Ein Spaziergang durch Yoyogi

… mitten in der Metropole, aber eher kleinstädtisch

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

Dass Tōkyō eine der faszinierendsten Städte dieser Welt ist, lässt sich nicht nur an weltberühmten Bauwerken, Stadtvierteln, atemberaubender Kultur und alles in den Schatten stellender Gastronomie festmachen. Auch die Tatsache, dass es keine zweite Stadt auf dieser Welt gibt, die solche Größendimensionen erreicht hat, ohne von einem Gürtel von Slums umgeben zu sein, unterscheidet Tōkyō vom Rest der Welt.

Dass hier aber auch in den zentralsten Stadtteilen Wohn- und Geschäftsviertel zu finden sind, die so gar nichts „Weltstädtisches“ an sich haben, macht das besondere Flair Tōkyōs aus. Diese oft fast dörflichen oder doch zumindest nur kleinstädtisch wirkenden Viertel sind nicht immer „schön“ (im klassischen Sinn), aber sehr oft schon von ihrer Bebauung her unerhört interessant, von ganz besonderem Flair und nicht selten fast ein bisschen schrullig.

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Da wird dann auch schon mal internationales Flair mit in Japan eher exotischer Küche unter Bewis gestellt, wie z.B. unten in Form eines spanischen Restaurants.

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Und was wäre ein Wohngebiet mit Anspruch, wenn es nicht auch einen französischen Bäcker gäbe (deutsche Bäcker, die diese Bezeichnung auch verdienen, sind nicht so zahlreich gesät).

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Als einer der Stellvertreter dieser Stadtviertel möchte ich heute das Wohngebiet rund um den Bahnhof Sangūbashi in Yoyogi (代々木 / よよぎ) vorstellen. Ich tue das anhand einiger Bilder – denn das, was man über Yoyogi selbst unbedingt in Worte kleiden müsste, ist schnell zusammengefasst:

Es liegt im Nordwesten von Tōkyōs innerstädtischem Stadtteil Shibuya (渋谷 / しぶや), allerdings zum größten Teil schon außerhalb des die Innenstadt umzingelnden Kreises der Yamanote-Linie (山手線 / やまのてせん). Zu den berühmten Sehenswürdigkeiten Yoyogis gehören der Meiji-Schrein (明治神宮 / めいじじんぐう) und der Yoyogi-Park (代々木公園 / よよぎごうえん) – aber von diesen soll heute nicht die Rede sein.

Park des Meiji Schreins (明治神宮公園)

Park des Meiji Schreins (明治神宮公園)

Auf dem Gebiet befinden sich Bahnstationen, die von einer ziemlichen Anzahl an Bahnlinien (Yamanote Linie (山手線 / やまのてせん), Chūō-Sōbu Linie (中央総武線 / ちゅうおうそうぶせん), Odakyū Odawara Linie (小田急小田原線 / おだきゅうおだわらせん), Keiō Linie (京王線 / けいおうせん) und U-Bahn-Linien (Toei Ōedo Linie (都営大江戸線 / とえいおおえどせん), Chiyoda Linie (千代田線 / ちよだせん) bedient werden. Mit anderen Worten: Es gibt kaum eine Ecke in Yoyogi, in der man nicht in Bahnhofsnähe wohnen würde.

Aber genießen sie einfach den kleinen Spaziergang durch die Gassen von Yoyogi – auch wenn die Fotos hier den Flair des Viertels sicher nur ansatzweise wiedergeben können.

Die Wohngebäude reichen von japanisiertem, westlichen Stil…

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

… über Reihenhäuser neueren Baustils…

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

… bis hin zu Gebäuden, in denen man auch nach japanischem Standard nicht unbedingt wohnen möchte:

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

Und so mancher Wohnkomplex erinnert ein bisschen an Ferienanlage in Spanien:

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

Ein kleines Schmankerl in dem Viertel ist der Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部 / とうきょうじょうばらくぶ), der sich direkt am nordwestlichen Ende des Parks rund um den Meiji Schrein befindet. Hier können Kinder zweimal am Tag auf Ponys reiten. Es gibt sogar ein besonderes Angebot für ein „Eltern & Kind“-Reiten, wobei die begleitenden Eltern maximal 60 kg wiegen dürfen. Ein begnadetes Land, in dem es offensichtlich noch viele Erwachsene gibt, die diese Gewichtsmarke spielend einhalten.

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Und die Clubmitglieder haben hier mitten in der Großstadt ihr exklusives Areal, ihre Pferde auszureiten. Schon allein der Grund und Boden, auf dem sich dieser Reiterclub befindet, ist mehrere Vermögen wert.

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Wie man hinkommt:

Mit der Odakyū Odawara Linie (小田急小田原線 / おだきゅうおだわらせん) zwei Stationen von Bahnhof Shinjuku (新宿駅 / しんじゅくえき) nach Sangūbashi (参宮橋 / さんぐうばし) – und dann einfach kreuz und quer durch die Gassen.

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2 Responses to Ein Spaziergang durch Yoyogi

  1. moryce says:

    Hach, wie süß sind diese Reihenhäuschen! Da kann man ja mit dem Porsche bestimmt fast ins Wohnzimmer fahren 🙂
    Und sonst, alles klar bei Euch?
    Liebe Grüße aus der Heimat,
    Maurice

  2. Sabine says:

    da bekomm ich wieder richtig Lust, mit Dir durch die Gassen zu bummeln

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