blattvergoldetem Papier, Edo-Zeit, 19. Jahrhundert, Yamatane Kunstmuseum

Anstatt eines Baumes oder Ästen, sehen wir auf diesem Wandschrim (oben) Rapsblüten, Veilchen, Löwenzahn, Sonnenblumen, Winden und andere Frühlings- und Sommerblumen mit ein paar Hühnern und ihren Küken. Und untere Wandschirm zeigt ein reiches Bouquet von Chrysanthemen, Pimpernelle, Chinaschilf (Miscanthus sinensis), Geißblatt (Patrinia scabiosifolia), Narzissen und anderen Pflanzen, die mit Herbst und Winter im Zusammenhang stehen – hier mit ein paar Mandarin-Enten. Während das Thema die vier Jahreszeiten sind, hat Kiitsu Sommer- und Herbstpflanzen ausgewählt, die von Künstlern der Rimpa-Schule als Hauptelemente bevorzugt wurden. Die Verwendung blasser Tinte und der Tarashikomi-Technik (溜し込み / たらしこみ),  folgen dem Rimpa-Stil, wie er von Kōrin an Hōitsu und von diesem an Kiitsu weitergereicht wurde. Die lebendigen Farbkombinationen und die sehr detaillierte Darstellung der Vögel zeigen jedoch Kiitsus Gefühl für das Moderne – Klarheit und Detail sind wichtiger als Stimmung.

Chokunyū Tanomura (田能村直入), (1814–1907):
100 Blumen, Farbe auf Seide, Meiji-Zeit, 1869, Yamatane Kunstmuseum

Chokunyū Tanomura (田能村直入): 100 Blumen, Farbe auf Seide, Meiji-Zeit, 1869, Yamatane Kunstmuseum

Schauen Sie sich Chokunyū Tanomuras “100 Blumen” einmal etwas genauer an! Seine Hingabe für Details erinnert an Zeichnungen in bontanischen Lexika. Genießen Sie diesen Spaziergang durch die Blüten und Blumen eines Jahres!

Dieses grandiose Rollbild zeigt hundert saisonale Blumen und Gräser im Sesshi-Stil. Die Erläuterung am Ende der Bildrolle besagt: “Ich wurde gebeten, einhundert Blumen für den Feudalherrn zu malen, aber da ich eine ganze Reihe vergessen hatte, habe ich mich sorgfältig über die saisonalen Blumen und Gräser für diese Bildrolle schlau gemacht und füge unten ihre Namen an.” Die Technik ahmt die Blumen- und Vogelmalereien im Mokkotsu-Stil, einer Technik, in der Objekte ohne Linien gemalt werden, nach.

Taikan Yokoyama (横山大観) (1868-1958):
Berg-Kirschbäume, Farbe auf Seide, Shōwa-Zeit, 1934, Yamatane Kunstmuseum

Taikan Yokoyama (横山大観): Berg-Kirschbäume, Farbe auf Seide, Shōwa-Zeit, 1934, Yamatane Kunstmuseum

Kokei Kobayashi (小林古径) (1883-1957):
Vogel mit immergrüner Magnolie, Farbe auf Seide, Shōwa-Zeit, 1935, Yamatane Kunstmuseum

Kokei Kobayashi (小林古径): Vogel mit immergrüner Magnolie, Farbe auf Seide, Shōwa-Zeit, 1935, Yamatane Kunstmuseum

Togyū Okumura (奥村土牛) (1889-1990):
Kirschblüten am Daigo-ji, Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit, 1972, Yamatane Kunstmuseum

Togyū Okumura (奥村土牛): Kirschblüten am Daigo-ji, Farbe auf Papier, Shōwa-Zeit, 1972, Yamatane Kunstmuseum

Dieses Gemälde zeigt die Kirschblüten am Daigo-ji-Tempels in Kyōto, die durch das üppige Gelage, das Hideyoshi Toyotomi (豊臣秀吉 / とよとみひでよし) (1537-1598) dort zum Kirschblüten-Betrachten veranstaltet hat, Berühmtheit erlangt hat. Togyū besuchte den Daigo-ji am sechsten Jahrestag des Todes seines Lehrers Kokei Kobayashi (小林古径 / こばやしこけい) und war der Meinung, dass die Trauerkirsche dort von so ausnehmender Schönheit sei, dass er sie malen wollte. Für die nach vorne weisenden Blütenblätter verwendete er mehrere Schichten dünner Farbe um so das herrliche Blütenmeer des Kirschbaumes zu erzeugen. Dieses Werk, das Togyū schuf, als er 83 Jahre alt war, verbindet Eleganz mit Ruhe und Sanftmut.

