Ein Spaziergang durch Yoyogi

12. February 2012

… mitten in der Metropole, aber eher kleinstädtisch

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

Dass Tōkyō eine der faszinierendsten Städte dieser Welt ist, lässt sich nicht nur an weltberühmten Bauwerken, Stadtvierteln, atemberaubender Kultur und alles in den Schatten stellender Gastronomie festmachen. Auch die Tatsache, dass es keine zweite Stadt auf dieser Welt gibt, die solche Größendimensionen erreicht hat, ohne von einem Gürtel von Slums umgeben zu sein, unterscheidet Tōkyō vom Rest der Welt.

Dass hier aber auch in den zentralsten Stadtteilen Wohn- und Geschäftsviertel zu finden sind, die so gar nichts „Weltstädtisches“ an sich haben, macht das besondere Flair Tōkyōs aus. Diese oft fast dörflichen oder doch zumindest nur kleinstädtisch wirkenden Viertel sind nicht immer „schön“ (im klassischen Sinn), aber sehr oft schon von ihrer Bebauung her unerhört interessant, von ganz besonderem Flair und nicht selten fast ein bisschen schrullig.

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Da wird dann auch schon mal internationales Flair mit in Japan eher exotischer Küche unter Bewis gestellt, wie z.B. unten in Form eines spanischen Restaurants.

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Und was wäre ein Wohngebiet mit Anspruch, wenn es nicht auch einen französischen Bäcker gäbe (deutsche Bäcker, die diese Bezeichnung auch verdienen, sind nicht so zahlreich gesät).

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Yoyogi Sangubashi (代々木参宮橋)

Als einer der Stellvertreter dieser Stadtviertel möchte ich heute das Wohngebiet rund um den Bahnhof Sangūbashi in Yoyogi (代々木 / よよぎ) vorstellen. Ich tue das anhand einiger Bilder – denn das, was man über Yoyogi selbst unbedingt in Worte kleiden müsste, ist schnell zusammengefasst:

Es liegt im Nordwesten von Tōkyōs innerstädtischem Stadtteil Shibuya (渋谷 / しぶや), allerdings zum größten Teil schon außerhalb des die Innenstadt umzingelnden Kreises der Yamanote-Linie (山手線 / やまのてせん). Zu den berühmten Sehenswürdigkeiten Yoyogis gehören der Meiji-Schrein (明治神宮 / めいじじんぐう) und der Yoyogi-Park (代々木公園 / よよぎごうえん) – aber von diesen soll heute nicht die Rede sein.

Park des Meiji Schreins (明治神宮公園)

Park des Meiji Schreins (明治神宮公園)

Auf dem Gebiet befinden sich Bahnstationen, die von einer ziemlichen Anzahl an Bahnlinien (Yamanote Linie (山手線 / やまのてせん), Chūō-Sōbu Linie (中央総武線 / ちゅうおうそうぶせん), Odakyū Odawara Linie (小田急小田原線 / おだきゅうおだわらせん), Keiō Linie (京王線 / けいおうせん) und U-Bahn-Linien (Toei Ōedo Linie (都営大江戸線 / とえいおおえどせん), Chiyoda Linie (千代田線 / ちよだせん) bedient werden. Mit anderen Worten: Es gibt kaum eine Ecke in Yoyogi, in der man nicht in Bahnhofsnähe wohnen würde.

Aber genießen sie einfach den kleinen Spaziergang durch die Gassen von Yoyogi – auch wenn die Fotos hier den Flair des Viertels sicher nur ansatzweise wiedergeben können.

Die Wohngebäude reichen von japanisiertem, westlichen Stil…

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

… über Reihenhäuser neueren Baustils…

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

… bis hin zu Gebäuden, in denen man auch nach japanischem Standard nicht unbedingt wohnen möchte:

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

Und so mancher Wohnkomplex erinnert ein bisschen an Ferienanlage in Spanien:

Yoyogi (代々木)

Yoyogi (代々木)

Ein kleines Schmankerl in dem Viertel ist der Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部 / とうきょうじょうばらくぶ), der sich direkt am nordwestlichen Ende des Parks rund um den Meiji Schrein befindet. Hier können Kinder zweimal am Tag auf Ponys reiten. Es gibt sogar ein besonderes Angebot für ein „Eltern & Kind“-Reiten, wobei die begleitenden Eltern maximal 60 kg wiegen dürfen. Ein begnadetes Land, in dem es offensichtlich noch viele Erwachsene gibt, die diese Gewichtsmarke spielend einhalten.

