Tōkyōs „Dinosaurier“ gegen den Verkehrsinfarkt
Tōkyō’s „Dinosaur“ for the prevention of traffic gridlocks
Seit dem 12. Februar 2012 steht ein weiteres architektonisches Highlight in der Bucht von Tōkyō zur „Benutzung“ zur Verfügung. An diesem Tag wurde nämlich die Tōkyō Gate Bridge (東京ゲートブリッジ) dem Verkehr übergeben. Sie verbindet die in der Bucht von Tōkyō liegenden künstlichen Inseln mit dem Stadtteil Kōtō-ku (江東区 / こうとうく)(im Norden der Brücke gelegen). Von den künstlichen Inseln aus führen Tunnelsysteme im Westen und Norden weiter in die Stadt (bzw. aus ihr hinaus). Wer heute auf den Stadtplan von Tōkyō sieht, versteht allerdings den tieferen Sinn dieser gigantischen Brücke nicht auf den ersten Blick, da sie ins „Nirgendwo“ gebaut zu sein scheint. Die Brücke ist allerdings Teil des zweiten Bauabschnitts der Küstenstraße, mit der Tōkyō einen weiteren Schritt zur Vermeidung eines Verkehrsinfarktes gehen will.
On Februar 12th 2012 Tōkyō has handed over to the public yet another architectural highlight in the Tōkyō Bay: the Tōkyō Gate Bridge (東京ゲートブリッジ). This bridge is connecting the man-made islands in the Tōkyō Bay with the Kōtō ward (江東区 / こうとうく)(in the North of the bridge). The islands on the other hand are connected with the city itself by a system of tunnels to the West and North. If you have a look at Tōkyō’s map today, you may feel that the bridge was just built into nowhere. Nevertheless, Tōkyō Gate Bridge is part of the immense efforts undertaken to prevent a traffic’s gridlock in the megalopolis of Tōkyō.
Die Tōkyō Gate Bridge basiert auf einer Fachwerk-Stahlkonstruktion und ist insgesamt 2.612 Meter lang. Der zentrale Teil der Brücke zwischen den beiden imposanten Stahlfachwerkkonstruktionen, die ihr den schmückenden inoffiziellen Namen „Der Dinosaurier“ eingebracht haben, bringt es auf eine Länge von 760 Metern. An ihrer höchsten Stelle ist die Brücke 87,8 Meter hoch.
Fußgänger können heute schon den Brückenabschnitt zwischen den beiden Fahrstuhltürmen am Wakasu Küstenpark (若洲海浜公園 / わかすかいひんこうえん) im Nordosten und an der Chūō-Mole (中央防波堤 / ちゅうおうぼうはてい) (inzwischen mehr eine Insel als eine Mole) im Südwesten benutzten, der sich immerhin auf 1.600 Meter Länge erstreckt (und damit sogar noch ein bisschen länger ist, als der Fußgängerweg über die Tōkyō Rainbow Bridge). Dabei beginnt er auf einer Höhe von 30 Metern über dem Wasser und steigt bis auf schwindelerregende 61 Meter an der höchsten Stelle der Brücke.
The Tōkyō Gate Bridge is based on a truss construction made of steel and spans a total of 2,612 meters. The central part of the bridge with its two impressive steel-truss constructions (which also have led some people to give the bridge the unofficial name „the dinosaur“) alone is 760 meters long and towers up to 87.8 meters at its tallest point.
The bridge has been opened for pedestrians between the two elevator towers at its North-Eastern end at the Wakasu Coast Park (若洲海浜公園 / わかすかいひんこうえん) and the South-Western exit to the Chōū breakwater wall (中央防波堤 / ちゅうおうぼうはてい) (actually, now more an island than a wall) on a total length of 1,600 meters (hence it’s even a touch longer than the pedestrian’s part of the Tōkyō Rainbow Bridge). The footpath starts at a height of 30 meters above sea-level and rises up to dizzy 61 meters at the highest point of the bridge.