Adresse des Museums:

Yamatane Museum of Art
3-12-36 Hiro-o, Shibuya-ku
Tōkyō 150-0012

₸150-0012
東京都渋谷区広尾3-12-36
山種美術館

http://www.yamatane-museum.jp

Öffnungzeiten des Museums:

Geöffnet täglich außer montags von 10 Uhr bis 17 Uhr (letzter Einlass um 16.30 Uhr)
Fällt ein Nationalfeiertag auf Montag, bleibt das Museum stattdessen am folgenden Werktag geschlossen.
Diese Ausstellung kann vom 22. April 2017 bis zum 18. Juni 2017 besucht werden.

Eintrittsgebühr:

Für die Ausstellung “Eine Welt voller Blumen – von der Rimpa-Schule zu zeitgenössischer Kunst” (A World of Flowers – from the Rimpa School to Contemporary Art):

Erwachsene: 1.000 [800] Yen
Oberschüler und Studenten: : 800 [700] Yen
Mittelschüler und Jüngere: freier Eintritt

*Die Beträge in Klammern beziehen sich auf Gruppen von 20 und mehr Personen, Eintrittskarten aus dem Vorverkauf und Besucher in Kimono.
*Inhaber von Behindertenausweisen und je eine Begleitperson: Eintritt frei.

Wie man hinkommt:

Nehmen Sie die Bahnen von Japan Rail (JR) oder der Tōkyō Metro Hibiya-Linie nach Ebisu (恵比寿 / えびす) und halten Sie sich von dort in östlicher Richtung, um zur Meiji Dōri (明治通り / めいじどおり) zu gelangen. Überqueren Sie die Meiji Dōri in nordöstlicher Richtung und folgen Sie der rechten Straßenseite einige hundert Meter (sie kommen dabei am “Ebisu Prime Square” und dem eindrucksvollen Gebäude der “Papas Company” vorbei).

Und weil wir alle ja zivilisierte Zeitgenossen und -innen sein möchten, hier gleich noch ein paar Regeln, die beim Besuch des Museums zu beachten sind:

  • Berühren Sie die Ausstellungsstücke und Schaukästen nicht.
  • Halten Sie jüngere Kinder an der Hand.
  • Seien sie ruhig in der Galerie.
  • Rennen Sie in der Galerie nicht  umher.
  • Keine Fotografie, keine Videoaufnahmen, kein Kopieren der Ausstellungsstücke.
  • Wenn Sie sich in der Ausstellung Notizen machen möchten, bitte nur mit Bleistift – keine anderen Schreibwerkzeuge (Federhalter, Kugelschreiber etc.).
  • Schalten Sie Ihr Mobiltelefon in der Ausstellung aus.
  • Essen und Trinken sind in der Ausstellung nicht gestattet (das schließt auch Wasser, Süßigkeiten und Kaugummis mit ein).
  • Im Museum gilt absolutes Rauchverbot.

Tip: New Exhibition at the Yamatane Museum of Art (山種美術館)

21. April 2017

A World of Flowers – from the Rimpa School to Contemporary Art

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一): Birds and Flowers of the Four Seasons, Color on Gold-Leafed Paper, Edo Period, 19th Century, Yamatane Museum of Art

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Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.

Attentive readers of my postings may remember a magnificent exhibition I had the pleasure of introducing in October last year that was shown on the occasion of the 50th anniversary of the foundation of the Yamatane Museum of Art

The Destruction and Creation of Nihonga – Hayami Gyoshū: A Retrospective” (速水御舟の全貎 -日本画の破壊と創造)

From 22 April 2017 to 18 June 2017 the museum exhibits yet another wonderful selection of its own collection: A World of Flowers – from the Rimpa School to Contemporary Art.

Courtesy of the Yamatane Museum of Art, I am able to introduce to you some of the highlights of the exhibition (please click to enlarge to enjoy them in greater detail).

