Kamakura – 鎌倉 (2)

Natur & grandiose Architektur
Nature & magnificent architecture
(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The English text follows the German text)

 

Kamakura (鎌倉) - Meigetsu-in (明月院)

Kamakura (鎌倉) – Meigetsu-in (明月院)

Nachdem ich in meinem früheren Kamakura-Artikel versuchte habe, die weniger touristischen Ziele in Japans alter Hauptstadt hervorzuheben, versuche ich es heute einmal mit einer Kombination aus beidem: Grandiose, einmalige, historische Architektur (die natürlich jeder Besucher der Stadt am Meer gesehen haben möchte – weswegen diese Orte auch oft entsprechend überlaufen sind) und fast schon mystisch wirkende, pittoreske Areale, die nicht selten nur wenige hundert Meter abseits des Stroms der Besucher liegen.

After I have tried to stick to the less touristy destinations in my previous article about Kamakura, this time it’s going to be a combination of both: magnificent, unique and historic architecture (a virtual „must“ for every visitor to the old capital by the sea – small wonder that these places are usually quite crowded) and some almost mystic and picturesque areas, sometimes just a few hundred meters away from the tourists’ hustle and bustle.

Ausgang unseres kleinen Rundgangs ist die Station „Kita-Kamakura“ (北鎌倉 / きたかまくら, Nord-Kamakura), die von Tōkyō aus ohne Umsteigen z.B. mit der JR Yokosuka-Linie (横須賀線 / よこすかせん) erreicht werden kann (eine Station vor „Kamakura“). Unsere Tour kann auf dem untenstehenden Lageplan verfolgt werden; die Nummern geben Hinweis auf die Sehenswürdigkeiten, die im Weiteren etwas genauer beschrieben werden.

We start our little tour at the railway station „Kita-Kamakura“ (北鎌倉 / きたかまくら, North-Kamakura), which can be reached from Tōkyō by JR Yokosuka-Line (横須賀線 / よこすかせん), even without changing trains (Kita-Kamakura is one stop before Kamakura). Our route can be seen at the map below; the numbers in the map refer to the sights described below.

Der Hauptstrom der Besucher schwenkt hier direkt in den am Ausgang des Bahnhofs gelegenen Engaku-ji (円覚寺 / えんがくじ) ab, der zurecht zu den schönsten und bedeutendsten Tempelanlagen Kamakuras gehört. Wer allerdings im Juni das Glück hat, nach Kamakura fahren zu können, schließt sich dem zweiten Besucherstrom an, der unweigerlich zum Meigetsu-in (明月院 / めいげついん) (1) wenige 100 Meter in südlicher Richtung weiterzieht. Der Meigetsu-in (Eintritt: 500 Yen) trägt nämlich auch den schmückenden Beinamen „Ajisai-dera“ (紫陽花寺 / あじさいでら) – „Hortensien-Tempel“ – und die Hortensien verwandeln die Wege, die durch das Tempelgelände führen, in ein regelrechtes Blumenmeer. Es ist zwar davon auszugehen, dass es diese Sträucher hier in alten Zeiten nicht gegeben hat, aber als Magnet für die Besucher aus nah und fern haben sie sich als nahezu unschlagbar erwiesen. Der hübsche Liliengarten hinter der Haupthalle des Tempels, hat dagegen sogar etwas an Berühmtheit eingebüßt.

Usually, the main bunch of visitors make the Engaku-ji (円覚寺 / えんがくじ), right next to the exit of Kita-Kamakura station their first stop. The Enkagu-ji is rightfully one of the most beautiful and important temples in Kamakura. However, everyone who is lucky enough to be able to come to Kamakura in June, will have no big hesitations to follow the second bunch of visitor groups that head right to the Meigetsu-in (明月院 / めいげついん) (1), just a few 100 meters south. The Meigetsu-in (admission fee: 500 Yen) is also often called „Ajisai-dera“ (紫陽花寺 / あじさいでら) – „Hydrangea-Temple“ – as hundreds of hydrangea bushes have been planted alongside the pathways on the temple’s grounds, transforming them in a sheer sea of blossoms from mid of June. It’s most likely that these plants are not part of the original setting of the temple, but they have been proven a most effective magnet for visitors. Even the beautiful lily-garden behind the main building of the temple has lost a bit of its previous attaction.

Der Meigetsu-in gehört der Rinzai Zen-Sekte der Kenchō-ji-Schule in Kita-Kamakura an. Der Tempel war ursprünglich (1160) als „Vollmonds-Klause“ gegründet worden, um der Seele des in der Schlacht im Jahr zuvor in Kyōto gefallenen Yamanouchi Toshimichi einen Ruheort zu geben. Im Laufe der darauf folgenden zwei Jahrhunderte wurde der Gedenkort immer wichtiger, bis er gegen Ende des 14. Jahrhunderts zur einer Zweigniederlassung des Zenkō-ji (seinerzeit der wichtigste unter den zehn größten buddhistischen Tempeln der Kantō-Region) aufstieg. Heute ist der Meigetsu-in der einzige verbleibende „Vertreter“ dieser Zeit, da der Haupttempel, der Zenkō-ji, in den Wirren der Meiji-Restauration (1867) untergegangen ist.

Meigetsu-in is part of the Rinzai Zen-sect of Kenchō-ji in Kita-Kamakura. Initially founded as a „Bright Moon / Full Moon Hermitage“ as a resting place for the soul of Yamanouchi Toshimichi, who had died in battle in Kyōto the year before. The place gained importance in the following two centuries and was eventually turned into a branch of the Zenkō-ji at the end of the 14th century. At that time the Zenkō-ji was the most important among the 10 great temples of the Kantō region. In our time the Meigetsu-in is the only remaining representative of these times, as the main temple, the Zenkō-ji was destroyed during the course of confusions of the time of the Meiji restoration (1867).

Der Meigetsu-in lädt wirklich zum „Lustwandeln“ ein; seine abwechslungsreiche Vegetation ist gerade im Frühsommer besonders üppig (sehenswert: der kleine Bambushain, rechts hinter dem Haupttor).

The Meigetsu-in is such a place that invites to take a stroll; particularly in early summer its diversified vegetation is rather lush (don’t miss the bamboo forest on the right hand side behind the main gate).

Nur wenige Gehminuten vom Meigetsu-in entfernt (allerdings überwiegend entlang der nicht besonders angenehm zu laufenden Verbindungsstraße ins Zentrum von Kamakura) befindet sich der Kenchō-ji (建長寺 / けんちょうじ) (2), die wahrscheinlich grandioseste von allen Tempelanlagen Kamakuras – und sicher eine der eindrucksvollsten des ganzen Landes.
Er geht auf eine vom Go-Fukakusa-Tennō (後深草天皇 / ごふかくさてんのう) unterstützte Gründung aus dem Jahre 1253 zurück. In den frühen Jahren stand dem Tempel eine lange Reihe von berühmten chinesischen Zen-Mönchen vor – er gilt deswegen nicht umsonst als der Wegbereiter des Zen-Buddhismus in Japan. Trotz wiederholter schwerer Beschädigung (Erdbeben 1293, Brände 1315 und 1414), blieb er einer der einflussreichsten Tempel des Landes. Nicht unerheblich war dabei, dass der Gründer des Tokugawa Shōgunats, Tokugawa Ieyasu, ab 1591 den Tempel finanziell unterstützte und später ganze Gebäude (siehe unten) von Edo (Tōkyō) hierher verbringen ließ.

Kenchō-ji (建長寺)

Kenchō-ji (建長寺)

Just a few minutes of walk away from the Meigetsu-in (unfortunately, not the most pleasant part of today’s walk, at it’s next to the busy main road to the center of Kamakura) one of the main highlights of Kamakura is waiting: the Kenchō-ji (建長寺 / けんちょうじ) (2). Most likely the most magnificent of all temples in Kamakura – and sure one of the most impressive of the country.

Supported bei the Go-Fukakusa-Tennō (後深草天皇 / ごふかくさてんのう), it was founded in 1253. During its early years it was headed by a long row of famous Chinese monks – it is regarded as the pioneer of Zen Buddhism in Japan. Despite repeated serious damage (earthquake in 1293, fire in 1315 and 1414), it has always remained one the most influential temples of the country. It sure was of some significance that the founder of the Tokugawa Shōgunate, Tokugawa Ieyasu, supported the temple financially from 1591 and saw to it that a number of buildings (see below) were brought here from Edo (Tōkyō).

Schon gleich hinter dem Zugangstor (wo 300 Yen Eintrittsgebühr zu entrichten sind) führt ein von Kirschbäumen gesäumter Weg zum atemberaubenden Sanmon (三門 oder 山門), dem Haupttor des Kenchō-ji. Das zweistöckige Tor ist stattliche 30 Meter hoch und stammt aus dem Jahre 1754 (andere Quellen sprechen von 1775 als Jahr der Errichtung – das hat man davon, wenn ein Land seine Jahreszahlen an die Regierungsjahre von Kaisern kettet; da kann’s dann schon mal zu „Verwechslungen“ kommen). Es in ist seiner Wuchtigkeit der Anlage durchaus angemessen.

Kenchō-ji (建長寺)

Kenchō-ji (建長寺)

Als nächstes Gebäude auf dem Pilgerweg erreicht man die Buddha-Halle (仏殿 / ぶつでん), die 1647 aus dem Tōkyōter Stadtteil Minato hierher gebracht worden ist, wo sie Teil des großen Zōjō-ji war. Das erklärt auch, warum dieses Gebäude in seiner Ausstattung deutlich luxuriöser ist, als das sonst für Zen-buddhistische Tempel üblich ist (der Zōjō-ji gehört zur Jodo-Sekte). Im Innern thront eine fast 2,50 Meter große Jizo Bosatsu-Statue auf einem Podest, die auch heute noch erkennen lässt, wie prunkvoll vergoldet und farbenfroh sie einst gewesen sein muss. Obwohl es in Zen-buddhistischen Tempeln eher unüblich ist, Jizo Bosatsu zur Anbetung aufzustellen, ist die Statue hier nicht fehl am Platze: In früheren Zeiten hatte sich hier ein Hinrichtungsplatz für überführte Kriminelle befunden –und Jizo Bosatsu ist nun mal unverzichtbar, wenn es darum geht, die Seelen der brutal Hingerichteten zu besänftigen.

Right behind the entrance gate (where also the admission fee of 300 Yen is to be paid) a way lined with cherry trees is leading to the breathtaking Sanmon (三門 oder 山門), the main gate of Kenchō-ji. The two-storied gate is 30 meters tall and was built in 1754 (other sources state that it was built in 1775 – well, that’s the problem, if a country counts its years by the reigning period of its Emperors; obviously a slightly error-prone system). The might of this gate absolutely fits the remainder of Kenjō-ji’s buildings.
The next building on the pilgrim’s way is the Buddha-Hall (仏殿 / ぶつでん) which was brought here in 1647 from the Zōjō-ji in Tōkyō’s Minato-ward. That also explains why especially the interior of this building is much more luxurious than usually seen in Zen temples (Zōjō-ji belongs to the Jodo-sect – not a Zen-Buddhist branch). The main hall is dominated by the 2.5 meters tall statue of a Jizo Bosatsu that, even today, cannot hide how gorgeously it used to be decorated with gold and color in its early years. Actually, it is quite uncommon to find Jizo Bosatsu in Zen-temples, however, here it has its right place. In the early days of Japan, long bevor Kenchō-ji was built, this used to be an execution spot for convicted criminals. And Jizo Bosatsu is the one to calm down the furious souls of the executed.

Gleich hinter der Buddhahalle befindet sich die Dharma-Halle des Kenchō-ji (Hattō / 法堂 / はっとう), errichtet im Jahre 1814. Sie gilt heute als größtes hölzernes, buddhistisches Gebäude in Ostjapan. Das grandiose Deckengemälde der Halle wurde aus Anlass des 750. Jubiläums der Gründung des Kenchō-ji angebracht. In dieser Halle fällt dem Besucher wahrscheinlich als erstes die allerdings gar nicht besonders große Statue des „fastenden Buddha“ auf, die aus Pakistan stammt und die von mir den Ehrentitel „Mahnmahl der Weightwatchers-Geschädigten“ bekommen hat.

Immediately behind the Buddha-Hall is the Dharma-Hall of Kenchō-ji (Hattō / 法堂 / はっとう), built in 1814. It is regarded as the biggest wooden Buddhist building in eastern Japan. The spectacular painting at its ceiling was applied on the occasion of Kenchō-ji’s 750th anniversary. Maybe the first item a visitor will pay attention to in this hall will be the statue of the „Fasting Buddha“ which came from Pakistan. I usually and disrespectfully call it the „Cenotaph of the Victims of Weightwatchers“….

Neuestes Schmuckstück der Anlage ist aber das erst 2011 restaurierte Karamon (唐門 / からもん), das, zusammen mit der Buddhahalle 1647 vom Zōjō-ji des damaligen Edo hierher gebracht wurde. Dieses Tor, das ein besonders schönes und prächtiges Beispiel für die repräsentative Architektur der frühen Edo-Zeit abgibt, erstrahlt seit vielen Jahrzehnten zum ersten Mal wieder in seinem spiegelblanken, schwarzen Lack und den funkelnden Messing- und vergoldeten Beschlägen.

The latest gem on the temple’s grounds is the Karamon (唐門 / からもん) that had been restored in 2011. Originally it was brought here in 1647 together with the Buddha-Hallo from the Zōjō-ji in edo. This stately gate is a particularly fine and magnificent example for representative architecture of the early Edo-Era. For the first time in decades it shines again from pitch-black lacquer and twinkling brass and gold plating.

Das Karamon (das übrigens in alten Tagen den Mitgliedern des Kaiserhauses als Entree vorbehalten war) umgeht man an seiner rechten Seite und kommt somit zum Hōjō (方丈 / ほうじょう), eigentlich die Residenz des Abtes, die wie das Sanmon auch, aus Kyōto stammt. Die große Versammlungshalle wird heute u.a. für die freitags und samstags abends veranstalteten Zen-buddhistischen Meditationsübungen, an denen auch Besucher teilnehmen können, genutzt. Der Landschaftsgarten hinter der Hōjō war ursprünglich als Zen-Garten angelegt worden. In der Edo-Zeit hatte man ihn dem Zeitgeschmack angepasst. Und seit 2003 hat er das Erscheinungsbild, das sich dem Besucher heute darbietet – etwas karger sicher, denn früher war der Garten für seine Azaleen- und Lilienblüten berühmt.

Kenchō-ji (建長寺)

Kenchō-ji (建長寺)

You pass the Karamon (which was, by the way, reserved for members of the Imperial Family only in the old days) on its right side and arrive at the Hōjō (方丈 / ほうじょう), originally the abbot’s residence. Like the Sanmon, also this building was brought here from Kyōto. The great assembly and lecture hall is now used also for Zen meditations held here every Friday and Saturday evening which are even open to the public.
The scenic garden behind the Hōjō was originally designed as a Zen garden. During the Edo period it was re-designed to suit the taste of the time. Today’s appearance was created only in 2003 – obviously a bit less colorful than before, when the garden was graced by azalea and lilies.

Besonders bei klarer Sicht lohnt sich der Aufstieg über eine endlos scheinende Flucht von Treppen zum Hansō-bō, dem shintōistischen Schutzschrein des Kenchō-ji, ganz besonders, da man von dort oben mit etwas Glück einen prächtigen Blick auf den Fuiji-san hat.

Especially on a clear day it’s worthwhile to climb the endless stairs to the Hansō-bō, the Shintō-Shrine protecting the Kenchō-ji. With a little luck a grand view of Mount Fuji can be enjoyed from there.

Vom Kenchō-ji geht es heute zunächst ein Stückchen zurück in Richtung Kita-Kamakura (北鎌倉 / きたかまくら), bis ein Wegweiser am südlichen Straßenrand in Richtung Kamakura, Bahnhof von Kamakura, zum Kaizō-ji und Jufuku-ji weist und zu einem Spaziergang durch eine abwechslungsreiche Landschaft einlädt. Auch wenn es auf dem Weg noch andere Sehenswürdigkeiten gibt, halten wir uns zunächst in südliche und dann in westliche Richtung zum Kaizō-ji (海蔵寺 / かいぞうじ) (3). Dieser Tempel soll angeblich identisch mit dem großen Shichidogaran der Kamakura-Zeit sein, der aber mit dem Niedergang des Kamakura-Shōgunats (ab 1333) untergegangen ist. Allerdings war er schon 1394 (zu Zeiten des Muromachi Shōgunats) neu errichtet worden. Heute ist der Tempel vor allem bekannt durch seine fast schon mystisch zu nennenden Quellen. Die vielleicht unheimlichste von allen sind die „Jūroku-no I“ (十六ノ井 / じゅうろくのい), die in einer Höhle oberhalb des Tempels liegenden 16 kreisrunden Vertiefungen einer Quelle.

From Kenchō-ji we are heading a bit back into the direction we came from until we reach a sign on the southern side of the street leading to the center of Kamakura and its railway station as well as to the temples of Kaizō-ji und Jufuku-ji. Leaving the main road our walk leads us into a more diversified landscape. Even though there are also other sights along the way, we keep on heading south and then west towards the Kaizō-ji (海蔵寺 / かいぞうじ) (3). This temple is said to be identical with the great Shichidogaran of the Kamakura-period which got lost during the decline of the Kamakura-Shōgunate (from 1333). However, already in 1394 a new temple was erected under the protection of the new Muromachi Shōgunate. Today the temple draws most of its fame from its wells. The most mystic and rather eerie ones are is the „Jūroku-no I“ (十六ノ井 / じゅうろくのい), located in a cave behind the temples grounds and consisting of 16 round basins of water of a natural spring.

Sollte Ihnen zwischenzeitlich nach einer kleinen Ruhepause sein, schauen Sie doch mal im “Pan Kōbō” (パン工房), einem schrulligen, kleinen Café im hinteren Berich des Kaizō-ji vorbei. Aber bringen Sie sich ein bisschen Zeit mit – hier wird alles liebevoll von Hand gemacht.

And should you feel like a little break, why don’t you have one at the “Pan Kōbō” (パン工房), a quaint little coffee shop in the backyard of the Kaizō-ji. But bring a little time along as well, as everything is prepared here individually.

Auf dem weiteren Weg kommt man an den Bahnschienen zunächst am Eishō-ji (英勝寺 / えいしょうじ) (4) vorbei (Eintrittsgebühr: 300 Yen), dessen Name noch an seine Gründerin, Okaij-no Kata (Eishō-in) erinnert, die, bevor sie Nonne wurde, am Hofe des ersten Tokugawa Shōguns, Ieyasu, gedient hatte. Durch die Nähe der Gründerin zum herrschenden Haus der Tokugawa, erlebte der Tempel während der Edo-Zeit ab dem 17. Jahrhundert eine atemberaubende Blühte, die ihm auch heute noch anzusehen ist. Er gilt heute als eines der wenigen, noch intakten Beispiele für Tempelarchitektur der frühen Edo-Zeit.

Our way leads us to the tracks of the railway untill we pass Eishō-ji (英勝寺 / えいしょうじ) (4) (entrance fee: 300 Yen). It’s name is in reference to its founding mother, the Okaiji-no Kata (Eishō-in), who was an attendant to the first Tokugawa Shōgun, Ieyasu, before she became a nun. This close relation to the Tokugawa-clan ensured prosperity during the Edo period which remains visible to the day. The temple is also regarded as one of the few intact examples of the temple architecture of the early Edo period.

Auf keinen Fall sollten Sie den wirklich atemberaubenden Bambus Hain (竹林 / ちくりん) im hinteren Teil des Tempelgeländes verpassen.

Don’t miss the really breathtaking bamboo forest (竹林 / ちくりん) in the backyard of the temple’s grounds.

Besonders durch seine moosbewachsenen Zugänge ist aber auch der benachbarte Jufuku-ji (寿福寺 / じゅふくじ) (5) mehr als nur einen Abstecher wert. Er geht auf eine Gründung aus dem Jahre 1200 zurück und erinnert an den im Vorjahr verstorbenen, ersten Kamakura-Shōgun, Minamoto-no Yoritomo (1147-1199). Auch wenn man hier keine grandiosen Gebäude zu sehen bekommt, ist doch schon das in die Anlage führende Haupttor (総門 / そうもん) eine kleine Augenweide. Wer sich in japanischer Geschichte gut auskennt, wird auf dem Friedhof des Tempels mehrere berühmte Namen wiederfinden. Und wem die Normalsterblichen einerlei sind, kann hier eine besonders „alterümlich“ wirkende Atmosphäre einatmen.

The Jufuku-ji (寿福寺 / じゅふくじ) (5) next door is worth a small detour. Its moss-covered pathways and its lush green give the temple a very special atmosphere. The temple was founded in 1200 in memory of the first Kamakura-Shōgun, Minamoto-no Yoritomo (1147-1199) who had died the year before. There are no grand buildings to be seen here, but even the main gate (総門 / そうもん) is a feast for the eyes of its own. Everybody who is well-versed in Japanese history and culture will find a lot of famous names in the temples graveyard. And all those who don’t care that much for the relicts of mortal people may just enjoy the quaint atmosphere of Jufuku-ji.

Vom Jufuku-ji bzw. Eishō-ji sind es dann nur noch etwa 700 Meter zum Bahnhof von Kamakura, von dem aus Tōkyō wieder ganz unkompliziert z.B. mit den Zügen der JR Yokosuka-Linie (横須賀線 / よこすかせん) – Fahrtkosten: 920 Yen (Stand November 2014) – in weniger als einer Stunde erreicht werden kann.

Und das ist gut so, denn Kamakura ist zu jeder Jahreszeit einen Tagesausflug wert.

From Jufuku-jo or Eishō-ji respectively it’s just about 700 meters to the main station of Kamakura. Tōkyō can be reached from here in less than an hours and in a most easy way with the trains of the JR Yokosuka-Linie (横須賀線 / よこすかせん) for example – ticket price: 920 Yen (as of November 2014).

And that’s a good thing, because Kamakura is worth a one-day-trip at any time of the year.

Lesen Sie auch / also have a look at:

Kamakura (鎌倉) (1)
Japans alte Hauptstadt mal ganz anders
Japan’s old capital seen from a different angle

Kamakura (鎌倉) (3) (German only)
– Auf den Spuren des großen Sektengründers Nichiren und des Lotos-Sutra
Oder: Und wieder ist es jenseits der touristischen Trampelpfade am schönsten

Kamakura (鎌倉) (3) (English only)
– Following the trail of the great buddhist sect founder Nichiren and the Lotus Sutra
Or: Again, off the beaten tracks of the tourists are the prettiest spots

Advertisements

5 Responses to Kamakura – 鎌倉 (2)

  1. […] Kamakura – 鎌倉 (II) Natur & grandiose Architektur Nature & magnificent architecture […]

  2. […] Kamakura – 鎌倉 (2) […]

  3. […] Kamakura (鎌倉) (2) (Engl./dt.) – Natur & grandiose Architektur – Nature & magnificent architecture […]

  4. […] Kamakura (鎌倉) (2) (Engl./dt.) – Natur & grandiose Architektur – Nature & magnificent architecture […]

  5. […] Kamakura (鎌倉) (2) – Natur & grandiose Architektur […]

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: