Shakujii Kōen – 石神井公園

3. April 2011

Entspannende Wildnis & grandiose Architektur
Relaxing wilderness & gorgeous architecture       
(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The English text follows the German text)

Shakujii Kōen – 石神井公園 / Shakujii Ike - 石神井池

Shakujii Kōen – 石神井公園 / Shakujii Ike - 石神井池

Eigentlich ist jetzt ja Kirschblütenzeit. Aber auf dieser Webseite gibt es ja nun schon eine ganze Rabatte an Bildern und Berichten von der Kirschblüte:

Actually it’s the cherry blossom season now. But there are already quite a number of pictures and reports on cherry blossoms on this website:

Sakura Matsuri, Sumida-ku, Taitō-ku/Tōkyō
Cherry Blossoms Festival / Kirschblütenfest
(Engl./dt.)

Shinjuku Gyoen Sakura
Cherry Blossoms/Kirschblüte
(Engl./dt.)

Shinjuku Gyoen Hanami
Cherry Blossom Viewing/Kirschblütenbetrachten
(Engl./dt.)

Yoyogi Kōen Hanami
Cherry Blossom Viewing/Kirschblütenbetrachten
(Engl./dt.)

Ueno Kōen/Yanaka Sakura
Cherry Blossoms/Kirschblüte
(Engl./dt.)

Und da in diesem Jahr nicht nur die Kirschblüte ein bisschen länger als sonst auf sich warten lässt, sondern auch vielen Menschen in der Stadt die Lust auf ausgelassenes Feiern in den Parks vergangen ist, mache ich heute einen kleinen jahreszeitlichen Sprung, um daran zu erinnern, wie schön es hier jenseits der Katastrophengebiete nach wie vor ist.

And since not only the cherry blossom season seems to be delayed this year, but also many people may not feel like joyful celebrating in the parks of Tōkyō this year, I am allowing myself a little leap in time in order to bring back to memory the beauty of Japan which still exists untouched outside the areas of devastation. 

Shakujii Kōen – 石神井公園

Shakujii Kōen – 石神井公園

Im westlich der Innenstadt gelegenen Stadtteil Nerima-ku (練馬区 / ねりまく) lockt eine grüne Oase der Entspannung, die man mitten im Häusermeer der Stadt gar nicht vermuten würde: Der Shakujii Kōen (石神井公園 / しゃくじいこうえん) entlang eines lang gestreckten, zweiteiligen Sees. Wer dem Großstadtgetriebe entfliehen will, findet hier, nur 25 Bahnminuten von der Innenstadt entfernt, ein Refugium, in dem nicht nur die Seele baumeln darf, sondern auch etwas für die Bildung und das Seelenheil getan werden kann.

Die 2010 in Angriff genommene Modernisierung und Erweiterung des Bahnhofs von Shakujii Kōen, sowie die rege Bautätigkeit rund um den Bahnhof zeugen davon, dass hier eine weiteres „bevorzugtes“ Wohngebiet entsteht, wie sie sich entlang der wichtigen Regionalbahnlinien immer weiter in Richtung Westen ausweiten.

In the west of the centre of Tōkyō, in Nerima-ku (練馬区 / ねりまく) there is an oasis of green and relaxation which one might not expect right in the midst of the ocean of houses: The Shakujii Kōen (石神井公園 / しゃくじいこうえん) alongside a stretched lake that consists of two parts. Everybody who wishes to escape form the hustle and bustle of the megalopolis will find an urban retreat for both, body and soul – by train just 25 minutes away from the centre of the city.

The railway station of Shakujii Kōen has undergone a complete refurbishment and extension since 2010 – together with quite a number of new apartment buildings erected in this area, it shows that also this location is going to be yet another housing area of choice, as many others along the important regional rail roads heading west.    

Shakujii Kōen – 石神井公園 / Shakujii Ike - 石神井池

Shakujii Kōen – 石神井公園 / Shakujii Ike - 石神井池

Shakujii Kōen – 石神井公園 / Shakujii Ike - 石神井池

Shakujii Kōen – 石神井公園 / Shakujii Ike - 石神井池

Der östliche Teil des lang gestreckten Sees des Parks, der Shakujii Ike (石神井池 / しゃくじいいけ) ist ein Eldorado für alle, die im Sommer Entspannung auf dem Wasser suchen – es verwundert also auch gar nicht, wenn man sich bei einem Spaziergang durch den Park an die Wiesen entlang der Alster in Hamburg erinnert fühlt, obwohl das Areal sich auf gerade mal insgesamt ca. 201.000 qm beschränkt.

The eastern part of the stretched lake of the park, the Shakujii Ike (石神井池 / しゃくじいいけ) is an eldorado for all those who seek a little summer-relaxation on the water. Hence, it doesn’t come as a surprise if walks along the lake and park bring up memories of walks at the Alster in Hamburg (Germany), even though the Shakujii Kōen is limited to an area of roughly 201,000 sqm.    

Shakujii Kōen – 石神井公園 / Shakujii Ike - 石神井池

Shakujii Kōen – 石神井公園 / Shakujii Ike - 石神井池

An der Südseite des Parkgeländes befindet sich auch das erst vor wenigen Jahren eröffnete „Shakujiikōen Furusato Museum“ (石神井公園古里文化館) (Heimatmuseum), das in einem hochmodernen, aber trotzdem ansprechenden Gebäudekomplex untergebracht ist. Hinter dem Heimatmuseum (in östlicher Richtung) sollte man sich die Besichtigung eines Nachbaus eines traditionellen Bauernhauses nicht entgehen lassen.

Next to the park one finds the „Shakujiikōen Furusato Museum“ (石神井公園古里文化館) (museum of local history) on its south side. The museum’s highly modern but appealing complex was completed just in recent years. Don’t miss the reconstructed farm house in the eastern backyard of the museum! 

Shakujiikōen Furusato Museum - 石神井公園古里文化館

Shakujiikōen Furusato Museum - 石神井公園古里文化館

Shakujiikōen Furusato Museum - 石神井公園古里文化館

Shakujiikōen Furusato Museum - 石神井公園古里文化館

Der Sanpō-ji-Ike (三宝時池 / さんぽうじいけ), der die westliche Wasserfläche des Parks bildet und nicht von Tret- und Ruderbooten befahren werden kann, ist viel verträumter und über und über mit Seerosen und dichtem Schilfbewuchs überwuchert. Man hat wirklich das Gefühl, mitten in der Stadt in eine Wildnis vorgedrungen zu sein. Nicht selten trifft man hier wild lebende Graureiher im üppigen Grün der Gewässer an.

The Sanpō-ji-Ike (三宝時池 / さんぽうじいけ) which forms the western part of the park’s expanse of water is free of pedal boats and rowing boats and much more romantic, over and over covered by water lilies. This part of the park provides an atmosphere of wilderness – don’t be surprised, if you see wild grey herons in the lush green of the waters.

Shakujii Kōen - 石神井公園 / Sanpō-ji-Ike - 三宝時池

Shakujii Kōen - 石神井公園 / Sanpō-ji-Ike - 三宝時池

Shakujii Kōen - 石神井公園 / Sanpō-ji-Ike - 三宝時池

Shakujii Kōen - 石神井公園 / Sanpō-ji-Ike - 三宝時池

Ein Abstecher an den südlichen Rand des Parks, nahe dem Sanpō-ji-Ike lohnt sich in jedem Fall – wenn ere nicht überhaupt Sinn und Zweck des Ausflugs sein sollte. Hier lockt nicht nur der hübsche Hikawa-Jinja (氷川神社 / ひかわじんじゃ) auf dessen Schreingelände während der Sommermonate kleine Reisfelder zu finden sind.

The southern outskirts of the park near the Sanpō-ji-Ike are surely worth a little detour – if not worth the whole trip. Here you’ll find the charming Hikawa-Jinja (氷川神社 / ひかわじんじゃ) and on this shrine’s grounds you also find tiny rice paddies.  

Hikawa-Jinja - 氷川神社

Hikawa-Jinja - 氷川神社

Hikawa-Jinja - 氷川神社

Hikawa-Jinja - 氷川神社

Hikawa-Jinja - 氷川神社

Hikawa-Jinja - 氷川神社

Hikawa-Jinja - 氷川神社

Hikawa-Jinja - 氷川神社

Gleich nebenan wird man auch mal wieder davon überzeugt, dass es keiner langen Reisen nach Kyōto bedarf, wenn man wirklich grandiose Sakralachitektur sehen will. Die weitläufige Tempelanlage des Sanpō-ji (三宝寺/さんぽうじ) ist ein schlagender Beweis für diese Aussage. Die auf eine Gründung aus dem Jahre 1394 zurück gehende Tempelanlage ist ebenso überwältigend, wie bei ausländischen Touristen unbekannt. Die massive, zweistöckige Konpon-Pagode (根本大塔/こんぽんだいとう) im westlichen Friedhofsteil des Tempelareals bildet sozusagen das optische Kronjuwel des Sanpō-ji. Hier begegnete mir bei meinem Besuch ein Japaner, der, offensichtlich genauso fasziniert wie ich, meinte: „Das ist hier ja genauso schön wie Kyōto!“ Recht hatte er! Warum gehen die Leute nur so achtlos an diesen Kleinodien vorbei, bloß weil sie im Baedeker nicht verzeichnet sind?

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Right next to it you’ll get a pretty good example for what it means that you don’t have to travel to Kyōto in order to see grand sacred building’s architecture. The wide expanse of the Sanpō-ji’s (三宝寺/さんぽうじ) temple grounds are the proof of it. The temple’s roots date back to as early as the year 1394 – and it’s just as overwhelmingly gorgeous as unknown by foreign tourists. The massive, two-storied Konpon-Pagoda (根本大塔/こんぽんだいとう) in the western graveyard district of the temple may very well be the optical crown jewel of the Sanpō-ji. During my visit to this temple I met another (Japanese) visitor who exclaimed: “That’s just as beautiful as Kyōto!” And right he was! Why do people usually neglect places like that, just because Baedeker didn’t find them worth mentioning?   

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Sanpō-ji - 三宝寺

Doch nicht genug der überwältigenden Eindrücke: Ein paar Schritte weiter östlich erstreckt sich die nächste, weitläufige Tempelanlage im Parkgelände, der Dōjō-ji (道場寺/どうじょうじ), dessen Geschichte reicht bis weit vor die Edo-Zeit zurück geht. Er wurde 1372 gegründet. Allerdings scheint die Pagode erst im Jahre 1973 erbaut worden zu sein – sie macht auch einen entsprechend „rüstigen“ Eindruck. Aber natürlich ist sie nicht von einem älteren Bauwerk, das sich guter Restauration erfreut hat, zu unterscheiden.

But that’s not enogh of awesome places and architecture. Just a few steps further east, there are the next extensive temple grounds, the Dōjō-ji (道場寺/どうじょうじ), which is just a touch older than the magnificent Sanpō-ji. It was founded in 1372. One of the architectural attractions of the temple is its impressive pagoda, which, however, was built only in 1973. Nevertheless, it was built the traditional way and could just as well be a well-restored older structure.  

Dōjō-ji - 道場寺

Dōjō-ji - 道場寺

Dōjō-ji - 道場寺

Dōjō-ji - 道場寺

Dōjō-ji - 道場寺

Dōjō-ji - 道場寺

Wie man hinkommt:  
Mit der Fukutoshin-Linie/Yūrakuchū-Linie (副都心線 / ふくとしんせん / 有楽町線 / ゆうらくちょうせん) (bzw. mit der auf der gleichen Strecke verkehrenden Seibu Ikebukuro Linie (西武池袋線 / せいぶいけぶくろせん) nach Shakujii Kōen (石神井公園 / しゃくじいこうえん) – der Park liegt etwa 400 Meter südlich des Bahnhofs.

Eintrittsgelder:   
Der Eintritt in den Park und zu den Tempel- und Schreinanlagen ist frei.

How to get there:  
Take the Fukutoshin-line/Yūrakuchū-line (副都心線 / ふくとしんせん / 有楽町線 / ゆうらくちょうせん) or the Seibu Ikebukuro Linie (西武池袋線 / せいぶいけぶくろせん) (which shares the tracks with the above-mentioned lines) to Shakujii Kōen (石神井公園 / しゃくじいこうえん). The park itself is located about 400 metres in the south of the station.  

Admission fees:  
There are no admission fees for the park, the temples and the shrines.


U-Bahn-Benutzung / Einzelfahrscheine

14. August 2010

(Information in English is available from the Tōkyō Metro’s website: http://www.tokyometro.jp/global/en/)
Die Ansicht der Bilder in diesem Artikel kann vergrößert werden, indem man sie durch Anklicken in einem neuen Fenster öffnet und dort nochmals anklickt. Mit zweimal “zurück” kommen Sie wieder in den Artikel.

U-Bahn-Linien in Tōkyō
Neben den zahlreichen privaten Bahnunternehmen und den Zügen von Japan Rail (JR), gibt es in Tōkyō zwei U-Bahnsysteme: Die mehrheitlich dem Staat gehörende „Tōkyō Metro“ (東京メトロ) und die von der Stadt (bzw. Metropolregierung) betriebene „Toei Subway“ (都営地下鉄 / とえいちかてつ / Toei Chikatetsu). Jede Linie hat ihre eigene Erkennungsfarbe – mit ihr kann sie nicht nur im Linienplan schnell gefunden werden, sondern auch die U-Bahnstationen sind mit entsprechenden Farbsymbolen gekennzeichnet.

Zur Tōkyō Metro gehören die folgenden Linien:
Ginza Linie (orange) (銀座線) (14,3 km)
Marunouchi Linie (rot) (丸ノ内線) (24,2 km)
Hibiya Linie (grau) (日比谷線) (20,3 km)
Tōzai Linie (hellblau) (東西線) (30,8 km)
Chiyoda Linie (grün) (千代田線) (24 km)
Yurakuchō Linie (olivgelb) (有楽町線) (28,3 km)
Hanzōmon Linie (violett) (半蔵門線) (16,8 km)
Namboku Line (blaugrün) (南北線) (21,3 km)
Fukutoshin Linie (braun) (副都心線) (20,2 km)

Linienplan Tōkyō Metro / 東京メトロ

Linienplan Tōkyō Metro / 東京メトロ

Zur Toei Subway gehören folgende Linien:
Asakusa Linie (blassrot) (浅草線) (18,3 km)
Mita Linie (blau) (三田線) (26,5 km)
Shinjuku Linie (gelbgrün) (新宿線) (23,5 km)
Ōedo Linie (magenta-rot) (大江戸線) (40,7 km)

Linienplan Tōei Subway / 東映地下鉄

Linienplan Tōei Subway / 東映地下鉄

Für all diejenigen, die nicht mit einer „Suica“- oder „Pasmo“-Karte unterwegs sind (siehe mein Artikel „Öffentlicher Nahverkehr – Fahrscheine (Suica)“ ), kommt dann irgendwann die Frage: Wie kaufe ich ein Ticket für die Fahrt mit der U-Bahn?

Nichts (oder sagen wir mal besser: wenig) ist leichter als das! Solange man nicht zwischen den Linien der Tōkyō Metro oder der Toei Subway (bzw. anderen Betreibern des öffentlichen Personennahverkehrs) wechselt, ist es wirklich einfach. Und da es auf den Webseiten der jeweiligen Verkehrsbetriebe keine deutsche Beschreibung für den Kauf und die Verwendung von Fahrscheinen gibt, hier eine kleine Zusammenfassung anhand des Ticketsystems der Tōkyō Metro (bei der Toei Subway funktioniert das alles natürlich genauso).

Fahrpreis ermitteln:
In den meisten Stationen gibt es neben oder über den Fahrscheinautomaten eine Tabelle mit den wichtigsten U-Bahn-Stationen im Metropolgebiet und den jeweils zu entrichtenden Fahrpreisen. Wer einen Internetzugriff parat hat, kann sich auch den „Tōkyō Transfer Guide“ (allerdings nur in Englisch) dienen lassen. Leider ist diese Fahrpreistabelle oft nur (wie unten zu sehen) in Japanisch vorhanden (dafür aber auch mit Blindenschrift ausgestattet).

Fahrpreistabelle (Beispiel: Bahnhof Kita Sandō)

Fahrpreistabelle (Beispiel: Bahnhof Kita Sandō)

Fahrschein kaufen:
An den Fahrscheinautomaten kann man sowohl Einzelfahrttickets, als auch Tageskarten, als auch andere Karten zu Sondertarifen erwerben. Mehrere zusammen reisende Personen können ihre Fahrscheine „in einem Aufwasch“ kaufen, indem vor dem Geldeinwurf die Personenzahl gewählt wird. Die Maschinen nehmen Münzen und Scheine an (einzelne Maschinen können die Annahme von 2.000 Yen-Scheinen, 5.000 Yen-Scheinen oder 10.000 Yen-Scheinen verweigern).

Fahrscheinautomat Tōkyō Metro / 東京メトロ

Fahrscheinautomat Tōkyō Metro / 東京メトロ

Fahrscheinautomat Tōkyō Metro / 東京メトロ (Fahrscheinauswahl)

Fahrscheinautomat Tōkyō Metro / 東京メトロ (Fahrscheinauswahl)

Werfen Sie den von der Tariftabelle abgelesenen Fahrpreis ein (wenn Sie den Betrag nicht passend haben: kein Problem! Die Maschine gibt Wechselgeld!). Auf dem Display erscheinen die Beträge in den Preisstufen der Fahrpreise simultan mit ihrem Geldeinwurf. Drücken Sie auf den Betrag, der Ihrem gewünschten Fahrpreis entspricht. Ticket und Wechselgeld werden ausgeworfen.

Fahrscheinautomat Tōkyō Metro / 東京メトロ (Münzeinwurf)

Fahrscheinautomat Tōkyō Metro / 東京メトロ (Münzeinwurf)

Fahrscheinautomat Tōkyō Metro / 東京メトロ (Detail)

Fahrscheinautomat Tōkyō Metro / 東京メトロ (Detail)

Sollten Sie Probleme haben, den für Ihr Fahrziel richtigen Fahrpreis zu ermitteln – kein Grund zur Sorge! Kaufen Sie einfach das jeweils günstigste Ticket (160 Yen bei der Tōkyō Metro, 170 Yen bei der Tōei Subway) – den Rest können Sie am Ziel ihrer Reise entrichten (wie das funktioniert, wird weiter unten beschrieben).

U-Bahnbereich betreten:
An der Zugangsschranke zum U-Bahnbereich führen Sie Ihren Fahrschein in den Schlitz oberhalb eines mit 投入口 (Einwurf) bezeichneten großen, grünen Pfeils ein (die Bedienelemente der Schranken befinden sich immer rechts – widerstehen Sie also dem Versuch, „alles mit links“ erledigen zu wollen). Während Sie durch die Zugangsschranke gehen, erscheint Ihr Fahrschein wieder im hinteren Drittel derselben oben. Nehmen Sie den Fahrschein wieder an sich und behandeln Sie ihn während der Fahrt pfleglich – Sie brauchen ihn beim Aussteigen wieder.

Sollte Ihr Fahrschein einen Fehler aufweisen, schließt sich die Zugangsschranke und ein Warnsignal ertönt. Gehen Sie dann wieder zurück und wenden Sie sich an das freundliche Personal, das es in jeder Station gibt (hier wird Ihnen auch geholfen, wenn Sie kein Japanisch können).

U-Bahnzugang (Beispiel: Bahnhof Kita Sandō)

U-Bahnzugang (Beispiel: Bahnhof Kita Sandō)

U-Bahn-Zugang (Fahrscheineinwurf)

U-Bahn-Zugang (Fahrscheineinwurf)

Benutzen der U-Bahnen:
Während Sie sich auf den U-Bahn-Plattformen bewegen, halten Sie sich immer hinter der weißen bzw. gelben Linie, die einen Sicherheitsabstand bei einfahrenden Zügen gewährleisten soll. Viele Bahnhöfe sind inzwischen mit automatischen Zugangstüren am Bahnsteigrand versehen – die Gefahr, versehentlich auf die Gleise zu geraten, besteht dort nicht mehr. Überall aber halten die Züge genau an der Stelle, an der sich die Zugangstüren bzw. entsprechende Markierungen am Bahnsteigrand befinden. Sie können sich also ganz ordentlich – wie das hier Sitte ist – in einer, bzw. zwei Reihen an den jeweiligen Waggon-Zugängen „in Position bringen“.

Ihr Aussteigen oder Umsteigen im U-Bahnbereich können Sie übrigens vorausschauend planen und sich Wege ersparen: In allen U-Bahnstationen hängen Stationsverzeichnisse der jeweiligen Linie, in denen auch verzeichnet ist, welcher Waggon in welcher Station dem Ausgang, der Rolltreppe oder dem Aufzug am nächsten ist, bzw. von welchem Waggon aus der Umsteigeweg in eine andere Linie besonders kurz ist. Das ist schon deswegen hilfreich, weil die U-Bahnen in Tōkyō immer mit acht bzw. zehn Waggons fahren – also entsprechend lang sind.

Wagenstandsanzeiger (Fukutoshin-sen)

Wagenstandsanzeiger (Fukutoshin-sen)

Beim Ein- und Aussteigen nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Reisenden – auch wenn diese nicht immer mit gutem Beispiel voran gehen. In den Hauptverkehrszeiten kann es schon mal etwas ruppiger zugehen – aggressives Verhalten ist aber auch hier nicht angebracht. Vertrauen Sie immer darauf: Im Bewegen von Menschenmassen sind Japaner unerreicht!

Bitte achten Sie auch darauf, dass es auf einigen Linien während der morgendlichen Rush Hour Waggons gibt, die nur von Frauen und kleinen Kindern benutzt werden dürfen – sie befinden sich meist am Anfang oder am Ende des Zuges. Die Bahnsteige sind dort ebenfalls gekennzeichnet.

Hinweis auf Waggon nur für Frauen / Women Only

Hinweis auf Waggon nur für Frauen / Women Only

Das Telefonieren mit Mobiltelefonen ist in den meisten U-Bahnen zwar möglich, wird aber – um es einmal freundlich auszudrücken – nicht gern gesehen. Online-Dienste und E-Mails, die sich in Japan auch auf dem Mobiltelefon großer Beliebtheit erfreuen, dürfen aber genutzt werden. Ausnahme: Wenn Sie sich in der Nähe der so genannten „Courtesy Seats“ (für ältere Mitreisende, Fahrgäste mit körperlichen Gebrechen, Schwangere oder Erwachsene mit Kleinkindern) aufhalten, sollten Sie Ihr Mobiltelefon ganz abschalten.

Im Übrigen gilt: Mobiltelefone sind im „mana mode“ (manner mode) zu betreiben. Sprich: Klingeltöne sind verpönt (sie gelten ganz allgemein als störend) – das Mobiltelefon sollte nur Vibrationsalarme oder Lichtsignale abgeben.

Gutes Benehmen ist in Japan fast schon eine Selbstverständlichkeit – auch in den U-Bahnen. Werfen Sie auch einen Blick auf meinen Artikel: U-Bahn-Etikette.

Fahrpreis-Korrektur:
Zum Verlassen der U-Bahnbereiche führen Sie Ihren Fahrschein wieder in eine der Ausgangsschranken ein.

Sollte Sie Ihre U-Bahnfahrt weiter geführt haben, als Sie ursprünglich geplant hatten (bzw. falls Sie von vornherein ohnehin nur den günstigsten Fahrschein gekauft haben), wird die Ausgangsschranke am Ziel Ihnen das Verlassen des U-Bahnbereichs verweigern. Auch das ist kein Grund zur Panik – man muss auch nicht peinlich berührt deswegen sein, denn das passiert selbst dem gewieftesten U-Bahnfahrer (Einheimischen genauso wie Fremden).

Sollte dies passieren, gehen Sie wieder zurück und suchen Sie den „Fahrpreiskorrektur-Automaten“ (Fare Adjustment Machine) in der Nähe der Ausgangsschranken. Führen Sie ihren Fahrschein in den entsprechenden Schlitz der Maschine ein. Auf dem Bildschirm erscheint der noch zu entrichtende Fahrpreis, den Sie bitte einwerfen (falls Sie den Betrag nicht passend haben – kein Problem, auch hier gibt es Wechselgeld). Anschließend wirft der Automat Ihren Fahrschein wieder aus, mit dem Sie nun ungehindert durch die Ausgangsschranke kommen sollten. Auch hier gilt: Sollte ausnahmsweise mal etwas nicht funktionieren: An jedem Zugang/Ausgang gibt es Personal, das Ihnen weiterhilft.

Die Ausgangsschranken behalten Einzelfahrscheine übrigens ein und bedanken sich auf einem entsprechenden Display.

"Fare Adjustment"-Automat

"Fare Adjustment"-Automat

Umsteigen in andere Linien (auch in Linien der Toei Subway):
Beim Umsteigen in eine andere Linie der Tōkyō Metro müssen Sie meist keine Schranke passieren – die U-Bahnbereiche der Linien sind meist miteinander verbunden, auch wenn Sie unterirdisch schon mal längere Wege zurücklegen müssen.

In einigen Stationen müssen allerdings auch dann die Ausgangssperren passiert werden, wenn in eine andere Linie der Tōkyō Metro umgestiegen werden soll. Passieren Sie in diesem Fall (wie auch, wenn Sie in die Linie eines anderen Betreibers umsteigen) die orange gekennzeichneten Ausgangssperren (die Ihren Fahrschein dann auch nicht „verschlucken“).

Allerdings darf der Umsteigevorgang nicht mehr als 30 Minuten in Anspruch nehmen – sonst ist der Erwerb eines neuen Fahrscheins unumgänglich.

Hinter den Ausgangssperren befinden sich in allen Stationen Lagepläne der näheren Umgebung sowie eine Liste der Ausgänge und Orte, die sich in der Nachbarschaft dieser Ausgänge befinden. Ein tolles System, das auch dem Ortsunkundigen die Orientierung leicht macht. Meist sind die Beschreibungen auch in Englisch vorhanden.

Umgebungsplan (Beispiel: Bahnhof Kita Sandō)

Umgebungsplan (Beispiel: Bahnhof Kita Sandō)

Lesen Sie auch:

Öffentlicher Nahverkehr – Tickets (Suica)

U-Bahn-Etikette / Subway Etiquette

U-Bahnen in Tōkyō: Teil 1: Fukutoshin-Linie – Kita-Sandō

U-Bahnen in Tōkyō: Teil 2: Fukutoshin-Linie – Shibuya

U-Bahnen in Tōkyō: Teil 3: Fukutoshin-Linie – Shinjuku-sanchōme


Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (4)

13. July 2010

Bentō vom Kaufhaus Isetan
Isetan Department Store’s Bentō
(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The English text follows the German text) 

Selbst dort, wo man es eigentlich gar nicht vermutet, bekommt man erschwingliche Mahlzeiten zu kaufen: in den Delikatessenabteilungen der großen Kaufhäuser. Spätestens seit meinem Artikel über die „Origin Bentō“ dürfte bekannt sein, was ein „Bentō“ ist und welchen Stellenwert es in der japanischen Ernährung einnimmt. Warum sollte da das noble Kaufhaus Isetan im Tōkyōter Stadtteil Shinjuku eine Ausnahme bilden und keine handlichen Gaumengenüsse anbieten? Am Beispiel eines dort am 7. Juli 2010 erworbenen Bentōs soll hier vermittelt werden, wie ein solche Mahlzeit aussehen kann, die für gerade mal 1.000 Yen eine kleine Reise durch die japanische Küche bietet und dabei auch noch richtig satt macht.
Wie immer in Japan „isst das Auge mit“ – und auch wenn die Aufmachung der Speisen und ihre Namen u.U. etwas „ungewohnt“ zu wirken vermögen: alles ist überaus schmackhaft und verlangt auch demjenigen, der in japanischer Küche nicht bewandert ist, keine Überwindung ab. 

Even at places where one wouldn’t expect it, you’ll find affordable meals: in the exquisit food departments of the big department stores. If you’ve read my article on the „Origin Bentō“ you’ll know a bit about the „bentō“ and its significance for Japanese cuisine. So, why should the posh Isetan department store in Tōkyō’s Shinjuku district be an exception and not sell these handy delicacies? A bentō bought there on 7th July 2010 is going to serve as an example for how such a meal could look like. For as little as 1,000 Yen it provides quite a few samples of Japanese food – and it surely fills a stomach.
As always in Japan, food must be a feast for the eyes as well – and even if the presentation of food and its names may be something to get used to, everything is usually most delicious and hardly ever costs an effort to enjoy it, even if one isn’t versed in Japanese cuisine.
 

Schauen wir uns also zunächst das Bentō an. Es wird natürlich mit allem, was man zu dessen Verzehr braucht, geliefert: Essstäbchen und ein kleines Tütchen mit gerösteten Sesamkernen und Salz liegen obenauf.
Let’s have a look at the bentō first. It goes without saying that it comes with everything you need to eat it: chopsticks and a little bag with roasted sesame and salt. 

Isetan Bentō

Isetan Bentō

Wirklich lecker und übersichtlich wird’s natürlich erst, wenn man den Klarsichtdeckel entfernt hat.
Only once the clear cover has been removed things show how delicious they look like. 

Isetan Bentō

Isetan Bentō

Schauen wir uns die einzelnen Abschnitte des Bentōs einmal genauer an.
In der rechten oberen Ecke befindet sich das geschnetzelte und gebratene Rindfleisch.
Let’s have a more detailed look at the content of the bentō.
In the upper right corner you’ll find the sliced and grilled beef.
 

Isetan Bentō: Rindfleisch/Beef

Isetan Bentō: Rinfleisch/Beef

Im mittleren Abteil in der oberen Reihe lachen uns eine Möhre, ein Stück „konnyaku“ (蒟蒻 oder 菎蒻 / こんにやくoder コンニヤク: eine aus dem Mehl der Knolle der Teufelszunge hergestellte, bissfeste Masse), ein Stück Tofu und ein Stück gebratenes Ei an.
The middle „compartment“ in the top row consists of a carrot, a piece of „konnyaku“ (蒟蒻 or 菎蒻 / こんにやくor コンニヤク: a quite „al dente“ jelly made of the flour of the corm of the „Devil’s Tongue“), a piece of tofu and a piece of fried egg. 

Isetan Bentō: Vegetarisch/Vegetarian

Isetan Bentō: Vegetarisch/Vegetarian

Oben rechts sind die Bestandteile schon ein bisschen besser zu erkennen: eine gedünstete Garnele und ein Stück gebratener Lachs.
The top right corner shows us things which are a bit easier to recognise: a steamed shrimp and a piece of grilled salmon. 

Isetan Bentō: Garnele & Lachs/Shrimp & Salmon

Isetan Bentō: Garnele & Lachs/Shrimp & Salmon

In der unteren Reihe des Bentō geht es mit drei verschiedenen Sorten Reis weiter. Es handelt sich jeweils um Mochi-Reis, der sich durch besonders ausgeprägte Klebrigkeit bei fester Konsistenz auszeichnet.
In the lower row of the bentō the meal is completed by three different kinds of rice preparations based on mochi-rice. This is a kind of rice that shows a particular strong stickiness without getting too soft. 

Unten links im Bentō zunächst ein Reis mit Gemüse und dem schon bekannten „Konnyaku“.
In the left corner of the bentō you see a vegetable rice with konnyaku which we have seen above already. 

Isetan Bentō: Gemüsereis/Vegetable Rice

Isetan Bentō: Gemüsereis/Vegetable Rice

In der Mitte befindet sich Reis mit süßen Esskastanien – für diesen Reis wird das beigefügte Tütchen mit Sesam und Salz benötigt, wenn man eine herzhaftere Note hinfügen möchte.
In the middle you’ll find rice with sweet chestnuts – for this portion of the meal the little bag with black sesame and salt is needed to add some more hearty element. 

Isetan Bentō: Esskastanienreis/Chestnut Rice

Isetan Bentō: Esskastanienreis/Chestnut Rice

Und zum Schluss nun auch noch Reis mit Seetang und dem Fleisch des Seeigels – keine Angt, Seeigel ist überaus bekömmlich und verleiht dem Reis ein ganz besonders delikates Aroma.
And last but not least: rice with seaweed and the meat of the sea urchin – not to worry, sea urchin is absolutely salubrious and gives the rice a particularly delicious flavour. 

Isetan Bentō: Seetang- & Seeigel-Reis/Seaweed & Sea Urchin Rice

Isetan Bentō: Seetang- & Seeigel-Reis/Seaweed & Sea Urchin Rice

Und hier habe ich dieses Bentō gekauft: 

Kaufhaus Isetan Shinjuku
14-1 Shinjuku 3-chōme, Shinjuku-ku
Tōkyō 160-0022 

Tel: +81 (3) 3352-1111 

Öffnungszeiten:10:00 Uhr bis 20:00 Uhr. 

Nächster Bahnhof:
JR Shinjuku Bahnhof (JR新宿駅 / JRしんじゅくえき), Ost-Ausgang (東口) 

Nächste U-Bahnstationen:
Shinjuku sanchōme Station (新宿三丁目駅 / しんじゅくさんちょうめえき), Ausgänge (出口) B3- B5
- Marunouchi Linie (丸ノ内線 / まるのうちせん)
- Fukutoshin Linie (副都心線 / ふくとしんせん)
- Toei Shinjuku Linie (都営新宿線 / とえいしんじゅくせん)
Shinjuku Station (新宿駅 / しんじゅくえき), Ausgänge (出口) B3- B5
- Toei Ōedo Linie (都営大江戸線 / とえいおおえどせん) 

And this is where I got this bentō: 

Isetan Shinjuku Store
14-1 Shinjuku 3-chōme, Shinjuku-ku
Tōkyō 160-0022
 

Tel: +81 (3) 3352-1111 

Store Hours: 10:00a.m. ~ 8:00p.m. 

Closest Railway Station:
JR Shinjuku Station (JR新宿駅 / JRしんじゅくえき). East Exit (東口)
 

Closest Subway Station:
Shinjuku sanchōme Station (新宿三丁目駅 / しんじゅくさんちょうめえき), Exits (出口) B3- B5
- Marunouchi Line (丸ノ内線 / まるのうちせん)
- Fukutoshin Line (副都心線 / ふくとしんせん)
- Toei Shinjuku Line (都営新宿線 / とえいしんじゅくせん)
Shinjuku Station (新宿駅 / しんじゅくえき), Exits (出口) B3- B5
- Toei Ōedo Line (都営大江戸線 / とえいおおえどせん)

Sehen Sie auch / Please also see: 

Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (1)
- Origin Bentō – オリジン弁当
 
Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (2)
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Unkompliziertes Essen – Down-To-Earth Food (3)
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Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

17. June 2010

Weil dem Meiji Tennō ein Strauß Blumen nicht genug war für seine Gattin
Because a bunch of flowers simply wasn’t enough for his wife, the Meiji Tennō thought
(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The English text follows the German text)

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

In der ersten Junihälfte gibt es in Tōkyō alljährlich ein ganz besonders märchenhaftes Spektakel zu bestaunen – wiederum eines, an dem die meisten Touristen achtlos vorbei laufen, wenn sie fleißig ihre Checkliste mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt abhaken. Gleich nebenan lockt der berühmte Meiji-Schrein (明治神宮 / めいじじんぐう) die Besucher täglich zu Tausenden an. Diese bestaunen sicher alle die großen Torii (鳥居 / とりい) – die großen Zedernholz-Tore, die die Zugänge zum Meiji-Schrein überspannen – den unscheinbaren Eingang zum „Inneren Garten“ des Meiji-Schreins übersehen die meisten (wieder andere scheuen das Eintrittsgeld).

Sie übersehen damit den ältesten Teil des Geländes des Naien (内苑 / ないえん), des „inneren Bezirks“, der sich schon hier befand, lange bevor der Meiji-Schrein errichtet wurde. Hier hatte der Meiji Tennō seiner Gattin, Kaiserin Shoken, einen Garten einrichten lassen, in dem sie lustwandeln und neue Kraft für ihre Aufgaben schöpfen sollte (zur Erklärung: der Meiji Tennō war der erste Kaiser der „Neuzeit“, der 1868 einerseits das Kaiserhaus wieder an die Macht brachte und damit das Shōgun-System beendet, andererseits aber auch das Land nach Jahrhunderten der Isolation öffnete).

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Once every year the first half of June brings a magical event to Tōkyō – however, it’s again one of those events that’ll be missed by most of the tourists, because they will pass it carelessly, busily tallying off their check-list of famous tourist sights. Mostly because it’s the famous Meiji shrine (明治神宮 / めいじじんぐう) „next door“ drawing their attention. The thousands of visitors will all admire the great torii (鳥居 / とりい) – the large gates made of cedar which are spanning the pathways to the Meiji shrine – most of them will not recognise the inconspicuous entry to the „Inner Garden“ of the shrine (others will simply avoid the entrance fee).

They miss the oldest part of the Naien (内苑 / ないえん), the „inner precinct“ which was already there before the Meiji shrine even existed. It was here where the Meiji tennō had a garden designed for his wife, empress Shoken, where she could take a stroll and enjoy nature and gather new energy for her daily tasks (just for explanation: the Meiji tennō was the first emperor of the modern era that brought the imperial system back to power in 1868 and ended the shōgun’s reign on the one hand, on the other hand he also opened the country after centuries of isolation).

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Auch wenn dieser Garten das ganze Jahr über seine Reize hat (im Frühjahr lockt ein prächtiger Azaleen-Garten am Teehaus, im Herbst leuchten die Laubbäume in den strahlendsten Farben, und im Winter kann hin und wieder Schnee den Garten in ein Wintermärchen verwandeln), bringen die ersten Juniwochen doch den unbestreitbaren Höhepunkt, wenn der vom Kaiser entworfene Schwertliniengarten in voller Blüte steht. Wenn 1.500 Lilienpflanzen 150 verschiedener Arten ihre Blütenpracht entfalten, wähnt man sich wirklich nicht mehr im Zentrum und im Trubel der größten Stadt der Welt, sondern in einer wahren Märchenwelt. Worte müssen hier versagen – Bilder können höchstens eine Ahnung vermitteln – das wahre Feuerwerk an Farben und Formen muss man selbst erlebt haben.

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Even though the garden has its charme all year through (in spring the gorgeous azalea garden at the tea house sparkles, autumn paints the trees with the most vivid colours imaginable, and winter’s snow can transform the garden into a winter fairy-tale), the first weeks of June provide the real highlight of the year. It’s now, when the iris garden which was designed by the emperor himself is in full blossom. 1,500 iris plants of 150 different kinds let you forget that you are in the center of the biggest city of the world with all its hustle and bustle and make you believe that you are actually in the middle of a fairy-tale. There are no words for it – even pictures can only give a hint – the actual firework of colours and shapes need to be seen in reality.

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Öffnungszeiten:

Täglich während des ganzen Jahres
März bis Mai: 9 Uhr bis 16.30 Uhr
Juni : 8 Uhr bis 17 Uhr (samstags/sonntags bis 18 Uhr)
Juli bis Oktober: 9 Uhr bis 16.30 Uhr
November bis Februar: 9 Uhr bis 16 Uhr.

Opening hours :

Open daily throughout the year.
March to May: 9 am to 4:30 pm
June: 8 am to 5 pm (Sat./Sun. until 6 pm)
July to October: 9 am to 4:30 pm
November to February: 9 am to 4 pm

Eintrittspreise (genannt „Spende zur Erhaltung des Gartens“)

Einzelpersonen:
Erwachsene: (Schüler der Oberstufe oder älter): 500 Yen
Schüler der Mittelstufe und der Grundschule: 200 Yen
Kinder im Vorschulalter: 0 Yen

Gruppen von 20 oder mehr Personen:
Erwachsene: (Schüler der Oberstufe oder älter): 300 Yen pro Person
Schüler der Mittelstufe und der Grundschule: 100 Yen pro Person
Kinder im Vorschulalter: 50 Yen pro Person

Admission Fee (called „Contribution to the maintenance costs of Gyoen“)

Individuals:
Adults (senior high school students and above): 500 yen
Junior high school and primary school students: 200 yen
Preschoolers: 0 yen

Groups of 20 or more persons:
Adults (senior high school students and above): 300 yen each
Junior high school and primary school students: 100 yen each
Preschoolers: 50 yen each

Wie man hin kommt:
Mit der Yamanote-Linie zum Bahnhof “Harajuku” (原宿 / はらじゅく) oder mit den U-Bahnlinien “Chiyoda” (千代田線) oder “Fukutoshin” (副都心線) zur Station “Meiji-jingūmae/Harajuku (明治神宮前/原宿 / めいじじんぐうまえ/はらじゅく).

How to get there:
Take the Yamanote-line to “Harajuku” (原宿 / はらじゅく) or the subway lines ”Chiyoda” (千代田線) or “Fukutoshin” (副都心線) to station “Meiji-jingūmae/Harajuku (明治神宮前/原宿 / めいじじんぐうまえ/はらじゅく).

Sehen Sie auch / Please also see:

Meiji-jingū (明治神宮)
Wo die Seelen des Meiji-tennō und seiner Gattin, Shōken-kōtaigo wohnen.
Home of the souls of the Meiji-tennō and his consort, Shōken-kōtaigo.


U-Bahnen in Tōkyō (Teil 3)

26. May 2009

Beispiel: Fukutoshin-Linie (副都心線)
Teil 3: Shinjuku-sanchōme (新宿三丁目)

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Zum Abschluss meiner kleinen U-Bahn-Trilogie schauen wir uns heute die Station Shinjuku-sanchōme (新宿三丁目) etwas näher an. Auf der Strecke von Shibuya (渋谷) nach Ikebukuro (池袋) ist sie nach Shibuya (渋谷) der erste Halt für Expresszüge. Für die regulären U-Bahnen folgt sie nach der Station Kita-sandō (北参道).

Shinjuku-sanchōme (新宿三丁目) - Zugang

Shinjuku-sanchōme (新宿三丁目) - Zugang

Wie auch die anderen Stationen entlang der 2008 eingeweihten Fukutoshin-Linie (副都心線), ist die U-Bahnstation Shinjuku-sanchōme (新宿三丁目) funkel-nagelneu und stellt dabei ein schönes Beispiel für das Lebensgefühl in Tōkyō dar, das von Funktionalität und peinlicher Sauberkeit geprägt ist.

Shinjuku-sanchōme (新宿三丁目) - Glasmalerei

Shinjuku-sanchōme (新宿三丁目) - Glasmalerei

Neben der Fukutoshin-Linie (副都心線) verkehren hier folgende U-Bahnlinien:

- Tokyo Metro Marunouchi Line (東京地下鉄丸ノ内線)
- Toei Shinjuku Line (新宿線)

Und hier noch ein paar weitere Eindrücke von der strahlenden Erscheinung, die die U-Bahnsteige von Shinjuku-sanchōme (新宿三丁目) machen:

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Jenseits der Bahnsteig sperren, geht es rings um die Gleise etwas “sachlicher” zu:

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Shinjuku-sanchōme eki (新宿三丁目駅)

Übrigens: Bei Fahrten mit den U-Bahnen der Stadt muss man keine Angst haben, selbst in überfüllten Waggons keine Möglichkeit zu finden, sich festzuhalten. Halteschlaufen und -Stangen sind in ausreichender Anzahl in allen Bereichen der Waggons vorhanden.

Fukutoshin Linie (副都心線)

Fukutoshin Linie (副都心線)

Weitere Artikel zu diesem Thema:
U-Bahnen in Tōkyō – Teil 1: Fukutoshin-Linie, Kita-Sandō
U-Bahnen in Tōkyō – Teil 2: Fukutoshin-Linie, Shibuya
Öffentlicher Nahverkehr – Fahrscheine

U-Bahn-Etikette / Subway-Etiquette


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