The exhibition is dedicated to the Japanese love for the changing seasons – represented by a bounty of blossoms, flowers and nature’s delights. From the elegant world of flowers, created by Hōitsu Sakai, to the vivid presentation of rich colours by Kiitsu Suzuki – even after centuries, these works of art of the Rimpa school still astonish us with their abundance of colour.

Hōitsu Sakai ( 酒井 抱一) (1761 – 1828):
The Moon and Plum Trees, Color on Silk, Edo Period, 19th Century, Yamatane Museum of Art

Hōitsu Sakai ( 酒井 抱一): The Moon and Plum Trees, Color on Silk, Edo Period, 19th Century, Yamatane Museum of Art

A red plum tree appears nestled among the long branches of a white plum, while the full moon seems to peek between their upper branches. The combination of the moon and plum trees was one of Hōitsu’s favorite subjects. Several such works, with sumi black as the underlying tone but varying compositions, are extant. To depict the moon, he used the sotoguma ink painting technique. The kindei (gold paint) is applied not to the moon itself but its exterior. The gold paint was, however, placed quite thinly, suggesting that Hōitsu was taking great pains over the faint moonlight.

Hōitsu Sakai ( 酒井 抱一) (1761 – 1828):
Chrysanthemums with Bird, Color on Silk, Edo Period, 19th Century, Yamatane Museum of Art

Hōitsu Sakai ( 酒井 抱一): Chrysanthemums with Bird, Color on Silk, Edo Period, 19th Century, Yamatane Museum of Art

Hōitsu was in his sixties, he created a series of bird-and-flower paintings for the twelve months of the year based on poems on that theme for each month by the Kamakura period poet Fujiwara no Teika. Multiple sets of paintings on the same theme have been confirmed. Kameda Ryōrai, a scholar of the Chinese classics, provided the inscription for one of series, and our museum owns 2 paintings of this set. Others in the series are in the Feinberg Collection and the Freer Gallery of Art in the United State, etc. The September painting, No. 13, depicts chrysanthemums, a subject associated with the Chrysanthemum Festival, one of the traditional five seasonal festivals, on the ninth day of the ninth lunar month, together with a red-flanked bluetail (Tarsiger cyanurus) perched on a chrysanthemum stalk and displaying its white breast.

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一) (1796–1858):
Peonies, Color on Silk, Edo Period, 1851, Yamatane Museum of Art

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一): Peonies, Color on Silk, Edo Period, 1851, Yamatane Museum of Art

This painting depicts three colors of peony blossoms in all their glory. Here, however, instead of a characteristically Rimpa style with simplified petals and the use of tarashikomi on the stems, we see a clear, careful depiction down to the fine details, suggesting the style of Chinese court painters. As one of the few extant works by Kiitsu inscribed with a date, this work is especially rare and valuable.

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一) (1796–1858):
Birds and Flowers of the Four Seasons, Color on Gold-Leafed Paper, Edo Period, 19th Century, Yamatane Museum of Art

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一): Birds and Flowers of the Four Seasons, Color on Gold-Leafed Paper, Edo Period, 19th Century, Yamatane Museum of Art

Kiitsu Suzuki (鈴木 其一): Birds and Flowers of the Four Seasons, Color on Gold-Leafed Paper, Edo Period, 19th Century, Yamatane Museum of Art

This painting includes not a single tree. Instead, on the right-hand screen we see rape blossoms, violets, dandelions, sunflowers, morning glories and other spring and summer flowers, with a couple of chickens and their chicks. The left-hand screen includes chrysanthemums, burnets, silver grass (Miscanthus sinensis), golden lace (Patrinia scabiosifolia), narcissus, and other plants associated with fall and winter, with a pair of mandarin ducks. While the subject is the four seasons, Kiitsu has chosen summer and autumn plants favored by Rimpa school artists as the main elements. The plump lines in pale ink and the use of the tarashikomi technique to render plants tenderly in pooled, blurred colors follow the Rimpa style, transmitted from Kōrin to Hōitsu and then to Kiitsu. The lively color combinations and the depiction of the birds down to the last detail, with skillful use of color, reveal, however, Kiitsu’s modern sensibility, with clarity having priority over sentiment.

Chokunyū Tanomura (田能村直入), (1814–1907):
A Hundred Flowers, Color on Silk, Meiji Period, 1869, Yamatane Museum of Art

Chokunyū Tanomura (田能村直入): A Hundred Flowers, Color on Silk, Meiji Period, 1869, Yamatane Museum of Art

This scroll painting depicts one hundred seasonal flowers and grasses in the sesshi (cut-branch) style. The annotation at the end of the scroll, which gives it the air of a botanical study, says, “I was asked to paint one hundred flowers for the feudal lord, but since I forgot to include quite a few, I have made a careful study of seasonal flowers and grasses for this scroll and included their names below.” The technique emulates the flower and bird paintings done in the realistic “boneless” style (mokkotsu), a technique in which objects are rendered without lines, of Qing dynasty China. Still, the rich coloring and teeming plant life express the character of Chokunyū’s work.

Taikan Yokoyama (横山大観) (1868-1958):
Mountain Cherry Trees, Color on Silk, Shōwa Period, 1934, Yamatane Museum of Art

Taikan Yokoyama (横山大観): Mountain Cherry Trees, Color on Silk, Shōwa Period, 1934, Yamatane Museum of Art

Kokei Kobayashi (小林古径) (1883-1957):
Bird and Evergreen Magnolia, Color on Silk, Shōwa Period, 1935, Yamatane Museum of Art

Kokei Kobayashi (小林古径): Bird and Evergreen Magnolia, Color on Silk, Shōwa Period, 1935, Yamatane Museum of Art

Togyū Okumura (奥村土牛) (1889-1990):
Cherry Blossoms at Daigo-ji Temple, Color on Paper, Shōwa Period, 1972, Yamatane Museum of Art

Togyū Okumura (奥村土牛): Cherry Blossoms at Daigo-ji Temple, Color on Paper, Shōwa Period, 1972, Yamatane Museum of Art

This painting depicts the cherry blossoms of Daigo-ji temple in Kyoto, famous as the spot at which Toyotomi Hideyoshi held a lavish cherry-blossom-viewing banquet. Togyū visited Daigo-ji on the sixth anniversary of the death of his teacher, Kobayashi Kokei and, feeling that its weeping cherry trees were extraordinarily beautiful, decided he wished to paint them. For the front-facing cherry blossoms’ petals, he carefully applied dozens of layers of dilute paint to produce a sense of the plump, pale pink flowers’ mass. This work, created when Togyū was 83, combines elegance, tranquility, and gentleness.

Address of the Museum:

Yamatane Museum of Art
3-12-36 Hiro-o, Shibuya-ku
Tōkyō 150-0012

₸150-0012
東京都渋谷区広尾3-12-36
山種美術館

http://www.yamatane-museum.jp

Opening hours of the Museum:

Open daily, except on Mondays (closed on the day after a national holiday) from 10:00 am to  5:00 pm (last admission at 4:30 pm).
The current exhibition is held from 22 April 2017 to 18 June 2017.

Admission fees:

For the exhibition “A World of Flowers – from the Rimpa School to Contemporary Art”

Adults: 1,000 [800] Yen
University and High School Students: 800 [700] Yen
Middle School and younger children: free of charge

*Figures in brackets are for groups of 20 or more, advance tickets, and those who are wearing kimono.
*Disability ID holders and one person accompanying them are admitted free of charge.

How to get there:

Take the lines of Japan Rail (JR) or the Tōkyō Metro Hibiya line to Ebisu (恵比寿 / えびす) and head in eastern direction towards the Meiji Dōri (明治通り / めいじどおり). Cross the Meiji Dōri in north-eastern direction and follow the right side of the street for some hundred metres (passing the “Ebisu Prime Square” and the impressive building of “Papas Company”).

And since you want to be a good citizen, here are some of the rules you want to adhere to, when you visit the Yamatane Museum of Art:

  • Do not touch the artworks and cases.
  • Hold the hand of young children.
  • Keep quite in the gallery.
  • Do not run in the gallery.
  • No photographing, video recording, or copying the artworks in the gallery.
  • When taking notes in the gallery, use pencils only – no pens, no ink.
  • Swith off your mobile phone in the gallery.
  • No eating or drinking in the gallery (that includes water, candy and chewing gums).
  • No smoking anywhere in the museum.

Tōkyō Olympics 2020 – es bewegt sich was!

20. April 2017

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
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Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (2.1.2017)

In den vergangenen Jahren, seit das Internationale Olympische Komitee sich für die Vergabe der olympischen Sommerspiele und Paralympics nach Tōkyō entschieden hat, habe ich gelegentlich über olympische Spielstätten in Japans Hauptstadt berichtet.

Tōkyō Olympics 2020 vs. 1964 (国立競技場)
– Wo neue Großartigkeit entstehen soll, muss alte weichen

Tōkyō Olympics 2020 vs. 1964 (Olympiapark Komazawa / 駒沢オリンピック公園)
– 1964 der letzte Schrei – aber noch lange kein altes Eisen

Tōkyō Olympics 2020 vs. Kasumigaoka Appartements
– Und der Gewinner ist….?

Und noch vor einem guten Jahr gab es vom alten Nationalstadion nicht mehr als eine “Lehrstelle” zu berichten:

Alea iacta est – Tōkyō Olympics 2020
– Von der großen Leere zur großen Lehre…

Inzwischen haben die Arbeiten zur Errichtung des neuen Olympiastadions für die Sommerspiele 2020 ein Stadium erreicht, das selbst über einen kurzen Zeitraum verfolgt, sichtbare Veränderungen offenbart. Schauen Sie sich die beiden folgenden Panoramaaufnahmen vom März 2017 und vom April 2017 in der Vergrößerung an – und dann berücksichtigen Sie die Panoramaaufnahme oben, die im Januar 2017 entstand!

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (4.3.2017)

Tōkyō Nationalstadion (東京国立競技場) (19.4.2017)

Lassen wir uns überraschen, wie sich der Stadionneubau in den kommenden beiden Jahren entwickelt!

Ort des Geschehens:


U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette – updated

2. April 2017

Kampagne/Campaign 2017/2018

U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette (04/2017) (click to enlarge)

Auch mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres am 1. April ist die Tokyo Metro ihrem Bemühen um die des Japanischen nicht Mächtigen treu geblieben. Die Stadt möchte sich eben auch auf dieser Ebene auf die steigende Anzahl ausländischer Touristen einstellen – und die olympischen Spiele von 2020 rücken auch immer näher. Freuen Sie sich also auf eine Kampagne, die uns alle dem richtigen Verhalten in der wimmelnden Masse wieder ein Stückchen Näher bringt. Nur Kanji gibt es in diesem Jahr wohl kein zu lernen. Schade!

Also with the new business year starting on April 1st the Tokyo Metro is continuing its efforts for all those who don’t know that much about the Japanese language. The city is trying to cater for the increasing number of foreign tourists – and also the Olympics of 2020 are approaching. Enjoy the new campain that teaches us the proper manners, required to “function” in the ever-bustling crowd. Sadly, this new campain seems to do without teaching us about kanji.

Bringen Sie sich mit den Benimm-Postern der vorangegangenen Monate und Jahre mal wieder auf den neuesten Stand!
U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette“!

Why don’t you bring yourself up to speed again by having a look at the manner posters of recent months and years?
U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette“.


Tottori Folk Crafts Museum (鳥取民芸美術館)

5. March 2017

Have a look and be amazed – thanks to Shōya Yoshida

Tottori Mingei Bijutsukan (鳥取民芸美術館)

Tottori Mingei Bijutsukan (鳥取民芸美術館)

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You don’t know Shōya Yoshida (吉田璋也 / よしだしょうや)? The term “folk crafts” doesn’t ring any bell? Well, with question marks like that on your minde you may not be in the best of companies, but you are just admitting to gaps in education that can easily and joyfully be closed by this little posting.

In order to really understand the Folk Crafts Museum of Tottori (鳥取民芸美術館 / とっとりみんげいびじゅつかん) and its more than 5,000 exhibits which is going to be introduced here, you need to know a bit about its “founding father”, Shōya Yoshida.

