Kasai Rinkai Kōen – Tōkyō Sea Life Park (葛西臨海公園 / 東京水族園) (überarbeitet/revised)

9. June 2018

Kasai Rinkai Kōen (葛西臨海公園)

Er gehört zu den Parks, die so weit draußen vor der Stadt liegen, dass man sie bisweilen aus den Augen verliert. Dabei ist der Küstenpark von Kasai (Kasai Rinkai Kōen / 葛西臨海公園) im Tōkyōter Stadtbezirk Edogawa (江戸川区 / えどがわく) ein dermaßen vielfältiges und (zumindest am Wochenende) auch beliebtes Naherholungsgebiet, dass es an der Zeit war, meinen Artikel von 2014 noch einmal zu überprüfen und zu ergänzen.

Lassen Sie sich einladen zu einem Spaziergang an den Gestaden der Bucht von Tōkyō!

Kasai Rinkai Kōen – Tōkyō Sea Life Park (葛西臨海公園 / 東京水族園)
– Maritimes Leben – hautnah erlebt

It is one of those parks that are located so far away from the centre of the city that one keeps on losing track of them. Which is a shame, because the coastal park of Kasai (Kasai Rinkai Kōen / 葛西臨海公園), located in Tōkyōs Edogawa ward (江戸川区 / えどがわく) has such a lot to offer and is (at least at weekends) such a popular recreational area that it was high time to revisit my posting of 2014 and complement it a bit further.

Feel invited for a stroll a the beaches of the Tōkyō Bay!

Kasai Rinkai Kōen – Tōkyō Sea Life Park (葛西臨海公園 / 東京水族園)
– Maritime life – an immediate experience

 

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Kyū Shiba Rikyū Teien (旧芝離宮庭園) (Engl.)

27. May 2018

Often neglected – but outstanding nevertheless

Kyū Shiba Rikyū Teien (旧芝離宮庭園) – Dai-Sensui (大泉水) – seen from the Ōyama (大山)

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

While the Hama Rikyū Garden is on everybody’s standard tourist programme, the vast majority of visitors passes unnoticed the jewel I am going to talk about here that provides a much more impressive example for feudal horticulture. That may be due to the fact that the Kyū Shiba Rikyū Teien (旧芝離宮庭園 / きゅうしばりきゅうていえん) is among the smaller onces with its 4.3 hectare – the “smaller brother” of the Hama Rikyū Teien, so to speak.

Kyū Shiba Rikyū Teien (旧芝離宮庭園)

But one has to keep in mind that the Kyū Shiba Rikyū Teien is one of the oldest daimyō-gardens (of the times when Tōkyō was still called Edo) and – next to the Koishikawa Kōrakuen – the only one that has retained its original shape. Only the mode of water supply has been changed since the old days: Whilst the garden’s pond was originally supplied with water from the Tōkyō Bay, it is now being provided as fresh water. That’s why you’ll find gorgeous carps here (which wouldn’t survive in the brackish soup of the Hama Rikyū Teien’s pond, that is still filled with sea water).

The area on which the park is located was only reclaimed from the Tōkyō Bay in the middle of the 17th century. In 1678 it became the official residence of Tadatomo Okubo (大久保忠朝 / おおくぼただとも), who, from 1686 to 1698, ruled the region of Odawara (“Kanagawa” in our days), as ordered by the Tokugawa-Shōgun.

After his death, ownership of the property changed for a few times, until it was made part of the Meiji emperor’s assets in 1875. The Great Kantō Earthquake of  1923 destroyed not only the palace building on these premised but also parts of the park’s beauty – virtually all trees were lost. In 1924 the garden was handed over to the city of Tōkyō (to commemorate the wedding of the later Shōwa Tennō in Januar of the following year), was restored and made accessible to the public in April.

Back in 1875, when the Emperor of Japan (the Meiji Tennō) visited his new property, the park was still located in direct vicinty of the Tōkyō Bay – which allowed the emperor to enjoy the view of the sea from one of the not really high “mountains” of the area (the Kyūshakudai/九尺台). In our days there is more than half a kilometre of new land between the garden and the piers of the Takeshiba Sanbashi (竹芝桟橋) – land that is presently being “graced” with the construction of a new giant building complex.

The most outstanding features of the Kyū Shiba Rikyū Teien are its various landscaps and its expanse. In fact, you’ll hardly find a garden that could be called a peer to it – the large pond, the rock gardens and the diversified topography are quite unique. No wonder the Kyū Shiba Rikyū Teien was recognised as a place of particular scenic beauty and made a cultural heritage in 1979.

Opening Hours / Admittance Fees:

Daily from 9 am to 5 pm (last entry at 4.30 pm) (closed during the New Year holidays, 29 December to 3 January).

Adults*: 150 ¥
Senior Citizens (65 years and older): 70 ¥
Children (elementary school or younger): free
* Junior highschool students residing in Tōkyō or studying in Tōkyō: free

How to get there:

JR station Hamamatsu-chō (浜松町 / はままつちょう), north exit, less than 1 minute walk in eastern direction.

Toei Subway, Ōedo line (都営大江戸線 / とえいおおえどせん) or Asakusa line (都営浅草線 / とえいあさくさせん) to Daimon station (大門 / だいもん) and from there about 5 minutes walk (or, while still underground, go to exit no. B2 and then about 1 minute in eastern direction).

Yurikamome line (新交通ゆりかもめ / しんこうつうゆりかもめ) to Takeshiba (竹芝 / たけしば), about 5 minutes walk in western direction.