D.h. ein bisschen Zeit ist für eine komplette Überquerung der Brücke schon mitzubringen – es bleibt einem nämlich (vorerst) nichts anderes übrig, als den ganzen Weg wieder zurück zu laufen, da es für Fußgänger derzeit keine Möglichkeit gibt, die Brücke auf der Chūō-Molen-Seite (Südwest-Ende der Brücke) wieder zu verlassen. Der einzige Zugang befindet sich auf der Wakasu-Seite (Nordost-Ende der Brücke).
With other words: You should bring a little time with you if you want to cross the whole bridge. For the time being you have no other choice but to walk the whole way back to where you started, as there is no means for pedestrians to leave the bridge on the Chūō breakwater wall-end of the bridge in the South-West. The only access to the bridge is from the Wakasu-side in the North-East.
Dennoch erfreut sich die Brücke großer Beliebtheit bei den einheimischen Besuchern – und das nicht umsonst. Schließlich lieben die Tōkyōter (besonders die älteren Semester) ihre neuen Großbauwerke. Und wer wirklich die komplette Skyline Tōkyōs auf einen Blick sehen möchte, findet wohl keinen zweiten Punkt im Stadtgebiet. An klaren Tagen kommt noch hinzu: Kaum irgendwo in der Stadt kann der Fuji-san (富士山 / ふじさん) so grandios gesehen werden wie vom höchsten Punkt der Tōkyō Gate Bridge. Auch der Tōkyō Sky Tree (東京スカイツリー) ragt besonders majestätisch aus dem Häusermeer. Und wer einen Blick auf den Kasai Rinkai Kōen (葛西臨海公園 / かさいりんかいこうえん), Tōkyō Disneyland (東京ディズニーランド) und Tōkyō Disneysea (東京ディズニーシー) werfen möchte, ist hier auch am richtigen Ort. Und das sollten schon schlagende Argumente für einen Besuch sein, auch wenn die Anreise ein bisschen beschwerlich ist (siehe unten). All diejenigen, die sich eine Erlaubnis dazu besorgt haben, finden offensichtlich auch ein Anglerparadies auf der Mole unterhalb der Brücke.
Nevertheless, the bridge enjoys great popularity with local people – and for good reasons. After all the Tōkyōites (especially the elderly ones) love their new mega-buildings. And everyone who wants to see the total of Tōkyō’s skyline at a glace may very well not find another spot that suitable. On clear days one can also enjoy the most spectacular view of Mt. Fuji (富士山 / ふじさん) from the top of the Tōkyō Gate Bridge. Also the Tōkyō Sky Tree (東京スカイツリー) pokes out of the sea of buildings in quite a majestic way. If you want to have a look at the Kasai Rinkai Kōen (葛西臨海公園 / かさいりんかいこうえん), Tōkyō Disneyland (東京ディズニーランド) and Tōkyō Disneysea (東京ディズニーシー), the bridge is also the right location for you. And that should be pretty strong arguments for a visit, even though it’s a bit more troublesome to get to the bridge (see below). All those who have obtained the necessary permit, obviously find an angler’s heaven at the breakwater wall beneath the bridge.
Öffnungszeiten /Eintritt:
Geöffnet täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr (letzter Einlass: 16.30 Uhr)
Während des Sommers (1. Juli – 30. September) bleibt die Brücke freitags und samstags von 10 Uhr bis 20 Uhr für Fußgänger geöffnet (letzter Einlass: 19.30 Uhr).
Jeden dritten Dienstag im Monat geschlossen, sowie zusätzlich am 1. Dienstag im Dezember. Fällt einer dieser Tage auf einen Feiertag, bleibt die Brücke an diesem Tag geöffnet, dafür aber am darauf folgenden Werktag geschlossen.
Die Fußgängerpromenade auf der Westseite der vier Fahrbahnen darf nur von Fußgängern benutzt werden. Das Mitbringen (geschweige denn Fahren) von Fahrrädern ist nicht gestattet.
Die Benutzung der Brücke ist für Fußgänger kostenlos.
Übrigens: Die vier Fahrbahnen der Brücke dürfen nur mit Kraftfahrzeugen und Motorrädern über 50ccm befahren werden (Geschwindigkeitsbegrenzung: 50 km/h).
Opening Hours / Admission:
Open daily from 10 am to 5 pm (last entry: 4:30 pm)
During the summer (from July 1st to September 30th) the bridge remains open for visitors from 10 am to 8 pm on Fridays and Saturdays (last entry: 7:30 pm).
The bridge is closed for pedestrians on every third Tuesday of a month and, additionally, on the first Tuesday in December. Should one of those Tuesday be a national holiday, the bridge will be closed on the following day.
The footpath on the westside of the four lanes for car traffic may only be used by pedestrians. It is not allowed to bring along bicycles (let alone ride them).
There is no admission charge for pedestrians.
By the way: The four lanes on the bridge may only be used by cars and motor bikes (more than 50cc), the speed limit is 50 km/h.
Wie man hinkommt:
Mit der Yūrakuchō-Linie (有楽町線 / ゆうらくちょうせん) bis Shin-Kiba (新木場 / しんきば) und von dort mit dem Bus der Linie 11 nach Wakasu-kyanpujō (若洲キャンプ場 / わかすキャンプじょう) an der Südspitze des Wakasu Küstenparks (若洲海浜公園 / わかすかいひんこうえん)(die Busse verkehren allerdings nur ein-, zweimal die Stunde).
Wer gut zu Fuß ist, kann die ca. 4,5 km vom Bahnhof natürlich auch in südlicher Richtung zu Fuß zurück legen, vorbei am Tōkyō Heliport (東京ヘリポート / とうきょうヘリポート) und dem großen Golfplatz, Wakasu Golf Links (若洲ゴルフリンクス / わかすゴルフリンクス). Seien Sie nicht überrascht, wenn die Sie die Zufahrtsstraße parallel zum Golfplatz von gigantischen Netzkonstruktionen überspannt sehen. Sie verhindern, dass Autofahrer (und auch Fußgänger) unverhofft von umherfliegenden Golfbällen heimgesucht werden.
How to get there:
Take the Yūrakuchō line (有楽町線 / ゆうらくちょうせん) to bis Shin-Kiba (新木場 / しんきば) and from there a bus of the line no. 11 to Wakasu-kyanpujō (若洲キャンプ場 / わかすキャンプじょう) at the South side of the Wakasu Coast Park (若洲海浜公園 / わかすかいひんこうえん)(these buses run only once or twice an hour!).
If you don’t mind a little walk, you may also walk the roughly 4.5 km from Shin-Kiba station in southern direction, passing the Tōkyō Heliport (東京ヘリポート / とうきょうヘリポート) and the large golf course, Wakasu Golf Links (若洲ゴルフリンクス / わかすゴルフリンクス). Don’t be surprised to find the streets next to the golf course spanned by rather enormous net-constructions. They prevent golf balls from interfering with the traffic.
Sehen Sie bitte auch / Please also have a look at:
Tōkyō Sky Tree (東京スカイツリー)
und / and
Tōkyō Rainbow Bridge (東京レインボーブリッジ)















Posted by toomasu 








































Wenn in Japan über große Buddhastatuen gesprochen wird, denken viele an den im Freien sitzenden Daibutsu (大仏) in Kamakura oder seinen noch mächtigeren „Bruder” in Nara. Dass Tōkyō aber seinen eigenen Daibutsu hat, wissen nicht ganz so viele. Und der ist mit gewaltigen 13 Metern Höhe sogar der drittgrößte des Landes. Er residiert auf dem Gelände des Jōren-ji (乗蓮寺 / じょうれんじ) im nordwestlichen Stadtteil Itabashi (板橋 / いたばし) und ist, obwohl (und vielleicht weil) man über ihn in vielen Reiseführern wenig oder auch gar nichts lesen kann, mehr als einfach nur einen Ausflug wert.