Yoshida, who was born on 17th January 1898 in the city of Tottori, the capital of the prefecture (he died on 13th September 1972), was a physician. In Japan he is regarded as one of the key figures when it comes to the “Folk Crafts” movement (民芸運動 / みんげいうんどう), that was developed in the late 20s and early 30s of the 20th century by Sōetsu (Muneyoshi) Yanagi (柳宗悦 / やなぎむねよし). The aim of this movement was to make the poeple aware of the beauty of traditional articles of daily use and to appreciate them beyond the prevailling taste of the time. Yanagi’s slogan was: objects created by average people rise above the criteria of “beauty” and “uglyness”.

The basic philosophy of the folk crafts movement is not entirely without a touch of a bad after taste, as it also encompasses also some nationalistic undertones that can neither be denied nor just explained with the main stream conception of society and history of its time.

Albeit, Shōya Yoshida is – among other things – still renowned in our days for his breathtaking designs that are modern and timeless at the same time. Some potters are still cultivating them. Probably the most famous of his pottery designs is the “ushinotoyaki”-(牛ノ戸焼 / うしのとやき) that still has such a modern touch that you might think it was invented just yesterday. Yoshidas perception of beautiful dishes for daily use is still living on, e.g. in the pottery workshops of the “Inshū Nakaigama” (因州中井窯 / いんしゅうなかいがま) in Nakai Kawaramachi, Tottori. The workshop’s head, Mr. Akira Sakamoto (坂本章 / さかもとあきら) in managing the place already in the third generation. The workshop’s kiln was built in 1945 by Toshiro Sakamoto (坂本俊郎 / さかもととしひろ) and became Shōya Yoshida’s official production site in 1952.

Here are some impressions from the pottery workshop::

If the visit to the folk crafts museum has put you in the right mood for shopping, just turn next door and pay the “Takumi Craft Shop” (たくみ工芸店 / たくみこうぎてん) a visit. There you can also buy the ceramic craft works coming from Akira Sakamoto’s workshop.

Address of the Museum:

Tottori Folk Crafts Museum
651 Sakaemachi, Tottori-shi,
Tottori-ken 〒680-0831

〒680-0831
鳥取県鳥取市栄町651
鳥取民芸美術館

Opening hours of the Museum:

Daily (except on Wednesdays): 10 am to 5 pm
Closed during the New Year holidays and during the installation of new exhibitions.

Admission fee:

Adults: 500 Yen
University students: 300 Yen (student ID necessary)
Seniors from 70 years of age and pupils: frei

Opening hours of the Takumi Craft Shop:

Daily (except on Wednesdays): 10 am to 6 pm
Closed during the New Year holidays.

Address of the pottery workshop and kiln “Inshū Nakaigama” (因州中井窯)

Inshū Nakaigama
Nakai 243-5
Kawaramachi, Tottori-shi
Tottori-ken, 〒680-1224
http://nakaigama.jp

因州中井窯
〒680-1224鳥取県鳥取市河原町243-5
http://nakaigama.jp

Further information about interesting places and venues in Tottori you can find here:

Kurayoshi (倉吉)
– The town of white walls and red roofs

Kotoura-chō (琴浦町)
– Stucco plasterers of the world – watch out!

Tottori Sand Museum (砂の美術館)
-Travel Around the World in Sand

Tottori: Wakasa (鳥取・若桜)
– A gem, hidden in the mountains

 


U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette – updated

4. March 2017

Fahr’ U-Bahn & lerne Kanji dabei
Take the subway & learn your kanji

U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette (03/2017)

U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette (03/2017)

Abschluss der Kampagne/Completion of the Campaign 2016/2017

Mit diesem Monat findet die im April vergangenen Jahres aufgelegte Serie von Benimm-Postern in den U-Bahnen Tōkyōs ihren Abschluss – wir alle hatten ein Jahr lang nicht nur die Möglichkeit, unser Benehmen zu verfeinern, sondern auch, unser Wissen um japanische Schriftzeichen bereichern können.

With this month’s poster the latest series of manner posters in Tōkyō’s subways (started in April last year) is being completed. For one year we all had the chance not only to refine our manners, but also to enlarge our knowledge of Japanese letters.

Wie wäre es damit, sich die mit dieser Kampagne vermittelten Lehrsätze noch mal in Erinnerung zu rufen?
U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette

How about a review of things you’ve learned during the course of this campaign?
U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette