Ein Spaziergang durch Yoyogi

12. February 2012

… mitten in der Metropole, aber eher kleinstädtisch

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

Dass Tōkyō eine der faszinierendsten Städte dieser Welt ist, lässt sich nicht nur an weltberühmten Bauwerken, Stadtvierteln, atemberaubender Kultur und alles in den Schatten stellender Gastronomie festmachen. Auch die Tatsache, dass es keine zweite Stadt auf dieser Welt gibt, die solche Größendimensionen erreicht hat, ohne von einem Gürtel von Slums umgeben zu sein, unterscheidet Tōkyō vom Rest der Welt.

Dass hier aber auch in den zentralsten Stadtteilen Wohn- und Geschäftsviertel zu finden sind, die so gar nichts „Weltstädtisches“ an sich haben, macht das besondere Flair Tōkyōs aus. Diese oft fast dörflichen oder doch zumindest nur kleinstädtisch wirkenden Viertel sind nicht immer „schön“ (im klassischen Sinn), aber sehr oft schon von ihrer Bebauung her unerhört interessant, von ganz besonderem Flair und nicht selten fast ein bisschen schrullig.

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Da wird dann auch schon mal internationales Flair mit in Japan eher exotischer Küche unter Bewis gestellt, wie z.B. unten in Form eines spanischen Restaurants.

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Und was wäre ein Wohngebiet mit Anspruch, wenn es nicht auch einen französischen Bäcker gäbe (deutsche Bäcker, die diese Bezeichnung auch verdienen, sind nicht so zahlreich gesät).

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Als einer der Stellvertreter dieser Stadtviertel möchte ich heute das Wohngebiet rund um den Bahnhof Sangūbashi in Yoyogi (代々木 / よよぎ) vorstellen. Ich tue das anhand einiger Bilder – denn das, was man über Yoyogi selbst unbedingt in Worte kleiden müsste, ist schnell zusammengefasst:

Es liegt im Nordwesten von Tōkyōs innerstädtischem Stadtteil Shibuya (渋谷 / しぶや), allerdings zum größten Teil schon außerhalb des die Innenstadt umzingelnden Kreises der Yamanote-Linie (山手線 / やまのてせん). Zu den berühmten Sehenswürdigkeiten Yoyogis gehören der Meiji-Schrein (明治神宮 / めいじじんぐう) und der Yoyogi-Park (代々木公園 / よよぎごうえん) – aber von diesen soll heute nicht die Rede sein.

Park des Meiji Schreins (明治神宮公園)

Park des Meiji Schreins (明治神宮公園)

Auf dem Gebiet befinden sich Bahnstationen, die von einer ziemlichen Anzahl an Bahnlinien (Yamanote Linie (山手線 / やまのてせん), Chūō-Sōbu Linie (中央総武線 / ちゅうおうそうぶせん), Odakyū Odawara Linie (小田急小田原線 / おだきゅうおだわらせん), Keiō Linie (京王線 / けいおうせん) und U-Bahn-Linien (Toei Ōedo Linie (都営大江戸線 / とえいおおえどせん), Chiyoda Linie (千代田線 / ちよだせん) bedient werden. Mit anderen Worten: Es gibt kaum eine Ecke in Yoyogi, in der man nicht in Bahnhofsnähe wohnen würde.

Aber genießen sie einfach den kleinen Spaziergang durch die Gassen von Yoyogi – auch wenn die Fotos hier den Flair des Viertels sicher nur ansatzweise wiedergeben können.

Die Wohngebäude reichen von japanisiertem, westlichen Stil…

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

… über Reihenhäuser neueren Baustils…

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

… bis hin zu Gebäuden, in denen man auch nach japanischem Standard nicht unbedingt wohnen möchte:

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

Und so mancher Wohnkomplex erinnert ein bisschen an Ferienanlage in Spanien:

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

Ein kleines Schmankerl in dem Viertel ist der Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部 / とうきょうじょうばらくぶ), der sich direkt am nordwestlichen Ende des Parks rund um den Meiji Schrein befindet. Hier können Kinder zweimal am Tag auf Ponys reiten. Es gibt sogar ein besonderes Angebot für ein „Eltern & Kind“-Reiten, wobei die begleitenden Eltern maximal 60 kg wiegen dürfen. Ein begnadetes Land, in dem es offensichtlich noch viele Erwachsene gibt, die diese Gewichtsmarke spielend einhalten.

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Und die Clubmitglieder haben hier mitten in der Großstadt ihr exklusives Areal, ihre Pferde auszureiten. Schon allein der Grund und Boden, auf dem sich dieser Reiterclub befindet, ist mehrere Vermögen wert.

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Wie man hinkommt:

Mit der Odakyū Odawara Linie (小田急小田原線 / おだきゅうおだわらせん) zwei Stationen von Bahnhof Shinjuku (新宿駅 / しんじゅくえき) nach Sangūbashi (参宮橋 / さんぐうばし) – und dann einfach kreuz und quer durch die Gassen.


Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

17. June 2010

Weil dem Meiji Tennō ein Strauß Blumen nicht genug war für seine Gattin
Because a bunch of flowers simply wasn’t enough for his wife, the Meiji Tennō thought
(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The English text follows the German text)

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

In der ersten Junihälfte gibt es in Tōkyō alljährlich ein ganz besonders märchenhaftes Spektakel zu bestaunen – wiederum eines, an dem die meisten Touristen achtlos vorbei laufen, wenn sie fleißig ihre Checkliste mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt abhaken. Gleich nebenan lockt der berühmte Meiji-Schrein (明治神宮 / めいじじんぐう) die Besucher täglich zu Tausenden an. Diese bestaunen sicher alle die großen Torii (鳥居 / とりい) – die großen Zedernholz-Tore, die die Zugänge zum Meiji-Schrein überspannen – den unscheinbaren Eingang zum „Inneren Garten“ des Meiji-Schreins übersehen die meisten (wieder andere scheuen das Eintrittsgeld).

Sie übersehen damit den ältesten Teil des Geländes des Naien (内苑 / ないえん), des „inneren Bezirks“, der sich schon hier befand, lange bevor der Meiji-Schrein errichtet wurde. Hier hatte der Meiji Tennō seiner Gattin, Kaiserin Shoken, einen Garten einrichten lassen, in dem sie lustwandeln und neue Kraft für ihre Aufgaben schöpfen sollte (zur Erklärung: der Meiji Tennō war der erste Kaiser der „Neuzeit“, der 1868 einerseits das Kaiserhaus wieder an die Macht brachte und damit das Shōgun-System beendet, andererseits aber auch das Land nach Jahrhunderten der Isolation öffnete).

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Once every year the first half of June brings a magical event to Tōkyō – however, it’s again one of those events that’ll be missed by most of the tourists, because they will pass it carelessly, busily tallying off their check-list of famous tourist sights. Mostly because it’s the famous Meiji shrine (明治神宮 / めいじじんぐう) „next door“ drawing their attention. The thousands of visitors will all admire the great torii (鳥居 / とりい) – the large gates made of cedar which are spanning the pathways to the Meiji shrine – most of them will not recognise the inconspicuous entry to the „Inner Garden“ of the shrine (others will simply avoid the entrance fee).

They miss the oldest part of the Naien (内苑 / ないえん), the „inner precinct“ which was already there before the Meiji shrine even existed. It was here where the Meiji tennō had a garden designed for his wife, empress Shoken, where she could take a stroll and enjoy nature and gather new energy for her daily tasks (just for explanation: the Meiji tennō was the first emperor of the modern era that brought the imperial system back to power in 1868 and ended the shōgun’s reign on the one hand, on the other hand he also opened the country after centuries of isolation).

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Auch wenn dieser Garten das ganze Jahr über seine Reize hat (im Frühjahr lockt ein prächtiger Azaleen-Garten am Teehaus, im Herbst leuchten die Laubbäume in den strahlendsten Farben, und im Winter kann hin und wieder Schnee den Garten in ein Wintermärchen verwandeln), bringen die ersten Juniwochen doch den unbestreitbaren Höhepunkt, wenn der vom Kaiser entworfene Schwertliniengarten in voller Blüte steht. Wenn 1.500 Lilienpflanzen 150 verschiedener Arten ihre Blütenpracht entfalten, wähnt man sich wirklich nicht mehr im Zentrum und im Trubel der größten Stadt der Welt, sondern in einer wahren Märchenwelt. Worte müssen hier versagen – Bilder können höchstens eine Ahnung vermitteln – das wahre Feuerwerk an Farben und Formen muss man selbst erlebt haben.

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Even though the garden has its charme all year through (in spring the gorgeous azalea garden at the tea house sparkles, autumn paints the trees with the most vivid colours imaginable, and winter’s snow can transform the garden into a winter fairy-tale), the first weeks of June provide the real highlight of the year. It’s now, when the iris garden which was designed by the emperor himself is in full blossom. 1,500 iris plants of 150 different kinds let you forget that you are in the center of the biggest city of the world with all its hustle and bustle and make you believe that you are actually in the middle of a fairy-tale. There are no words for it – even pictures can only give a hint – the actual firework of colours and shapes need to be seen in reality.

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Meiji Jingū Gyoen – 明治神宮御苑

Öffnungszeiten:

Täglich während des ganzen Jahres
März bis Mai: 9 Uhr bis 16.30 Uhr
Juni : 8 Uhr bis 17 Uhr (samstags/sonntags bis 18 Uhr)
Juli bis Oktober: 9 Uhr bis 16.30 Uhr
November bis Februar: 9 Uhr bis 16 Uhr.

Opening hours :

Open daily throughout the year.
March to May: 9 am to 4:30 pm
June: 8 am to 5 pm (Sat./Sun. until 6 pm)
July to October: 9 am to 4:30 pm
November to February: 9 am to 4 pm

Eintrittspreise (genannt „Spende zur Erhaltung des Gartens“)

Einzelpersonen:
Erwachsene: (Schüler der Oberstufe oder älter): 500 Yen
Schüler der Mittelstufe und der Grundschule: 200 Yen
Kinder im Vorschulalter: 0 Yen

Gruppen von 20 oder mehr Personen:
Erwachsene: (Schüler der Oberstufe oder älter): 300 Yen pro Person
Schüler der Mittelstufe und der Grundschule: 100 Yen pro Person
Kinder im Vorschulalter: 50 Yen pro Person

Admission Fee (called „Contribution to the maintenance costs of Gyoen“)

Individuals:
Adults (senior high school students and above): 500 yen
Junior high school and primary school students: 200 yen
Preschoolers: 0 yen

Groups of 20 or more persons:
Adults (senior high school students and above): 300 yen each
Junior high school and primary school students: 100 yen each
Preschoolers: 50 yen each

Wie man hin kommt:
Mit der Yamanote-Linie zum Bahnhof “Harajuku” (原宿 / はらじゅく) oder mit den U-Bahnlinien “Chiyoda” (千代田線) oder “Fukutoshin” (副都心線) zur Station “Meiji-jingūmae/Harajuku (明治神宮前/原宿 / めいじじんぐうまえ/はらじゅく).

How to get there:
Take the Yamanote-line to “Harajuku” (原宿 / はらじゅく) or the subway lines ”Chiyoda” (千代田線) or “Fukutoshin” (副都心線) to station “Meiji-jingūmae/Harajuku (明治神宮前/原宿 / めいじじんぐうまえ/はらじゅく).

Sehen Sie auch / Please also see:

Meiji-jingū (明治神宮)
Wo die Seelen des Meiji-tennō und seiner Gattin, Shōken-kōtaigo wohnen.
Home of the souls of the Meiji-tennō and his consort, Shōken-kōtaigo.


Ochanomizu – 御茶ノ水

4. February 2010

Wo der Shōgun einst seinen Tee trank
Where the Shōgun had his tea

(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The English Text follows the German text)

Mitten im Herzen von Tōkyō und dennoch ein wenig Abseits der meisten Touristenrouten liegen gleich mehrere Juwelen fernöstlicher Baukunst unweit der Bahnstation Ochanomizu (御茶ノ水 / おちゃのみず) – wörtlich übersetzt: „Teewasser“. Und zu drei dieser von hier in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichenden Sehenswürdigkeiten unternehmen wir heute einen kleinen Spaziergang. Und wir lassen uns auch nicht davon beeindrucken, dass Akihabara (秋葉原 / あきはばら), vormals als „Electric Town“ bekannt, heute international aber wohl eher als Hochburg des Manga berühmt, nur ein paar Gehminuten (ca. 600 Meter) entfernt liegt.
Erstaunlich übrigens, dass der unscheinbar aussehende Bahnhof von Ochanomizu (御茶ノ水駅 / おちゃのみずえき) entlang des Flusses Kanda (神田川 / かんだがわ) täglich durchschnittlich mehr als 250.000 Fahrgäste abzuwickeln hat (nur zum Vergleich: der Hauptbahnhof von Stuttgart sieht täglich auch nicht mehr Fahrgäste).

In the heart of Tōkyō yet a bit off the beaten track of tourists one finds quite a number of jewels of oriental architecture close to the Ochanomizu (御茶ノ水 / おちゃのみず) – which literally means „tea water“ – railway station. Three of these gems are just a few minutes walk away – reason enough to have a little stroll. And we are not going to be impressed by the fact that Akihabara (秋葉原 / あきはばら), previously mostly known as „electric town“, but nowadays more internationally renowned as a centre of „manga“, is also just a few minutes (about 600 meters) away.
Astonishing, by the way, the rather unimpressive station of Ochanomizu (御茶ノ水駅 / おちゃのみずえき) alongside the Kanda river (神田川 / かんだがわ) sees about 250,000 commuters every day (for comparison only: one would have to combine Waterloo Station and Charing Cross Station in London to make up for the same number of commuters).

Ochanomizu / 御茶ノ水

Ochanomizu / 御茶ノ水

Wir beginnen unseren spätwinterlichen Rundgang südlich des Kanda-Flusses (神田川 / かんだがわ), der hier eine besonders pittoreske Schneise in den Hochhausdschungel schlägt. Dort sieht man schon von Weitem die “Auferstehungskathedrale von Tōkyō” (東京復活大聖堂 / とうきょうふっかつたいせいどう), gemeinhin als „St. Nikolai-Kirche“ (ニコライ堂 / ニコライどう) bekannt. Sie ist die Zentralkirche der russisch-orthodoxen Gemeinde in Japan, die nach siebenjähriger Bauzeit am 8. März 1891 fertig gestellt wurde. Was die Pläne für die Kirche anbelangt, sind mir zwei verschiedene „Varianten“ bekannt. Die orthodoxe Kirchengemeinde selbst behauptet, die Kathedrale sei nach Plänen des russischen Architekten, Michael A. Shchurupov, errichtet worden. Gleichzeitig wird sie aber auch dem englischen Architekten, Joshiah Conder, zugeschrieben, der Ende des 19. Jahrhunderts, als Japan alles schick und erstrebenswert fand, was aus dem Westen kam, für so manche Abscheulichkeit in Holz und Stein verantwortlich zeichnete. Ich gebe es gern zu: ob man seine Bauwerke „abscheulich“ findet, ist natürlich Geschmackssache – mir kommen jedenfalls Zweifel daran, ob er sich auch einen solchen Name gemacht hätte, wenn er in seiner Heimat geblieben wäre. Und er hat, neben der St. Nikolai-Kirche, natürlich noch weitere, durchaus interessante Gebäude erschaffen, z.B. die ehemalige Iwasaki-Residenz (die Residenz der Mitsubishi-Gründerfamilie), das „Kyu-Iwasaki-tei“ (旧岩崎邸 / きゅいわさきてい) in der Nähe des Bahnhofs von Ueno (上野 / うえの).

Seinerzeit sorgte die exponierte Lage der Kathedrale auf einem Hügel über dem Fluss dafür, dass sie schon von Weitem gesehen werden konnte und von hier sogar ein freier Blick auf den Kaiserpalast möglich war. Heute geht die Kathedrale in den Neubauten der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts aber fast unter.

We’ll start our late winter’s walk on the south side of the Kanda river (神田川 / かんだがわ) which adds quite a picturesque element to the jungle of tall city buildings. Even from far easy to spot: the „Holy Resurrection Cathedral of Tōkyō“ (東京復活大聖堂 / とうきょうふっかつたいせいどう), more commonly known as „St. Nicholai Church“ (ニコライ堂 / ニコライどう). „St. Nicholai“ is the main cathedral of Japanese orthodox church and was completed on 8th March 1891 after seven years of construction.
As far as the source for the plans for the building is concerned, I was told about two different versions: The orthodox community of Japan informs that the cathedral was erected according plans by the Russian architect, Michael A. Shchurupov. At the same time other sources claim that it was built by, Joshiah Conder, an English architect who built quite a number of hideousnesses in wood and stone in the late 19th century, when everything Western was profoundly popular in Japan. Of course I admit, it is a matter of taste, if one considers his buildings as hideous, but I have my doubts whether Conder would have reached his portion of fame, had he remained in his home county. And it goes without saying that he was also was in charge of some rather interesting buildings (besides the St. Nicholai Church), e.g. the former Iwasaki residence (the residence of the family of the Mitsubishi founders), the „Kyu-Iwasaki-tei“ (旧岩崎邸 / きゅいわさきてい) near Ueno station (上野駅 / うえのえき).

When the cathedral was built its prominent location on top of a hill upon the river made sure it could be seen from far away – but also the Imperial Palace could be seen from here. In our days the church is somehow „drowned“ in the high-rising buildings of the late 60ies of the last century.

St. Nicholai / ニコライ堂

St. Nicholai / ニコライ堂

St. Nicholai / ニコライ堂

St. Nicholai / ニコライ堂

Nachdem wir die Kirche in Augenschein genommen haben, überqueren wir den Kanda-Fluss über die Hijiri-Brücke (聖橋 / ひじりばし) in nördlicher Richtung. Es lohnt sich, auf der Brücke zu verweilen und in östlicher Richtung blickend den Zugverkehr entlang des Kanda-Flusses und über denselben zu beobachten.

After having seen this cathedral, we are crossing the Kanda river via the Hijiri bridge (聖橋 / ひじりばし) in a northern direction. It’s worthwhile to take a little rest on this bridge and to watch the trains passing Ochanomizu station and the Kanda river.

Kanda-Gawa / 神田川

Kanda-Gawa / 神田川

Schon von hier kann man, von alten Mauern und hohen Bäumen umgeben, die schwarzen Gebäude des konfuzianischen Yushima-Seidō (湯島聖堂 / ゆしませいどう) erblicken – den einzigen seiner Art, den man heutzutage noch in Tōkyō finden kann. Diese Schreinanlage sticht aus den übrigen sakralen Gebäuden der Stadt deutlich heraus – schon allein ihres irgendwie „chinesischen“ Aussehens wegen. Kein Wunder, wurden doch Konfuzius’ Lehren vor über 1200 Jahren von China nach Japan gebracht und hatten hier einst größeren Einfluss auf Gesellschaft und Politik des Landes, als man heutzutage auf den ersten Blick wahrnimmt, auch wenn heute noch viele der auf uns so „japanisch“ anmutenden Sozialstandards auf die konfuzianische Lehre zurück gehen.

Already from here the old walls and tall trees surrounding the black buildings of the Confucian Yushima-Seidō (湯島聖堂 / ゆしませいどう) can be seen – the only one of its kind to be found in today’s Tōkyō. This shrine very clearly differs from all the other sacral buildings of the city – due to its somehow „Chinese“ looks. But these should not come as a surprise, as the teachings of Confucius were brought from China to Japan about 1,200 years ago. Their influence on society and politics were much graver than one would immediately realise nowadays, even though many aspects of Japanese „behaviour“ and social standards go back to Confucius’ teachings.

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Der Yushima-Schrein geht auf eine Gründung im Jahre 1632 zurück , als der Tokugawa Shōgun in Tōkyō eine Shōhei-Akademie errichten ließ. Als die Räumlichkeiten an der ursprünglichen Lokation zu eng wurden, ließ der fünfte Tokugawa-Shōgun, Tokugawa Tsunayoshi (徳川 綱吉 / とくがわつなよし), die Anlage Anfang der 90er Jahre des 17. Jahrhunders von Ueno an ihren heutigen Standort „verlegen“. Schließlich hat sich hieraus auch die prestigeträchtige Tōkyō Universität entwickelt, ebenso die Vorgänger der Tsukuba Universität und der Ochanomizu Universität

The Yushima shrine dates back to a foundation in the year 1632 when the Tokugawa Shōgun requested the establishment of a shōhei academy in Tōkyō. Very soon the academy became too packed with people at its old location. Hence, the fifth Tokugawa shōgun, Tokugawa Tsunayoshi (徳川 綱吉 / とくがわつなよし) had the facilities moved from Ueno to its present location in the early 90ies of the 17th century. Eventually, the prestigious Tōkyō University developed from these Confucian roots, als well as the forerunners of Tsukuba University and Ochanomizu University.

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Während meiner Besichtigung wird das Schreingelände von einer Ausstellung und Installation „futuristischer“ Kunst dominiert, die die Grenze zum Kitsch bereits überschritten haben (klar, auch das ist Geschmackssache). Aber es hat den Anschein, als stünden den Veranstaltern finanzkräftige Sponsoren zur Verfügung – überall sind hochwertige audiovisuelle Gerätschaften installiert, die darauf schließen ließen, dass man hier auch noch Lichtpräsentationen in der Dunkelheit veranstaltet.

During my visit the shrine’s grounds were somehow dominated by an exhibition of „futuristic“ art, which may (depending on one’s taste) be regarded as kitsch. However, it looked like the organisers had some powerful sponsors – there was a lot of high-price audio-visual equipment installed everywhere which indicated that there was also some illuminated presentation to be expected after nightfall.

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Yushima-Seidō / 湯島聖堂

Der Schrein hatte im Laufe der vielen Jahrhunderte seiner Existenz den verschiedensten Zecken gedient, war mehrfach abgebrannt und wieder errichtet worden. Zuletzt hat man ihn nach dem großen Kantō-Erdbeben (間東大震災 / かんとうだいしんさい) (1923) in Stahlbeton wieder errichtet. Hier befindet sich übrigens die weltgrößte Statue des Konfuzius, die 1975 von Taiwanesen gestiftet wurde.

The shrine’s buildings served quite a number of purposes during the many centuries of its existence. It also burned down a couple of times and was re-erected afterwards. After the Great Kantō Earthquake (間東大震災 / かんとうだいしんさい) (1923) it was built with armoured concrete (as one of the first sacral buildings in Tōkyō). By the way, the Yushima Seidō houses the biggest Confucius statue of the world, which was donated by Taiwanese in the year 1975.

Noch ein Stückchen weiter nördlich kann man schließlich wieder von dieser chinesisch angehauchten, grandiosen und doch irgendwie düster anmutenden Anlage in eine Welt strahlenden, japanischen Shintōismus’ (神道 / しんとう) eintauchen. Direkt hinter dem Yushima-Schrein befindet sich auf der nördlichen Seite der Yushima-Zaka (湯島坂 / ゆしまざか) der Zugang zum Kanda Myōjin (神田明神 / かんだみょうじん) durch ein prächtiges, metallenes Torii (Tor). Der Kanda Myōjin gehört ganz sicher zu den prächtigsten Schreinen der ganzen Stadt.

Just a few steps further north you can leave this Chinese, grand yet a touch gloomy atmosphere and immerse into the radiant world of Japanese Shintōism (神道 / しんとう). Directly behind the Yushima shrine, just on the north side of the Yushima-Zaka (湯島坂 / ゆしまざか), you can’t miss the magnificent metal torii (gate) of the Kanda Myōjin (神田明神 / かんだみょうじん) – for sure one of the most gorgeous shrines of the city.

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Ursprünglich war der Schrein im 8. Jahrhundert in Ōtemachi (大手町 / おおてまち) errichtet worden, musste 1616 aber nach Kanda verlegt werden, als das Tokugawa Shōgunat eine Ausweitung der Anlage von Burg von Edo (江戸城 / えどじょう) für nötig hielt und deswegen den Platz in Ōtemachi für diese Zwecke benötigte. Andere Quellen sprechen davon, dass der Tokugawa-Shōgun, Tokugawa Ieyasu (徳川 家康 / とくがわ いえやす), sich auch von der Nähe des dort „wohnenden“ Geistes eines Rebellen aus der Heian-Zeit, Taira no Masakado (平将門 / たいらのまさかど), bedroht fühlte. Taira noMasakado war im Jahre 930 hingerichtet worden und hatte später göttlichen Status erreicht. Nichts desto trotz stand dieser Schrein dem Hie-Schrein während der Shōgunjahre im Rang kaum nach. Und noch heute gehört das alle zwei Jahre veranstaltete Kanda Matsuri (神田祭り / かんだまつり) Mitte Mai zu den größten Festen der Stadt.

The original location of the shrine in the 8th century was in Ōtemachi (大手町 / おおてまち), however, it had to be removed to Kanda in 1616 to make space for the expansion of the Tokugawa Shōgune’s Edo Castle (江戸城 / えどじょう). Other sources speak of different reasons: The Tokugawa-Shōgun, Tokugawa Ieyasu (徳川 家康 / とくがわ いえやす) was said to be afraid of living too close to the spirit of a rebel that has been enshrined in the Kanda Myōjin – Taira no Masakado (平将門 / たいらのまさかど) was executed in the year 930 and had reached a status of divinity in later years (one of the main spirits to be worshipped here). Nevertheless, even during the Shōgunate period Kanda Myōjin retained a rank among the most important Shinō sanctuaries in Tōkyō, almost on par with the Hie shrine. Even nowadays the bi-annual Kanda Matsuri (神田祭り / かんだまつり) in mid-May is one of the greatest in the city of Tōkyō.

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Allerdings ist heute nur noch eine Nachbildung der Schreingebäude zu sehen, die während des großen Erdbebens von 1923 zerstört wurden und dann zu den ersten Gebäuden gehörten, die in Stahlbeton wieder aufgebaut wurden (wie auch der Yushima Seidō auf der anderen Straßenseite).
Der Schrein scheint nicht nur bei Geschäftsleuten, sondern auch bei Familien mit kleinen Kindern und Babys ganz besonders beliebt zu sein und eine besondere, wundertätige Wirkung zu haben. Ein Zeichen dafür, wie tief die Arme des Shintōismus noch immer in das tägliche Leben der Stadtbevölkerung hinein reichen. In westlichen Augen ist ein größerer Anachronismus kaum vorstellbar in einer Stadt, in der Modernität eine größere Rolle spielt als irgendwo sonst auf der Welt. Auch die Priester, die immer wieder Familien mit Kleinkindern nicht nur segnen, sondern auch fotografieren müssen, erscheinen in unseren Augen wie aus einer anderen Welt.

Unfortunately, the shrine’s buildings existing today are replica, as most of them were destroyed during the big earthquake of 1923 and re-built as armoured concrete buildings (just like the Yushima Seidō on the other side of the street).
The shrine is particularly popular with business people and families with small children and babies, as it seems to work miracles especially for them – a sign for how deep the roots of Shintōism still reach into the daily life of the urban population. In western eyes this may look like anachronism in a city that praises modernity more than any city in this world. It also takes a while to get used to the sight of priests not only blessing families and small children, but also taking pictures of the proud families.

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Zu den populärsten Heiligtümer des Kanda Myōjin gehören, neben dem Geist des oben genannten Taira no Masakado, auch Daikoku-sama (大黒様 / だいこくさま), den Glückgott, der hier für glückliche Eheschließungen zuständig ist, und Ebisu-sama (恵比寿様 / えびすさま), der für die Entwicklung des Landes und der Industrie um Hilfe gebeten werden kann.

Among the most popular sanctuaries of the Kanda Myōjin, next to the spirit of Taira no Masakado, are Daikoku-sama (大黒様 / だいこくさま), the „happy god“ in charge of happy marriages and Ebisu-sama (恵比寿様 / えびすさま) in charge of the development of the country and its industries.

Daikoku-sama / 大黒様

Daikoku-sama / 大黒様

Ebisu-sama / 恵比寿様

Ebisu-sama / 恵比寿様

Es lohnt sich auf jeden Fall, auf dem weitläufigen Schreingelände auch die hinteren Abschnitte des Areals zu besuchen – prächtiger in Rot und Gold strahlende Gebäude findet man selten.

But it’s also worthwhile to also visit the rear area of the shrine’s grounds – more gorgeous red and gold is hard to find somewhere else.

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Kanda Myōjin / 神田明神

Wie man hinkommt:
Mit der Sōbu-Linie oder der Chūō-Line von Japan Rail (JR) zum Bahnhof Ochanomizu (御茶ノ水駅 / おちゃのみずえき) (Hijiri-bashi-Ausgang / 聖橋口 /ひじりばしぐち)
     oder
Mit der Chiyoda-U-Bahnlinie (千代田線 / ちよだせん) zur Station Shin-Ochanomizu (新御茶の水駅 / しんおちゃのみずえき) (Ausgang B1)
     oder
Mit der Marunouchi-U-Bahnlinie (丸ノ内線 / まるのうちせん) zur Station Ochanomizu (御茶ノ水駅 / おちゃのみずえき)

How to get there:
Take the Sōbu line or the Chūō line of Japan Rail (JR) to Ochanomizu station (御茶ノ水駅 / おちゃのみずえき) (Hijiri-bashi exit / 聖橋口 /ひじりばしぐち).
     or
By Chiyoda subway line (千代田線 / ちよだせん) to Shin-Ochanomizu station (新御茶の水駅 / しんおちゃのみずえき) (exit B1)
     or
By Marunouchi subway line (丸ノ内線 / まるのうちせん) to Ochanomizu station (御茶ノ水駅 / おちゃのみずえき)


National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

2. August 2009

Eine glasgewordene Woge im Häusermeer
A Wave of Glass in an Ocean of Houses
(Der englische Text folgt dem deutschen)
(English text follows the German text)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

Ein in seiner Art einzigartiger Solitär im Häusermeer Tōkyōs ist das „National Art Center“ (こくりつしんびじゅつかん / 国立新美術館) mit seiner ungewöhnlichen, geschwungenden Glasfassade – ein Gebäude, das mir förmlich den Atem vor Begeisterung stocken ließ, als ich es zum ersten Mal sah.

Das Bauwerk geht auf einen Entwurf des berühmten Architekten, Kishō Kurokawa (黒川 紀章, 8.4.1934 – 12.10.2007), zurück und wurde am 21. Januar 2007 eröffnet – auf einem Areal, das früher Forschungseinheiten der Universität von Tōkyō beherbergte. Auf vier oberirdischen und einem unterirdischen Stockwerk bietet das Museumsgebäude hochmoderne und sehr funktionale Ausstellungssäle (insgesamt knapp 48.000 m²).

Dabei verfügt das Museum über keine eigenen Sammlungen, sondern widmet sich temporären, ständig wechselnden Ausstellungen und bietet Künstlervereinigungen die Plattform, sich darzustellen, Workshops und Seminare anzubieten. Außerdem gibt es eine Kunstbibliothek für weiterführende Studien.

The “National Art Center“ (こくりつしんびじゅつかん / 国立新美術館) is a unique landmark in Tōkyō’s ocean of buildings with its unusual, curved glass front – a building that took my breath away the first time I saw it.

The building was designed by the famous Japanese architect, Kishō Kurokawa (黒川 紀章, 4 Apr. 1934 – 12 Oct. 2007) and was opened on January 21st, 2007 on a site formerly occupied by a research facility of the University of Tōkyō. With four stories above ground and one below it offers highly modern and functional exhibition halls (all together roughly 48,000 m²).

The “National Art Center” doesn’t possess any own collections, but is dedicated to temporary exhibitions, workshops and platforms for artist associations. Furthermore, it provides an art library for further studies. 

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

Die geschwungene Fassade aus Glaslamellen erweckt den Anschein eines mehr dem architektonischen Schein dienenden Gebäudes – dabei dient sie tatsächlich nur als Front für lichtdurchflutete Ausstellungsräume und einen Komplex, der sich mehr der Funktion verschreibt, als dem äußeren Schein. Mit ihren 21 Metern Höhe ist sie wahrlich beeindruckend. Die ungewöhnliche Konstruktion lässt einerseits möglichst viel Licht in die Vorhallen des Gebäudes, verhindert andererseits aber auch eine starke Aufheizung der Räume.

The curved front consisting of glas gills may give the misleading impression of a building that serves architectonic pretense – however, it’s not more (and not less) that a facade for light-flooded exhibition halls and a building that is much more dedicated to function than to appearance. With its height of 21 meters it is truly impressive. The unusual constructions opens the vestibule for as much light as possible, on the other hand it protects the inside of the building from the summer’s heat. 

Ganz in der Nähe befindet sich das Vergnügungsviertel Roppongi (六本木) und die riesige (260.000 m²), parkähnliche Anlage des Friedhofs von Aoyama (あおやまれいえん / 青山霊園).

Nearby you’ll also find the nightlife district of Roppongi (六本木) and the spacious (260,000 m²), park-like area of the Aoyama Cemetery (あおやまれいえん / 青山霊園). 

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

Einfach zu erreichen:
Mit der Tōkyō Metro Chiyoda Linie (とうきょうメトロちよだせん / 東京メトロ千代田線), Ausstieg am Bahnhof Nogizaka (のぎざかえき / 乃木坂駅), Ausgang 6.

Easy Access:
Take the Tōkyō Metro Chiyoda line (とうきょうメトロちよだせん / 東京メトロ千代田線) and leave at Nogizaka station (のぎざかえき / 乃木坂駅), exit no. 6.
 

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

National Art Center, Tōkyo (国立新美術館)

Öffnungszeiten

Sonderausstellungen:
10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass: 17:30 Uhr)
Freitags: bis 20:00 Uhr (letzter Einlass: 19:30 Uhr)

Ausstellungen von Kunstvereinen:
10:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass: 17:30 Uhr)

Kunstbibliothek:
11:00 – 18:00 Uhr

Cafés:
10:00 – 18:00 Uhr

Restaurant:
Mittagstisch: 11:00 – 16:00 Uhr (letzte Bestellung)
Abendessen: 16:00 – 21:00 Uhr (19:30 Uhr letzte Bestellung)
                      Freitag bis 22:00 Uhr (20:30 Uhr letzte Bestellung)

Dienstags geschlossen (fällt ein Feiertag auf einen Dienstag, ist das Museum am Feiertag geöffnet und am darauf folgenden Tag geschlossen).

Eintrittspreise in Abhängigkeit von der jeweiligen Ausstellung.

Opening Hours

Special Exhibitions:
10:00 a.m. – 6:00 p.m. (last entry: 5:30 p.m.)
         Friday: – 8:00 p.m. (last entry: 7:30 p.m.)

Artist Associations’ Exhibitions:
10:00 a.m. – 6:00 p.m. (last entry: 5:30 p.m.)

Art Library:
11:00 a.m. – 6:00 p.m.

Cafés:
10:00 a.m. – 6:00 p.m.

Restaurant:
Lunch: 11:00 a.m. – 4:00 p.m. (last order)
Dinner: 4:00 p.m. – 9:00 p.m. (7:30 p.m. last order)
                    Friday: – 10:00 p.m. (8:30 p.m. last order)

Closed on Tuesdays. Tuesdays that fall on holidays will be open; the Center will close the next day instead.

Admission fees depend on current exhibitions.

Adresse / Address:
The National Art Center, Tōkyō
7-22-2 Roppongi, Minato-ku
Tōkyō 106-8558


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