Address:

Official name:
Kyū Shiba Rikyū Onshi Teien (旧芝離宮恩賜庭園 / きゅうしばりきゅうおんしていえん)
1-4-1 Kaigan, Minato-ku, Tōkyō 105-0022


Kyū Shiba Rikyū Teien (旧芝離宮庭園) (dt.)

26. May 2018

Oft übersehen – dafür um so herausragender

Kyū Shiba Rikyū Teien (旧芝離宮庭園) – Dai-Sensui (大泉水) – gesehen vom Ōyama (大山)

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Während der Hama Rikyū-Garten praktisch zum Standardprogramm jedes Tōkyō-Besuchers zählt, läuft die überwiegende Mehrheit der Touristen achtlos einem Juwel vorbei, das ein viel eindrucksvolleres Beispiel feudaler Gartenbaukunst abgibt. Vielleicht liegt es an den geringen Ausmaßen des Gartens, denn mit seinen gerade mal 4,3 Hektar verkommt der Kyū Shiba Rikyū Teien (旧芝離宮庭園 / きゅうしばりきゅうていえん) sozusagen zum „kleinen Bruder“ des Hama Rikyū Teien und wird deswegen gern übergangen.

Kyū Shiba Rikyū Teien (旧芝離宮庭園)

Dabei ist der Kyū Shiba Rikyū Teien einer der ältesten Daimyō-Gärten (Edo-Zeit) der Stadt und – neben dem Koishikawa Kōrakuen – der einzige, der in seiner ursprünglichen Form erhalten ist. Einzig der Wasserzufluss, der die weit verzweigte Teichlandschaft des Gartens versorgt, wurde hier geändert: Während der Teich früher vom Wasser der Bucht von Tōkyō gespeist wurde, wird er heute mit Frischwasser beschickt. Deswegen schwimmen hier auch Karpfen (die die brackige Brühe des Teichs des Hama Rikyū Teien nicht vertragen würden).

Das Land, auf dem sich der Park befindet, wurde erst in der Mitte des 17. Jahrhunderts dem Meer abgerungen und wurde 1678 offizielle Residenz des Tadatomo Okubo (大久保忠朝 / おおくぼただとも), der im Auftrag der Tokugawa-Shōgune von 1686 bis 1698 über die Odawara-Region (heute Kanagawa) herrschte.

Nach seinem Tode wechselten die Besitzer des Anwesens, bis es 1875 Besitztum des Meiji-Kaisers außerhalb des Palastareals wurde. Das große Kantō-Erdbeben von 1923 zerstörte nicht nur das Palastgebäude, sondern auch Teile des Gartens – praktisch alle Bäume gingen damals verloren. 1924 wurde der Park der Stadt Tōkyō übergeben (zum Gedenken an die Hochzeit des späteren Shōwa Tennō im Januar des darauffolgenden Jahres), restauriert und im April desselben Jahres der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Noch im Jahre 1875, als der damalige Kaiser Japans (der Meiji Tennō) dem Park einen Besuch abstattete, lag er so nahe am Meer, dass der Kaiser namentlich den Blick vom einem der nicht gerade atemberaubend hohen “Berge” des Gartens (dem Kyūshakudai/九尺台) ob seiner Aussicht über die Bucht von Tōkyō lobte. Heute liegt zwischen dem Park und dem Pier der Takeshiba Sanbashi (竹芝桟橋) mehr als ein halber Kilometer Neuland, das gerade mit einem neuen Hochhauskomplex bebaut wird.

Heute besticht der Park besonders durch seine ganz besonders ausgeprägte Landschaftsgestaltung und die Weite der Fläche. Mit seinem Teich im mittleren Bereich des Gartens und seinen hervorragenden Felsgärten in einer abwechslungsreich gestalteten Topografie, sucht er in Tōkyō seinesgleichen. Kein Wunder, dass er im Juni 1979 als Ort besonderer landschaftlicher Schönheit ins Kulturerbe des Landes aufgenommen wurde.

Öffnungszeiten / Eintrittsgebühr:

Täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr (letzter Einlass um 16.30 Uhr) (geschlossen während der Neujahrsfeiertage, 29. Dezember bis 3. Januar).

Erwachsene*: 150 ¥
Senioren (65 Jahre und älter): 70 ¥
Kinder bis einschl. Grundschulalter: frei
* Mittelschüler aus Tōkyō bzw. von Tōkyōter Schulen: Frei

Wie man hinkommt:

JR-Bahnhof Hamamatsu-chō (浜松町 / はままつちょう), Nordausgang, ca. 1 Minute Fußweg in östlicher Richtung.

Toei-U-Bahn, Ōedo-Linie (都営大江戸線 / とえいおおえどせん) oder Asakusa-Linie (都営浅草線 / とえいあさくさせん) zum Bahnhof Daimon (大門 / だいもん) und von dort ca. 5 Minuten zu Fuß in östlicher Richtung (oder gehen Sie unterirdisch bis zum Ausgang Nr. B2 und von dort 1 Minute zu Fuß).

Yurikamome-Linie (新交通ゆりかもめ / しんこうつうゆりかもめ) bis zur Haltestelle Takeshiba (竹芝 / たけしば), ca. 5 Minuten Fußweg in westlicher Richtung.

Adresse:

Offizieller Name: Kyū Shiba Rikyū Onshi Teien (旧芝離宮恩賜庭園 / きゅうしばりきゅうおんしていえん)
1-4-1 Kaigan, Minato-ku, Tōkyō 105-0022


Ōme City (青梅市)

14. April 2018

Cineasten aufgepasst!

Ōme – Filmplakate (Breakfast at Tiffany’s)

Die Stadt Ōme (青梅 / おうめ), die ganz im Westen der Metropol-Präfektur Tōkyō liegt, gehört vielleicht nicht zu den bekanntesten Orten Japans – aber sie ist deswegen ja gerade für diese Webseite um so interessanter.

Grundsätzliches über Ōme

Spätestens wenn man weiß, dass Ōme die „Patenschaft“ für die deutschen Besucher der olympischen und paralympischen Sommerspiele 2020 in Tōkyō übernommen hat, wird man als Deutscher hellhörig. Vielleicht war man es auch schon vorher, denn schließlich verbindet die Stadt seit 1965 auch eine Städtepartnerschaft mit Boppard am Rhein. Deswegen ist es wahrscheinlich nicht ganz so verwunderlich, wenn man erfährt, dass es – neben einer hervorragenden Sakebrauerei – in Ōme auch Rebstöcke aus Boppard gibt, aus denen ein leichter Riesling mit dem Namen „Drop of Boppard“ gekeltert wird.

Ōme (青梅) – “A Drop of Boppard” (ポッパルドの雫)

Mit ihren mehr als 135.000 Einwohnern und einer Fläche von über 103 qkm gehört sie zu den zwar flächenmäßig mittelgroßen der 26 Städte und 23 Sonderbezirke in der Präfektur Tōkyō, aber zu den eher kleinen, was die Einwohnerzahl anbelangt. Dafür liegt sie aber auch in einer reizvollen Gebirgslandschaft (der Hausberg Ōmes ist der Mitake-san (御岳山 / みたけさん), der es immerhin auf 929 Höhenmeter bringt) im Tal des Tama-Flusses (多摩川 / たまがわ), der in den Bergen der Nachbarpräfektur Yamanashi (山梨県 / やまなしけん) entspringt und 138 km später zwischen Tōkyō und Kawasaki, direkt am Stadtflughafen Tōkyōs (Haneda / 羽田 / はねだ) in die Bucht von Tōkyō mündet.

Retro, wohin das Auge blickt

In den kommenden Artikeln werde ich ein bisschen auf die landschaftlichen und spirituellen Reize Ōmes eingehen. Heute sei der gewiefte Cineast auf Ōme aufmerksam gemacht, denn die Stadt bietet für Spielfilm-Freaks beiderlei Geschlechts ein Schmankerl, das man andernorts wahrscheinlich vergeblich sucht. Bis vor gar nicht mal allzu vielen Jahren, war es in Japan noch durchaus üblich, auf Kinofilme mit handgemalten Plakaten aufmerksam zu machen. Diese auch in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schon etwas schrullig wirkende Art der Werbung, ist inzwischen fast komplett verschwunden – die Straßen der Innenstadt Ōmes lassen diese alten Zeit neu entstehen.
Zu den aufwändig gemalten Filmplakaten gesellen sich auch Persiflagen auf dieselben – wer sich bei Spielfilmen aus alten Tagen ein bisschen auskennt (und es sind durchaus auch internationale Produktionen dabei), wird hier garantiert fündig. Eine kleine Auswahl gefällig?

Erkennen Sie die Originale?

Shōwa Retro-Artikel-Museum (昭和レトロ商品博物館 / しょうわレトロしょうひんはくぶつかん)

Das 1999 eröffnete Museum rundet sozusagen das Stadtbild mit einer umfangreichen Sammlung an Gebrauchsgütern aus der Shōwa-Zeit (1926-1989) ab – einer Zeit, der viele Japaner noch heute nachtrauern und die gerade in Fernsehserien bis zum Erbrechen wieder heraufbeschworen wird, weil zumindest die letzten dreißig Jahre diese Zeit sozusagen die „goldenen Jahre“ Japans waren. Das Museum beinhaltet ebenfalls eine Sammlung der obengenannten, handgemalten Filmplakate.

Ōme – Shōwa Retro-Artikel-Museum (青梅市・昭和レトロ商品博物館)

Ohne weiteres Wissen um das Leben in Japan in den 50er, 60er und 70er Jahre, bleibt die Ausstellung ein bisschen Panoptikum – aber wer in das damalige Lebensgefühl eintauchen möchte, ist hier sicher am richtigen Ort.

Öffnungszeiten des Shōwa-Museums:

Täglich, außer montags: 10 Uhr bis 17 Uhr (fällt ein Feiertag auf Montag, bleibt es am darauffolgenden Werktag geschlossen)

Eintrittsgeld für das Shōwa-Museum:

Erwachsene: 350 Yen
Kinder: 200 Yen

Adresse des Shōwa-Museums

65 Sumie-chō, Ōme-shi, Tōkyō-to 198-0084
〒198−0053 東京都青梅市住江町65

Wie man nach Ōme kommt:

Aus dem inneren Stadtgebiet Tōkyōs kommt man mit Schnellzügen der Chūō-Linie/Ōme-Linie in weniger als einer Stunde von Shinjuku nach Ōme.

Mehr über Ōme:

Ōme City – Mitake-san (青梅市・御岳山)
– Wanderschaft, Pilgerschaft und Kulturgüter


Narita-san Shinshō-ji (成田山新勝寺) (Engl.)

12. January 2018

Unexpected splendidness at the gates of Tōkyō

Narita-san Shinshō-ji (成田山新勝寺)

Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier.
A German version of this posting you can find here.

The Shinshō-ji (新勝寺 / しんしょうじ) which is usually called by its “mountain name” (sangō / 山号 / さんごう) Narita-san (成田山 / なりたさん), is, beyond any doubt, one of the most magnificent Buddhist temple complexes of the country. And probably there are more foreign visitors that know it “by name” than those who have actually visited it, as the international airport of Tōkyō is also called “Narita” – named after the nearby city in the Chiba prefecture (千葉県 / ちばけん) that belongs to this district.

Neverless, hardly anyone would assume that a temple complex of that grandeur can be found so far away from the gates of Tōkyō (we remember: Narita airport is about 60 km away from the big city). Hence, the journey to the Narita-san is somewhat inconvenient (unless you’re on your way from or to the airport anyway and don’t mind sightseeing with your luggage… well, there are coin lockers for that). From the center of Tōkyō you’ll hardly reach any of the two stations more or less conveniently located in walking distance from the temple (there is one station for trains of Japan Rail and one station for those of the Keisei Railways) in less than 75 minutes’ time.

But that es all rather relative, compared with the charm that is waiting for you already a couple of hundred meters before you reach the temple as such. The street that leads right to the temple’s precinct, the Omotesandō (表参道 / おもてさんどう), is one of those rare examples of traditional Japanese city architecture that has made it to our days (the other districts of Narita can, by all means, be called “rather ugly” – even by Japanese standards).

I had chosen to visit the Narita-san on those special days between Christmas and New Year – when the temple is, on the one hand, already prepared for the hundreds of thousands of visitors that usually fill its grounds during the first few days of the new year, on the other hand this rush of visitors hasn’t started yet.

A short outline of more than a thousand years of history of the Narita-san:

Everything began when the great Buddhist teacher and founder of the Japanese Shingon Buddhism, Kūkai (空海 / くうかい) (Kōbō Daishi / 弘法大師 / こうぼうだいし), made a wooden statue of Fudōmyōō (不動明王 / ふどうみょうおう) (probably better knows as “Acala”, the protector of Buddha’s teachings) all by himself in 810. The statue remains the centre piece of the temple, even in our days.

The next significant event in history is related to a rebbellion that started in 939 led by Taira no Masakado (平将門 / たいらのまさかど). Taira no Masakado deemed himself to be the rightful emperor of Japan. Naturally, the “official” emperor, Suzaku (朱雀天皇 / すざくてんのう), was everything but amused about it. In order to put an end to this, emperor Suzaku ordered to take the statue of Fudōmyōō into battle against the rebels. In the end, 940 Taira no Masakado was beaten and he was executed in Kyōto. The legend knows that Taira no Masakado’s head mysteriously flew from Kyōto to what we call Tōkyō today (of course, there was no Tōkyō in those days, just a small fishing village called Shibazaki) – not far from the Imperial Palace’s Ōtemon in Ōtemachi in Tōkyō you’ll find memorial (a “kubizuka” or “scull grave”) where Taira no Masakado can still be worshipped (which also demonstrates that you don’t need to be a historical “good guy” to make your way into Japanese fame and adoration – or, as in this particular case, to give the people a reason to do everything to calm your evil spirit).

On that occasion the statue of Fudōmyōō is said to have opened its mouth and started to speak, expressing its wish to remain in Narita. That’s why the year 940 is regarded as the official day of foundation of the temple. This victorious fight against the rebels is also the reason for the name of the tempel: “Shinshō-ji” means, in a rather literal translation: “Temple of the new victory”.

In the early 18th century the Narita-san again gained a lot of attention due to its close relation with kabuki. That time’s Danjūrō Ichikawa (市川團十郎 / いちかわだんじゅうろう), an extraordinarily popular kabuki actor, also portrayed “Fudōmyōō” on stage. And also in our days kabuki and Fudōmyōō are as closely inter-connected as the 12th Danjūro with the Narita-san.

Let’s have a look at the major buildings on the vast temple precinct.

First the buildings on the lowest level of the area:

Outer Gate / Main Gate (Sōmon / 総門 / そうもん)

This excessively gorgeous gate, made of the wood of the Japanese zelkova (keyaki) was built only in 2008 (or  2007 respectively – the various information sources of the temple aren’t too specific about it). With an impressive height of 15 metres it also demonstrates that the Narita-san is obviously not impoverished.

Administration Building (Kōrinkaku / 光輪閣 / こうりんかく)

The massive building consists of four floors above ground and two below and was built in 1975. It houses not only the temple administration, but also a guest house. On its forth floor it features a banquet hall of not less than 480 tatami mats in size.

From this level, there is a rather steep staircase to…

Niō Gate (Niōmon / 仁王門 / におうもん)

The Niō Gate was erect in 1830 (according to English sources – 1831 according to Japanese sources) and is a registered Important National Cultural Property.

Via another staircase one reaches the central and most spacious area of the temple.

Around this central square you’ll find – among others – the following buildings (don’t worry, if stairs are one of the barriers that would stop you from visiting the Narita-san – there is an elevator at the north side of the administration building):

Great Main Hall (Dai Hondō / 大本堂 / だいほんどう)

This impressively large hall that was built only in 1968 (don’t get confused with information the temple itself imparts – some language-version mentions the year 1986) houses the aforementioned Fudōmyōō (不動明王 / ふどうみょうおう) that is being worshipped here (and if you have read the short summary of the temple’s history above, you also know why).

Three Storied Pagoda (Sanjū no tō / 三重塔 / さんじゅうのとう)

After this pagoda had been erected in 1712, it has seen comprehensive restorations in 1801, 1812 and 1858. Even though only 25 metres tall, it is a particularly splendid example for such a structure as built in the mid Edo era.

And thanks to the fact that the building has seen thorough restoration works again from 1981 to 1983, you can enjoy the colours in all their glory. These last restoration works were carried out based in accordance with specifications obtained from archives of 1803.

My research could not bring 100% certainty as to what kind of religious sculpture is enshrined in this pagoda, because the various sources lacked the necessary congruency. While the information plate at the pagoda mentioned the Gochi Nyorai / five Tathagatas (五智如来 / ごちにょらい), the temple’s website only names one of those five Buddhas, Dainichi Nyorai (大日如来 / だいにちにょらい) – as usual, the inside of the pagoda was not on display during my visit.
Also this pagoda is among the five Important National Cultural Properties of the temple.

Narita-san, Sanjū no tō / Issai Kyōdō / Shōrō (三重塔 / 一切経堂 / 鐘楼)

Right next to the pagoda you find the Bell Tower (Shōrō / 鐘楼 / しょうろう) and the Sutra Storage (Issai Kyōdō / 一切経堂 / いっさいきょうどう)

The Sutra Storage was built in 1722 by the Saint Shōhan who was also in charge of considerable reforms to the temple. About 2,000 volumes of Buddhist scriptures are housed in this storage. “Shitennō (four dieties) and “Jūni Shinshō” (twelve dieties), both guardians of Buddhism, are carved with rich coloring on the doors of the revolving book case, which is supported by eight demons.
Eight wooden windows around the hall are decorated with rich sculptures, the subjects of which are drawn from old Chinese tales.

Prince Shōtoku Hall (Shōtoku Taishi Dō / 聖徳太子堂 / しょうとくたいしどう

Even though some Wikipedia entries claim that the Pince Shōtoku Hall is the latest addition to the temple’s buildings (erected in 2009), I assume that the information given by the Narita-san is more reliable: Built in 1992, restored in 2007.

Buddha’s Temple (Shakadō / 釈迦堂 / しゃかどう)

Narita-san, Shakadō (釈迦堂)

The Shakadō was built in 1858 and is a registered Important National Cultural Property. Originally, its function was as the main hall of the temple. However, before the present Great Main Hall was built, this structure was moved to its present location in 1964.

And another staircase higher…

(you can also spare yourself these stairs, if you like, as there is also an elevator at your disposl) you’ll reach some further gems of traditional Japanese sacred architecture:

Votive Plate Hall (Gakudō / 額堂 / がくどう)

Narita-san, Gakudō (額堂)

Narita-san, Gakudō (額堂)

This hall for votive plates was built in 1861 as a second building of this kind on the temple’s grounds. It was refurbished in 1986 – originally the building had wooden siding walls in the back, but now it presents itself as an entirely open hall.

The fact that a full-scale method of construction was employed even for this structure of minor importance, indicates the profundity of people’s devotion to Buddhis in those days (and also may explain why the new rulers of Japan of the Meiji era had a rather suspicious eye on Buddhism and the power it represented).

The older Gakudō next to the three storied pagoda was lost in a fire in 1965. The only remains of it is a stone statue of the seventh Danjūrō Ichikawa (七代目市川團十郎 / しちだいめいちかわだんじゅうろう), a noted member of the great kabuki dynasty (1791 to 1859).

Also the Gakudō is among the five Important National Kultural Porperties of the Narita-san.

Old Main Hall (Kōmyōdō / 光明堂 / こうみょうどう)

The rather gorgeous Kōmyōdō was built in 1701 and is not only regarded as a typical representative of a temple building of the middle of the Edo period, but also a registered Important National Cultural Property. It also is the oldest of its kind on the temple’s grounds. It served as main hall of the Narita-san until the Shakadō was built.

Seiryū Gongen Hall (Seiryū Gongendō / 清滝権現堂 / せいりゅうごんげんどう)
Myōken Shrine (Myōkengū / 妙見宮 / みょうけんぐう)

Narita-san, Seiryū Gongendō / Myōkengū (清滝権現堂 /
妙見宮)

Originally built in 1732, these two buildings serve as guardians of the Narita-san as they house the spirits of two worshipped protective dieties, Seiryū Gongen and Myōken.

Iō Hall (Iōden / 醫王殿 / いおうでん)
This is the newest among the gems on the Narita-san’s precinct. It was built in 2017 in preparation of the 1,080-year-anniversary of the Narita-san. Wood of the Japanese cypress (hinoki) was used for this building – a place for prayers for long life and health..

Narita-san, Iōden / Heiwa no Daitō (醫王殿 / 平和の大塔)

And last but not least – as already shown on the photo above – right next to the Iōden…

Great Peace Pagoda (Heiwa no Daitō / 平和の大塔 / へいわのだいとう)

This pagoda that was built in 1984 in the style of a treasure hall symbolises the teachings of the Shingon school of Buddhism. With its five stories it towers 58 meters tall. And with a width of 35 metres it is the largest pagoda in Japan.
It was built to celebrate the 1,150th death anniversary of the great founder of Shingon Buddhism, Kūkai.

How to get there:

Take either the trains of Japan Rail (JR) to the station Narita (成田駅 / なりたえき) or of the Keisei Railways (京成鉄道 / けいせいてつどう) to the station Keisei Narita (京成成田駅 / けいせいなりたえき). Both stations are about 100 metres apart from each other, and about one kilometre south of the temple’s grounds.

Keisei Narita Station (京成成田駅)

Opening Hours / Admission Fees:

The Narita-san is open all year through.

Admisstion is free.


Narita-san Shinshō-ji (成田山新勝寺) (dt.)

31. December 2017

Unerwartete Grandiosität vor den Toren Tōkyōs

Narita-san Shinshō-ji (成田山新勝寺)

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you can find here.

Der Shinshō-ji (新勝寺 / しんしょうじ), der aber auch im Volksmund nur mit seinem „Bergnamen“ (sangō / 山号 / さんごう) Narita-san (成田山 / なりたさん) genannt wird, gehört ganz zweifelsohne zu den großartigsten buddhistischen Tempelanlagen des Landes. Und wahrscheinlich kennen ihn dem Namen nach mehr ausländische Besucher, als ihn je zu Gesicht bekommen haben, da der große internationale Flughafen Tōkyōs ja auch den Namen „Narita“ trägt – nach der Stadt Narita, auf deren Gemarkung der Flughafen in der Präfektur Chiba (千葉県 / ちばけん) liegt.

Dennoch würde kaum jemand damit rechnen, derartige Grandiosität so weit draußen auf dem flachen Land zu finden (wir erinnern uns: Der Flughafen Narita ist ca. 60 km von Tōkyō entfernt). Die Anfahrt aus Tōkyō ist vergleichsweise lästig (wenn man sich nicht ohnehin auf dem Weg vom oder zum Flughafen befindet und glaubt, trotz des Reisegepäcks einen Tempelbesuch absolvieren zu müssen). Aus der Innenstadt Tōkyōs ist kaum einer der beiden halbwegs tempelnah gelegenen Bahnstationen (es gibt einen Bahnhof für die Züge von Japan Rail und einen für die von Keisei Railways) in weniger als 1 ¼ Stunden zu erreichen.

Aber dafür sind schon die letzten mehreren hundert Meter vor Erreichen des eigentlichen Tempelareals eine regelrechte Wonne, die für sich allein genommen schon für die lange Anfahrt entschädigen. Die auf den Tempel zuführende Omotesandō (表参道 / おもてさんどう) bietet hier eines der eher raren Beispiele dafür, wie traditionelle japanische Stadtarchitektur in die Neuzeit hinüber gerettet werden konnte (die übrigen Bezirke Naritas können hingegen selbst für japanische Verhältnisse als „ziemlich hässlich“ bezeichnet werden).

Für meinen Besuch des Narita-san hatte ich mir die Tage „zwischen den Jahren“ ausgesucht – wenn der Tempel bereits auf den großen Besucheransturm während der Neujahrstage gerüstet ist, sich aber nur vergleichsweise wenige Touristen hierher verirren.

Ein kurzer Abriss der über tausendjährigen Geschichte des Narita-san:

Alles begann mit der Anfertigung einer Holzstatue des Fudōmyōō (不動明王 / ふどうみょうおう) (auch bekannt als „Acala“, der Beschützer der buddhistischen Lehre) durch den großen buddhistischen Sektengründer Kūkai (空海 / くうかい) (Kōbō Daishi / 弘法大師 / こうぼうだいし) im Jahre 810. Diese Statue ist auch heute noch Herzstück des Tempels.

Die im Jahre 939 von Taira no Masakado (平将門 / たいらのまさかど) geführte Rebellion gegen das Kaiserhaus ist das nächste einschneidende Ereignis. Besagter Taira no Masakado sah sich selbst als legitimen Kaiser Japans. Das konnte dem amtierenden Kaiser natürlich nicht recht sein. Um ihn in seine Schranken zu weisen, befahl Kaiser Suzaku (朱雀天皇 / すざくてんのう), Kūkais Statue des Fudōmyōō in die Schlacht gegen die Rebellen mitzunehmen. Taira no Masakado wurde schließlich 940 geschlagen. Sein Kopf soll bei der Hinrichtung in Kyōto bis ins heutige Tōkyō geflogen sein (damals befand sich hier nur das kleine Fischerdorf Shibazaki) – in der Nähe des Ōtemon des Kaiserpalastes in Tōkyō gibt es in Ōtemachi eine Gedenkstätte (ein „Schädelgrab”), die an dieses denkwürdige Ereignis erinnert (und auch mal wieder zeigt, dass man in Japan ruhig mal Rebell gewesen sein darf und später doch verehrt werden kann – oder, wie in diesem Falle, als böser Geist “beruhigt” wird).

Die Fudōmyōō-Statue soll seinerzeit ihren Mund geöffnet und gesprochen haben – und zwar den Wunsch, in Narita verbleiben zu dürfen – das Jahr 940 gilt also als das offizielle Gründungsjahr des Tempels. Und dieser Sieg über die Rebellen ist auch der Grund für den Namen des Tempels „Shinshō-ji“ – was man ganz frei mit „Tempel des neuen Sieges“ übersetzten könnte.

Im frühen 18. Jahrhundert macht der Narita-san erneut von sich reden, als es zu einer engen Verbindung mit dem Kabuki-Schauspiel kam. Der damalige Danjūrō Ichikawa (市川團十郎 / いちかわだんじゅうろう), ein überaus populärer Kabukischauspieler dieser Zeit, stellte auf der Bühne den „Fudōmyōō“ dar. Und auch heute noch, sind Kabuki und Fudōmyōō ebenso eng miteinander verbunden, wie der jetzige 12. Danjūro dem Narita-san.

Werfen wir einen Blick auf die wesentlichen Bauwerke auf dem ausgedehnten Tempelareal.

Fangen wir zunächst mit den am tiefsten gelegenen Bauwerken an:

Äußeres Tor / Haupttor (Sōmon / 総門 / そうもん)

Dieses über die Maßen prächtige Tor, das erst im Jahre 2008 (bzw. 2007 – da will sich der Narita-san in den verschiedenen Sprachausführungen seiner Informationsschriften nicht so genau festlegen) aus dem Holz der Japanischen Zelkove errichtet wurde, zeigt mit seinen mächtigen 15 Metern Höhe, dass der Narita-san ganz offensichtlich nicht am Hungertuch nagen muss.

Verwaltungsgebäude (Kōrinkaku / 光輪閣 / こうりんかく)

Dieses wuchtige Gebäude mit seinen vier oberirdischen und zwei unterirdischen Stockwerken wurde im Jahre 1975 errichtet. Es beherbergt nicht nur die Tempelverwaltung, sondern auch das Gästehaus der Sekte. Im vierten Stockwerk gibt es einen Festsaal, der sage und schreibe 480 Tatami-Matten groß ist.

Von dieser Ebene geht es zunächst eine steile Treppe hinauf zum:

Niō-Tor (Niōmon / 仁王門 / におうもん)

Das Niō-Tor wurde im Jahre 1830 errichtet (nach den englischen Quellen des Tempels – 1831 nach den japanischen Quellen) und ist ein wichtiges Nationales Kulturgut.

Und über eine weitere Treppe gelangt man in den zentralen und weitläuftigsten Teil der Tempelanlage.

Hier befinden sich u.a. die folgenden Gebäude (wer Treppen vermeiden möchte, hat die Möglichkeit, an der Nordseite des Verwaltungsgebäudes mit einem Aufzug „ein Stockwerk“ höher zu gelangen):

Große Haupthalle (Dai Hondō / 大本堂 / だいほんどう)

In der erst 1968 errichteten Halle (in den englischsprachigen Unterlagen des Tempels wird fälschlich vom Jahr 1986 gesprochen) wird Fudōmyōō (不動明王 / ふどうみょうおう), verehrt – aus dem kurzen geschichtlichen Abriss von oben, wissen wir auch, warum.

Dreistöckige Pagode (Sanjū no tō / 三重塔 / さんじゅうのとう)

Ursprünglich errichtet im Jahre 1712, hat die Pagode in den Jahren 1801, 1812 und 1858 umfassende Restaurierungen erfahren. Diese ausnehmend prächtige, wenngleich nur 25 Meter hohe Pagode ist ein typisches Beispiel für eine solche Struktur aus der Mitte der Edo-Zeit.

Dass sie heute in so makellosem Zustand zu sehen ist, ist Erhaltungsmaßnahmen zu verdanken, die 1981 bis 1983 durchgeführt wurden. Bei diesen Arbeiten hat man sich genau an die Vorgaben gehalten, die den Archiven des Jahres 1803 entnommen worden waren.

Was die Pagode als Heiligtum beherbergt konnte ich nicht zweifelsfrei verifizieren, da die Quellen hier nicht exakt übereinstimmen: Die Hinweistafel an der Pagode selbst nennt die Gochi Nyorai / Fünf Tathagatas (五智如来 / ごちにょらい), auf der Webseite wird allerdings nur einer dieser fünf Buddhas genannt, nämlich der Dainichi Nyorai (大日如来 / だいにちにょらい) – wie üblich bei solchen Pagoden, war der Innenraum während meines Besuches nicht einsehbar.
Auch die Pagode gehört zu den fünf wichtigen Nationalen Kulturgütern der Anlage.

Narita-san, Sanjū no tō / Issai Kyōdō / Shōrō (三重塔 / 一切経堂 / 鐘楼)

Gleich nebenan stehen, der Glockenturm (Shōrō / 鐘楼 / しょうろう) und der Sutren-Speicher (Issai Kyōdō / 一切経堂 / いっさいきょうどう)

Dieser Sutren-Speicher wurde im Jahre 1722 vom Heiligen Shōhan errichtet, der für maßgebliche Reformen des Tempels verantwortlich zeichnete. In ihm werden ungefähr 2.000 buddhistische Schriften aufbewahrt. Die Türen des drehbaren Bibliotheksschreins sind mit farbenprächtigen Schnitzereien von Beschützern des Buddhismus, „Shitennō“ (vier Gottheiten) und Jūni Shinshō (zwölf Gottheiten), verziert. Auch die acht Fenster der Halle sind mit aufwändigen Skulpturen verziert, die auf chinesische Erzählungen zurückgehen.

Prinz Shōtoku Halle (Shōtoku Taishi Dō / 聖徳太子堂 / しょうとくたいしどう

Auch wenn das deutschsprachige Wikipedia behauptet, die Prinz Shōtoku Halle sei die jüngste Erweiterung des Tempelareals und stamme aus dem Jahre 2009, ist es doch wahrscheinlicher, dass den Aufzeichnungen des Tempels mehr Glauben zu schenken ist. Erbaut 1992, restauriert 2007.

Buddhas Tempel (Shakadō / 釈迦堂 / しゃかどう)

Narita-san, Shakadō (釈迦堂)

Der Shakadō wurde 1858 errichtet und gilt als wichtiges Nationales Kulturgut. Ursprünglich war dieses Gebäude die Haupthalle des Tempels, wurde allerdings vor der Errichtung der jetzigen neuen Großen Haupthalle im Jahre 1964 an ihren jetzigen Standort verlegt.

Und noch einmal eine Treppe höher…

(auch diese kann man sich ersparen und statt dessen mit einem Aufzug die nächste Ebene erreichen) gelangen wir zu weiteren Schmuckstücken traditioneller Sakralarchitektur:

Votiv-Tafel-Halle (Gakudō / 額堂 / がくどう)

Narita-san, Gakudō (額堂)

Narita-san, Gakudō (額堂)

Diese Votivtafel-Halle wurde im Jahre 1861 als die zweite ihrer Art auf dem Tempelgelände erbaut (1986 restauriert). Die ursprünglich auch noch vorhandenen Seitenwände im hinteren Gebäudeteil fehlen. Man sagt, dass die Grandiosität dieses vergleichsweise unwichtigen Gebäudes ein Zeichen dafür sei, wie sehr die Menschen in dieser Zeit dem Buddhismus zugetan war (den neuen Machthabern der Meiji-Zeit war die Macht der buddhistischen Tempel und Klöster nicht umsonst ein Dorn im Auge gewesen). Die ursprünglich gleich nebenan stehende, ältere Gakudō ist im Jahre 1965 in einem Feuer verloren gegangen. Von ihr ist heute nur noch eine Steinstatue, die vom siebten Danjūrō Ichikawa (七代目市川團十郎 / しちだいめいちかわだんじゅうろう), eines Vertreters der großen Kabukischauspieler-Dynastie (1791 bis 1859), gestiftet wurde, zu sehen. Die Votivtafel-Halle gehört ebenfalls zu den fünf wichtigen Nationalen Kulturgütern des Narita-san.

Alte Haupthalle (Kōmyōdō / 光明堂 / こうみょうどう)

Der prächtige Kōmyōdō wurde 1701 errichtet und gilt nicht nur als typischer Vertreter eines Bauwerks aus der Mitte der Edo-Zeit, sondern auch als wichtiges Nationales Kulturgut (es ist obendrein das älteste dieser Art auf dem Tempelareal). Bis zur Errichtung des Shakadō war dieses stattliche Gebäude die Haupthalle des Tempels.

Seiryū Gongen-Halle (Seiryū Gongendō / 清滝権現堂 / せいりゅうごんげんどう)
Myōken-Schrein (Myōkengū / 妙見宮 / みょうけんぐう)

Narita-san, Seiryū Gongendō / Myōkengū (清滝権現堂 /
妙見宮)

Ursprünglich im Jahre 1732 gebaut, schützen die beiden Gebäude durch die in ihnen verehrten Schutzgötter Seiryū Gongen und Myōken den Narita-san Shinshō-ji.

Iō-Halle (Iōden / 醫王殿 / いおうでん)
Diese neueste Errungenschaft auf dem Tempelgelände wurde 2017 zur Feier des 1.080-jährigen Jubiläums des Narita-san aus dem Holz der Japanischen Zypresse errichtet. Hier gesprochene Gebete sollen gut sein für ein langes Leben und für die Heilung von Krankheiten.

Narita-san, Iōden / Heiwa no Daitō (醫王殿 / 平和の大塔)

Und last but not least – wie oben schon zu sehen, gleich nebenan:

Große Friedenspagode (Heiwa no Daitō / 平和の大塔 / へいわのだいとう)

Die im Jahre 1984 im Stile einer Schatzpagode errichtete Große Friedenspagode symbolisiert die Lehren des Shingon-Buddhismus. Sie war seinerzeit zum 1150. Todestag Kūkais (des großen Gründervaters des Shingon Buddhimus) errichtet worden. Mit ihren 58 Metern Höhe und einer Breite von 35 Metern ist die die größte Pagode dieser Art in Japan.

Wie man hinkommt:

Entweder mit Bahnen von Japan Rail (JR) zum Bahnhof Narita (成田駅 / なりたえき) oder mit Bahnen von Keisei Railways (京成鉄道 / けいせいてつどう) zum Bahnhof Keisei Narita (京成成田駅 / けいせいなりたえき). Beide Bahnhöfe liegen etwa 100 Meter Luftlinie von einander entfernt einen guten Kilometer südlich des Tempelgeländes.

Keisei Narita Station (京成成田駅)

Öffnungszeiten / Eintrittsgebühren:

Der Narita-san ist während des ganzen Jahres geöffnet.
Der Eintritt ist frei.


Tōkyō Skyline / Rainbow Bridge (Bilder/Pictures)

14. December 2017

Ein atemberaubender Geheimtipp für den Abend
A breathtaking insider tip for the evening

Tōkyō Skyline

Manchmal scheut man sich davor, Höhepunkte der Stadt, die (noch) nicht vom Millionenpublikum überrannt werden, auf eine Webseite zu setzen – aber in diesem Fall führt daran kein Weg vorbei. Details zur Tōkyō Skyline und der Rainbow Bridge finden Sie hier:

Tōkyō Rainbow Bridge (東京レインボーブリッジ)
– Der beste Ort, um die Skyline Tōkyōs zu bewundern

Sometimes one hesitates to share a highlight of the city which is (not yet) overrun by millions of visitors on a website – but in this case there is simply no other way. Details of the skyline of Tōkyō and the Rainbow bridge can be found here:

Tōkyō Rainbow Bridge (東京レインボーブリッジ)
– The best place to admire Tōkyō’s skyline

Aber genießen Sie einfach die untenstehenden Bilder – klicken Sie in das Mosaik, um sich eine Diashow anzuschauen!

But now, just enjoy the pictures below – click into the mosaic and have them presented as a slide show!

Zusatzinformation:
Dies ist ein Artikel der “Ohne Worte / Non-Verbal”-Serie – für Näheres zu dieser Serie siehe in der Navigationsleiste unter “Ohne Worte / Non-Verbal“.

Additional Information:
This is a posting of the “Ohne Worte / Non-Verbal” series – for more details on this series, please have a look at “Ohne Worte / Non-Verbal“ on the navigation bar.