Fukuoka, der Hügel des Glücks – 福岡 (1. Teil)

Wesentlich mehr als nur das Tor nach Südkorea 

Eine englische Version dieses Artikels finden Sie hier.
An English version of this posting you’ll find here.

Tōchō-ji (東長寺)

Tōchō-ji (東長寺)

Hier soll einmal der Versuch unternommen werden, den Verlauf eines ganz persönlichen Spaziergangs durch Fukuoka wiederzugeben – keine Reiseführer-taugliche Abhandlung, dafür aber für jeden, der einen Stadtplan von Fukuoka zur Hand hat (und wer hätte den nicht….), nachvollziehbar. Die Aufzählung erhebt absolut keinen Anspruch auf Vollständigkeit, soll lediglich einen kleinen Ausschnitt dessen wiedergeben, was Fukuoka zu bieten hat und zeigen: Es muss nicht immer Kyōto (oder, wie bei mir: Tōkyō) sein.

Deswegen vor Beginn des Spaziergangs ein paar einführende Worte:

Fukuoka (福岡 / ふくおか) ist die größte Stadt auf der südwestlichsten der Hauptinseln Japans, Kyūshū (九州 / きゅうしゅう) und gleichzeitig auch Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur. Mit ihren ca. 1,5 Millionen Einwohnern ist sie in etwa mit München vergleichbar – von dem für japanische Verhältnisse etwas lockereren Lebensgefühl in der Stadt einmal abgesehen, ist man dann aber sehr schnell am Ende der Gemeinsamkeiten mit der bayrischen Hauptstadt angekommen. Fukuoka liegt am Meer, der Bucht von Hakata (博多 / はかた) und hat auch durch ihre schnelle Schiffsverbindung nach Südkorea einen besonderen Status als Handelsmetropole.

Übrigens liegt Fukuoka auf der gleichen geographischen Breite wie Casablanca, erfreut sich aber eines deutlich feuchteren Klimas, das mehr an die Palmenseligkeit Hawaiis erinnert als an die trockene Hitze Nordwestafrikas.

Während die Gegend um Fukuoka schon seit ältesten Zeiten besiedelt war und schon um die Zeitenwende Handelsbeziehungen zu China bestanden, ist das geschichtsträchtigste Ereignis wohl der zweimalige Invasionsversuch der Mongolen (1274 und 1281), der hier vor der Küste Kyūshūs „abgewehrt“ werden konnte. Die Mongolen waren jedes Mal Opfer von Taifunen geworden. Der Begriff „Kamikaze“ (神風 / かみかぜ) („Götterwind“) wurde damals geprägt und ist nicht etwa eine Wortschöpfung aus den Endtagen des 2. Weltkrieges, als Sondereinheiten von selbstmordwilligen Fliegern ein Vordringen US-amerikanischer Schiffe auf von Japan besetztes Gebiet verhindern sollten – seinerzeit wurde allerdings auch die andere Lesung von „神風” verwendet, weswegen die Einheiten auch nicht „Kamikaze“, sondern „Shinpō“ hießen. Aber genug der Klugscheißerei.

Die Stadt zählt interessanterweise nicht zur „ersten Garnitur“ an Reisezielen westlicher Besucher, obwohl es kaum eine internationalere gibt. Es mangelt ihr auch nicht an Sehenswürdigkeiten, und schon gar nicht an Charme. Sie ist mehr „Opfer“ der etwas einseitigen Konzentration ausländischer Besuchsprogramme auf Kyōto – ein Schicksal, dass Fukuoka, mit den meisten japanischen Großstädten, einschließlich Tōkyō, teilt. Noch ein Grund mehr, sich auf die Stadt einzulassen und wieder einmal von stereotypen Trampelpfaden abzuweichen.

Wer von Tōkyō (東京 / とうきょう) nach Fukuoka (福岡 / ふくおか) anreist, entscheidet sich wahrscheinlich für eine Flugreise. Die guten 1 ½ Stunden Flugdauer, die gegenüber der gut 5-stündigen Reise mit dem Shinkansen (新幹線 / しんかんせん) kann sowohl zeitlich als auch finanziell eine Ersparnis bringen. Wem es auf Zeit und Geld nicht so sehr ankommt, wird aber auch die lange Shinkansenreise ganz sicher genießen. Allerdings: Bei gutem Wetter ist es ja auch ganz hübsch, was man aus luftiger Höhe zu sehen bekommt. Besonders die zerklüftete Küstenlandschaft, über man kurz vor Erreichen des Ziels fliegt, ist herrlich. Kein Wunder, dass die Japaner ihr Land für das schönste auf der Welt halten. Außerhalb der Städte kann es wirklich über die Maßen reizvoll sein.

Der Landeanflug auf Fukuoka ist toll, weil man wirklich direkt über der Stadt den Flughafen (der mitten in der Stadt liegt) anfliegt. Man fühlt sich ein bisschen an Hong Kong erinnert, wo man den Leuten ja früher auch ins Wohnzimmer schauen konnte. Aufgrund seiner wirklich sehr zentralen Lage, ist der Flughafen von Fukuoka natürlich auch für den verbleibenden Transfer in die Stadt praktisch – der Hauptbahnhof „Hakata“ (博多 / はかた) ist nur zwei U-Bahnstationen entfernt (nur um keine Verwirrung aufkommen zu lassen: Hakata ist eines der Stadtteile Fukuokas).

Ich habe mich an meinem Ankunftstag vom Flughafen direkt nach Gion (祗園 / ぎおん) begeben (drei U-Bahnstationen vom Flughafen entfernt) wo ich gleich am Ausgang der U-Bahnstation auf eine kleine Überraschung stieß: den Tōchō-ji (東長寺 / とうちょうじ). Überraschung deswegen, weil dieser Tempel eigentlich gar nicht auf meinem Programm gestanden hatte. Das hat man davon, wenn man sich auf das verlässt, was Herr Baedeker in seinen Schwarten so schreibt. Zwar besteht das ganze Viertel „Gokushomachi“ (御供所町 / ごくしょまち) nur aus Tempeln, aber der Tōchō-ji ist eigentlich der eindrucksvollste. Und das nicht nur, weil er mit seiner strahlend roten Pagode aus dem Einerlei der Tempel heraussticht. Immerhin haben hier der zweite, der dritte und der achte Herrscher aus der mächtigen Kuroda-Dynastie ihre Grabstätten. Wenn das nichts ist?! Unverständlich, warum ein solches Juwel, das zudem auch noch leicht zugänglich ist, in einem namhaften deutschen Reiseführer noch nicht mal erwähnt ist (aber das bestätigt natürlich meine ganz grundsätzliche Auffassung: Glaub’ kein Wort von dem, was in den meisten Reiseführern steht!).

Tōchō-ji (東長寺)

Tōchō-ji (東長寺)

Tōchō-ji (東長寺)

Tōchō-ji (東長寺)

Tōchō-ji (東長寺)

Tōchō-ji (東長寺)

Einer Legende nach ist der Tōchō-ji im Jahre 806 gegründet worden. Der Gegenstand allgemeiner Anbetung in diesem Tempel ist eine tausendarmige Kannon-Statue, die sogar als nationales Kulturgut eingestuft ist. Das imposante, achteckige Gebäude auf dem Tempelgelände besticht durch gravierte Kalligrafien auf den Innenseiten der Türen. Und seit 1992 befindet sich hier auch der „Große Buddha“, die größte hölzerne Statue des sitzenden Buddha in Japan.

Tōchō-ji (東長寺)

Tōchō-ji (東長寺)

Tōchō-ji (東長寺)

Tōchō-ji (東長寺)

Der benachbarte Myōraku-ji (妙楽時 / みょうらくじ) gibt sich schon ein bisschen verschlossener. Sprich: An seine Tempelgebäude kommt man gar nicht richtig heran, weil alle Zugänge geschlossen sind. Die Anlage ist aber auch von außen sehenswert. Gegründet 1316, trägt er in seinem „Berg-Namen“ (Sekijōzan / 石城山 / せきじょうざん) dem Umstand Rechnung, dass Hakata (博多 / はかた) in alten Zeiten im Ausland als „von Felsen umgebene Burg“ (sekijō) bekannt war. Ursprünglich stand der Tempel direkt an der Bucht von Hakata, ist aber, nachdem er in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts durch Feuer zerstört worden war, an seinen jetzigen Standort verlegt worden.

Myōraku-ji (妙楽時)

Myōraku-ji (妙楽時)

Und nur wenige Schritte weiter befindet sich der Shōfuku-ji (聖福寺 / しょうふくじ), der wahrscheinlich wichtigste Tempel Fukuokas. Er gilt als erste Zen-Gründung Japans und stammt aus dem Jahre 1195. Man sagt, der Zen-Meister Eisai habe den Tempel mit Hilfe des Minamoto no Yoritomo, des ersten Herrschers des Kamakura Shōgunates, gegründet. Auch heute noch bleibt die Tempelanlagen den Zen-buddhistischen Vorgaben treu. Sie gilt heute als nationaler Historienschatz. Besagter Eisai soll übrigens auch die Teepflanze nach Japan gebracht haben, die sich von hier aus über das ganze Land ausbreitete.

Shōfuku-ji (聖福寺)

Shōfuku-ji (聖福寺)

Ich fand die Tempelanlage zwar sehr schön und romantisch. Aber da offensichtlich eines der Hauptgebäude renoviert wurde, wirkte sie ein bisschen bruchstückhaft.

Am Genjūan (幻住庵 / げんじゅうあん) muss man sich noch kürzer aufhalten, weil der Zutritt offensichtlich nicht gestattet ist. Der Tempel ist zwar schon 1336 errichtet worden, kam aber erst nach mehreren „Umzügen“ 1648 an seinem jetzigen Standort zur Ruhe. Aber es ist vielleicht gar nicht so wichtig, jeden Tempel im Detail gesehen zu haben. Der Tempelbezirk ist als Ganzes den Besuch wert.

Gokushomachi (御供所町)

Gokushomachi (御供所町)

Genjūan (幻住庵)

Genjūan (幻住庵)

Auf meinem weiteren Rundgang hielt ich mich in nordöstlicher Richtung auf den Fluss Mikasa (御笠川 / みかさがわ)zu, den ich über die Saimon-Brücke über- und dann auch gleich den stattlichen, doppelstöckigen Highway (Fukuoka Urban Express Way Route 3) unterquere.

Fukuoka Präfekturverwaltung/Prefectural Office

Fukuoka Präfekturverwaltung/Prefectural Office

Wenig später kommt man an den in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wahrscheinlich mal unheimlich futuristisch gewirkt habenden Gebäuden der Präfekturverwaltung vorbei. Da hat man wohl ein bisschen „Pyramide“ spielen wollen. Andererseits: Gewagte Architektur dieser Art wird heutzutage ja nun gar nicht mehr gebaut. War ich erst ein bisschen im Zweifel gewesen, warum ich mir das Gebiet des Higashi Parks (東公園 / ひがしこうえん) extra im Stadtplanausdruck markiert hatte, so wurde mir gleich an dessen Südwestzipfel klar, was mein Ziel dort sein sollte: Der Toka Ebisu Schrein (十日恵比須神社 / とおかえびすじんじゃ) – obwohl natürlich auch der im Baedeker noch nicht mal erwähnt worden ist. Der Schrein ist dann aber so hübsch, dass ich froh bin, den Abstecher hierher gemacht zu haben. Schon allein die zahlreichen kleinen und großen Skulpturen des Glücksgottes Ebisu, die es überall zu sehen gibt, sind durchaus den Abstecher wert. Darüber vergesse ich allerdings, dass es im Higashi-Park ein Denkmal zur Erinnerung an die Mongoleninvasionen gibt. Außerdem soll hier ein Standbild des buddhistischen Sektengründers Nichiren (日蓮 / にちれん) (1222-1282) zu sehen sein und eines des Kaisers Kameyama (1249-1305). Aber sich seinen Besuchstag mit zu viel Programm vollzupacken, muss ja auch nicht unbedingt sein.

Toka Ebisu Jinja (十日恵比須神社)

Toka Ebisu Jinja (十日恵比須神社)

Toka Ebisu Jinja (十日恵比須神社)

Toka Ebisu Jinja (十日恵比須神社)

Toka Ebisu Jinja (十日恵比須神社)

Toka Ebisu Jinja (十日恵比須神社)

Über die Meiji-Dōri kehre ich schließlich wieder zurück, überquere die Papillon-Dōri (die man auf dem Straßenschild allerdings falsch aus dem Katakana-Englischen zurück übersetzt hat und dort „Papiyon-Dōri nennt) und erneut den Mikasa-Fluss und komme schließlich zum Zendōji (善導寺 / ぜんどうじ), der entlang meines Weges „aufgebaut“ ist und zumindest noch kurz fotografiert wird. Während meines Besuches dort, ist man gerade damit beschäftigt, den Kies im Hof zu kehren.

Zendōji (善導寺)

Zendōji (善導寺)

Zendōji (善導寺)

Zendōji (善導寺)

Meinen Rundgang habe ich so eingerichtet, dass ich am Hakataza (博多座 / はかたざ), dem Theater, in dem ich anderntags eine Vorstellung von Tendō Yoshimi (天童よしみ / てんどうよしみ) sehen sollte, vorbei kam. Das 1996 erbaute Gebäude wirkt noch ein bisschen honoriger als die Bilder im Internet suggeriert hatten. Ich mache jedenfalls ein paar Bilder von der Empfangshalle und den Plakaten der am nächsten Tag zu besuchenden Veranstaltung. Der große Drache mit roten Lampions, der neben dem Zugang zum Foyer des Theaters schwebt, ist natürlich besonders eindrucksvoll.

Hakataza (博多座)

Hakataza (博多座)

Hakataza (博多座)

Hakataza (博多座)

Hakataza (博多座) - Tendō Yoshimi (天童よしみ)

Hakataza (博多座) – Tendō Yoshimi (天童よしみ)

Hakataza (博多座)

Hakataza (博多座)

Ein paar Schritte weiter südwestlich betrete ich dann die endlos lang erscheinende Einkaufsstraße „Kawabata Dōri“ (川端通 / かわばたどおり), die ich in ihrer vollen Länge abschreite. Ich habe in Japan sicher schon längere und luxuriösere, überdachte Einkaufsstraßen gesehen, aber diese hier hat durchaus ihren Charme, und es gibt wirklich jede erdenkliche Art kleiner Einzelhandelsgeschäfte, Cafés und kleine Restaurants. Überall macht man Reklame für das gerade in Fukuoka laufende deutsche Oktoberfest. Ob ich da wohl hin muss?

Kawabata Dōri (川端通り)

Kawabata Dōri (川端通り)

Kawabata Dōri (川端通り)

Kawabata Dōri (川端通り)

Kawabata Dōri (川端通り)

Kawabata Dōri (川端通り)

Gleich neben der Kawabata Dōri liegt eines der Vergnügungsviertel der Stadt auf der Insel Nakasu (中州 / なかす) im Nakagawa (那珂川 / なかがわ). Am frühen Nachmittag sicher nicht die richtige Zeit, sich dieses Viertel anzusehen. Wie alle nächtlichen Vergnügungszentren dieser Welt, die erst nach Sonnenuntergang erwachen und dann mit Neonreklamen und bunten Bildern locken, wirkt auch Nakasu tagsüber eher verheerend. Ist vielleicht auch ein bisschen Geschmackssache. Ich werde jedenfalls sehr an Shinjukus Kabukichō erinnert – alles nur ein bisschen kleinen und ein bisschen schäbiger. In den Türen lungern entweder junge Männer oder ältere Damen herum.

Nakasu (中州)

Nakasu (中州)

Ich sehe jedenfalls zu, dass ich alsbald wieder Land gewinne und überquere den Fluss auf der Höhe der funkelnagelneuen „Canal City Hakata“ wieder. Der Fluss riecht übrigens gar nicht nach Fluss, sondern viel mehr nach Meer. Und natürlich ist das Wasser darin auch brackig. Während meines Spaziergangs herrschte Ebbe mit entsprechend niedrigem Wasserstand auch im Fluss – der fast meerbodenartige Sand liegt teilweise trocken.

Hakata-Fluss/River (博多川)

Nakagawa (那珂川)

Canal City Hakata (キャナルシティ博多)

Canal City Hakata (キャナルシティ博多)

Die „Canal City Hakata“ (キャナルシティ博多) entpuppt sich als gigantischer Komplex, bei dem sich die Architekten wohl nach Herzenslust haben austoben können. Ein Teil wirkt so, als sei er aus Legosteinen gebaut. Alles ist überaus winkelig und verspielt, das Publikum überwiegend jung und die Geschäfte ganz auf deren Bedürfnisse ausgelegt. Das riesige Einkaufszentrum bietet nicht nur ca. 250 Geschäfte, sondern auch ein Kino, zwei Hotels (das „Grand Hyattt Fukuoka“ und das „Fukuoka Washington Hotel“), Präsentationsräume, Büros und natürlich auch jede Menge Cafés und Restaurants. Es ist übrigens leichter, sich in dem Gewirr an Gassen und Einkaufsstraßen zu verlaufen, als sich auf seinen Orientierungssinn zu verlassen. Während meines ersten Besuches hier, schickte man sich gerade an, eine Wasserfontänenshow mit der Musik von „Pirates of the Caribbean“ aufzuführen.

