Gensaka Sake-Brauerei (元坂酒造)

14. December 2018

Die Natur der Kii-Halbinsel, eingefangen in Sake

Gensaka Sake-Brauerei (元坂酒造)

Nachdem ich nun schon zum zweiten Mal die Sakebrauerei „Gensaka“ (元坂酒造) in Yanagihara (Präfektur Mie / 三重県 / みえけん) besucht habe, ist es an der allerhöchsten Zeit, auch darüber einmal zu berichten.

Es ist natürlich nicht so, dass nicht auch andere Präfekturen gute Sakebrauereien hätten und ich nicht auch dort vorzüglichen Sake genossen hätte, aber die Sakebrauerei „Gensaka“ hat bei mir einen ganz besonderen Stein im Brett, weil sie nun mal in einer der Gegenden Japans liegt, die einerseits von der Natur besonders verwöhnt wird, andererseits aber wirklich weitab der üblichen Besucherströme liegt.

Die alteingesessene Brauerei wurde bereits in der Edo-Zeit (im Jahre Bunka 2 – für uns verständlicher: 1805) gegründet und ist seither in Händen der Gründerfamilie geblieben. Der derzeitige Firmenchef, Herr Arata Gensaka (元坂新), führt das Unternehmen in der sechsten Generation – und wenn es ihm persönlich nach gegangen wäre, würde er heute wahrscheinlich eher Bier statt Sake brauen (in seiner Jugend war er deswegen nämlich eigens nach Deutschland gegangen, um dort in die Geheimnisse der Bierbrauerkunst eingewiesen zu werden).

Die bekannteste Marke des Hauses, Sakaya Hachibei (酒屋八兵衛), erinnert an der Gründer der Brauerei, Hachibei Gensaka (元坂八兵).

Die Natur der östlichen Seite der Kii Halbinsel (紀伊半島 / きいはんとう) versorgt die Brauerei mit einem der wichtigsten Grundstoffe für die Sake-Erzeugung: mit vorzüglichem Wasser. Aber natürlich auch die anderen Zutaten erhalten ihren spezifischen Charakter durch die natürlichen Gegebenheiten dieser Weltregion. Resultat ist ein Sake, der so nicht anderswo in Japan gefunden werden kann.

Löblich ist, dass immer mehr japanische Sakebrauer sich nicht nur beim Wasser auf die lokalen und regionalen Zutaten besinnen. So verwendet auch Gensaka überwiegend Reis aus der Präfektur Mie und unterstützt die lokale Landwirtschaft. Dabei spielt die Hoffnung mit, die Landschaft und die Infrastruktur der Region möglichst lange intakt zu halten. Nur zwei Reissorten werden aus der Präfektur Toyama (富山県 / とやまけん) und der Präfektur Okayama (岡山県 / おかやまけん) eingeführt.

Der Reis

Die Region Odaicho (大台町 / おおだいちょう), in der die Brauerei liegt, ist von einer reichhaltigen Natur gesegnet und wurde von der UNESCO als „Eco Park“ anerkannt. Die Landschaft ist nicht nur gezeichnet durch Berge (der höchste davon ist der Odaigaharayama / 大台ケ原山 / おおだいがはらやま mit 1695 Höhenmetern) und den Miya-Fluss (宮川 / みやがわ), der als der klarste in ganz Japan gilt. Hier gibt es eine große Anzahl kleiner Reisterrassen, auf denen u.a. die Reissorte „isenishiki“ (伊勢錦 / いせにしき) gedeiht – die älteste Reissorte, die in Japan zum Sakebrauen kultiviert wird und die nur mühevoll vor dem Aussterben bewahrt werden konnte. Diese Reissorte war ursprünglich von Pilgern der höchsten Heiligtümer Japans, den Ise-Schreinen, ins ganze Land gebracht worden. Noch heute gilt diese Reissorte als die „Mutter“ der heutzutage beliebtesten Reissorte für Sake in Japan, dem „yamadanishiki“ (山田錦 / やまだにしき).

Gensaka Sake-Brauerei (元坂酒造)

Anders als modernere Reissorten, die über die Jahrhunderte optimiert und verfeinert wurden, wächst der isenishiki heute noch in grundsätzlich unveränderten Form – mit (für heutige Reissorten) ungewöhnlich langen Stielen und dadurch von Abknicken bedrohten Ähren. Dennoch war man in der Lage, nach ungefähr zwei Jahrzehnten nicht immer erfolgreicher Anbauversuche, heute ca. 15 Tonnen dieser Sorte pro Jahr zu ernten. Die Brauerei hat hierfür lokale Bauern unter Vertrag genommen. Diese Menge reicht, um damit 15 bis 20 % der pro Saison von der Brauerei benötigten Reismenge zu decken (drei Produkte der Brauerei greifen auf diese Reissorte zurück).

Das Brauen

Wie für Sake üblich, beruht die Herstellung des Sake bei Gensaka auf einem auf kräftigen Hefesorten aufbauenden, ausgereiften Fermentationsprozess. Dabei wird hier auf „vollständige Fermentation“ Wert gelegt, um das „Umami“ (der fünfte der Geschmackssinne – süß, sauer, salzig, bitter – den man als „Schmackhaftigkeit“ bezeichnen kann und somit die Qualität des Geschmacks bezeichnet) aus ungefiltertem Sake in das finale Produkt zu überführen. Das Ergebnis sind Sake mit komplexen Geschmacksstrukturen, die dennoch ihre „Eleganz“ bewahren.

„Yamahaimoto“ (die Benutzung natürlicher Hefe für den Gärungsprozess, der Verzicht auf ein Zerstampfen des Reises) ist die traditionelle Methode der Sake-Herstellung, die seit der Meji-Zeit (1868-1912) angewendet wurde. Dabei werden verschiedene Mikroorganismen hinzugefügt und aktiviert, um eine die Grundlage für eine besondere Hefekultur zu schaffen. Diese Methode, die doppelt so viel Zeit in Anspruch nimmt, wie die „schnelle Braumethode“ (sokujomoto), die heute normalerweise angewendet wird, sorgt für einen widerstandsfähigeren Hefepilz (z.B. während des alkoholischen Gärprozesses). Diese aufwändige Methode wird weiter fortgeführt, weil man ein Getränk herstellen möchte, das einem am nächsten Tag keinen Brummschädel beschert und dessen man nicht überdrüssig wird.

Das Produkt

Außerdem ist man bei Gensaka der Meinung, dass Sake ein passender Begleiter zu einem guten Abendessen darstellen sollte. Beim Ginjō-Sake (der bei niedrigen Temperaturen fermentiert wird und auf Reiskörnern beruht, die auf 60 % ihrer Originalgröße poliert wurden) wird z.B. das überbordende Aroma auf ein elegantes Minimum reduziert – statt dessen wird auf das Erlebnis des „Umami“ Wert gelegt. Kein Wunder also, dass man sich hier besonders glücklich schätzt (und auch ein bisschen stolz darauf ist), dass man aus rein natürlichen Zutaten all das erreichen kann.

Gensaka Sake-Brauerei (元坂酒造)

Ich kann hier natürlich viel erzählen – und mir muss auch kein Mensch glauben, dass ich bei meinen beiden Sakeverkostungen vor Ort wirklich einen neuen Zugang zum Sake gefunden habe. Selbst hinfahren und kosten, ist eine Möglichkeit, sich zu überzeugen. Der Sake der Brauerei Gensaka ist allerdings inzwischen auch über die Präfekturgrenzen Mies erhältlich und hat sogar Liebhaber im Ausland gefunden.

Die Verkostung

Hier ein paar optische Eindrücke von den beiden Sake-Verkostungen, an denen ich in der Sake-Brauerei Gensaka teilnehmen durfte, die in dem traditionellen Tatami-Zimmer des Hauptgebäudes der Brauerei veranstaltet wurden:

Adresse der Brauerei:

Gensaka Sake Brewing Co., Ltd.
346-2 Yanagihara, Takigun, Odaicho
Mie-ken
Japan

元坂酒造株式会社
〒519-2422 三重県多気郡大台町柳原346−2

E-Mail: info@gensaka.com
Internet. http://www.gensaka.com/

Lageplan:

 

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Meiji Jingū Gaien Ginkgo Allee (明治神宮外苑イチョウ並木) – bei Nacht / by night (Bilder/Pictures)

29. November 2018

Tōkyōs berühmteste Ginkgo-Baum-Allee in herbstlicher Farbenvielfalt
Tōkyō’s most famous ginkgo tree alley in the multitude of colours of autumn

Zum Anschauen einer bildschirmgroßen Diashow, bitte eine der obenstehenden Miniaturen anklicken.
Please click one of the miniatures above for a slide show in screen size.

→ Die schönste Färbung nehmen die Ginkgo-Bäume an der zur “Meiji Memorial Picture Gallery” (明治記念絵画館 / めいじきねんかいがかん) führenden Allee in der zweiten Novemberhälfte an. Ab dann werden die Bäume bis Anfang Dezember täglich von 16:30 Uhr bis 19:30 Uhr illuminiert.

→ The autumn foliage of the ginkgo trees at the alley leading to the “Meiji Memorial Picture Gallery” (明治記念絵画館 / めいじきねんかいがかん) is the prettiest in the second half of November. From then on the trees are being illuminated until early December, daily from 4:30 pm to 7:30 pm.

Wie man hinkommt:

Mit der Tōkyō Metro Ginza-Linie (東京メトロ銀座線 / とうきょうメトロぎんざせん) nach Gaienmae (外苑前 / がいえんまえ), Ausgang 4a und von dort zwei Minuten zu Fuß in östlicher Richtung.

How to get there:

Take the Tōkyō Metro Ginza line (東京メトロ銀座線 / とうきょうメトロぎんざせん) to Gaienmae (外苑前 / がいえんまえ), exit 4a – and from there 2 minutes walk in eastern direction.

Zusatzinformation:

Dies ist ein Artikel der “Ohne Worte / Non-Verbal”-Serie – für Näheres zu dieser Serie siehe in der Navigationsleiste unter “Ohne Worte / Non-Verbal“.

Additional Information:
This is a posting of theOhne Worte / Non-Verbalseries – for more details on this series, please have a look atOhne Worte / Non-Verbalon the navigation bar. 

→ Falls Sie sich die Farbenpracht lieber bei Tag ansehen möchten… / ashould you wish to see the splendour of the trees during daytime, have a look at this… 

Meiji Jingū Gaien Ginkgo Allee (明治神宮外苑イチョウ並木) (Bilder/Pictures)
– Tōkyōs berühmteste Ginkgo-Baum-Allee in frühherbstlicher Farbenvielfalt
– Tōkyō’s most famous ginkgo tree alley in the multitude of colours of early autumn


Jōshin-ji (Kuhonbutsu) – 浄真寺 (九品仏) (überarbeitet/revised)

19. November 2018

Eine der vielen eher versteckten Schätze Tōkyōs war es wieder einmal wert, besucht zu werden – Grund genug, den Artikel über den Jōshin-ji / Kuhonbutsu ( 浄真寺 / 九品仏) mit neuen Eindrücken zu versehen. Lassen Sie sich zu einem Ausflug dorthin verlocken!

One of the rather hidden treasures of Tōkyō was worth yet another visit. Reason enough to add further impressions to my posting regarding the Jōshin-ji / Kuhonbutsu ( 浄真寺 / 九品仏). How about having a look for yourself?

Jōshin-ji (Kuhonbutsu) – 浄真寺 (九品仏) (German version)
– Atemberaubend eindrucksvoll – und doch ein Geheimtipp

Jōshin-ji (Kuhonbutsu) – 浄真寺 (九品仏) (English version)
– Stunningly impressive – and yet an insider tip


Tōkyō Olympics 2020 – Baufortschritt/Construction Progress

14. October 2018

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (14 October 2018)

Seit April 2017 habe ich folgenden Artikel fortlaufend aktualisiert, um den Fortschritt bei den Bauarbeiten für das Hauptstadion für die olympischen Sommerspiele 2020 in Tōkyō zu dokumentieren.

Schauen Sie selbst! Das Bauwerk entwickelt sich stetig – Veränderungen sind inzwischen sogar “mit bloßem Auge” sichtbar!
Allerdings stellt das obige Bild auch das letzte in einer langen Reihe von Panorama-Aufnahmen dar, da aufgrund von Renovierungsarbeiten am Tōkyō Metropolitan Gymnasium (東京体育館) kein Zugang zu diesem erhöhten Aussichtspunkt gegenüber dem Bauplatz mehr möglich ist.

Tōkyō Olympics 2020 – es bewegt sich was!

Since April 2017 the following posting has been updated continuously to reflect the progress in the construction work for the main stadium for the Tōkyō Olympics and Paralympics 2020.

Have a look! Things are moving steadily – and, in the meantime, changes can be seen with the naked eye!
However, this will be the last in a long row of panoramic photographs, as this elevated spot opposite of the construction site can no longer be reached due to restauration work at the Tōkyō Metropolitan Gymnasium (東京体育館).

Tōkyō Olympics 2020 – something is moving!

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (17 October 2018)

Tōkyō National Stadium (東京国立競技場) (1 November 2018)


Tip: New Exhibition at the Teien Art Museum (庭園美術館)

9. October 2018

Exotic X Modern – French Art Deco and inspiration from afar

Teien Art Museum – Exotic X Modern

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

From October 6, 2018 to January 14, 2019 the Teien Art Museum (庭園美術館) is holding an exhibition of about 85 works of art, including dynamic paintings and sculptures that draw inspiration from Africa and Asia. Don’t miss this fascinating exhibition – but also keep in mind that the museum’s building alone is worth a visit!

Have al look at a few exhibits at the main building of the museum:

Please click the miniatures below to learn more about the exhibits.

Also hava a look at some of the exhibits at the exhibition annex:

For further information (such as opening hours and how to get there) and lots of pictures of it, have a look at the following:

Teien Art Museum (庭園美術館)
– Art Deco at its best
– or: Where French savoir-vivre meets Japanese craftsmanship

And there is also further information related to one of the previous exhibitions:

Tip: New Exhibition at the Teien Art Museum (庭園美術館)
– Decoration never dies, anyway


Hinweis: Neue Ausstellung im Teien Kunstmuseum (庭園美術館)

8. October 2018

Exotic X Modern – Französisches Art Déco und Inspiration aus der Ferne

Teien Art Museum – Exotic X Modern

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Das Teien Kunstmuseum (庭園美術館) bietet vom 6. Oktober 2018 bis zum 14. Januar 2019 eine Ausstellung von ungefähr 85 Werken, bestehend aus dynamischen Gemälden und Skulpturen, die ganz deutlich von Afrika und Asien inspiriert wurden. Lassen Sie sich diese faszinierende Ausstellung nicht entgehen – aber auch einfach nur des Museumsgebäudes wegen lohnt sich der Besuch!

Hier ein paar Beispiele der Exponate im Hauptgebäude des Museums:

Bitte klicken Sie die untenstehenden Bilder an, um weitere Informationen zu den Ausstellungsstücken zu erhalten.

Hier ein paar Beispiele der Exponate im Ausstellungsgebäude des Museums:

Für weitere, reich bebilderte Informationen zum Museumsgebäude selbst, aber auch zu den Öffnungszeiten und den Anfahrtswegen, schauen Sie doch einmal hier vorbei:

Teien Kunstmuseum (庭園美術館)
– Art Déco vom Feinsten
Oder: Wo französische Lebensart auf japanische Handwerkskunst trifft

Zu einer der vorangegangen Ausstellungen finden Sie hier Informationen:

Hinweis: Neue Ausstellung im Teien Kunstmuseum (庭園美術館)
– Decoration never dies, anyway


Kumano Sanzan (熊野三山) (Engl.)

11. September 2018

UNESCO World Heritage – Sacred Sites and Pilgrimage Routes in the Kii Mountain Range

Seiganto-ji (青岸渡寺) – Nachi Falls (那智の滝)

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

As mentioned before in my posting about the Takihara no miya, the Kumano region is among the less known in Japan. That might have something to do with the fact that it a rather a bit off the beaten tracks of average tourists (domestic and from abroad). But maybe also because the region requires a bit more of “getting into things”, if one really wants to enjoy this breathtaking corner of the country. Knowing a bit of basic Japanese history and being aware of the religious background of it, won’t hurt either.

Getting to know about history and religion is probably easiest done by visiting the three main shrines of Kumano. All of them are interconnected by three pilgrimage routes of Kumano (Kumano Kodō / 熊野古道 / くまのこどう) and come along with two Buddhist temples (of which at least one shall also be introduced briefly here). In the old days those three shrines were independend places for worshipping nature – as Japan’s old religion, the Shintō, is based on the appreciation for nature and its divinities. However, in the second half of the first millennium, when Buddhism, first introduced to Japan in the late 6th/early 7th century, took a stronger hold in the country, both religions somehow “merged”. Shintō deities were “transformed” into Japanese manifestation of Buddhist “gods” (and that’s how it basically remained until the Meiji Restoration in the second half of the 19th century, when Shintō was deemed to be put in the foreground, as the religion that is “indigenous” to the Japanese people).

It is also being told, that already in old times Kumano was – different from other cultural and religious centres in the country – the place where sacred sites were open for femals and even non-believers. And everyone, who knows Japan a bit, also in our days enjoys the fact that many Japanese have a rather relaxed way to deal with religions.

The Kumano Sanzan (熊野三山 / くまのさんざん) are located in that part of Kumano, that belongs to the Wakayama Prefecture (和歌山県 / わかやまけん). They are forming the southern part of the “Sacred Sites and Pilgrimage Routes in the Kii Mountain Range” that have been registered as World Heritage Sites of the UNESCO since 2004.

Let’s have a look at the three main sites of the Kumano Sanzan:

Kumano Hayatama Taisha (熊野速玉大社)

This great shrine is located at the mouth of the Kumano River at the city of Shingū (新宮 / しんぐう). It is being said that its foundation was requested by the legendary Keikō Tennō (景行天皇 / けいこうてんのう) (60 – 130 A.D.). Until the 14th century this shrine was (not much unlike the great shrines of Ise) renewed on a regular bases. Here, the “sengū” (遷宮 / せんぐう), the transfer of the shrine’s relics or divine spirits into a newly built shrine, was carried out every 33 years.

The buildings we can see today look rather “new” – and that is not only because they have been renovated recently, but also because they were all erected only in 1951.

On the shrine’s grounds you also find an enormous nagi tree – the biggest in Japan. Allegedly it was planted in 1159 A.D. and today impresses us with astonishing dimensions: The trunk has a diameter of 4.5 metres. And the tree itself ist 17.6 metres tall. Needless to say: It also looks rather healthy – for its age.

Kumano Hayatama Taisha (熊野速玉大社)

The highest diety worshipped here is Hayatama no Ōmikami (速玉大神 / はやたまのおおみかみ). If you know about the Japanese legends, you probably know him under the name of Izanagi no Mikoto (伊邪那岐命 / イザナギのみこと) – one of the two creators of the Japanese archipelago, The ancestor of the Japanese Imperial Family, Amaterasu Ōmikami (the one the emperor himself descends from), was born from his left eye. And, just like in the good old days, not only this ancient Japanese god is being deified here, but also the Buddha of medicine, Yakushi Nyorai (薬師如来 / やくしにょらい).

However, strictly speaking, more important than the Kumano Hayatama Taisha is the Kamikura Jinja (神倉神社 / かみくらじんじゃ) that is part of it. It is located high above the city of Shingū. This small shrine features a giant rock, called “gotobiki iwa” (ゴトビキ岩 / ごとびきいわ), that forms its foremost sanctuary. The Kamikura Jinja is regarded as one of the oldest (if not the oldest) sacred places of the Kumano region – even older that the three main shrines of the Kumano Sanzan. Legend has it, that it was here that the above-mentioned Hayatama no Ōmikami descended from the heavens, together with Musubi no Ōmikami (that can be compared with the Chinese Yue Lao – the god of marriage and love) and Ketsumi miko no Ōmikami (better know under the name Susanoo no Mikoto (須佐之男命 / すさのおのみこと) – Amaterasu’s “brother”). After the Kumano Hayatama Taisha was built, the spirits of these three deities were “transferred” there.

The shrine can be reached via 538 steps on ancients stone stairs and is also offering the most spectacular view of the city of Shingū.

Kamikura Jinja (神倉神社)

How to get there:

From Nagoya (名古屋 / なごや) take the JR Kisei line (JR紀勢線 / JRきせいせん) to Shingū (新宮 / しんぐ). The Kumano Hayatama Taisha is only 1.5 kilometres away from the station. The distance to the Kamikura Jinja is about the same – located about 1.5 km south of the Kumano Hayatama Taisha.

Kumano Hongū Taisha (熊野本宮大社)

In the old days this massive shrine was locaed on a sandbank in the Kumano River – just a few hundred metres away from its present location. The old place is called “Ōyunohara” (see below). During a severe flooding in 1889 some of the shrine’s buildings were destroyed or damaged. Those buildings that could be rescued were brought to the new location on top of a hill and re-assembled in 1891.

The architecture of the shrine is a particularly fine example for the construction of Japanese shrines – only natural materials have been used. The single components have been fittet in such a way that not a single nail was necessary.

At the Kumano Hongū Taisha Yatagarasu (八咫烏 / やたがらす), a three-legged crow is being worshipped. These mystical crows are said to have the one or the other significance (depending on the sources you refer to). Most of all they are being praised for their marvellous sense of direction. They are said to have guided the legendary Jinmu Tennō (神武天皇 / じんむ天皇), Japan’s first Tennō Japans (711 to 585 B.C.), when he had lost his way in the forests of Kumano.
For more about the “Yatagarasu” see below.

There are also two divine entities of diverse origin that are being worshipped here. First of all it is the Shintō deity Susanoo no Mikoto (須佐之男命 / すさのおのみこと) (the “brother” of Amaterasu – born from the dirt in the nose of Izanagi (伊邪那岐命 / イザナギのみこと)), but it is also the Buddhist Amida Nyorai (阿弥陀如来 / あみだにょらい) – with other words: what used to be common practise until the Meiji era (1868-1912) is being continued here as well.

By the way: This year (2018) the Kumano Hongū Taisha is celebrating its 2050th anniversary of its foundation. This anniversary is based on the offizial assumption that the shrine was instituted in the year 33 B.C., as requested by the legendary Sujin Tennō (崇神天皇 / すじんてんのう) (148 to 30 B.C. – and why shouldn’t a tennō get that old – a legendary tennō in particular…). Naturally, there is no scientific proof for that; the first official document that mentions the Kumano Hongū Taisha dates back to the year 859 A.D.).

Ōyunohara (大斎原)

Ōyunohara (大斎原)

The old location of the Kumano Hongū Taisha may only be a memorial for the previously existing shrines, but the Ōyunohara (大斎原 / おおゆのはら) is actually much more – for many people it is a very special “power spot”.

Ōyunohara is, by all means, an enchanted plot. And it can be spotted from quite a distance, as the entrance to the former shrine’s grounds has been (since the year 2000) marked by the greatest Shintō gate (鳥居 / とりい) in all of Japan. It is mighty 33.9 metres tall, even mightier 42 metres wide, and made of 172 tons of steel.

