Manazuru (真鶴) (dt.)

Ein Tag am Meer – Natur, Kunst, Gaumengenüsse und mehr

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Der Großstädter lechzt ja gern mal nach Grün, nach Natur, nach etwas Abgeschiedenheit und Ruhe. Glücklicherweise muss zumindest der Tōkyōter nicht lange lechzen, denn die Umgebung der Megalopolis ist reich an Ausflugszielen und unerwarteten Kleinodien der Natur, die geradezu nach einem Tagesausflug schreien. Eine davon ist die traumhaft schöne Halbinsel Manazuru (真鶴 / まなづる) (was man locker mit „echter Kranich“ übersetzen könnte, was aber auch der Name des Weißnackenkranichs ist), knapp zwei Bahnstunden südlich von Tōkyō an der Sagami-Bucht (相模湾 / さがみわん) gelegen, in der Präfektur Kanagawa (神奈川県 / かながわけん), in der sich auch deren Hauptstadt Yokohama (横浜 / よこはま) befindet.

Und von einem Tag, den ich dort verbracht habe, will ich ein bisschen berichten und vielleicht sogar den einen oder anderen animieren, diese Gegend mit auf die Reiseliste zu nehmen. Die unvergleichliche Alice Gordenker hatte die Organisation dieses Ausflugs übernommen – und der gewiefte Leser erinnert sich z.B. an Artikel über das Toguri Kunstmuseum, meine Artikel über die „Amputierte Venus“ und das „Teien Kunstmuseum“, die allesamt unter der Führung Alice Gordenkers stattgefunden haben (Alice Gordenkers Blog finden Sie obendrin in meiner Blogroll). Da die Präfektur Kanagawa am Anlocken zusätzlicher Touristen interessiert ist, ist sie als Mitveranstalter und Sponsor aufgetreten.

Kommen wir zurück zur Halbinsel Manazuru und damit zu ihren Anfängen:
Sie ist vor etwa 150 Millionen Jahren aufgrund heftigen Vulkanismus entstanden (Bilder hiervon habe ich keine, da ich vor 150 Millionen Jahren noch zu jung war, um selbst Fotos zu machen…). Der Boden ist entsprechend hart und gebirgig – Landwirtschaft ist praktisch nicht möglich. In früheren Zeiten lebten die Menschen hier fast ausschließlich vom Fischfang und den Steinbrüchen, die heute noch überall in Meeresnähe zu sehen sind. Die Burgen von Odawara (小田原 / おだわら) und Tōkyō (東京 / とうきょう) – vormals Edo (江戸 / えど) – waren teilweise mit dem hochwertigen Andesit (eine vulkanische Gesteinsart), den man hier “komatsu ishi” (小松石 / こまついし) nennt, errichtet worden, der auch heute noch im Gartenbau sehr beliebt ist. Die Steinbrüche reichen aber noch weiter in die Vergangenheit zurück – schon in der Kamakura-Zeit (鎌倉時代 / かまくらじだい) im 12. Jahrhundert wurden hier Steine direkt am Meer gebrochen; der Abtransport auf dem Wasserwege war um vieles einfacher, als auf dem Landwege.

Heute können nur noch wenige ihren Lebensunterhalt mit Steinbrucharbeiten und/oder Fischfang bestreiten. Wie in anderen Landstrichen auch, ist die Bevölkerungszahl in den vergangen Jahrzehnten von über 10.000 auf unter 8.000 gesunken. Heute leben und arbeiten die Menschen in der Kantō-Region (関東地方 / かんとうちほう) überwiegend näher am Ballungsgebiet. Allerdings ist in letzter Zeit auch eine „zurück aufs Land“-Bewegung zu beobachten, von der gerade Manazuru aufgrund seiner herrlichen Lage profitieren könnte.

Manazuru (真鶴)

Manazuru (真鶴)

Um sich einen Überblick über die Lage und die Beschaffenheit der Landzunge als Ganzes zu verschaffen, bot sich eine 30-minütige Bootstour („Discovery Cruise“) an, die tagsüber stündlich (außer in den Wintermonaten) angeboten wird. Wahrscheinlich wird es Ihnen auf dem Boot ähnlich gehen, wie mir – man ist die meiste Zeit mit den Scharen von Möwen beschäftigt, die das Boot futterheischend begleiten. Aber vergessen Sie trotzdem nicht Ihr Augenmerk auf die Topografie des Landes zu richten auf den undurchdringlich scheinenden Wald auf der Landzunge, die schroffen Felsbrüche und last but not least die mystischen Felsen an der Südostspitze des Kaps. Sie hören auf den Namen „Mitsu Ishi“ (三ツ石 / みついし) und sind ein heiliger Ort des Shintō. Die beiden größten der Andesit-Monolithen werden durch ein sogenanntes „Götterseil“, Shimenawa (注連縄 / しめなわ) genannt und gefaltete Papierfahnen, Gohei (御幣 / ごへい) genannt, miteinander verbunden. Den Hauptfelsen ziert ein leuchtend rotes Torii (鳥居 / とりい) und ein ebenso feuerroter, kleiner Schrein.

Und besonders auf der Nordostseite des Kaps sind die riesigen Fischernetze zu sehen, die hier von Mitgliedern der lokalen Fischereikooperative ausgelegt werden. Man nennt sie auch „feste Netze“ (定置網 / ていちあみ). Aufgrund der extremen Tiefe der Gewässer in der Nähe der Landzunge (sie fällt auf kurze Distanz auf viele hundert Meter Tiefe ab) ist die Gegend mit einem besonderen Artenreichtum gesegnet.

Manazuru (真鶴) - (定置網 )

Manazuru (真鶴) – (定置網 )

Erste „Festlandsstation“ des Ausfluges auf der Halbinsel Manazuru war der Kibune-Schrein (貴船神社 / きぶねじんじゃ), der auf eine Gründung aus dem Jahre 889 zurückgehen soll (als Fischer im Meer zwölf hölzerne „Statuen“ – oder was man dafür hielt – fanden, denen man einen Schrein errichtete), aber bis zur strikten Trennung von Buddhismus und Shintō in den frühen Jahren der Meiji Restauration (zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) auf den Namen Kinomiya Daimyōjin (貴宮大明神 / きのみやだいみょうじん) hörte. Ursprünglich reichte die endlos lang erscheinende Treppe, die hinauf zum Hauptgebäude des Schreins führt, bis direkt ans Meer – heute ist sie ein gutes Stück vom Meer getrennt, da in der frühen Shōwa-Zeit (zweites Viertel des 20. Jahrhunderts) eine um Teile der Landzunge führende Straße dem Meer abgerungen wurde. Aufgrund der schroffen Natur des Landstrichs hatte man es vorgezogen, mit dem Boot direkt zum Schrein zu fahren und nicht den beschwerlichen Weg über Berge und durch dunkle Wälder zu gehen. Im Laufe der Zeit hat sich der Schrein zu einem Ort des Gebets und des Schutzes vor den Gefahren des täglichen Lebens (das Leben der Einheimischen war schließlich alles andere als ungefährlich – sowohl der Fischfang in tiefen Gewässer, als auch die Streinbrucharbeiten forderten so manches Menschenleben) entwickelt. Auch deswegen gibt es eine kleine Besonderheit an einem der Nebenschreine zu sehen: Einer der Hunde/Löwen, der den Zugang zum Schrein bewacht, hält seinen Körper schützend über einen jungen Hund/Löwen – ein Zeichen dafür, dass er Schrein sich auch dem Wohlergehen der durch Arbeitsunfälle eltern- oder doch zumindest vaterlos gewordenen Kinder annimmt.

