Hajime Hoshi (星一) und seine Welt

Ein Japaner, ohne den die deutsche Wissenschaft schwerlich überlebt hätte

Hajime Hoshi (星一)

Hajime Hoshi (星一)

Eigentlich wollte ich „nur“ einen kleinen Artikel über eines der bemerkenswertesten Gebäude Tōkyōs schreiben – das übrigens um so bemerkenswerter ist, als es kaum jemand kennt – aber dann ist mir klar geworden, dass das Gebäude nicht ohne den Mann verstanden werden kann, der es hat erbauen lassen.

Dass Hajime Hoshi (星一 / ほしはじめ) in Deutschland fast so unbekannt ist wie „seine“ Universität in Tōkyō mit ihrem atemberaubenden Hauptgebäude (und auch jüngere Japaner mit seinem Namen kaum etwas anfangen können, wenn sie nicht gerade „vom Fach“ sind), muss zumindest verwundern, wenn nicht gar verärgern, denn ein bisschen mehr allgemeine Anerkennung hätte der Mann durchaus verdient.

Die Person

Hajime Hoshi wurde 1873 in Iwaki in der nordostjapanischen Präfektur Fukushima geboren und studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaften an einer Handelsschule in Tōkyō (aus der später die Hitotsubashi Universität (一橋大学 / ひとつばしだいがく) hervor gegangen ist). Obwohl praktisch mittellos, ging er 1894 in die USA und finanzierte sich dort durch die haarsträubendsten Nebenjobs ein Wirtschaftsstudium an der renommierten Columbia Universität in New York (1896 bis 1901). Ein Besuch beim berühmten Erfinder Thomas Alfa Edison hat ihn damals in seinem Glauben an den Fortschritt, sowohl durch Wissenschaft und Technik, als auch durch Ethik und Vernunft, bestärkt.

Er kehrte 1906 nach Japan zurück und gründete 1911 die „Hoshi Pharmaceutical Company“. Mit dieser Firma hat er damals den Handel mit pharmazeutischen Produkten in Japan komplett umgekrempelt, indem er in den USA kennengelernte Vertriebswege nun in seiner Heimat umsetzte: Über ein weit verzweigtes Filialnetz von Apotheken machte er seine Produkte „mit dem Stern“ (sein Familiename, Hoshi (星 / ほし), bedeutet Stern) dem Verbraucher zugänglich – und das mit so großem Erfolg, dass sein Unternehmen schon innerhalb weniger Jahre zu einem der führenden Pharmazieunternehmen Japans wurde. Seinem unermüdlichen Forscherdrang war es auch zu verdanken, dass sein Unternehmen das erste war, das z.B. Chinin, Morphin oder Atropin in Japan herstellte.

Aus der 1922 gegründeten Hoshi pharmazeutischen Handelsschule (星商業学校 / ほししょうぎょうがっこう) ging 1950 die Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学 / ほしやっかだいがく) hervor. Seit seiner Rückkehr nach Japan (ab 1908) war er „nebenher“ auch noch überaus erfolgreicher Abgeordneter im japanischen Unterhaus und verstarb 78-jährig 1951 während einer USA-Reise in Los Angeles.

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Allein aufgrund dieses Lebenslaufs wäre die sich durch umfassende Bescheidenheit auszeichnende Person des Hajime Hoshi bemerkenswert. Besonders zeichnen sich Leben und Werk dieses Mannes aber auch dadurch aus, dass er sich besonders um die deutsche Wissenschaft verdient gemacht. Als Deutschland nach dem 1. Weltkrieg völlig isoliert und in wirtschaftlich desolatem Zustand darnieder lag und es an allen Ecken und Enden an den nötigen Mitteln zur Unterstützung der Wissenschaft fehlte, war er es, der die seinerzeit vom Chemie-Nobelpreisträger Fritz Haber (1868 bis 1934) mitgegründete „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“ mit gewaltigen Summen unterstützte.

In der Satzung des „Japan-Ausschusses der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“ aus dem Jahre 1922 heißt es wörtlich: „Durch die Vermittlung des Auswärtigen Amts sind der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft 2 Millionen Mark überwiesen worden, die von dem Präsidenten der Hoshi pharmazeutical compagny Hajimi Hoshi für die deutsche Wissenschaft gestiftet worden sind.“ Später heißt es in den Richtlinien für die Tätigkeit des Japanausschusses der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft (vom 25.11.1922): „Der Japanausschuss der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft verwendet vom Januar 1923 ab die von dem japanischen Großindustriellen HAJIME HOSHI zu seiner Verfügung gestellten Mittel zur Förderung von Experimentaluntersuchungen auf dem Gesamtgebiete der Chemie und auf dem physikalischen Gebiet der Atomforschung.“ (Inzwischen hatte man sich wohl mit der richtigen Schreibweise des Namens Hoshis vertraut gemacht.) Im Präsidium des Ausschusses saßen so bekannte Persönlichkeiten wie Fritz Haber, Max Planck und Rudolf Schenck, als Vertreter wurde ebenfalls Otto Hahn ernannt, der als Anlaufstelle für Anträge auf Unterstützung fungierte. Der ungarisch-deutsche Physiker und Nuklearbiologe Leó Szilárd (1898-1964), der 1938 in die USA ging und dort die ersten Atombomben baute („Manhattan-Projekt“), gehörte seinerzeit wahrscheinlich auch zu den Geförderten.

Im Nachhinein mag es wie Ironie des Schicksals wirken, dass Hajime Hoshi somit nicht nur die Arbeit Otto Hahns (des Entdeckers der Kernspaltung), sondern auch die des Erbauers der ersten Atombomben und damit – zumindest indirekt – die Zerstörung der Städte Hiroshima und Nagasaki sozusagen „mitgefördert“ hat.

Mehrere Großspenden und schließlich regelmäßige, monatliche Zuwendungen über drei Jahre hinweg (1923-1925) summierten sich, auf heutige Währungsverhältnisse umgerechnet, auf etwa 7 Millionen Euro.

Dabei war Hoshi während der Jahre der monatlichen Zahlungen an die „Notgemeinschaft“ eigentlich gar nicht mehr in der Lage, diese aufzubringen, da er nach dem Bankrott seines Chemieunternehmens selbst in größten finanziellen Nöten war (das große Kantō-Erdbeben vom 1. September 1923 hatte die Hauptstadt in Schutt und Asche gelegt). Da er die Unterstützung der „Notgemeinschaft“ aber zugesagt hatte, behielt er seine eigene Bedrängnis für sich und sparte sich die Gelder förmlich vom Mund ab.

Das Gebäude

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Nun aber zu der Universität, die Herr Hoshi im Jahre 1950 gegründet hat – oder vielmehr: zum Hauptgebäude seiner 1922 gegründeten „Hoshi pharmazeutischen Handelsschule“ (星商業学校 / ほししょうぎょうがっこう), mit dessen Bau im Jahre 1922 begonnen wurde. Noch während der Bauzeit ereignete sich das oben bereits erwähnte große Kantō-Erdbeben. Während große Teile der Stadt vom Erdbeben und seinen Folgen (verheerende Brände) in Mitleidenschaft gezogen worden waren, hatte sich dieses (angeblich) erste Stahlbeton-Gebäude Tōkyōs bewährt und konnte, wie geplant, fertig gestellt und 1924 feierlich eingeweiht werden. Es gibt in Tōkyō nur noch wenige Gebäude, die die Strömungen der Moderne während der Taishō-Zeit (1912-1926) so eindrucksvoll widerspiegeln.

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Die Form des Gebäudes mit der gewaltigen Kuppel erinnert an die „Low Memorial Library“ der Columbia Universität in New York, die Hoshi zu seinen Studentenzeiten so beeindruckt hatte – von ihr ließ sich der seinerzeit berühmte tschechische Architekt, Antonin Raymond (der dem Stil Frank Lloyd Wrights sehr nahe stand) offensichtlich leiten. Die Haupthalle des Gebäudes verfügt über eine Aula, die auf zwei Ebenen über 1.200 Zuschauern Platz bietet. Ebenso vorhanden ist eine vergleichsweise große Bühne mit Orchestergraben – alles überwölbt von einer weiten Kuppel, deren sternförmige Streben ja vielleicht eine Anspielung auf den Namen des Gründervaters der Universität sind.

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Erst in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden bleiverglaste Fenster unterhalb der Kuppel eingesetzt, die nicht nur das Emblem der Universität zeigen, sondern auch verschiedene Heilpflanzen. Das Emblem der Universität wurde übrigens einer alten Form des chinesischen Zeichens für Stern (Hoshi) nachempfunden, die drei Kringel stehen für das Wahre, Schöne und Gute.

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Damals sicher auch eine absolute Neuheit: Die Aufgänge zu den oberen Stockwerken des Aula-Gebäudes kommen gänzlich ohne Treppenstufen aus – hier kommen durchgängig Schrägen zum Einsatz.

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Dieses Schrägenhaus („Treppenhaus“ kann man ja nicht sagen) wird geziert von Wand-bedeckenden Gemälden, die Szenen der Gewinnung traditioneller Heilmittel (Kräuter, Hirschhorn) in der Asuka-Zeit (vom ausgehenden 6. nachchristlichen Jahrhundert bis zum frühen 8. Jahrhundert) darstellen.

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学)

Und obwohl das Gebäude von seiner Gesamtkonzeption her schon großartig ist, verdienen die vielen Design-Details, die an Arbeiten Frank Lloyd Wrights erinnern, besondere Aufmerksamkeit. Es scheint kein Zufall zu sein, dass immer wieder sternförmige Design-Elemente auftauchen (wie z.B. in den reich verzierten Wandlampen). Der Name Hoshi (Stern) schreit ja förmlich danach.

Das Museum (歴史資料館 / れきししりょうかん)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学), Museum (歴史資料館)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学), Museum (歴史資料館)

Auf dem Campus der Universität gibt es ein kleines Museum mit allerlei Memorabilien aus dem Leben und Werk von Hajime Hoshi (u.a. auch Urkunden und Orden, die die damalige Dankbarkeit der deutschen Wissenschaftler zum Ausdruck bringen), den Produkten seiner pharmazeutischen Firma und vielem zur Entstehungsgeschichte des Hauptgebäudes der Universität.

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学), Museum (歴史資料館)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学), Museum (歴史資料館)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学), Museum (歴史資料館)

Hoshi pharmazeutische Universität (星薬科大学), Museum (歴史資料館)

Der Heilpflanzen-Garten (薬用植物園 / やくようしょくぶつえん)

Heilpflanzengarten (薬用植物園)

Heilpflanzengarten (薬用植物園)

Noch eindrucksvoller fand ich allerdings den Heilpflanzen-Garten der Universität (薬用植物園 / やくようしょくぶつえん), der sich direkt östlich neben dem Hauptgebäude auf 3.000 qm erstreckt und etwa 1.000 verschiedene Pflanzenarten beherbergt. Wer sich ein bisschen mit Heilpflanzen und Kräutern auskennt, wird hier aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen und bemerken, dass die Wirkung vieler der hier gezüchteten Heilpflanzen durchaus auch in Europa bekannt ist und geschätzt wird.

Um nur einen winzig kleinen und völlig willkürlichen Ausschnitt zu zeigen:

Gingko (Gingko biloba):

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Gingko)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Gingko)

Eine der erstaunlichsten Heilpflanzen findet man schon in der Zufahrt zum Hauptgebäude der Universität. Die wird nämlich von wuchtigen Gingko-Bäumen gesäumt. Extrakte aus den Blättern des Baumes werden zur Behandlung von Demenz verwendet. Die wohlschmeckenden gekochten (gern auch gesalzenen) Samen (sprich: die Nüsse) des Baumes sind in Japan als Knabberei beliebt. Allerdings enthalten auch die Samen Wirkstoffe, die sie zur Anwendung bei Husten, Blaseninfektionen, ja sogar bei Tuberkulose und Gonorrhoe tauglich machen. Und selbst die Abkochungen der Wurzeln sind alles andere als wirkungslos: Sie helfen bei nächtlichen Samenergüssen und Menstruationsstörungen.

Japanische Pfefferminze (Ackerminze, Mentha arvensis):

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Mentha arvensis)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Mentha arvensis)

In den 1850er Jahren wurde Ackerminze in den Präfekturen Hiroshima und Okayama im großen Stil angebaut, später dann auch in Hokkaidō, dort vor allem in der Stadt Kitami. Lange war die japanische Pfefferminze die wichtigste Quelle für Menthol. Seit der Öffnung des Marktes 1971 für Menthol aus Indien und Brasilien ist der japanische Markt fast komplett zusammengebrochen. Als bekanntestes Produkt aus der japanischen Minze lässt sich das weltweit populäre japanische Heilöl nennen.