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Und die Clubmitglieder haben hier mitten in der Großstadt ihr exklusives Areal, ihre Pferde auszureiten. Schon allein der Grund und Boden, auf dem sich dieser Reiterclub befindet, ist mehrere Vermögen wert.

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Tōkyō Reiterclub (東京乗馬倶楽部)

Wie man hinkommt:

Mit der Odakyū Odawara Linie (小田急小田原線 / おだきゅうおだわらせん) zwei Stationen von Bahnhof Shinjuku (新宿駅 / しんじゅくえき) nach Sangūbashi (参宮橋 / さんぐうばし) – und dann einfach kreuz und quer durch die Gassen.


Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

4. December 2011

Weihnachtsbeleuchtung unter dem Sapporo-Stern, dem Schutz der Glücksgötter und dem Prunk französischer Lüster

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Auch in Zeiten, in denen eigentlich in erster Linie an das Einschränken des Stromverbrauchs gedacht werden soll, will die Seele des Menschen durch jahresendzeitliches Lichterspiel verwöhnt werden. Das ist hier in Japan nicht anders als in den Ländern, in denen man einen etwas direkteren Bezug zum Weihnachtsfest hat.

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Besonders hier in Tōkyō, wo die Gefahren einer aufgrund von Lichtmangel hervorgerufenen Herbst- und Winterdepression eigentlich nicht allzu groß sind (weil die Tage eben lang genug und meist auch sonnig genug sind), trägt man schon seit Jahren einen regelrechten Wettstreit um die schönste „kurisumasu irumineeshon“ (Christmas Illumination) aus. Und darauf soll auch vor dem Hintergrund verordneter Stromeinsparungsziele nicht verzichtet werden. Dank LED-Beleuchtungstechnik dienen die verschwenderischen Glitzerlichter zwar nicht gerade einer Verbrauchsreduktion, blähen den Stromverbrauch aber auch nicht mehr in der unverantwortlichen Weise auf, wie man es früher beobachten konnte, wo die Glühbirne noch das einzig seligmachende Beleuchtungsmittel war.

Nachdem ich 2009 schon Beispiele für die Weihnachtsbeleuchtung an der „Southern Terrace“ und dem „Takashimaya Times Square“ in Shinjuku, „Roppongi Hills“ und „Tōkyō Midtown“ in Roppongi gezeigt habe, ist dieses Mal der „Ebisu Garden Place“ (恵比寿ガーデンプレイス / えびすガーデンプレイス) an der Reihe.

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Die zum großen Konzern der Sapporo Holdings Ltd. gehörende Yebisu Garden Place Co. Ltd. hat den Komplex am 8. Oktober 1994 feierlich eröffnet – der Name soll an die Yebisu-Brauerei erinnern, die sich ursprünglich einmal hier befunden hat.
Ebisu Garden Place liegt sowohl auf dem Gebiet des Innenstadtbezirks Shibuya-ku (渋谷区 / しぶやく) als auch des Innenstadtbezirks Meguro-ku (目黒区 / めぐろく) und bietet, neben einem Mitsukoshi-Kaufhaus, dem Westin Hotel und dem städtischen Fotografiemuseum, einige gastronomische Betriebe und natürlich auch zwei Bierlokale der Sapporo-Brauerei. Die 1876 gegründete Brauerei hat sich übrigens von Anfang an dem Brauen in Anlehnung an die deutsche Biertradition verschrieben – ihr erster Braumeister war in Deutschland ausgebildet worden.

Das dem Stadtteil und dem hier beschriebenen Komplex den Namen gebende „Yebisu“ Bier wurde seit dem späten 19. Jahrhundert alledings ursprünglich von der „Japan Beer Brewery Company“ gebraut.

Falls sich jemand über die Schreibweise gewundert haben sollte: Dieses „Yebisu“ wird wie „Ebisu“ gesprochen (“Ebisu” ist außerdem die ”moderne” Schreibweise von “Yebisu”) – und „Ebisu“ wiederum erinnert an einen der sieben Glückgötter Japans, der für die Fischer zuständig ist. Ein Bildnis dieses Ebisu ziert alle Dosen und Flaschen des Yebisu-Bieres.
Damit dürften alle Klarheiten restlos beseitigt sein…..

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Nach einer Monopolisierung des japanischen Biermarktes unter einem Firmendach („Dai-Nippon“) 1906 und der Zerschlagung dieses Monopols nach dem 2. Weltkrieg, wird seit 1956 wieder Bier unter dem Namen „Sapporo“ gebraut. 1971 kam es dann auch zu einer Wiederauferstehung des „Yebisu“-Bieres, das sozusagen als „Nobelmarke“ von Sapporo aus der Taufe gehoben wurde.

Zentraler Magnet der weihnachtlichen Beleuchtung von Ebisu Garden Place ist der gigantische Baccarat-Kronleuchter („Baccarat Eternal Lights“), der vom 3. November dieses Jahres bis zum 9. Januar des kommenden Jahres im Glanz von 250 Lampen erstrahlt. Dass er zusätzlich noch von wechselnden Farben illuminiert wird, macht die Sache nicht weniger aufdringlich.
Regelrecht gelungen kann aber die Beleuchtung der Bäume bezeichnet werden – hier verhelfen ca. 60.000 LED-Lämpchen für weihnachtliches Funkeln und Strahlen.

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Ebisu Garden Place – 恵比寿ガーデンプレイス

Wie man hinkommt:
Mit der JR Yamanote-Linie (山手線 / やまのてせん) oder der Tōkyō Metro Hibiya-Linie (東京メトロ日比谷線 / とうきょうメトロひびやせん) nach Ebisu (恵比寿 / えびす) und von dort der Beschilderung über einen lang gestreckten, von die Strecke etwas abkürzenden Personen-Förderbändern durchzogenen Gang zum Ebisu Garden Place.


Das große Kirschblütenfinale / Cherry Blossom’s Grand Finale

17. April 2011

Wenn die Kirschblütensaison im Shinjuku Gyoen zu Ende geht
When the cherry blossom season comes to an end at Shinjuku Gyoen
(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The English text follows the German text) 

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Nachdem die Kirschblüte in diesem Jahr eine gute Woche länger als sonst auf sich hatte warten lassen, hat uns überwiegend trockenes Wetter eine lange Dauer der sonst doch eher fragilen Blütenpracht beschert. Fast wie ein letztes Aufbäumen vor dem endgültigen Ende der Kirschblütensaison in Tōkyō, haben sich wenigstens ein paar der besonders prächtigen Bäume heute noch einmal ganz besonders ins Zeug gelegt.

Von der verschwenderischen Pracht, die es heute im Shinjuku Gyoen (新宿御苑 / しんじゅくぎょえん) bei strahlendem Sonnenschein zu bewundern gab, sollen die untenstehenden Bilder wenigstens einen kleinen Eindruck vermitteln. Außerdem ist es natürlich auch schön zu sehen, dass den Tōkyōtern die Lust am „花見”(はなみ / hanami), dem traditionellen Kirschblütenbetrachten, auch in diesem Jahr nicht vergangen ist.

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

After the cherry blossoms were delayed by about a week this year, mostly dry weather made it possible for the fragile blossoms to stay with us for a little while longer. Almost like in a last effort before the end of this year’s cherry blossom season some of the particularly gorgeous trees pushed themselves to their best.

Today’s pictures may give you at least a glimpse of the lavish grandeur which could be admired at Shinjuku Gyoen (新宿御苑 / しんじゅくぎょえん) today. Furthermore, it’s also good so see that even this year Tōkyōites haven’t lost their passion for „花見”(はなみ / hanami), the traditional cherry blossom viewing. 

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Ort des Geschehens:
Der Shinjuku Gyoen befindet sich zwischen dem südlichen Teil von Shinjuku-ku (新宿区 / しんじゅくく) und dem nördlichen Teil von Shibuya-ku (渋谷区 / しぶやく) – so ziemlich im Zentrum von Tōkyō. Der 58,5 Hektar große Park gehörte früher zu den kaiserlichen Gärten, wurde aber nach dem 2. Weltkrieg der Öffentlichkeit übergeben.

Eintrittsgebühr:
¥200 Erwachsene), ¥50 (Kinder)
1-Jahres-Dauerkarte: ¥2.000

Öffungszeiten:
Montags geschlossen (fällt ein Feiertag auf Montag, bleibt der Park am darauf folgenden Tag geschlossen).

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Shinjuku Gyoen / 新宿御苑

Location:
Shinjuku Gyoen is located between the southern part of Shinjuku-ku (新宿区 / しんじゅくく) and the northern part of Shibuya-ku (渋谷区 / しぶやく) – very much in the centre of Tōkyō. The 58.5 hectare park used to be one of the Imperial Gardens and was handed over to the public after World War II.

Admission Fee:
¥200 (adults), ¥50 (children)
1-Year-Ticket: ¥2,000

Opening Hours:
Closed on Mondays (if national holidays fall on a Monday, the park is closed the following day).


Inokashira Kōen – 井の頭公園

10. April 2011

Berühmt, nicht nur bei deutschen Kinofreunden
Famous, not just with German movie-lovers
(Der englische Text folgt dem deutschen)
(The Englisch text follows the German text)

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Wer (mich selbst eingeschlossen) geglaubt hat, es gäbe schon genug Kirschblütenartikel auf dieser Seite, soll heute noch mal ganz satt mit einem Klischee versorgt werden (das Kirschblütenklischee Japans ist nun mal eines, dem nach Kräften entsprochen werden darf)! Mit einem Park, der spätestens seit Doris Dörries Film „Kirschblüten – Hanami“ (mit Hannelore Elsner, Elmar Wepper und Aya Irizuki in den Hauptrollen) in Deutschland berühmt ist: dem Inokashira Kōen (井の頭公園 / いのかしらこうえん).

Everybody (including myself) who may have believed that there are already enough cherry blossom stories on this page, get ready for another cliché (the cherry blossom season is one of those Japanese cliché that deserve the honour of being mentioned repeatedly)! Here comes yet another park which has (at least in Germany) become rather famous from Doris Doerrie’s movie „Cherry Blossoms – Hanami“ (starring Hannelore Elsner, Elmar Wepper and Aya Irizuki): Inokashira Kōen (井の頭公園 / いのかしらこうえん).

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Der Park, der 1918 der Öffentlichkeit übergeben wurde, liegt westlich der 23 Innenstadtbezirke Tōkyōs auf dem Gebiet von Mitaka (三鷹市 / みたかし) und Musashino (武蔵野市 / むさしのし). Mit einer Fläche von knapp 384.000 qm gehört er zu den nicht ganz kleinen der Stadt. Während der Kirschblüte ist er aber ganz bestimmt einer der beliebtesten. Und diese Beliebtheit konnten auch die besonderen Umstände, unter denen wir die Kirschblüte in diesem Jahr erleben, nicht brechen. Am Sonntag, den 10. April strömten die Menschen wieder zu vielen Zehntausenden in den Park, um die Kirschblüten und betrachten und zu feiern. Vielleicht feiert man in diesem Jahr nicht ganz so ausgelassen wie sonst – aber die Japaner wissen natürlich auch, dass mit übertriebenem Trübsalblasen (wie es der Gouverneur von Tōkyō gern verordnet hätte) auch niemandem geholfen ist.

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

The park, which was handed over to the public in 1918, is located in the west of the 23 city districts of Tōkyō, shared by Mitaka (三鷹市 / みたかし) and Musashino (武蔵野市 / むさしのし). With a total area of roughly 384,000 sqm it’s not among the smallest of the city. During the cherry blossom season it’s, however, one of the most popular ones. And its popularity wasn’t harmed by any means by the special conditions under which the cherry blossoms have their season this year. On Sunday, April 10th the crowds came to Inokashira Kōen in tens of thousands to enjoy the glory of the cherry trees and to celebrate. Maybe not as hilariously as in the years before – but, naturally, also Japanese know that only singing the blues (as the Governor of Tōkyō would have liked to order the people) doesn’t help anybody.

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Seine lang gestreckte Wasserfläche, der Inokashira-Teich (井の頭池 / いのかしらいけ) und der dort vorhandene Tret- und Ruderbootverleih erfreuen sich ganz besonderer Beliebtheit – dass man an einem sonnigen Sonntag während der Kirschblüte bisweilen kaum noch Wasser zwischen den Booten sieht, ist da kein Wunder.

The stretched expanse of water, the Inokashira pond (井の頭池 / いのかしらいけ) and its pedal- and rowing boats is particularly popular with the people. It shouldn’t come as a big surprise that on a sunny Sunday during the cherry blossom season there seems to be little water only between the boats.

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Und wenn mal keine Kirschen blühen (was ja nun während der längsten Zeit des Jahres der Fall ist), hat der Park auch noch mehr zu bieten: Einen Zoo, einen hübschen, Benzaiten geweihten Tempel und in der Nähe das „Ghibli“-Museum.

And if there are not cheery blossoms to admire (as it is the case throughout most of the year), there are some more highlights the park has to offer: a zoo, a picturesque temple dedicated to Benzaiten and the „Ghibli“-Museum nearby.

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Inokashira Kōen – 井の頭公園

Ghibli-Museum

Ghibli-Museum

Wie man hinkommt:
Entweder mit der Keiō Inokashira-Linie (京王井の頭線 / けいおういのかしらせん) von Shibuya (渋谷 / しぶや) in Richtung Kichijōji (吉祥寺 / きちじょうじ) bis zur Haltestelle Inokashira Kōen (井の頭公園 / いのかしらこうえん) direkt am östlichsten Zipfel des Parks, oder mit der Chūō/Sōbu-Linie (中央・総武線 / ちゅうおう・そうぶせん) bis zum Bahnhof Kichijōji ( 吉祥寺駅 / きちじょうじえき), Südausgang (南口 / みなみぐち).

How to get there:
Either take the Keiō Inokashira line (京王井の頭線 / けいおういのかしらせん) from Shibuya (渋谷 / しぶや) heading for Kichijōji (吉祥寺 / きちじょうじ) and get off the train at Inokashira Kōen station (井の頭公園 / いのかしらこうえん) right at the easternmost edge of the park. Or take the Chūō/Sōbu line (中央・総武線 / ちゅうおう・そうぶせん) to Kichijōji station ( 吉祥寺駅 / きちじょうじえき), south exit (南口 / みなみぐち).


Yokohama Landmark Tower

8. October 2009

Japans (immer noch) höchster Wolkenkratzer
Japan’s (still) tallest Skyscraper

(Der englische Text folgt dem deutschen)
(English text follows the German text)

00 Yokohama Minato Mirai

Auf der Emporis-Liste rangiert der Yokohama Landmark Tower (横浜ランドマークタワー, Yokohama Randomāku Tawā) auf Platz 54 der höchsten Gebäude dieser Welt. Mit seinen 295,8 Metern Höhe, die sich auf 70 oberirdische Stockwerke verteilen, ist er allerdings noch immer (und das schon seit 1993!) Japans höchstes Gebäude (nicht Japans höchsten Bauwerk! – das ist seit über 50 Jahren der Tōkyō Tower – bis er vom “Tōkyō Sky Tree” abgelöst wird). Und natürlich werden auch irgendwann noch höhere Hochhäuser in Japan gebaut werden.

Yokohama Landmark Tower (横浜ランドマークタワー)

Yokohama Landmark Tower (横浜ランドマークタワー)

On the Emporis list Yokohama Landmark Tower (横浜ランドマークタワー, Yokohama Randomāku Tawā) ranks as 54th-talest Building of the World. With its 295,8 meters of height (70 floors above ground), however, it’s still (since 1993!) Japan’s tallest building (even though Tōkyō Tower hasn’t been surpassed for more than 50 years – but that’s more a “steel construction” than a “building”). By 2010, however, a 77-stories skyscraper in Shinjuku (Tōkyō) is supposed to outrank the Landmark Tower.

Yokohama Minato Mirai (横浜みなとみらい)

Yokohama Minato Mirai (横浜みなとみらい)

Aber unabhängig von seiner relativen Höhe ist der Landmark Tower ein Gebäude der Superlative:
Er beherbergt vom 49. bis 70. Stockwerk das höchste Hotel Japans, das „Royal Park Hotel“. In den Stockwerken darunter befinden sich Büroräume und ein großes Einkaufszentrum, das auf den Namen „Landmark Plaza“ hört und etwa 160 Geschäfte und Boutiquen Platz bietet.
In der luftigen Höhe des 69. Stockwerks (273 Meter) befindet sich die höchste Aussichtsplattform Japans (allerdings „im“ Gebäude – also: nicht im Freien), der so genannte „Sky Garden“, der mit dem schnellsten Aufzug des Landes (und dem zweitschnellsten der Welt), der mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h nach oben schießt, erreicht werden kann. Sprich: Die Fahrzeit ganz nach oben beträgt erstaunliche 40 Sekunden. Vielleicht fühlt man sich deswegen so klein, wenn man oben ankommt…..

Landmark Plaza

Landmark Plaza

Nippon Maru Memorial Park

Nippon Maru Memorial Park

Irrespective of its relative height the Landmark Tower is a building of superlatives:
Between its 48th and 70th floor it houses the highest hotel in Japan, the “Royal Park Hotel”. The floors below provide ample space for offices and a gigantic shopping centre, named “Landmark Plaza” – home for some 160 shops and boutiques.
And the 69th floor as a whole is the highest observation platform in the whole of Japan (273 meters), the so-called “Sky Garden” which can be reached with the fastest elevator of the country (the second-fastest in the world). With a speed of 45 km/h it practically “shoots” the visitor to this upper level in astonishing 40 seconds. Keep your hand on the hand-rail…..

Yokohama Minato Mirai - Cosmo World

Yokohama Minato Mirai - Cosmo World

Natürlich ist der Landmark Tower nicht einfach nur als Gebäude interessant, sondern ist wohl auch einer der faszinierendsten Aussichtspunkte des ganzen Landes. Bei schönem Wetter kann man (theoretisch) bis zu 80 km weit blicken – nicht selten ist der Fuji zu sehen und noch öfter kann man die Wolkenkratzer von Tōkyō am nördlichen Horizont erahnen (wie natürlich auch der Landmark Tower als Solitär im Häusermeer der zweitgrößten Stadt Japans, Yokohama, von Tōkyō aus zu sehen ist).
Aber auch die nähere Umgebung des Landmark Tower ist so atemberaubend, dass man sich nicht zu grämen braucht, wenn man bei seinem Besuch nicht ganz so klares Wetter geboten bekommt. Nicht ganz Schwindelfreie seien aber beruhigt: An allen Aussichtsfenstern hat man genügend Abstand zum „Abgrund“ – der ganze „Sky Garden“ (der übrigens nur mit sehr viel Fantasie als „Garten“ bezeichnet werden kann) ist zudem sehr großzügig angelegt. Hier wäre Platz genug für vier Tennisplätze. Der „Sky Garden“ bietet zu dem einen 180° Rundblick nach allen Himmelsrichtungen, einen Andenkenladen („Tower Shop“) und ein Café („Sky Café“).

Nippon Maru Memorial Park

Nippon Maru Memorial Park

Nippon Maru

Nippon Maru

The Landmark Tower is not just interesting as a building, but also because it provides to most fascinating views the country has to offer. If weather conditions allow it, the view goes (theoretically) some 80 km – providing a breathtaking view of Mt. Fuji and very often of the skyscrapes of Tōkyō on the northern horizon (as the Landmark Tower itself can be seen from Tōkyō, being a solitaire in the ocean of buildings of Japan’s second-largest City, Yokohama).
But not to worry if the weather isn’t that spectacular when you visit the Landmark Tower – also the nearby areas provide the most breathtaking views. And even if you are not completely free from giddiness: There is always ample room between the windows and where you stand or sit – the whole “Sky Garden” (which, by the way, only very remotely resembles a “garden”) is spacious enough even for larger groups of visitors. Four tennis courts would fit in here. It provides a 180° panorama view, a souvenir shop (“Tower Shop”) and a coffee shop/bar („Sky Café“).

Yokohama

Yokohama

Yokohama Stadium

Yokohama Stadium

Yamashita Park / Hikawa Maru

Yamashita Park / Hikawa Maru

Bank of Yokohama

Bank of Yokohama

Yokohama (Nordost / North East)

Yokohama (Nordost / North East)

Yokohama Nishi-ku

Yokohama Nishi-ku

Und über all das, was es in Yokohama noch so zu sehen gibt, wird es zu gegebener Zeit auch den einen oder anderen Artikel geben.

And naturally, there will be articles about all the other sights of Yokohama in due course.

Landmark Tower 69th Floor: Sky Garden

Landmark Tower 69th Floor: Sky Garden

Gebühren für die Auffahrt in den „Sky Garden“:
Erwachsene (incl. Schüler der Mittelstufe oder älter): ¥1000
Schüler ab der Mittelstufe und Senioren über 65 Jahren: ¥800
Schüler: ¥500
Kinder über 4 Jahren: ¥200

Öffnungszeiten des „Sky Garden“:
10:00 Uhr bis 21:00 Uhr – an allen Tagen des Jahres
10:00 Uhr bis 22:00 Uhr – samstags und während der Sommerferien
Auffahrt ist bis 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten möglich
(Die Öffnungszeiten können bei großem Andrang geändert werden.)

Öffnungszeiten des „Sky Cafés“:
10:00 Uhr bis 21:00 Uhr (letzte Bestellung: 20:30 Uhr) – an allen Tagen des Jahres
10:00 Uhr bis 22:00 Uhr (letzte Bestellung: 21:30 Uhr) – samstags
Telefon: +81 (45) 224-3031

Öffnungszeiten des „Tower Shop“:
10:00 Uhr bis 20:30 Uhr – an allen Tagen des Jahres
Telefon: +81 (45) 222-5544

Adresse:
Yokohama Landmark Tower
2-2-1 Minato Mirai
Nishi Ku
Yokohama 220-8172

Admission Fees:
Adult (older than high school students): ¥1000
High school student / adults over 65 years of age: ¥800
School children / Junior high school students: ¥500
Children (over 4 years old): ¥200

Opening Hours of the “Sky Garden”:
10:00 a.m. – 9:00 p.m. on every day of the year.
10:00 a.m. – 10:00 p.m. on Saturdays and during the summer vacation
Admission ends 30 minutes before closing time.
(Closing time may be changed by congestion.)

Opening Hours of the „Sky Café“:
10:00 a.m. – 9:00 p.m. (last order: 8:30 p.m.) – on every day of the year
10:00 a.m. – 10:00 p.m. (last order: 9:30 p.m.) – on Saturdays
Telephone: +81 (45) 224-3031

Landmark Tower 68th Floor: Tower Shop

Landmark Tower 68th Floor: Tower Shop

Opening Hours of the „Tower Shop“:
10:00 a.m. – 8:30 p.m. – on every day of the year
Telephone: +81 (45) 222-5544

Address:
Yokohama Landmark Tower
2-2-1 Minato Mirai
Nishi Ku
Yokohama 220-8172

Wie man von Tōkyō hinkommt:
Die Tōkyū Tōyoko Linie (東急東横線 / とうきゅうとうよこせん) verbindet z.B. auf ihrer ca. 24 km langen Strecke Shibuya (渋谷 / しぶや) mit Yokohama (横浜 / よこはま). Für die Fahrt von Shibuya Bahnhof (渋谷駅 / しぶやえき) nach Yokohama Minato Mirai Bahnhof ( 横浜みなとみらい駅 / よこはまみなとみらいえき) benötigt man mit dem Expresszug (急行 / きゅうこう / Kyūkō) ca. 35 Minuten.
Fahrtkosten: 440 Yen (Stand: 2009).

Shibuya Station / 渋谷駅

Shibuya Station / 渋谷駅

How to get there from Tōkyō:
You can take, for example, the Tōkyū Tōyoko Line (東急東横線 / とうきゅうとうよこせん) that connects on its 24 km of tracks Shibuya (渋谷 / しぶや) with Yokohama (横浜 / よこはま). For a trip from Shibuya station (渋谷駅 / しぶやえき) to Yokohama Minato Mirai station ( 横浜みなとみらい駅 / よこはまみなとみらいえき) the express train (急行 / きゅうこう / Kyūkō) takes about 35 minutes.
Fare: 440 Yen (as of 2009).

 

Yokohama Minato Mirai Station / 横浜みなとみらい駅

Yokohama Minato Mirai Station / 横浜みなとみらい駅


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