Ōyunohara (大斎原)

And, naturally, the Yatagarasu (八咫烏 / やたがらす), the three-legged crows, belong to this mystic spot as well.

Ōyunohara (大斎原)

How to get there:

From Nagoya (名古屋 / なごや) take the JR Kisei line (JR紀勢線 / JRきせいせん) to Shingū (新宮 / しんぐ) and from the front of the station by busses of Kumano Kōtsū (熊野交通 / くまのこうつう) or Nara Kōtsū (奈良交通 / ならこうつう) to Hongū Taishamae (本宮大社前 / ほんぐうたいしゃまえ) (travel time: about 90 minutes by bus).

Kumano Nachi Taisha (熊野那智大社)

This gorgeous shine is dedicated to Izanami no Mikoto (伊邪那美命 / いざなみのみこと), the female of the two Shintō dieties that created Japan. And, you won’t be surprised to learn, it is also the thousand-armed Kannon (千手観音 / せんじゅかんのん) that is being worshipped here.
Furthermore, you’ll find the so-called “crow stones” (烏の石 / からすのいし) on the grounds of the shrine. Legend has it, that those rocks are three-legged crows (八咫烏 / やたがらす) turned into stone. You know already that you can find these symbols at the Kumano Hongū Taisha. But you’d be surprised to learn that the “Yatagarasu” are also the emblem of the Japan Football Association and the mascot of the Japanese national soccer team.

Also, the Kumano Nachi Taisha is the head shrine for far more than 3,500 Kumano shrines in Japan. The recently refurbished Kumano Jinja (熊野神社 / くまのじんじゃ) at Shinjuku’s Central Park (新宿中央公園 / しんじゅくちゅうおうこうえん) in Tōkyō might be among those better known ones.

And there is another, rather profane reference to the Kumano Nachi Taisha:
For those cineasts among us, who have seen some more springs come and go, this location may have a very special spot in your hearts, for it was here where James Bond alias Sean Connery “got married” in “007 – You Only Live Twice” (1967).

Right next to the Kumano Nachi Taisha you will finde the Buddhist temple Seiganto-ji (青岸渡寺 / せいがんとじ), which formed one unit with the Kumano Naichi Taisha until the separation of the two religions in the second half of the 19th century. This temple is the first station of the Kansai Pilgrimage of 33 Kannon statues. The “Bodhisatva of mercy”, the Nyoirin Kannon, that is being worshipped here, is said to have appeared in the Nachi Falls right next to the temple.

But the mightiest of all the sanctuaries around here are those Nachi Falls (那智の滝 / なちのたき or 那智の大滝 / なちのおおたき respectively) themselves – and they are also a grand demonstration of nature’s powers. No wonder that all the spots in their vicinity draw their spiritual energy from here. These falls were being worshipped long before shrines and temples were built.
Apart from their mystical atmosphere, the Nachi Falls may also impress by simple facts: with a drop height of 133 metres they are the tallest of Japan with one single uninterrupted drop. They are also about 13 metres wide – making them a spectacle that cannot only be seen from far away, but also heard.

Together with the Kegon Falls (華厳滝 / けごんのたき) above Nikkō and the Fukuroda Falls (袋田の滝 / ふくろだのたき) in Ibaraki, the Nachi Falls belong to the “Three Famous Falls of Japan” (日本三名瀑 / にほんさんめいばく).

Nachi Falls (那智の滝)

The forests that surround the waterall, the temple and the shrine have along history of being sacred places. And the aura they possess is just as quaint. These are the spots you have to “experience” to recognise what they are all about. There is little enlightenment only coming from looking at pictures and reading about them.

How to get there:

From Nagoya (名古屋 / なごや) take the JR Kisei line (JR紀勢線 / JRきせいせん) to Kii Katsuura station (紀伊勝浦駅 / きいかつうらえき) and from there take the busses of Kumano Kōtsū (熊野交通 / くまのこうつう) to the bus stop “Nachisan” (那智山 / なちさん) (travel time: about 90 minutes by bus).