Schlangenhaargurke (Trichosanthes cucumerina):

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Trichosanthes cucumerina)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Trichosanthes cucumerina)

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Trichosanthes cucumerina)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Trichosanthes cucumerina)

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Trichosanthes cucumerina)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Trichosanthes cucumerina)

Von dieser auf den ersten Blick schon sehr exotisch wirkenden Pflanze, die zu den Kürbisgewächsen zählt, werden junge, unreife Früchte genutzt, bevor sie bitter werden. Sie werden gekocht oder in Currys verwendet. Sprossspitzen und Blätter werden als Gemüse verwendet, Wurzeln und Samen als Medizin. Die Anwendungsbereiche umfassen Wurmbekämpfung, Diarrhoe, Bronchitis und Fieber.

Ginseng (Panax ginseng):

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Ginseng)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Ginseng)

Die weltbekannte Wurzel enthält Wirkstoffe, die zur allgemeinen Steigerung der körperlichen Abwehrkräfte beitragen sollen. Auch soll die Gehirnleistung durch sie gesteigert und das Immunsystem gestärkt werden. Außerdem sind Ginseng-Präparate bekannt dafür, dass sie nur wenig Nebenwirkungen zeigen. Der Anbau von Ginsengwurzeln ist übrigens nicht nur sehr zeitaufwendig (geerntet kann erst nach einigen Jahren werden), sondern die Wurzel gilt auch als besonders heikel, wenn sie während der langen Wachstumsperiode zu viel Feuchtigkeit abbekommt.

Vanille:

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Vanille)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Vanille)

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Vanille)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Vanille)

Als Backzutat und Geschmackslieferant ist die Vanille weltbekannt. Weniger bekannt ist ihre medizinische Wirkung: Schon in uralten Zeiten sagte man der Vanille eine Steigerung der Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns nach. Außerdem ist ihre beruhigende Wirkung nachgewiesen. Und da ein hauptsächlicher Inhaltsstoff der Vanille, Vanillin, mit den menschlichen Pheromonen verwandt ist, wirkt sie obendrein aphrodisierend. Merke: Man kann sich sein Gegenüber nicht nur mit alkoholischen Getränke schöntrinken – eine ordentliche Portion Vanilleeis tut’s auch…

Sternfrucht (Averrhoa carambola):

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Averrhoa carambola)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Averrhoa carambola)

Die zur Familie der Gurkenbäume gehörende Pflanze ist in den letzten Jahrzehnten auch in Europa beliebt geworden. In der chinesischen Medizin gelten zerstoßene Früchte aber auch als fiebersenkend und ihr Saft als besonders durstlöschend. Aber Achtung: Menschen mit Nierenininsuffizienz sollten sich von diesen Früchten fern halten. Ihr Genuss kann für Patienten, die nicht sofort dialysiert werden, tödlich enden.

„Lebensbaum“ (Camptotheca):

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Camptotheca)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Camptotheca)

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Camptotheca)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Camptotheca)

Rinde, Holz und Samen dieser mit den Hartriegelgewächsen verwandten Bäume und Sträucher aus China liefern den Wirkstoff Camptothecin, dessen Verwendung für Krebstherapien derzeit noch erforscht wird.

Stinkesche (Tetradium ruticarpum):

Heilpflanzengarten (薬用植物園) (Tetradium ruticarpum)

Heilpflanzen-Garten (薬用植物園) (Tetradium ruticarpum)

Der Baum aus China trägt seinen Namen vielleicht nicht völlig zu Recht, denn seine Früchte haben schlimmstenfalls einen starken Geruch, den man aber nicht als „Gestank“ bezeichnen möchte. Die zu den Rautengewächsen gehörenden Bäume sind getrenntgeschlechtlich (in Japan soll es nur „männliche“ Bäume geben). In der japanisch/chinesischen Kampō-Medizin werden die Wirkstoffe der Pflanze überall dort eingesetzt, wo eine Verbesserung der Blutzirkulation erwünscht ist. Neuerdings auch in der Kosmetik, um den Teint strahlender erscheinen zu lassen.

Öffnungszeiten des Museums

(Erdgeschoss des Forschungsinstituts)
Montags bis freitags: 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Samstags: 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Eintritt: frei

Öffnungszeiten des Heilpflanzen-Gartens

Wochentags: 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Samstags: 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
bzw. nach Terminvereinbarung
Eintritt: frei

Das Hauptgebäude der Universität mit der grandiosen Aula kann nur nach Terminvereinbarung besichtigt werden.

Anschrift der Hoshi pharmazeutischen Universität

2-4-41 Ebara
Shinagawa-ku
Tōkyō 142-8501

Tel. +81 3 3786 1011
http://www.hoshi.ac.jp

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