Sumiyoshi Jinja (住吉神社)

Sumiyoshi Jinja (住吉神社)

Sumiyoshi Jinja (住吉神社)

Sumiyoshi Jinja (住吉神社)

Schließlich gelingt es mir aber doch noch mein Abschlussziel für den ersten Rundgang zu erreichen, den Sumiyoshi-Schrein (住吉神社 / すみよしじんじゃ). Er liegt ein paar hundert Meter südlich der „Canal City Hakata“ und nicht allzu weit vom Hauptbahnhof „Hakata“ entfernt – südwestlich an der Sumiyoshi Dōri (住吉通り / すみよしどおり). Der Sumiyoshi-Schrein ist der Schutzschrein der Seefahrer und gehört zu den ältesten auf Kyūshū. Auch heute noch ist eine seiner Hauptaufgaben die Segnung vom Stapel laufender Schiffe. Angeblich soll die Priesterschaft des Schreins schon seit 44 Generation in Händen derselben Familie sein. Das besonders alterümlich wirkende, allerdings in den frischesten Farben erstrahlende Hauptgebäude war im Jahre 1623 erneuert worden. Das ganze Gelände ist verwunschen und vielleicht ein bisschen dunkel (weil stark bewaldet).

Sumiyoshi Jinja (住吉神社)

Sumiyoshi Jinja (住吉神社)

Sumiyoshi Jinja (住吉神社)

Sumiyoshi Jinja (住吉神社)

Ich war übrigens seinerzeit im recht günstigen „Chisun Hotel Hakata“ (チサンホテル博多) an der Hakata Ekimae Dōri (博多駅前通り / はかたえきまえどおり) untergebracht. Japanischer Business-Hotel-Standard – gewohnt eng, aber auch gewohnt ordentlich (zumindest bis zu dem Moment, wenn ich einziehe….).

Chisun Hotel Hakata (チサンホテル博多)

Chisun Hotel Hakata (チサンホテル博多)

Chisun Hotel Hakata (チサンホテル博多)

Chisun Hotel Hakata (チサンホテル博多)

Chisun Hotel Hakata (チサンホテル博多)

Chisun Hotel Hakata (チサンホテル博多)

Wer ähnlich innenstadtnah übernachten kann, sollte sich zumindest einen Spaziergang nicht versagen, und zwar den zum Kushida-Schrein (櫛田神社 / くしだじんじゃ). Auch wer schon mehrere shintōistische Schreine in abendlicher Beleuchtung gesehen hat, wird von diesem ganz besonders begeistert sein. Die Stimmung ist schlicht und ergreifend atemberaubend. Zudem ist der Schrein, von dem man sagt, er sei im Jahre 757 gegründet worden, der Urgöttin aller Japaner, der Urmutter des japanischen Kaiserhauses, der Sonnengöttin Amaterasu (天照 / あまてらす) und deren Bruder, Susanoo (スサノオ), gewidmet. Aber ebenso wichtig wie die geschichtlichen und mythischen Hintergründe, ist das, was sich heute dem Auge bietet – und das lässt sich in seiner Stimmung kaum mit Worten beschreiben.

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Eines der berühmtesten Schreinfestivals des Landes, das „Hakata Gion Yamakasa“ (博多祇園山笠 / はかたぎおんやまかさ) findet übrigens hier jeweils in der ersten Julihälfte statt. Die teilweise monströsen Festwagen werden dabei in abenteuerlichen Spurts von hunderten leicht bekleideter Herren durch die Stadt getragen, wobei ein Zeitrennen am Schrein direkt sozusagen den „Auftakt“ der Prozession darstellt.

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Kushida Jinja (櫛田神社)

Und mit diesen farbenfrohen Eindrücken geht dann der erste Tag in Fukuoka zu Ende….

Fortsetzung…
Fukuoka, der Hügel des Glücks – 福岡 (2. Teil)
– Alt und neu – dicht bei einander

Advertisements

3 Responses to Fukuoka, der Hügel des Glücks – 福岡 (1. Teil)

  1. […] Fukuoka, der Hügel des Glücks – 福岡 (1. Teil) – Wesentlich mehr als nur das Tor nach Südkorea […]

  2. […] German version of this posting you’ll find here. Eine deutsche Version dieses Artikels finden Sie […]

  3. […] nicht der älteste, der die drei Sumiyoshi-“Gottheiten“ beherbergt (diese Ehre kommt dem Sumiyoshi-Schrein in Hakata zu). Zusätzlich zu den drei Sumiyoshi-“Gottheiten” wird hier noch eine vierte verehrt […]

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: