Nezu-Jinja – 根津神社

2000 Jahre Geschichte / 2000 Years of History
(English text follows the German text)
(Der englische Text folgt dem deutschen)

Nezu-Jinja / 根津神社

Nezu-Jinja / 根津神社

Etwas abseits der üblichen Touristenpfade der kaum 100 m weiter östlich liegenden, alten Shitamachi (下町 / したまち) von Yanaka (谷中 / やなか), befindet sich ein weiteres Juwel im Stadtteil Bunkyō-ku (文京区 / ぶんきょうく): der shintoistische Schrein, Nezu-jinja (根津神社 / ねづじんじゃ). Zum Jahreswechsel 2008/2009 hat man begonnen, die eindrucksvollen Schreingebäude zu renovieren. Hier sind sie noch einmal in dem – eigentlich auch schon recht ordentlichen – Zustand im Sommer 2008 zu sehen.

A bit off the beaten track of the tourists less than 100 meters east of the old shitamachi (下町 / したまち) of Yanaka (谷中 / やなか) one finds another gem in Tōkyō’s Bunkyō-ku (文京区 / ぶんきょうく): the Shintoistic shrine, Nezu-jinja (根津神社 / ねづじんじゃ). Since the end of 2008 the main buildings of the shrine have been undergoing a thorough renovation. The pictures you see here were taken in summer 2008 – when the shrine didn’t really look like being in need of renovation.

Nezu-Jinja / 根津神社: Haupttor/Main Gate

Nezu-Jinja / 根津神社: Haupttor/Main Gate

 

Das Hauptgebäude des Nezu-Jinja (根津神社 / ねづじんじゃ) stammt aus dem Jahre 1706, und die ganze Anlage ist so luxuriös und farbenfroh, dass man sich an die fast schon barocken Gebäude in Nikko erinnert fühlt. Der fünfte Tokugawa Shōgun, Tsunayoshi (綱吉 / つなよし, 1646-1709), hatte den Schrein in Auftrag gegeben – vom Schreingelände heißt es allerdings, dass es schon seit fast 2000 Jahren religiösen Zwecken gedient hat. Bei der Gelegenheit wurden auch die großen Mengen an Azaleen (“tsutsuji” / つつじ), die im Frühjahr ganz besonders großaritg blühen, gepflanzt. Von Mitte April bis Anfang Mai muss ein Teil des Gartens ein regelrechtes Blütenmeer darstellen.

Wenn Sie mal schauen möchten:
Azaleen-Festival (つつじ祭)
Nezu Jinja im Rausch der Farben

The main building of Nezu-Jinja (根津神社 / ねづじんじゃ) was built in 1706. The whole complex makes such a luxurious and colourful impression that it almost reminds one on the baroque buildings of Nikko. The fifth Tokugawa Shōgun, Tsunayoshi (綱吉 / つなよし, 1646-1709) had this shrine built. However, the area is said to be religious ground for almost two millennia. Also during the Tokugawa shōgunate the gardens of the complex were filled with azalea (“tsutsuji” / つつじ) which transform part of the gardens into an ocean of blossoms during the months of April and May.

If you want to have  a look:
Azalea-Festival (つつじ祭)
Nezu Jinja’s Blaze of Colours

Nezu-Jinja / 根津神社

Nezu-Jinja / 根津神社

 

Nezu-Jinja / 根津神社

Nezu-Jinja / 根津神社

Während dieser frühen Edo-Jahre wurden Shintoismus und Buddhismus übrigens noch nicht so strikt getrennt, wie dies später (insbesondere in und nach den Jahren der Meiji-Restauration) der Fall war. Deswegen ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass dieser Schrein von buddhistischen Symbolen nur so strotzt. Selbst buddhistische Tempel habe ich in der Tat selten  so über und über mit Hakenkreuzen übersät gesehen.

During the early Edo era there wasn’t the strict segregation between Buddhism and Shintoism which was enforced later (particularly during and after the Meiji-restauration). Therefore, one shouldn’t be surprised to find a great number of Buddhist symbols at this Shintoistic shrine. In fact, even at a Buddhistic temple I’ve hardly ever seen such a large number of swastika as on the buildings of Nezu-Jinja.