Während meiner Exkursion durch Manazuru wurde ich Zeuge auch einer besonderen Reinigung- und Schutzzeremonie, die vom Enkelsohn des derzeitigen Hauptpriesters des Schreins für meine Besuchergruppe durchgeführt wurde. Der Hauptpriester stammt aus der 30. Generation der Priesterfamilie, die den Schrein seit ewigen Zeiten betreut – der Enkel wird einst die 32. Generation in diesem Amt vertreten. Neben der Shintō-Zeremonie gewährten uns Vater (31. Generation!) und Sohn aber auch Einblicke in die prächtigen Gewänder, die ein Priester während der Zeremonien trägt und die Art und Weise, wie diese angelegt werden. Und am Ende wurde jeder Teilnehmer der Zeremonie mit einem Amulett (御守 / おまもり) beschenkt – für den Rest des Tages (und sicher auch darüber hinaus) war also für den zusätzlichen Schutz durch die lokalen Götter gesorgt.

Das größte Festival am Orte hängt auch mit dem Kibune-Schrein zusammen: Das Kibune Matsuri (貴船祭り / きぶねまつり), das alljährlich am 27. und 28. Juli stattfindet und sicher zu den außergewöhnlichsten in Japan gehört.

Kibune Jinja (貴船神社) - Kibune Matsuri (貴船祭り)

Kibune Jinja (貴船神社) – Kibune Matsuri (貴船祭り)

Zu den Besonderheiten des Kaps von Manazuru gehört auch der alte Baumbestand, der fast die komplette Landzunge bedeckt und sich Ohayashi (お林 / おはやし) nennt. Es handelt sich hierbei um eine artenreiche Aufforstung während der Edo-Zeit (1603 bis 1868) – u.a. auch um Baumaterial für das nahegelegene Odawara (小田原 / おだわら) und seine Burg zu schaffen. Der Weitsicht der rechtzeitigen Pflege des Waldes und eines Verzichts auf Abholzung während der Kriege des 20. Jahrhunderts ist es zu verdanken, dass man hier wirklich alte Bäume (200 bis 400 Jahre alt) bestaunen kann. Zu den imposantesten gehören sicher die mächtigen Kampferbäume. Gleich an einem der Hauptzugänge zu dem Wald gibt es eine “Filiale” des Kibune-Schreins, um den Steinbrucharbeitern, den Weg zum täglichen Gebet zu verkürzen.


Der größte Teil des Waldes bleibt, einem Urwald gleich, weitgehend unbewirtschaftet. Man sprich hier auch von einem „Fisch-Schutzwald“ (魚付き保安林 / うおつきほあんりん), der nicht nur urig anzusehen ist. Man sagt solchen meeresnahen Wäldern auch nach, dass sie eine segensreiche Symbiose mit dem Leben im nahegelegenen Meer eingehen:

  1. Fische ernähren sind von Insekten, die von den Bäumen ins Meer fallen,
  2. Fische lieben den Schatten, den die Bäume spenden,
  3. der Wald versorgt das Meer mit zusätzlichen Nährstoffen, was wiederum für einen besonderen Planktonreichtum sorgt

Es ist also nicht verwunderlich, dass die Fischgründe rund um Manazuru noch immer vergleichsweise reich sind.

Mittags durften wir uns einen ganz besonderen Eindruck von dem Reichtum – aber auch der Köstlichkeit – dessen verschaffen, was hier in den Gewässern rund um das Kap gefangen wird. In der Nähe einer kleinen Zitronenplantage und mit einem wirklich atemberaubenden Blick über das Meer in Richtung Nordosten waren wir Gäste von Frau und Herrn Saso auf der „Orange Floral Farm“, die seit 2002 auch Mitglied der italienischen Slow Food-Vereinigung ist. Sprich: Eine wirklich überzeugende Verbindung von mediterranem Lebensgefühl und japanischer Küche wartete auf uns, als wir zu einem ebenso zünftigen wie gemütlichen Barbecue gebeten wurden. Sicher waren die Fische, die hier auf den Grill kamen – sozusagen „vollständige Tiere“ – am eindrucksvollsten: Meerbrassen (真鯛 / まだい) und strahlend rote Kaiserbarsche (金目鯛 / きんめだい) – nur leicht gesalzen und mit Öl in Alufolie auf Holzkohle gegrillt. Ein Genuss! Nicht weniger lecker waren allerdings die mit Knoblauch, Gemüse und Pilzen gebratenen Asari-Muscheln (浅蜊 / あさり), die gegrillten Garnelen (die einzigen Tiere, die nicht aus der Region stammten) und nicht zuletzt das regionale Rindfleisch (和牛 / わぎゅう) mit seinen ausgeprägten Fettadern, das jeder sich selbst zubereiten durfte. Erfrischung brachte mit den vor Ort wachsenden Zitronen „aufgepepptes“ Wasser.

So sehr ein Ausflug ans Meer zum Genießen der Meeresfrüchte einlädt, so sehr kommt hier auch der Kunstsinnige auf seine Kosten. Das Nakagawa Kunstmuseum (中川一政美術館 / なかがわびじゅつかん) ist praktisch ein Muss für jeden, dem Leben und Werk des Multitalents Kasumasa Nakagawa (中川一政 / なかがわかずまさ) entweder ohnehin schon bekannt ist oder der es gern kennenlernen würde. Nakagawa lebte mehr als 40 Jahre in Manazuru, nachdem er sein Atelier 1949 hierher verlegt hatte, um die Landschaft zu malen – er ist von Manazuru nie mehr losgekommen. Aus Dank für sein Wirken hat die Stadt ihm 1989 dieses Museum vom Star-Architekten Takahiko Yanagisawa (柳澤孝彦 / やなぎさわたかひこ) (der u.a. auch Tōkyō Opera City, das Neue Nationaltheater und das Museum of Contemporary Art in Tōkyō gebaut hat) errichten lassen. Selbst derjenige, der nichts mit den kräftigen Farben der Malerei Nakagawas, seiner Kalligrafie oder Töpferei anfangen kann, findet hier ein kleines, aber um so feineres, hochmodernes Museumsgebäude vor, das schon unter architektonischen Gesichtspunkten den Besuch wert ist. Beachten sie die Holzmaserung der Betonwände und den Fußboden im Empfang, der aus lokalem Vulkangestein hergestellt wurde!

Nakagawa Bijutsukan (中川一政美術館)

Nakagawa Bijutsukan (中川一政美術館)

Nakagawa Bijutsukan (中川一政美術館)

Nakagawa Bijutsukan (中川一政美術館)

Nakagawa Bijutsukan (中川一政美術館)

Nakagawa Bijutsukan (中川一政美術館)

Als Besonderheit bietet das Museum einen besonders schönen und freundlich-hellen Raum für Teezeremonien – ein Wunsch des Meisters, der selbst ein großer Freund der Teezeremonie war. Eine Einführung in die hohe Kunst der Teezeremonie lag da nahe.

Wem der Sinn weniger nach Kunst, sondern mehr nach Naturkunde steht, ist in Manazuru nicht nur aufgrund der Landschaft und des Meeres gut aufgehoben, sondern u.a. auch wegen seines bemerkenswerten Endō Muschel-Museum (遠藤貝類博物館 / えんどうかいるいはくぶつかん).

Endō Muschel-Museum (遠藤貝類博物館)

Endō Shell Museum (遠藤貝類博物館)

Endō Muschel-Museum (遠藤貝類博物館)

Endō Shell Museum (遠藤貝類博物館)

In diesem beachtlichen Museum wird eine der bedeutendsten und vollständigsten Sammlungen von Muscheln der Welt ausgestellt. Sie geht auf die Sammlungen von Haruo Endō (遠藤晴雄 / えんどうはるお) zurück, der fast sein ganzes 91-jähriges Leben lang Muscheln sammelte und diese Sammlung bei seinem Tod (2006) der Stadt Manazuru vermachte. Heute finden sich in diesem Museum ungefähr 50.000 Muscheln von etwa 4.500 Spezies wieder – von der „alltäglichen“ Muschel, die jeder schon mal am Strand gefunden hat, bis hin zu wirklich atemberaubenden Raritäten (u.a. die kleinste Muschel der Welt, die mit einem Durchmesser von 0,6 mm mit dem bloßen Auge kaum als Muscheln zu erkennen ist).

Die Ausstellungen gliedern sich wie folgt:

  1. Ausstellungsraum 1: Muscheln aus den Gewässern rund um das Kap von Manazuru in der Sagami-Bucht, mit einem Diorama der Unterwasserwelt des Küstenabschnitts um die Mitsu-Ishi (三ツ石 / みついし)
  2. Ausstellungsraum 2: Muscheln aus ganz Japan
  3. Ausstellungsraum 3: Muscheln aus der ganzen Welt

Aufgrund der Topografie und der natürlichen Gegebenheiten rund um Manazuru, ist diese Gegend besonders reich an den unterschiedlichsten Meeresbewohnern – so auch Muscheln – dazu trägt u.a. die Bewahrung des „Ohayashi“, des Schutzwaldes, bei, aber auch die extremen Wassertiefen in Küstennähe und die Strömungsverhältnisse im Pazifik. Allein hier können über 200 verschiedene Muschelsorten gefunden werden, die Sagami-Buch ist Heimat weiterer 3.000 Sorten (was eine erstaunliche Vielzahl darstellt, wenn man bedenkt, dass es auf der ganzen Welt „nur“ etwa 130.000 Muschelsorten gibt).

Für deutsche Besucher des Museums ist vielleicht nicht gänzlich einerlei, dass einer der Gründerväter der „Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde“, der deutsche Zoologe Dr. Franz Hilgendorf, der seinerzeit (1873 bis 1876) an der „Kaiserlich Medizinischen Akademie“ in Tōkyō (heute Tōkyō Universität (東京大学 / とうきょうだいがく) unterrichtete, mit einem wichtigen Muschelfund zu den Sammlungen des Museums beigetragen hat. Ihm ist die Entdeckung eines seltenen Muschelgehäuses aus der Familie der Schlitzbandschnecken (Pleurotomariidae), im Japanischen “okina ebisu gai” (オキナエビスガイ) genannt, gelungen. Der Fund dieser auch als „lebende Fossilien“ bezeichneten Muscheln (weil sie schon vor den Zeiten der Dinosaurier in ihrer heutigen Form existiert haben) ist nicht nur bemerkenswert, weil sie überaus rar sind, sondern auch, weil die Umstände, die zu dem Fund geführt haben “bemerkenswert” sind: Er hatte diese Rarität nämlich ausgerechnet in einem Andenkenladen im nicht allzu weit entfernten Enoshima (江の島 / えのしま) gefunden hat (in Japan war die Muschelart schon im Jahr 1843 Gegenstand einer Veröffentlichung gewesen – also schon 12 Jahre bevor westliche Wissenschaftler die Art für „entdeckt“ erklärten). Nachdem er diese Muschel einem Museum in Deutschland vermacht hatte, wurde das Britische Museum auf den Fund aufmerksam und zahlte ihm (bzw. seinem japanischen Vermittler) den unvorstellbaren Betrag von 40 Yen (was heute ca. 3 Millionen Yen entsprechen würde) dafür. Wer würde da nicht gern Inhaber eines Andenkenladens gewesen sein?

Endō Muschel-Museum (遠藤貝類博物館)

Endō Shell Museum (遠藤貝類博物館) – オキナエビスガイ

Den Abschluss des Tages bildete dann die wirklich atemberaubende Spätnachmittagsstimmung an der Steilküste unterhalb des Museums, von wo aus man nicht nur die Mitsu Ishi (三ツ石 / みついし) besonders „effektvoll“ von der niedrig stehenden Sonne anstrahlt sehen konnte, sondern auch einen langen, befestigten Pfad die felsige Küste entlang gehen konnte. Der perfekte Schlusspunkt eines perfekten Tages.

Wie man hinkommt:

Von Tōkyō aus den östlichen Stadtteilen am einfachsten mit der JR Tōkaidō Linie (JR 東海道線 / JR とうかいどうせん) in Richtung Atami (熱海 / あたみ) über Yokohama (横浜 / ほこはま) nach Manazuru (真鶴 / まなづる) (kein Umsteigen erforderlich!).
Aus den westlicheren Stadtteilen Tōkyōs bringen einen die Bahnen der Odakyū Linie (小田急線 / おだきゅうせん) – wer es gern komfortabel mag, nimmt die „Romancecar“ (ロマンスカー)-Schnellzüge – von Shinjuku (新宿 / しんじゅく) nach Odawara (小田原 / おだわら). In Odawara steigt man noch einmal für 12 Minuten in die JR Tōkaidō Linie (JR 東海道線 / JR とうかいどうせん) nach Manazuru (真鶴 / まなづる) um.

Näheres zur „Discovery Cruise“

Adresse:
1197-42 Manazuru, Manazuru-machi,
Ashigarashimo-gun
Kanagawa-ken 259-0201

〒259-0201 神奈川県足柄下郡真鶴町真鶴1947-42

Tel.: 0465-68-3255 (9:00 Uhr bis 17:00 Uhr)

Abfahrtzeiten der Schiffe:
10:00 Uhr bis 16:00 Uhr stündlich (nicht im Januar und Februar)
Fahrten werden nur durchgeführt, wenn sich mindestens zwei Teilnehmer einfinden.

Fahrpreise:
Erwachsene: 1.200 Yen
Schüler: 600 Yen
Kinder im Vorschulalter: frei

Näheres zur „Orange Floral Farm“:

Adresse:
1147-4 Manazuru, Manazuru-machi,
Ashigarashimo-gun
Kanagawa-ken 259-0201

〒259-0201 神奈川県足柄下郡真鶴町真鶴1147-4

Tel.: 0465-69-2239
Fax: 0465-69-2052

Öffnungszeiten:
Die Farm ist meistens von 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr für Besucher geöffnet, Interessenten werden allerdings gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden (Frau Saso spricht English)

Näheres zum Muschel-Museums:

Adresse:
1175 Manazuru, Manazuru-machi
Ashigarashimo-gun
Kanagawa-ken 259-0201

〒259-0201 神奈川県足柄下郡真鶴町真鶴1175番地

Tel./Fax: 0465-68-2111

Öffnungszeiten:
Täglich außer donnerstags: 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr (letzter Einlass: 16:00 Uhr).
Fällt ein Feiertag auf Donnerstag, bleibt das Museum am darauffolgenden Werktag geschlossen.

Eintrittspreise:
Erwachsene: 300 Yen (bei Gruppen ab 20 Personen: 200 Yen)
Kinder: 150 Yen (bei Gruppen ab 20 Personen: 100 Yen)

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4 Responses to Manazuru (真鶴) (dt.)

  1. […] deutsche Version dieses Artikels finden Sie hier. An English version of this posting you can find […]

  2. Rene says:

    Interessant, da war ich auch im Sommer, an genau den selben Orten. Die Welt ist klein🙂

    • Thomas Gittel says:

      Zum Kibune-Matsuri müsste es dort besonders interessant sein – das peile ich für das kommende Jahr an…

  3. […] Sie bereits den Artikel über meinen Ausflug nach “Manazuru“ kennen, haben Sie schon eine gewisse Vorstellung von dem, was Sie hier erwartet, weil es sich um […]

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