Shibamata – 柴又

19. February 2012

Die Welt des Tora-san – oder: „es ist hart, ein Mann zu sein“…
Tora-san’s World – or: „it’s hard to be a man“…

Unsere Reise führt uns heute ganz in den Nordosten Tōkyōs, in die Heimat von „Tora-san“(寅さん / とらさん), eines der wohl beliebtesten japanischen Filmhelden.

Today’s trip brings us to the northeast of Tōkyō, to the hometown of „Tora-san“ (寅さん / とらさん), probably one of the most popular movie heroes of Japan.

Tora-san (寅さん)

Tora-san (寅さん)

Im Stadtteil Katsushika (葛飾 / かつしか) liegt Shibamata (柴又 / しばまた) direkt am Westufer des Edo-Flusses (江戸川 / えどがわ). Und dort befindet sich nicht nur ein wirklich sehr uriges Unterstadtviertel (下町 / したまち), sondern eben auch der (Film-)Wohnort des sympathischen Antihelden der japanischen „Tora-san“ Film-Staffel, die lange Zeit als der „langlebigste“ Vertreter ihres Genres galt: In den Jahren von 1969 bis 1995 wurden 48 Filme mit dem beliebten Schauspieler Atsumi Kiyoshi (渥美・清 / あつみ・きよし) als „Tora-san“ (der eigentlich Kuruma Torajirō (車・寅次郎 / くるま・とらじろう) heißt) gedreht. Der liebenswerte Held verdingt sich als Händler auf den Straßen und auf Märkten im ganzen Land, geht – regelmäßig erfolglosen – Liebschaften nach und kehrt am Ende jeder Reise nach Shibamata zurück. Die schier endlose Serie von Filmen stand unter dem Motto „男はつらいよ” (おとこはつらいよ) – „Es ist hart, ein Mann zu sein!“

In Tōkyō’s Katsushika (葛飾 / かつしか) district there is a place called Shibamata (柴又 / しばまた), right on the west banks of the Edo river (江戸川 / えどがわ). And there is where you not only find the most quaint downtown (下町 / したまち), but also the (movie-) home of the likeable antihero of the Japanese “Tora-san“-movie series. With 48 movies made between 1969 and 1995 these film series used to be considered the longest running movie series in the world. The leading part of all 48 movies was played by the popular actor, Atsumi Kiyoshi (渥美・清 / あつみ・きよし) as “Tora-san“ (the character’s full name was Kuruma Torajirō (車・寅次郎 / くるま・とらじろう)). This amiable character was a small dealer who used to sell his goods all over Japan. And in each episode he – unsuccessfully – fell in love with a beautiful woman (usually far off his reach) and always returned home to Shibamata at the end of each trip. This long-running serie’s motto was “男はつらいよ” (おとこはつらいよ) – “It’s hard to be a man!”

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

Kein Wunder also, dass Shibamata so etwas wie ein „Tora-san Dorf“ geworden ist. Und da die meisten Ausländer mit Tora-san nicht viel anfangen können, bleiben die Japaner hier bei Ihren Pilgerfahrten zu Tora-san auch überwiegend unter sich. Allerdings heißt das nicht, dass Shibamata deswegen für ausländische Besucher weniger interessant wäre. Schon allein die Taishakuten Sandō (帝釈天参道 / たいしゃくてんさんどう), die Straße, die unweit des Bahnhofs von Shibamata schnurgerade auf den wichtigsten Tempel des Ortes, den Taishakuten (帝釈天 / たいしゃくてん), zuführt, ist einen Ausflug hierher wert. Hier reiht sich altes Stadthaus an altes Stadthaus – alles wieder sehr adrett zurecht gemacht, aber trotzdem ein Lebensgefühl vermittelnd, wie es das seit mindestens 60 Jahren in Tōkyō eigentlich gar nicht mehr gibt. In den Erdgeschossen der Häuser sind kleine Handwerks-, überwiegend aber Snack- und Gastronomiebetriebe untergebracht. Natürlich treiben alle einen schwunghaften Handel unter dem Signum des Filmstars, aber die kleinen Leckereien, die man hier kaufen kann, sind absolut authentisch. Wer auf japanisches Reisgebäck (煎餅 / せんべい) steht, kommt hier voll auf seine Kosten.