Nezu-Jinja / 根津神社

Nezu-Jinja / 根津神社

 

Nezu-Jinja / 根津神社

Nezu-Jinja / 根津神社

Die ganze Anlage ist wesentlich sehenswerter, als ihr relative Unbekanntheit suggerieren würde: Neben den prächtigen Hauptgebäuden gib es ein prachtvolles Haupttor, mehrere Teiche mit Fischen und ganz besonders aufgeweckten Schildkröten. Hinter dem Haupttor ist eine Noh-Bühne vorhanden, und der umzäunte Innenhof des Schreins macht einen ganz besonders mystischen Eindruck. Der westliche Teil der Anlage ist nicht nur während der Azaleenblüte sehenswert, sondern während des ganzen Jahres. Die fast endlosen Tunnel von „torii“ (鳥居 / とりい), die auf der Parkanhöhe quer durch einen Hain führen, gehören in Tōkyō sicher zu den eindrucksvollsten.

The whole complex is much more worth seeing than its relative lack of fame would suggest. Apart from the gorgeous main building there is magnificent main gate, quite a number of ponds with fish and rather cheeky turtles. Behind the main gate there is a lovely Noh stage, and the fenced-in main building is of particular charm. The western part of the garden around Nezu-Jinja is not only famous for its azalea, but also for its endless tunnels of „torii“ (鳥居 / とりい) which make this part of the gardens worth a visit the whole year through. They are, for sure, some of the most impressive in Tōkyō.

 

Nezu-Jinja / 根津神社

Nezu-Jinja / 根津神社

Nezu-Jinja / 根津神社

Nezu-Jinja / 根津神社

 

Wie kommt man zum Nezu-Jinja?
Sofern man sich nicht ohnehin gerade auf einem Spaziergang durch das benachbarte Yanaka befindet, am besten mit den U-Bahnen der Chiyoda-Linie bis zur Station „Nezu“ (根津 / ねづ). Entlang der Shinobazu Dōri (不忍通り / しのばずどおり) geht es ca. 300 Meter in nördliche Richtung bis zur Ampel „Nezu-Jinja Iriguchi“ (根津神社入口 / ねづじんじゃいりぐち) und dann nach links vorbei an der „Nihon Christ“-Kirche zum Schreingelände.

Sollte man diese eher unscheinbare Abbiegung an der Ampel Nezu-Jinja Iriguchi verpasst haben – kein Problem, etwas mehr als 100 Meter weiter nördlich kann man die große Kreuzung „Sendagi-nichōme“ (千駄木二丁目 / せんだぎにちょうめ) nicht verpassen. Dort nach links abbiegen und noch ca. 100 Meter in westlicher Richtung laufen.

Das Schreingelände ist täglich geöffnet.
Eintritt frei.

How to get to Nezu-Jinja?
Unless you’re on a walk through Yanaka, just opposite of the Shinobazu Dōri (不忍通り / しのばずどおり), take the Chiyoda-line to „Nezu“ (根津 / ねづ). From here head north for about 300 meters along the Shinobazu Dōri (不忍通り / しのばずどおり). At the traffic light „Nezu-Jinja Iriguchi“ (根津神社入口 / ねづじんじゃいりぐち) turn left and pass the „Nihon Christ“ church on your way to the nearby entrance of Nezu-Jinja.

Should you have passed the turn at „Nezu-Jinja Iriguchi“ unnoticed – not to worry! Just walk along the Shinobazu Dōri for about 100 meters more until you reach the „Sendagi-nichōme“ (千駄木二丁目 / せんだぎにちょうめ) crossing. Turn left here and reach the northern gate of Nezu-Jinja after about 100 meters.

Nezu-Jinja is open daily.
No admission fee.

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3 Responses to Nezu-Jinja – 根津神社

  1. […] Artikel über den Nezu-Schrein (Nezu-Jinja / 根津神社 – 2000 Jahre Geschichte) wäre nicht komplett ohne diesen kleinen Zusatz, der der vielleicht schönsten Zeit an diesem […]

  2. […] Nezu Jinja (根津神社) (Engl./dt.) – 2000 Jahre Geschichte – 2000 years of history […]

  3. […] Nezu Jinja (根津神社) (Engl./dt.) – 2000 Jahre Geschichte – 2000 years of history […]

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