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

No wonder, Shibamata has become something of a “Tora-san village”. And since most foreigners don’t know much about Tors-san, it’s mostly Japanese tourists who come to visit Shibamata and to worship their movie-idol. But that doesn’t mean at all that Shibamata hasn’t anything interesting to offer to foreign visitors. The Taishakuten Sandō (帝釈天参道 / たいしゃくてんさんどう) alone, die little street in the vicinity of the Shibamata station which leads to most important temple of the village, the Taishakuten (帝釈天 / たいしゃくてん) is worth the trip.

Taishakuten Sandō - Tora-san-ya (帝釈天参道)

Taishakuten Sandō - Tora-ya (帝釈天参道)

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

A long row of old town houses, carefully restored, transport a way of life that seems to have been lost decades ago in Tōkyō. There numerous little shops in on the street level in almost each and every house, selling handikraft or little snacks. Naturally, they all advertise with “Tora-san”, but the tiny delicacies you can buy here are absolutely authentic. Everyone who as a fable for Japanese rice crackers (煎餅 / せんべい) will be in heaven here.

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

Taishakuten Sandō (帝釈天参道)

Magischer Anziehungspunkt Shibamatas ist natürlich der Taishakuten (帝釈天 / たいしゃくてん), der Haupttempel des Ortes, der auf eine Gründung aus dem Jahre 1629 zurück geht. Die ganze Tempelanlage erweckt den Anschein eines uralten Ensembles, auch wenn die meisten der heute zu sehenden Gebäude aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert stammen. Eine Kiefer mit grotesk weit ausladenden Ästen rahmt das Hauptgebäude des Tempels förmlich ein. Der für den Besucher eigentliche Schatz des Tempels befindet sich an den Außenwänden der inneren Kammer des Hauptgebäudes: die gigantischen hölzernen Relief-Schnitzereien, die Szenen aus der Lotos-Sutra darstellen (die Heilslehre der Lotos-Sutra wird emanzipierten Frauen kaum mehr behagen als die Abwertung, die sie in anderen Religionen erkennen mögen). Das komplette Gebäude ist förmlich in diese filigranen Schnitzwerke aus der frühen Shōwa-Zeit gehüllt. Um die empfindlichen Strukturen vor Witterungseinflussen zu schützen, ist dieser Gebäudeteil mit einem Glasbau ummantelt worden – man kann sich die Kunstwerke also auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes anschauen. Aber Vorsicht: Dieser Bereich des Tempels ist nur ohne Schuhe zu betreten – wer Angst vor kalten Füßen hat, sollte seinen Besuch hier möglichst nicht in die kalte Jahreszeit verlegen.

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

The center of attraction is, naturally, the Taishakuten (帝釈天 / たいしゃくてん), the main temple of Shibamata which dates back to a foundation in the year 1629. The whole temple plot has the appearance of an ancient place, even though most of the buildings one can see today just date back the late 19th and early 20th century.
A particularly gorgeous old pine-tree seems to embrace the temple’s main building with its bizarre branches.
However, the real treasure for visitors can only be found on the exterior walls of the inner chamber of the temple’s main building complex. These walls have been covered with wood carvings which can only be called magnificent. These masterpieces which actually encase the whole building, where crafted in the early years of the Shōwa period and depict scenes from the Lotos Sutra (which emancipated women may just find as little appealing as the doctrines of salvation transported by other religions).
In order to protect the filigrane wooden works of art, the outer walls of the temple building have been enshrined behind glass – even on a rainy day you can admire them without needing to fear to get wet. However you should keep in mind: You are not allowed to enter the temple’s inner premises wearing shoes. If cold feet are something you’d like to avoid, don’t come here during the cold seasons.

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Ebenso sehenswert sind die Funktionsräume und der romantische Landschaftsgarten des Tempels, die sich direkt hinter den Hauptgebäuden in östlicher Richtung anschließen. Auch hier gilt: In der kalten Jahreszeit sind gefrorene Füße vorprogrammiert! Besonders sehenswert: Die große Empfangshalle und die mit dem Holz eines uralten Himmelsbambus (Nandine) aufwändig gestaltete Schmucknische (Tokonoma /床の間 / とこのま).
Den Garten kann man auch trockenen (wenngleich dann zu gegebener Jahreszeit auch frostigen) Fußes umrunden. 1984 wurde ein überdachter Holzsteg angelegt.

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Just as worth seeing are the functional rooms and the romantic landscape garden in the backyard of the temple. Once more: if you mind cold feet, don’t come here in winter! Particularly interesting: the great reception hall and the lavish tokonoma (床の間 / とこのま) with its ancient branches of “sacred bamboo” (nandina).
The garden has been furnished with a roofed boardwalk  in 1984, hence it can be explored with dry feed (but since you are not allowed to wear shoes in this area, you may also be threatened by cold feed during the winter season).

Taishakuten (帝釈天)

Taishakuten (帝釈天)

Wer noch mehr auf den Spuren Tora-sans wandeln möchte, findet wenige Schritte südlich des Taishakuten auch das „Tora-san-Museum“.
Those who are interested in the movie world of Tora-san may have a look at the Tora-san museum in the south of the Taishakuten.

Für den weniger dem japanischen Film Verschriebenen ist dagegen das Yamamoto-Tei (山本亭 / やまもとてい) empfohlen, das sich genau zwischen dem Tempel und dem Museum befindet.
Es handelt sich hierbei um ein sehr schönes (allerdings auch sehr rares) Beispiel großbürgerlichen Wohnens in der späten Taishō-Zeit (大正時代 / たいしょうじだい) bzw. frühen Shōwa-Zeit (昭和時代 / しょうわじだい) (20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts). Das vergleichsweise weitläufige Ensemble umschließt einen üppigen japanischen Garten. Während alle wesentlichen Gebäudeteile im japanischen Stil errichtet und auch ausgestattet wurden, gibt es direkt neben dem ursprünglichen Haupteingang des Gebäudes einen gemauerten Anbau, in dem ein Salon im westlichen Stil untergebracht ist. Das ebenfalls gemauerte (ehemalige) Haupteingangstor, das Nagaya-Tor (長屋門 / ながやもん) lässt auch schon erahnen, dass der damalige Bauherr (ein Optik-Fabrikant) einen gewissen Status unter Beweis stellen wollte.

Yamamoto-Tei (山本亭)

Yamamoto-Tei (山本亭)

Yamamoto-Tei (山本亭)

Yamamoto-Tei (山本亭)

All those less interested in contemporary Japanese movies the Yamamoto-Tei (山本亭 / やまもとてい), located just between the temple and the museum, may be a recommendation. It represents a fine and rather rare example for upper-class living during the late Taishō-era (大正時代 / たいしょうじだい) or the early Shōwa-era (昭和時代 / しょうわじだい) respectively (20s and 30s of the 20. century). This relatively spacious building complex encloses a lush Japanese garden. And whilst all major parts of the building are fitted in the Japanese style (externally as well as internally), there is also a brick-stone annex next to the (original) main entrance of the property, which houses a western style drawing room. Also the brick-built main gate, the Nagaya-gate (長屋門 / ながやもん), gives an impression of what the principal of the house had in mind: to impress the neighbours and to represent his status of wealth.

Yamamoto-Tei (山本亭)

Yamamoto-Tei (山本亭)

Yamamoto-Tei (山本亭)

Yamamoto-Tei (山本亭)

Yamamoto-Tei (山本亭)

Yamamoto-Tei (山本亭)

Wer sich nach dem Betondschungel Tōkyōs nach etwas Weite sehnt, sollte nicht darauf verzichten, den Deich zu erklimmen, der Shibamata vor den Fluten des Edo-Flusses schützt. Das weite Flussbett und die Grünflächen beiderseits des Flusses stellen schon einen gewissen Kontrast zu der Enge in der Stadt dar. Außerdem verläuft durch den Fluss auch die Grenze zwischen der Metropol-Präfektur Tōkyō und der sich im Osten anschließenden und bis zum Pazifik erstreckenden Nachbarpräfektur Chiba.

And if you are just yearning for a little refuge of vastness after all the time in the concrete jungle of Tōkyō, don’t miss to climb up the embankment which protects Shibamata from the waters of the Edo-river. The wide expanse of the river channel and the grassed areas provide quite a contrast to the constrictions of the big city. Furthermore, the border between the metropolitan prefecture of Tōkyō and the neighbouring prefecture of Chiba, which stretches from here to the Pacific’s shores, runs right through the middle of the river.

Wie man hinkommt:
Es führen so viele Wege nach Shibamata, dass es schwer ist, den praktischsten auszuwählen. Wer aus der Innenstadt Tōkyōs anreist und gar zu häufiges Umsteigen vermeiden möchte, sollte folgenes in Erwägung ziehen:
Ab Nippori (日暮里 / にっぽり) mit der Keisei-Linie (Hauptstrecke zwischen Tōkyō und Narita) (京成本線 / けいせいほんせん) nach Takasago (高砂 / たかさご). Auf dieser Strecke können alle Züge genutzt werden (außer dem City-Liner, dem Morning-Liner, dem Evening-Liner und dem Sky-Liner.
Nach ca. 15 Minuten Fahrzeit ist noch mal ein völlig unkompliziertes Umsteigen in Takasago (高砂 / たかさご) erforderlich. Mit der Keisei Kanamachi-Linie (京成金町線 / けいせいかなまちせん) geht es von hier nur noch eine Station weiter (2 Minuten Fahrzeit) nach Shibamata (柴又 / しばまた).

Fahrtkosten ab Nippori: 250 Yen (Stand: 2012)

How to get here:
There are so many ways to Shibamata that it’s hard to recommend the most practical. For those coming from the central parts of Tōkyō and not wishing to change trains too often, the following might be a good choice:
Take the Keisei line (main line between Tōkyō and Narita) (京成本線 / けいせいほんせん) from Nippori (日暮里 / にっぽり) to Takasago (高砂 / たかさご). You may use any of the trains on this line, except the City Liner, the Morning Liner, the Evening Liner and the Sky Line.
After about 15 minutes you’ll have to change trains in Takasako (高砂 / たかさご) for two more minutes on the Keisei Kanamachi line (京成金町線 / けいせいかなまちせん) to Shibamata (柴又 / しばまた).

Transportation fee from Nippori: 250 Yen (as per 2012)

Eintrittsgebühr für Taishakuten:
Die Tempelanlage des Taishakuten ist zwar frei zugänglich. Für die Besichtigung des Gartens, der Empfangsräumlichkeiten und der grandiosen Holzschnitzereien ist allerdings eine Eintrittsgebühr von 400 Yen (Kinder bis zum Mittelschulalter: 200 Yen) zu entrichten.

Admission fee for the Taishakuten:
The temple’s plot and buildings can basically be entered free of charge. However, for a visit to the garden, the reception hall and the magnificent wood carvings there is an admission fee of 400 Yen (children up to high school pay 200 Yen).

Öffnungszeiten / Eintrittsgebühr für das Yamamoto-Tei:
Täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr (außer an jedem 3. Dienstag im Monat, bzw. Mittwoch, falls der Dienstag auf einen Feiertag fällt).
Eintrittsgebühr: 100 Yen
(Wer das Kombinationsangebot für den Besuch des Yamamoto-Tei und des Tora-san-Museums in Anspruch nehmen möchte, spart 50 Yen.)

Opening hours / Admisstion fee for the Yamanote-Tei:
Daily from 9 a.m. to 5 p.m. (except every 3rd Tuesday of a month; closed on the respective Wednesday should the Tuesday be a national holiday).
Admission fee: 100 Yen
(There is a combination offer for those who want to visit the Yamamoto-Tei es well as the Tora-san Museum, saving 50 Yen.)


New York Grill (Park Hyatt Hotel)

5. January 2012

Lukullus in luftigster Höhe
Lucullus in Lofty Height


Beispiele einfachen Essens habe ich bereits erwähnt – japanische Köstlichkeiten natürlich auch. Aber es muss ja nicht immer roher Fisch und ein Sitzplatz auf Tatami-Matten sein. Wer einen „Hang zum Höheren“ hat, wem es auf ein paar tausend Yen mehr oder weniger nicht ankommt oder wer sich einfach einmal mit etwas Besonderem an atemberaubenden Ort verwöhnen möchte, sollte den „New York Grill“ im Park Hyatt Hotel in Shinjuku, Tōkyō, in die engere Wahl ziehen.

I have already shown some samples of simple food – some Japanese delicacies as well. But it doesn’t have to be raw fish and sitting on tatami all the time. Everyone who has some “higher ambitions”, who doesn’t mind to spend a few thousand Yen more or less or who simply wants to treat him-/herself with something special at an extraordinary location, should also consider the “New York Grill” at the Park Hyatt Hotel in Shinjuku, Tōkyō.

Im 52. Stockwerk des Park Hyatt Hotels befindet sich einer der aufregendsten Gasträume der Stadt: eine offene Küche, große, bodentiefe Fensterflächen, drei Stockwerke hohe Räume, ein schlicht-gediegenes Ambiente und geschultes, aufmerksames Personal konkurrieren hier erfolgreich mit einem der grandiosesten Blicke auf die Stadt. Wer Höhenangst hat, sollte sich allerdings wohl eher mit den Bildern auf dieser Seite begnügen.

The 52nd floor of the Park Hyatt Hotel houses one of the most exciting dining spaces in town: an open kitchen, large windows from the floor to the ceiling, three stories high rooms, a simple but dignified ambiance and professional, attentive service personnel are successfully competing with one of the most terrific views of the city. People with high anxiety should restrict themselves to having a look at the pictures here.

New York Grill (Küche / Kitchen)

New York Grill (Küche / Kitchen)

Die Brunch-Angebote des Restaurants sind schon seit Jahren jeden einzelnen Yen wert. An Wochenenden zahlt man 6.600 Yen für das Brunch – incl. einem Glas Sekt. Das „Festtags-Brunch“ zum Jahreswechsel kostet mit 8.400 Yen deutlich mehr, schließt dann aber auch ein Glas Dom Pérignon Champagner mit ein. Ein umfangreiches Vorspeisen-Büfett bildet die passende Eröffnung, der Hauptgang wird a la carte gewählt, und zum Abschluss darf man sich dann noch einmal nach Herzenslust am Nachspeisen-Büfett im Barbereich laben.

The brunches the restaurant offers have been worth every Yen for years. The regular weekend-brunch is 6,600 Yen – incl. a glass of sparkling wine. The “Holiday Brunch” during the new year season is 8,400 Yen, and includes a Glass of Dom Pérignon Champagne. There is an extensive appetizer buffet and the main dish is served a la carte. The whole brunch is then topped off by a dessert buffet at the bar area.

Um einen kleinen Einblick in diesen gastronomischen Betrieb zu geben, hier ein paar Beispiele des diesjährigen „Holiday Brunch“.

In order to give you at least a glimpse of what this place has to offer, please find some pictures of this year’s „Holiday Brunch“.


Zunächst einen Blick auf das Vorspeisen-Büfett:
To start with, have a look a the appetizer buffet:

New York Grill (Vorspeisen-Büfett / Appetizer Buffet)

New York Grill (Vorspeisen-Büfett / Appetizer Buffet)

Auswahl an Hauptgerichten:
Selection of main dishes:

Grilled New Zealand Vension Loin, Mascarpone and Parmesan Polenta, Wilted Brussels Sprouts, Smoked Bacon
ニュージーランド産鹿ロースのグリルとマスカルポーネとパルメザンのポレンタ、芽キャベツとベーコン

Grilled New Zealand Venison Loin

Grilled New Zealand Venison Loin

Detail


Grilled Chicken with Chipole Butter, Sweet and Sour Glazed Sweet Potatoes, Green Asparagus
若鶏のグリル、チポトレチリバター風味、甘酸っぱいサツマイモのグラッセとグリーンアスパラガス


Grilled Catch of the Day (Porgy) with Marinated Puy Lentils, Baby Spinach, Aged Balsamic
築地市場より本日の鮮魚のグリル温かいレンズ豆のマリネとサラダほうれん草、熟成バルサミコ


Eine kleine Auswahl vom reichhaltigen Nachspeisen-Büfett.

A small selection from the rich dessert buffet.


Während des Nachmittags wird der Barbereich mit Live-Musik beschallt – Klavier und Bass hüllen den Raum in einen Teppich von Soft-Jazz.

During the afternoon hours in the bar of the restaurant live music is being performed – piano and bass provide a carpet of soft jazz.

New York Bar

New York Bar

New York Bar

New York Bar

Ein paar Blicke auf die „große Stadt“. Zunächst einmal in Richtung Bahnhof von Shinjuku und Shinjuku Gyoen.

Some views of the „big city“. The first one is directed at Shinjuku station and the Shinjuku Gyoen.


Weiter nordöstlich überragt Tōkyōs ganzer Stolz, der „Sky Tree“ die Stadt.

Further northeast it’s Tōkyō’s new pride, the „Sky Tree“ that towers the city.


Direkt unter dem Park Hyatt Hotel breitet sich das Wolkenkratzerviertel von Shinjuku aus – hier mit dem Doppelturm der Metropolverwaltung.

Directly beneath the Park Hyatt Hotel you can see the sky scraper area of Shinjuku – here with the twin-tower of the Metropolitan Government.


Und wer es lange genug aushält, einen klaren Tag erwischt (in den Herbst- und Wintermonaten keine Seltenheit), kann sich vielleicht sogar an einem ähnlich spektakulären Blick auf den Fuji-san berauschen.

On a clear day (wich shouldn’t be to rare in autumn and winter) and if you stay for long enough you may be lucky enough to enjoy a similarly spectacular view of Mt. Fuji.


Auf dem Weg nach unten ist man gezwungen, im 41. Stockwerk einen Zwischenstopp einzulegen. Auf diesem Stockwerk befinden sich nicht nur die Reception des Hotels, sondern auch weitere Restaurants und der Bambuswald der „Peak Lounge“.

On the way down from the 52nd floor you’ll have to have a „stopover“ at the 41st floor. On this floor you’ll find not only the reception desk of the hotel, but also some further restaurants and the bamboo forest of the „Peak Lounge“.

Adresse des Park Hyatt:

Park Hyatt Tōkyō
3-7-1-2 Nishi Shinjuku, Shinjuku-ku
Tōkyō 163-1055

Telefon: +81 3 5322 1234
Fax: +81 3 5322 1288
E-Mail: tokyo.park@hyatt.com
Internet: http://tokyo.park.hyatt.com

Öffnungszeiten des New York Grill (täglich):

Mittagessen: 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr
Abendessen: 17.30 Uhr bis 22.30 Uhr

Telefonische Reservierungen: +81 3 5323 3458

Address of the Park Hyatt:

Park Hyatt Tōkyō
3-7-1-2 Nishi Shinjuku, Shinjuku-ku
Tōkyō 163-1055

Telephone: +81 3 5322 1234
Facsimile: +81 3 5322 1288
E-Mail: tokyo.park@hyatt.com
Internet: http://tokyo.park.hyatt.com

Opening hours of the New York Grill (daily):

Lunch: 11:30 am to 2:30 pm
Dinner: 5:30 pm to 10:30 pm

Telephone reservation: +81 3 5323 3458

Wie man hinkommt:
Zugegebenermaßen liegt das Park Hyatt ein bisschen ungünstig, wann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte. Von der Station Tochōmae (都庁前 / とちょうまえ) der Toei Ōedo-Linie (都営大江戸線 / とえいおおえどせん) erreicht man das Hotel in ca. 10 Minuten zu Fuß. Am einfachsten ist es aber, sich von einem der nahegelegenen Bahnhöfe in Shinjuku ein Taxi zum Hotel zu nehmen (kostet meist nur den Grundfahrpreis für eine Taxifahrt).

How to get there:
It is a bit troublesome to reach the Park Hyatt by public transport. From the subway station Tochōmae (都庁前 / とちょうまえ) of the Toei Ōedo-line (都営大江戸線 / とえいおおえどせん) it’s about 10 minutes walk. It’s probably easiest to catch a taxi from one of Shinjuku’s stations (you’ll usually pay just the basic fee).


Deutsch in Japan – Teil 3: Gebäude

16. December 2011

Im dritten und letzten Teil gibt es nun auch noch ein paar Bilder mit Gebäudenamen. Hier scheint sich das deutsche “Heim” ebenso großer Beliebtheit zu erfreuen wie das deutsche “Haus”. Leider lässt sich letzteres, wenn es in japanischen Schriftzeichen geschrieben wird, nicht mehr vom englischen “house” unterscheiden – deswegen gibt es hier nur ein Beispiel für die ganz eindeutig deutsche Schreibweise.

Heim” (gesehen in Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

"Heim" (Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

"Heim" (Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

Harajuku Siedlung” (gesehen in Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

"Harajuku Siedlung" (Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

"Harajuku Siedlung" (Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

und noch einmal “Harajuku Siedlung” – nun aber in japanischen Schriftzeichen geschrieben (das liest sich dann so: Harajuku Jiidorungu)

"Harajuku Siedlung" (Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

"Harajuku Siedlung" (Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

Star Heim” (gesehen in Shinjuku, Tōkyō)

"Star Heim" (Shinjuku, Tōkyō)

"Star Heim" (Shinjuku, Tōkyō)

Bach Haus” (gesehen in Mejirodai, Bunkyō, Tōkyō)

"Bach Haus" (Mejirodai, Bunkyō, Tōkyō)

"Bach Haus" (Mejirodai, Bunkyō, Tōkyō)


Deutsch in Japan – Teil 2: Gastronomie

11. December 2011

Nachdem ich im ersten Artikel ein paar doch sehr deutsch anmutende Geschäftsnamen präsentiert habe, sind heute gastronomische Betriebe an der Reihe. Dass hier durch deutsche Namen auch ein bisschen von der berühmten “deutschen Gemütlichkeit” zum Ausdruck gebracht werden soll, versteht sich von selbst. Und nicht selten verbirgt sich hinter dem deutschen Namen auch eine Gaststätte, der Küche sich zumindest an deutsche Gaumengenüsse anlehnt.

Um eine Langeweile aufkommen zu lassen, diesmal auch nicht in alphabetischer Reihenfolge….:

Café-Restaurant “Märchen” (gesehen in Kobe)

Café-Restaurant "Märchen" (Kobe)

Café-Restaurant "Märchen" (Kobe)

Die Pflanze Kaffee “Flik Flak” (gesehen in Shinjuku, Tōkyō)

Die Pflanze Kaffee "Flik Flak" (Shinjuku, Tōkyō)

Die Pflanze Kaffee "Flik Flak" (Shinjuku, Tōkyō)

Restaurant “Pause” (gesehen in Kyōto)

Restaurant "Pause" (Kyōto)

Restaurant "Pause" (Kyōto)

Bierlokal “Beer Keller” (gesehen in Kyōto)

Bierlokal "Beer Keller" (Kyōto)

Bierlokal "Beer Keller" (Kyōto)

Patisserie “Tante Marie” (gesehen in Marunouchi, Tōkyō)

Patisserie "Tante Marie" (Marunouchi, Tōkyō)

Patisserie "Tante Marie" (Marunouchi, Tōkyō)

Bäckerei/Konditorei “Juchheim’s” (gesehen in Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)
(hier ist übrigens noch das alte Firmenlogo zu sehen, auf dem die Firmentradition bis in das Jahr 1921 zurück geht – die neuen Firmenzeichen ziert die Aufschrift “seit 1909″…..)

Bäckerei/Konditorei "Juchheim's" (Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

Bäckerei/Konditorei "Juchheim's" (Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

Im Jahre 2010 hat man das Logo geändert, dabei das falsche “Apostroph-s” entfernt und das Alter der Café-Konditorei-Kette einfach mal um 12 Jahre erhöht…. Seither besteht das Firmenlogo aus einem stilisierten Baumkuchen (gerade so, als sei der Baumkuchen eine Frankfurter Spezialität…..)

Bäckerei/Konditorei "Juchheim" (Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

Bäckerei/Konditorei "Juchheim" (Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

Restaurant “Langsam Langsam” (gesehen in Nakano, Tōkyō)

Restaurant "Langsam Langsam" (Nakano, Tōkyō)

Restaurant "Langsam Langsam" (Nakano, Tōkyō)

Deutsches Bierlokal “Zum Eichen Platz” (gesehen in Akasaka, Tōkyō)

Deutsches Bierlokal "Zum Eichen Platz" (Akasaka, Tōkyō)

Deutsches Bierlokal "Zum Eichen Platz" (Akasaka, Tōkyō)

Liefer-Bäckerei “Essen” (gesehen in Nihombashi, Tōkyō)

Liefer-Bäckerei "Essen" (Nihombashi, Tōkyō)

Liefer-Bäckerei "Essen" (Nihombashi, Tōkyō)

Deutsche Spezialitäten “Rosenheim” (gesehen in Shibuya, Tōkyō)

Deutsche Spezialitäten "Rosenheim" (Shibuya, Tōkyō)

Deutsche Spezialitäten "Rosenheim" (Shibuya, Tōkyō)

Bier- und Weinlokal “Kneipe Gengenbach” (gesehen in Nagoya)

Bier- und Weinlokal "Kneipe Gengenbach" (Nagoya)

Bier- und Weinlokal "Kneipe Gengenbach" (Nagoya)

Café “Mozart” (gesehen in Kamakura)

Café "Mozart" (Kamakura)

Café "Mozart" (Kamakura)

Restaurant “Berg” (gesehen in Shinjuku, Tōkyō)

Restaurant "Berg" (Shinjuku, Tōkyō)

Restaurant "Berg" (Shinjuku, Tōkyō)

 Café “Morgen” (gesehen in Jinumae, Shibuya, Tōkyō)

Café "Morgen" (Jingumae, Shibuya, Tōkyō)

Café "Morgen" (Jingumae, Shibuya, Tōkyō)


Deutsch in Japan – Teil 1: Geschäfte

7. December 2011

Es soll ja keiner sagen, die deutsche Sprache sei dem Untergang geweiht – zumindest im allerfernsten Osten gibt es noch Inseln, wo sie sichtlich gedeiht.

Auf meinen Reisen durch Japan stolpere ich immer wieder über deutsche Wortbrocken. Auch wenn diese nicht immer von einem tieferen Sinn begleitet werden, so zeigen sie doch sehr schön, dass Deutsch hier im Land der aufgehenden Sonne immer noch einen sehr exotischen Reiz hat. Deutsch hat mit Beginn der Öffnung Japans (vor etwa 150 Jahren) zwar seinen Eingang in die japanische Sprache gefunden, beschränkt sich aber im Grunde auf bestimmte Fachgebiete (wie z.B. die Medizin und einzelne Berg-Sportarten). Wenn z.B. das japanische Wort “arubaito” (アルバイト) sehr nach “Arbeit” klingt, dann ist das kein Wunder. Dass man hierunter in Japan aber “Teilzeitarbeit” versteht, vielleicht schon eher.

Aber um solche Bereicherungen des japanischen Wortschatzes geht es hier nicht. Hier sollen zunächst einmal Geschäfte, die sich mit deutschen Namen schmücken, vorgestellt werden (ich gehe in alphabetischer Folge vor – irgend eine Ordnung muss so ein Artikel ja schließlich haben….).

Antrag (gesehen in Yoyogi, Tōkyō)

Antrag (Co., Yoyogi, Tōkyō)

Antrag (Co., Yoyogi, Tōkyō)

Arbeit Club (gesehen in Shinjuku, Tōkyō)

"Arbeit Club" (Shinjuku, Tōkyō)

"Arbeit Club" (Shinjuku, Tōkyō)

Ausdruck (Kosmetik, gesehen in Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

"Ausdruck" (Kosmetik, Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

"Ausdruck" (Kosmetik, Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

Berg (Zahnmedizin, gesehen in Higashi Nakano, Tōkyō)

"Berg" (Zahnmedizin, Higashi Nakano, Tōkyō)

"Berg" (Zahnmedizin, Higashi Nakano, Tōkyō)

Blaue Wiese (Kosmetiksalon, gesehen in Meguro, Tōkyō)

"Blaue Wiese" (Kosmetik, Meguro, Tōkyō)

"Blaue Wiese" (Kosmetik, Meguro, Tōkyō)

Freiheit (Schreibwaren, gesehen in Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

"Freiheit" (Schreibwaren, Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

"Freiheit" (Schreibwaren, Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

Glas Hütte (Optik, gesehen in Nagoya)

"Glas Hütte" (Optik, Nagoya)

"Glas Hütte" (Optik, Nagoya)

Helfen (Massage, gesehen in Yotsuya, Tōkyō)

"Helfen" (Massage, Yotsuya, Tōkyō)

"Helfen" (Massage, Yotsuya, Tōkyō)

Meister (Metzgerei, gesehen in Kyōto)

"Meister" (Metzgerei, Kyōto)

"Meister" (Metzgerei, Kyōto)

Mögen Sie Kino? (gesehen in Kyōto)

"Mögen Sie Kino?" (Kyōto)

"Mögen Sie Kino?" (Kyōto)

Popo (2nd-Hand-Shop, gesehen in Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

"Popo" (Second Hand Shop, Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

"Popo" (Second Hand Shop, Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

Spiegel (Firmenname, gesehen in Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

"Spiegel" (Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

"Spiegel" (Sendagaya, Shibuya, Tōkyō)

Tulpe (Kosmetik/Drogerie, gesehen in Omotesandō, Shibuya, Tōkyō)

"Tulpe" (Kosmetik/Drogerie, Omotesandō, Shibuya, Tōkyō)

"Tulpe" (Kosmetik/Drogerie, Omotesandō, Shibuya, Tōkyō)

Think! (ja, ich weiß, das Wort ist jetzt nicht besonders deutsch – aber der Rest…. Schuhgeschäft gesehen in Harajuku, Shibuya, Tōkyō)

Think (Schuhgeschäft, Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

Think (Schuhgeschäft, Jingūmae, Shibuya, Tōkyō)

Zoff (Firmenname, gesehen in Shibuya, Tōkyō)

"Zoff" (Shibuya, Tōkyō)

"Zoff" (Shibuya, Tōkyō)

Und, obwohl das Wort gar keinen Sinn macht:
Amtteliebe (Textilien, gesehen in Nara)

"Amtteliebe" (Textilien, Nara)

"Amtteliebe" (Textilien, Nara)


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